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Today in 2005 Barça, Barça, Baaaaaarça!
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2018-04-02, 12.26 GMT
Fünf Tage in Hamburg
Vom 23. bis 27. März verbrachte ich zusammen mit Sabrina ein langes Wochenende in Hamburg. Die Hansestadt beeindruckt mit dem unglaublichen Hafengelände, aber auch der Freundlichkeit und Gelassenheit ihrer BewohnerInnen Die Altstadt mit Rathaus, Chilehaus und der Michaelis-Kirche, Hafen-City, eine Hafenrundfahrt, der alte Elbtunnel, der Fischmarkt sonntags frühmorgens, das Schanzenquartier sowie eine Führung über den Kiez waren die Hauptpunkte des Besichtigungsprogramms. Ausserdem schauten wir uns das Musical Aladdin an, das mit farbenfroher Kulisse und Kostümen sowie fulminanten Tanzeinlagen glänzt. Auch in gastronomischer Hinsicht genossen wir das Wochenende: coole und originelle Bars, kleine sympathische Restaurants und gefühlte Hamburger Urgesteinskneipen gehörten alle dazu. Es waren tolle Tage!
Zur Foto-Galerie Hamburg 2018
Eva Moehlecke de Baseggio

2018-01-01, 23.19 GMT
Happy New Year!
Den Jahreswechsel verbrachten wir gemeinsam mit der Familie in Tramandaí, Brasilien. Neben dem üppigem Festmahl und den zahlreichen Feuerwerken, die wir aus dem 16. Stock bestaunen konnten, wollen wir nicht vergessen, was 2017 gebracht hat. In vielerlei Hinsicht war das vergangene Jahr anspruchsvoll, sowohl Eva wie ich waren beruflich mit grösseren Projekten beschäftigt. Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt, an dieser Stelle sei unser Treffen mit dem 91-jährigen Holocaust-Überlebenden Shlomo Graber Mitte Mai besonders hervorzuheben. Das eingehende Gespräch mit diesem Zeitzeugen hat bei Eva und mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Mein Engagement als Fan Ambassador für meine ZSC Lions in der Champions Hockey League war für mich ein weiteres intensives Erlebnis, das mir viel Spass bereitet hat. Die Gelegenheit, ein bisschen hinter die Kulissen zu sehen, einzelne Spieler und Funktionäre kennenzulernen und - vor allem - mich mit anderen Hockey-Fans aus ganz Europa auszutauschen, war einmalig. Höhepunkt meines “Einsatzes” war gewiss die Reise an ein Auswärtsspiel in Nottingham. Mit vielen der dort getroffenen Fans stehe ich seither in regelmässigem Kontakt über soziale Medien.

Das Reisen kam wie immer nicht zu kurz, Grindelwald in den Sportferien, der Westen Kanadas mit seiner faszinierenden Tierwelt im Sommer und zum Jahresende der Besuch bei der Familie in Brasilien bildeten die Hauptdestinationen des Jahres 2017. Dazwischen gab es Kurzausflüge in den Europapark, nach München, Mailand und London. Beruflich kamen meine fünf Reisen nach Wroclaw, Polen und Evas Konferenzen in Athen und Oslo dazu, alles in allem waren wir ziemlich oft auf der Walz’.

Es war also ein tolles Jahr und wir sind sehr zuversichtlich, dass auch 2018 mindestens ebenso schön sein wird. Das wünschen wir natürlich nicht nur uns selbst, sondern auch allen Verwandten, Freunden und Bekannten!
Mario de Baseggio

2017-10-14, 09.51 GMT
Papiermuseum Basel
Am vergangenen Sonntag besuchten wir das Papiermuseum in der Sankt-Alban-Vorstadt in Basel. Das am Rhein gelegene historische Museumsgebäude birgt fantastische Exponate und viele Möglichkeiten, verschiedene Tätigkeiten auszuprobieren. Auf vier Stockwerken wird man durch die Geschichte der Papierproduktion, der Schrift, des Drucks und der Buchbinderei geführt, man erlangt einen bleibenden Eindruck über die Bedeutung des Papiers für Zivilisation und Kultur.
Mario de Baseggio

2017-09-24, 09.58 GMT
Champions Hockey League: ZSC Lions Fan Ambassador
Das Bild zeigt Fan Ambassador Mario, Roman-Wick-Super-Fan Sophia und den ZSC Lions Stürmer und Topscorer Fredrik Pettersson (vlnr.).
Obwohl mein Engagement schon seit Ende August läuft, habe ich erst jetzt realisiert, dass ich dazu auf unserer Website noch kein Wort verloren habe: Ich bin derzeit Fan Ambassador meiner Lions für die Champions Hockey League (CHL). Grund für die relative Funkstille auf dem statischen Kanal war die Aktivität auf Twitter. Als Ambassador ist es nämlich eine meiner Hauptaufgaben, in Social Media über die Spiele der Löwen zu berichten. Um den Überblick nicht gänzlich zu verlieren habe ich mit der Website www.fan70.ch ein Sammelgefäss geschaffen, in dem alle Tweets im Zusammenhang mit meinem Lieblingsklub konsolidiert werden.

Die CHL pausiert jetzt noch bis anfangs Oktober, dann geht es in die dritte Runde, mit guten Leistungen gegen KAC Klagenfurt kann sich der Zett für den Achtelfinal qualifizieren.
Link zur Website fan70.ch
Mario de Baseggio

2017-08-03, 23.27 GMT
Schon fast zwei Wochen in Kanada
Nachdem wir am 22. Juli in Calgary gelandet sind, haben wir uns über Banff, Golden, Jasper, Blueriver nach Vancouver Island immer weiter westwärts bewegt und dabei zahlreiche beeindruckende Beobachtungen gemacht. Wildtiere wie Wapiti-Hirsche, Big Horn Mountain Sheep, Weisskopfseeadler, einen Schwarzbär oder - sicherlich ein Höhepunkt - ein Buckelwal-Weibchen gehören genauso dazu, wie die unendlich weite Landschaft, die derzeit aufgrund schwerer Waldbrände unter einem unheimlichen Rauchschleier liegt. Übermorgen geht es wieder zurück aufs Festland, wo wir eine Woche in Vancouver verbringen werden. Gewiss wird auch dieser Teil unserer Reise reich an Erlebnissen sein!
Mario de Baseggio

2017-06-27, 10.05 GMT
Oper für alle: Un ballo in maschera
Es ist jetzt schon 10 Tage her, dass wir auf dem Sechseläutenplatz einmal mehr eine fantastische Oper für alle erleben durften. Verdis Ballo in Maschera wurde gegeben, mit über 10'000 anderen Begeisterten wurden wir Zeugen einer äusserst gelungenen Inszenierung, die Künstler, allen voran Sondra Radvanovsky (Amelia) und George Petean (Renato) überzeugten in allen Belangen, Technik und Wetter spielten mit und nicht zuletzt sorgten auch Kurt Aeschbachers Behind-the-Scenes-Beiträge für faszinierende Einblicke. Wir freuen uns schon jetzt auf Franz Lehárs Land des Lächelns im kommenden Jahr! Und zum Schluss auch noch ein herzliches Dankeschön an unsere Nachbarn Andrea und Urs für's Besetzen des Platzes!
Mario de Baseggio

2017-05-27, 13.58 GMT
Seleger Moor
Nach über 35 Jahren war ich vorgestern wieder einmal im Seleger Moor. Das wesentliche ist unverändert geblieben: Wunderschöne Rhododendren-Haine, eindrückliche Pfingstrosen, umgeben von hohen, schattenspendenen Bäumen. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher verteilten sich im dichten Grün, man hatte seine ruhigen, leisen Momente. Ich kann einen Besuch nur empfehlen!
Link zur Website des Seleger Moors
Mario de Baseggio

2017-05-15, 05.33 GMT
Begegnung mit einem Zeitzeugen
Am vergangenen Dienstag hatten wir das Privileg, Shlomo Graber persönlich kennenzulernen. In der Galerie an der Spalenvorstadt in Basel, die er gemeinsam mit seiner Frau Myrtha Hunziker führt, konnten wir uns mit dem Künstler während fast zwei Stunden austauschen. Klar, dass neben seiner Kunst auch seine Lebensgeschichte Thema war: Shlomo Graber hat während der nazionalsozialistischen Diktatur in Deutschland drei Konzentrationslager und zwei Todesmärsche überlebt. Es bleibt uns lediglich das Erstaunen und die Bewunderung, wie ein Mensch, der so viel Gräuel und Grausamkeit sehen und erleiden musste, einen derart positiven Weg zurück ins Leben findet. Von Verbitterung und Hass keine Spur. Liebe, Respekt und nicht zuletzt eine gehörige Portion Humor, das ist Shlomo Graber.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2017-05-07, 07.09 GMT
Cheerplatzfäscht
Gestern haben wir mit einem Fest auf dem "Cheerplatz" zum einen das Fertigstellen der Überbauung neben unserem Mietshaus gefeiert, zum anderen nutzten wir die Gelegenheit, unsere neuen Nachbarn einzuladen und kennenzulernen. Über 50 Personen liessen sich vom zwischenzeitlich strömenden Regen nicht davon abhalten, gut gelaunt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch oder Russisch miteinander zu plaudern, sich am Buffet zu stärken oder ein Gläschen über den Durst zu trinken. Herzlichen Dank allen Beteiligten, das war ein gelungener Abend!
Mario de Baseggio

2017-02-20, 06.14 GMT
Eine Woche Sonne und Schnee
Am Samstag sind wir heil aus unseren Skiferien in Grindelwald zurückgekehrt. Begonnen hatten wir den Urlaub mit einem Besuch bei Tante Theres und Onkel Walter in Unterseen, nach langer Zeit konnte ich bei dieser Gelegenheit auch Cousine Franziska und Cousin Stefan wieder einmal sehen. Danach ging es über Wilderswil und Zweilütschinen an den Fuss des Eigers. Das Berner Oberland hat sich während der ganzen Woche von seiner schönsten Seite gezeigt, stahlblauer Himmel, Sonnenschein und genügend Schnee, der es uns erlaubte, mit den Skiern bis vor die Haustür unserer Ferienwohnung zu fahren.
Mario de Baseggio

2017-01-08, 08.02 GMT
Hirslandener Holmenkollen Nachtrodeln 2017
Nach 2010 und 2012 erlaubten es die Schneeverhältnisse gestern wieder einmal einen Hirslandener Holmenkollen Nachtrodel-Event durchzuführen. Die Veranstaltung, die als "Monaco Grand Prix der Tellerschlittler" globale Bekanntheit erlangt hat, bescherte uns packende Kopf-an-Kopf-Rennen, bei denen im Licht der 2,5-Millionen-Watt-Flutlichtanlage hart um Vorteile im Tausendstelsekundenbereich gerungen wurde. Nach dem Entzünden der traditionellen Höhenfeuer am oberen Südosthang des Bonzenhügels war das Publikum natürlich besonders gespannt darauf zu erfahren, wie der Wettkampf im Exo-Olympischen Sechser-Teller-Bob ausgehen würde. Dank zwei nahezu perfekten Läufen konnte der Schlitten ITABRASUI 1 den Titel in überlegener Weise sichern. Das Bild zeigt die erfolgsverwöhnte Formation ausgangs Basler-Loch im schwierig zu steuernden Übergang zum Bierling-Corner.
Mario de Baseggio

2016-10-24, 06.51 GMT
Ein Tag an der OLMA
Den Samstag verbrachten wir in einer olfaktorischen Dunstwolke von Bratwurst, Streufutter und Kuhdung. Die "Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung" bietet einen schönen Überblick zu Nutztierhaltung, Gemüse- und Obstbau, angereichert mit zahlreichen Darbietungen aus der Schweizer Volkskultur. Ob Jodelchor, Fahnenschwingen, Säulirennen und Kuhreiten - langweilig wird's nie. In Erinnerung bleiben wird gewiss das beeindruckende Brauereipferd Aramis, das in einem Seilziehwettkampf gegen über 10 Schwinger ein klares Unentschieden erreichte.
Mario de Baseggio

2016-10-14, 15.14 GMT
Wien, Wien, nur du allein...
Heute sind wir nach einer guten Woche aus Wien zurückgekehrt. Die Österreichische Hauptstadt hat uns in allen Belangen beeindruckt: Geschichte, Kultur, Speis und Trank - es blieben keine Wünsche offen. Die Zauberflöte in der Volksoper gefiel ebenso, wie das Haus des Meeres, die Prater-Chilbi, das Beethoven-Sterbe-Haus, das Mozart-Haus mit Blick auf die Blut-Gasse und das Hotel Sacher, bzw. dessen Torte. Es wurde unser tägliches Ritual, eine Mozartkugel zu verdrücken, das Schnitzel im Figlmüller durfte natürlich auch nicht fehlen. Dass uns auch Franzl und Sisi auf Schritt und Tritt begleiteten, versteht sich von selbst. Nach über dreissig Jahren hatte ich zudem wieder Gelegenheit, im Restaurant Feuervogel Russisches Essen zu geniessen. Der Wirt ist noch immer derselbe! Also, in diesem Sinn, Servus, küss die Hand, wir kommen wieder.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt die Neue Pummerin, die im Nordturm des Stephansdoms hängt. Mit über 20 Tonnen Gewicht ist sie die zweitgrösste freischwingende Kirchenglocke der Welt.

2016-04-09, 11.04 GMT
Nahtloser Übergang
Ich habe mich in den vergangenen Monaten weiter zum Zuschauerportler entwickelt. Meiner lebenslangen Faszination für die Formel 1 hat sich vor drei Jahren das Eishockey hinzugesellt, seit meiner Indienresie im letzten Frühling beschäftige ich mich auch mit Cricket. So passt es hervorragend, dass die in diesen Tagen endene Hockeysaison durch den Start der IPL-Season 2016 ersetzt wird. Ich hoffe, dass meine Mumbai Indians ein wenig glücklicher kämpfen, als meine ZSC Lions. Immerhin habe ich mit Beni, einem feurigen Anhänger der Royal Challengers Bangalore, um ein Mittagessen gewettet. In einem indischen Lokal, versteht sich.
Zur Website der Indian Premier League (IPL)
Mario de Baseggio
Das Bild oben zeigt mich mit dem Topspieler Roman Wick von den ZSC Lions. Darunter mein obligates #IPLSelfie um meinen Support für die Mumbai Indians auszudrücken.

2016-01-18, 05.18 GMT
ZSC Lions - HC Ambri-Piotta: 7:2
Gestern erlebten wir gemeinsam mit Nachbar Urs und insgesamt fünf Lions Kids den überlegenen Sieg des Zett gegen den HC Ambri-Piotta. Eva wurde - wie insgeheim von mir herbeigesehnt - Zeugin eines Tores meines derzeitigen Lieblingsspielers Auston Matthews. Im mit über elftausend Zuschauern belegten Hallenstadion war die Stimmung gut und laut, nicht zuletzt wegen der verteilten "Klatsch-Fächern". Es bliebt zu hoffen, dass die Löwen, die derzeit mit 12 Punkten Vorsprung klar die Tabelle der Liga anführen und am 3. Februar auch im Cupfinal gegen Lausanne HC stehen, ihre Form auch in den Playoffs beibehalten können.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt die ZSC Lions auf ihrer Ehrenrunde nach dem Spiel.

2015-12-31, 16.03 GMT
Das Jahr der Katze
Am letzten Tag des Jahres zieht man Bilanz. Wir haben ein sehr schönes 2015 erleben dürfen. Schulisch, studentisch und auch beruflich war es erfüllend und mit neuen Erfahrungen gespickt. Im Sommer verbrachten wir einen wunderschönen Monat in Brasilien, über den Rest des Jahres waren einige kürzere Ausflüge in die Bodenseeregion und den Europapark verteilt. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Sportferien in Grindelwald. Die vermutlich grösste Veränderung in unserem Alltag hat Kali gebracht, die seit Mitte September unser jüngstes Familienmitglied ist. Sie hat sich tipptopp bei uns eingelebt und ist nicht mehr wegzudenken.

Alles in allem ein perfektes Jahr, wenn 2016 genauso wird, haben wir keinen Grund zu klagen. In diesem Sinne wünschen wir allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!
Mario de Baseggio

2015-11-22, 16.04 GMT
Schöne Erinnerungen
Mein Vater Guido hat in den vergangenen Wochen über 1'400 Dias digitalisiert. Schön, wie viele tief in den Hirnwindungen verborgene Erinnerungen wieder präsent werden!
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt mich mit meiner Mutter Helen vor über 30 Jahren in einer kleinen Karten- und Rauch-Pause irgendwo im Hinterland der griechischen Insel Kreta.

2015-11-08, 14.38 GMT
Eine kleine Auszeit am Bodensee
Bei fantastischem Herbstwetter genossen wir das Wochenende am Bodensee. Nach einem Besuch im Thermalbad Konstanz ging es mit der Fähre nach Meersburg. Das Bild zeigt den Blick aus dem Café Droste, wo wir im Schein der untergehenden Sonne Waffel, Hugo und Bier kredenzten. Nach einer ruhigen Nacht war heute die Reihe am Pfahlbau-Museum, wo wir viel Interessantes über das Alltagsleben der Menschen aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit erfuhren. Zum Abschluss unseres Ausflugs besichtigten wir die Basilika in Birnau, ein üppig verzierter Barockbau mit wunderschönem Blick auf das Schwäbische Meer. Nach einer letzten deftigen Verpflegung im Meersburger Löwen traten wir die Heimreise an.
Mario de Baseggio

2015-09-19, 15.26 GMT
Willkommen Kali!
Nach mehr als siebeneinhalb Jahren haben wir wieder eine Katze im Haus. Sie heisst Kali, ist eine getigerte Maine Coon und wurde am 13. Juni dieses Jahres geboren. Wir sind über die Ruhe und Ausgeglichenheit erstaunt, mit der unser neues Familienmitglied sein unbekanntes Revier erkundet. Keine Spur von Berührungsangst oder Zurückhaltung. Wir freuen uns auf viele schöne Erlebnisse mit unserer behaarten Göttin.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2015-09-15, 15.44 GMT
Drunter und drüber
Um 17 Uhr sind Sophia und ich heute wohlbehalten von unserem fünftägigen Tochter-Vater-Ausflug zurückgekehrt. Das Rundum-Wohlfühlpaket beinhaltete körperliche Ertüchtigung (das Thermalbad Konstanz), Kultur (die merowingische Meersburg), Natur (der Salem'sche Affenberg), Wissenschaft (das Planetarium in Freiburg) und Freizeit-Fun (der Europapark in Rust). Alles hat tipptopp geklappt und viel Spass gemacht.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt
Sophia und Mario kopfüber in der ersten Schraube des Megacoasters Bluefire im Europapark Rust.

2015-08-11, 00.35 GMT
Was für ein Land!
Unsere langen Brasilienferien neigen sich langsam dem Ende zu. Übermorgen wird uns die Swiss nach Hause bringen, im Gepäck werden wir das eine oder andere Souvenir mittragen, in unseren Köpfen und Herzen werden uns die vielen tollen Erlebnisse und Eindrücke der vergangenen vier Wochen begleiten. Brasilien ist ein Land voller Widersprüche, in dem Schönheit und Grauen, Reichtum und Armut, Ordnung und Chaos eng miteinander verwoben sind und so ein kompliziertes Ganzes bilden. Manchmal entsprechen die Dinge zu hundert Prozent den gängigen Stereotypen, genau so oft wird man vom Gegenteil überrascht. Wir haben das Privileg, dieses Land ein wenig besser kennenzulernen und nicht zuletzt Dank unserer hier lebenden Familie tiefere Einblicke in die Lebensart Brasiliens zu erhaschen. Wenn wir am Mittwoch mit Rio eine der schönsten Städte der Welt verlassen, dann wird bei aller Freude auf unser Zuhause sicherlich auch Wehmut mitschwingen. "Saudade" eben.
Mario de Baseggio

2015-07-16, 21.31 GMT
Back to Brazil
Knapp drei Jahre nach unserem letzten Besuch sind wir heute wieder einmal wohlbehalten in Brasilien angekommen. Nachdem sich unser Abflug aufgrund eines Triebwerkschadens um über anderthalb Stunden verspätet hatte, ging alles reibungslos über die Bühne. Wir wurden in Porto Alegre von Rodolfo abgeholt und haben mit Eduardo, Lúcia und Letícia bereits wieder zur Ess-Schwatz-Lach-Routine zurückgefunden. Und natürlich sind Sophia und Zeca ein Herz und eine Seele.
Mario de Baseggio

2015-05-30, 16.43 GMT
Besuch aus dem Oberland
Nach langer Zeit hatten wir heute wieder einmal Gelegenheit, meine Tante Theres und Götti Walti zu sehen. Sie haben Cousine Fränzi zum Flughafen gebracht, wo mein Vater Guido und ich sie getroffen haben. Spontan haben wir uns dann noch entschieden, gemeinsam ans Burgwiesfest zu gehen, beim Mittagessen konnten wir an der Sonne sitzen und über alte Zeiten plaudern. Hat Spass gemacht, wir werden darauf achten, dass es nicht wieder so lange dauert, bis wir uns das nächste Mal sehen.
Mario de Baseggio

2015-05-04, 11.07 GMT
Blaue, fussballspielende Katzen
Im Februar und März hat Sophia mittels Fragebogen Daten erhoben, um die Antworten auf drei Fragen zu finden: Was ist das Lieblingstier der Mehrzahl der Leute, was die Lieblingsfarbe und was der Lieblingssport? Jetzt sind die Zahlen ausgewertet, das Resultat ist klar und alters- und geschlechtsübergreifend: Die beliebteste Fantasiekreatur ist demnach blau, miaut und schiesst Tore. Wir danken allen, die bei der Umfrage mitgemacht haben, ganz herzlich und stellen den Bericht als PDF zur Verfügung.
Der Bericht zu Sophias Befragung
Mario de Baseggio

2015-04-18, 14.55 GMT
Goodbye India!
Meinen letzten Tag in Mumbai habe ich gemeinsam mit meinem Reiseführer Mohammed damit verbracht, besondere Seiten dieser unglaublich lebhaften Grosstadt zu erleben. In Erinnerung bleiben wird mir sicherlich, dass ich von Cricketspielern, die ich fotografierte, dazu eingeladen wurde, auch ein paar Schläge zu probieren. Auf einen sehr rücksichtsvoll gebowlten ersten Ball konnte ich sogar mit einem satten Abschlag reagieren. Der Ball wurde allerdings vom Bowler selbst problemlos aus der Luft gepflückt, ich war also schon "out", bevor meine Strassencricketkarriere überhaupt die Chance hatte, zu beginnen.
Mario de Baseggio

2015-02-28, 14.00 GMT
Trampolinoooooooo!
Dreieinhalb Stunden Gehüpfe, Gejauchze, Junk Food und zwischendurch immer wieder einmal kurze Tränen, so lässt sich der Besuch im Gummimatten- und Plastikblachen-Paradies in Dietikon am treffendsten zusammenfassen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Lya und Flor konnte sich Sophia nach Herzenslust austoben, wir staunen über die gezeigte Ausdauer...
Mario de Baseggio

2015-01-09, 16.27 GMT
Je suis Charlie
Vor einer guten Stunde haben Einheiten der französischen Polizei den beiden Geiselnahmen ein Ende bereitet, die im Nachgang des Massakers an der Redaktion von Charlie Hebdo die Welt in Atem hielten. Die Mörder sind tot, viel wichtiger scheint mir aber die Tatsache, dass Frankreich gezeigt hat, dass es bereit ist, die Errungenschaften der vergangenen 300 Jahre mit allen verfügbaren rechtstaatlichen Mitteln zu verteidigen. Demokratie muss zuweilen beschützt werden, weil es eben gerade eine der bezeichnenden Eigenschaften einer freien Gesellschaft ist, verwundbar gegenüber Missbrauch und totalitären Aktionen zu sein. Allen involvierten Vollzugs-Beamten gebührt Dank und Respekt. Den Angehörigen und Freunden der Opfer entbiete ich mein aufrichtiges Beileid.
Mario de Baseggio

2015-01-04, 09.55 GMT
Das beste Bier der Welt
Wenn wir auf unserer Website Werbung machen, dann ist es keine Werbung im eigentlichen Sinn, sondern das Feststellen unverrückbarer Tatsachen, objektiv und absolut. Das kommt natürlich eher selten vor, weil es nur wenige absolute Wahrheiten gibt. Umso überraschender war gestern die Erkenntnis, dass ich das beste Bier der Welt gefunden habe. Ausschlaggebend war das Geschenk meines Nachbarn Urs, der mir aus dem Schwarzwald ein Bierglas der Brauerei Rothaus mitgebracht hatte. Als ich das Glas betrachtete, stellte ich hocherfreut fest, dass es ein Wappen trägt, das identisch mit dem Familienwappen der venezianischen de Baseggio vor 1204 ist. Im Zusammenhang mit dem unsäglichen 4. Kreuzzug war unserer Familie als Ehrenzeichen das Wappen mit den drei Knochen verliehen worden, davor führte die Familie einen simplen roten Streifen auf goldenem Grund. Eine kleine Internet-Recherche hat rasch ergeben, weshalb die Rothaus-Brauerei ihre Gläser und Flaschen mit demselben Schild schmückt: Es handelt sich dabei um das Wappen des Grossherzogtums Badens, eines souveränen Staates, der im 19. Jahrhundert Teil des Deutschen Bundes war. Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG hat ihren Sitz auf dem Gebiet des damaligen Grossherzogtums, daher findet sich das Wappen auf der Etikette. Damit ist klar: Wer die Farben meiner Familie auf Flaschen druckt, der produziert das beste Bier der Welt. Fraglos. Danke, Urs, für das bewegende Geschenk!
Als Referenz, das alte Wappen der venezianischen de Baseggio bei baseggio.net
Mario de Baseggio

2014-12-22, 08.10 GMT
"Es war schon dunkel, als ich durch Vorstadtstrassen heimwärts ging"
Udo Jürgens, dessen Musik mich begleitet, seit ich denken kann, ist gestern im Alter von 80 Jahren verstorben.
Ich habe den Wahlzürcher nie live spielen hören, doch prägten seine Melodien und Texte meine musikalische Wahrnehmung. Noch heute staune ich immer wieder über die textliche Qualität von "Griechischer Wein". Man findet nicht viele deutschsprachige Pop- oder Schlager-Songs, die Inhalte derart verdichtet auf den Punkt bringen, wie dieses Meisterwerk aus dem Jahr 1974. In seinen Liedern findet sich neben Tiefgang auch humorvolle (Selbst-)Ironie, etwa bei "Aber bitte mit Sahne" oder "Mit 66 Jahren". "Vielen Dank für die Blumen" gab Tom und Jerry einen wundervollen Rahmen, "Ich war noch niemals in New York" beschwor den Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen. Udo Jürgens war immer ernst und unterhaltsam zugleich. Und das ist es, was bleiben wird. Vielen Dank für die Musik!
Mario de Baseggio
Das Bild wurde mir netterweise von Georg zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Künstler bei seinem letzten Konzert im Hallenstadion Zürich am 7. Dezember 2014.

2014-12-22, 05.19 GMT
Les Maîtres Chocolatiers Frey
Gemeinsam mit unseren brasilianischen Cousins Rita, Luisa, Rafaela und Luís und Nonno Guido besuchten wir am Samstag die Schokoladenfabrik Frey in Aarau. Als Gruppe waren wir unter dem Namen "Schoggi Moehlecke" zum Schokoladengiessen angemeldet (Bild). Man konnte viel über die Süsse Versuchung erfahren, an Möglichkeiten, die verschiedenen Produkte zu "testen" fehlte es nicht. Zum Schluss überraschte Luís uns alle mit seinem Grosseinkauf: An die 20kg verpackt in drei prall gefüllte Tragetaschen fanden den Weg in den Kofferraum.
Mario de Baseggio

2014-11-09, 16.00 GMT
Ein besonders schönes Wochenende
Am Freitagabend begingen wir den wohl letzten Räbeliechtli-Umzug in Sophias Schullaufbahn. Der Nieselregen konnte die Stimmung nur unwesentlich trüben, wie erwartet war auch die gesangliche Darbietung aller Schülerinnen und Schüler auf der Treppe des Alterszentrums Klus-Park solid und kreativ zugleich. Gestern folgte unser traditionelles Herbst-Hochzeitstags-Dinner im Restaurant Belvoirpark. Der (wie immer) ausgezeichnete flambierte Rehrücken erhielt kulinarische Konkurrenz durch die Vorspeisenplatte unserer Jüngsten, die Köchinnen und/oder Köche haben sich bei deren Zusammenstellung selbst übertroffen. Ein Tag mit der Familie in Rütihof rundete unser Wochenendprogramm gebührend ab.
Mario de Baseggio

2014-09-03, 18.58 GMT
Charlie Duke, Moonwalker
Heute hatte ich im Rahmen einer Veranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) die Gelegenheit, Charlie Duke persönlich zu treffen, ihm die Hand zu schütteln und ein paar Worte mit ihm auszutauschen. Duke war Capcom bei 4 Apollo-Missionen und Mitglied der Besatzung von Apollo 16 und war der zehnte Mensch auf dem Mond. In einem packenden Vortrag schilderte er verschiedene Episoden und Erfahrungen, zum Beispiel die Momente bei Mission Control, als ungewiss war, ob Neil Armstrong den Eagle mit nur wenigen Sekunden Treibstoffreserven überhaupt würde landen können. Eine unglaubliche Biografie, sehr inspirierend! Danke auch an Felix, der mir den Anlass vermittelt hat.
Mario de Baseggio

2014-08-18, 14.30 GMT
Kroatien, Slowenien und Italien
Knapp 20 Tage nach unserer Rückkehr folgen die Bilder unserer Sommerferien. Bei der Auswahl ist aufgefallen, wie vielseitig und abwechslungsreich die Gegend um Istrien, dem Friaul und den Veneto ist. Von eindrücklichen Naturlandschaften über historische Baudenkmäler bis hin zu interessanten Museen und kulturellen Sehenswürdigkeiten findet sich alles innerhalb weniger Kilometer.
Zur Galerie "Croatia, Slovenia and Italy 2014"
Mario de Baseggio

2014-08-09, 13.19 GMT
Ferro di Prua (3D-Druck)
Wieder einmal ein 3D-Druck-Design, auf das ich etwas stolz bin. Das "Ferro di Prua" ist das Eisenschild, das seit gut hundert Jahren den Bug der venezianischen Gondeln ziert. Die einzelnen Streben des Kamms stehen für die einzelnen Stadtteile ("Sestieri"), der Bogen über der obersten Strebe symbolisiert di Rialto-Brücke.
Das 3D-File auf thingiverse.com
Mario de Baseggio

2014-07-22, 12.44 GMT
Die Plitvicer Seen
Die beiden vergangenen Tage verbrachten wir an den berühmten Plitvicer Seen, einem UNESCO-Weltnaturerbe. Der Nationalpark liegt direkt an der Bosnisch-Herzegowinischen Grenze und verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Die Besucherinnen und Besucher werden mit Booten und Bussen zu den Ausgangspunkten verschiedener Wanderungen gebracht, die jeweilige Dauer des Ausflugs kann zwischen 2 und 8 Stunden betragen. Die Seen sind über ein System von Wasserfällen miteinander verbunden, auf einem Holzsteg wird man an den äusserst pittoresken Kaskaden vorbeigeführt, ohne dass man zu stark in den Lauf der Natur eingreift. Das kristallklare Wasser und die intakte Fauna sind eine Reise wert.
Mario de Baseggio

2014-07-09, 04.47 GMT
Unsere Seleçao erleidet Schiffbruch
Der gestrige Halbfinal war ein Spiel der Superlative. Leider zeigten alle Extremwerte aus meiner Fan-Sicht in die falsche Richtung. Die Mannschaft von Luis Felipe Scolari liess bereits in der 11. Minute ein Tor nach einem Abwehrstellungsfehler zu, das 2 zu 0 durch Miroslav Klose in der 23. Minute schockte unser Team derart, dass es nach sechs weiteren Minuten bereits 5 (fünf!) zu null stand. Die perfekt spielenden Deutschen gaben diesen Vorsprung natürlich nicht mehr aus der Hand, das Endresultat von 7 zu 1 ist das Ergebnis dieser hervorragenden Arbeit. Das Bittere an der Sache ist nicht die Niederlage an sich. In einem WM-Halbfinal gegen Deutschland zu verlieren ist keine Schande. Was stossend ist, ist die Art, wie man sich in dieses Schicksal gefügt hat. Brasilien war gelähmt, man liess (bis auf die Ausnahmen Marcelo, Bernard und Hulk) jeden Kampfgeist vermissen. Der Umstand, dass Neymar Jr. (verletzt) und Thiago Silva (2 x gelb) gefehlt haben, darf als Entschuldigung nicht gelten. Die spielerische Substanz des WM-Gastgebers ist auch ohne die beiden Schlüsselspieler hervorragend. Die Ursache für diese Niederlage liegt in der Einstellung der Spieler, an der oft zitierten fehlenden "mentalen Stärke". Rolf Fringer sprach von kontraproduktiver Übermotivation, ebenfalls eine mögliche Erklärung. Jedenfalls war die Seleçao nicht in der Lage, Deutschland Paroli zu bieten - zu keinem Zeitpunkt. Joachim Löws Team spielte überragend und hatte das Geschehen hundertprozentig im Griff. Die Deutschen ziehen verdient in den Final ein und wenn sie am Sonntag dieselbe Leistung abrufen können, dann gibt es keinen Zweifel darüber, wer am Ende den Pokal in die Höhe stemmen wird.
Mario de Baseggio

2014-07-02, 05.44 GMT
Ein stolzer Abend, vielen Dank!
Gestern hat die Schweizer Nationalmannschaft in einem packenden Achtelfinalspiel gegen Argentinien verloren. Nach 118 Minuten gelang es den Südamerikanern Benaglio zu bezwingen, die Schweizer kämpften weiter und hatten in der 120. Minute noch einen Pfostenschuss zu beklagen. Damit war auch die Chance, das Spiel im Penaltyschiessen doch noch zu gewinnen, verpasst. Trotz der bitteren Niederlage kann die Schweizer Mannschaft sehr stolz sein, sie haben gekämpft wie die Löwen und hatten den zweifachen Weltmeister über weite Strecken im Griff. Drmic, Shaqiri, Schär und Kollegen waren den Albiceleste (mit Messi) ebenbürtig. Bei der aktuellen Mannschaft handelt es sich gewiss um die beste, die die Schweiz je hatte. Sie hat das Potential, an der kommenden Europameisterschaft und auch an der Weltmeisterschaft 2018 zu den prägenden Teams zu werden. Dafür gebührt Ottmar Hitzfeld, der gestern das letzte Spiel in seiner Trainerlaufbahn hatte, grossen Respekt. Danke an das ganze Team, ihr seid grossartig!
Mario de Baseggio
Das Bild ist der Website Football.ch entnommen

2014-05-18, 16.04 GMT
Während der Fahrt ist das Aufstehen verboten!
Vor wenigen Minuten sind wir wohlbehalten aus dem Europapark in Rust zurückgekehrt. Während dreier Tage konnten wir bei schönem Frühlingswetter die unzähligen Bahnen sowie sonstigen Attraktionen des Parks geniessen. Am Freitag absolvierten wir, geringen Besucherzahlen sei Dank, einen regelrechten Achterbahnenmarathon. Am Tag darauf stürmten wir dann erstmals zu dritt die Holzachterbahn Wodan, die mit einer Höhe von 40 Metern und Spitzengeschwindigkeiten von über 100 km/h kein Pipifatz ist. Die Begeisterung war gross, zum Glück gab es da noch den Sonntag, da konnten wir uns gleich nochmals in Wodans Hände begeben. Und in die von Poseidon, Pegasus und vielen mehr. Es waren drei tolle Tage.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2014-05-13, 16.25 GMT
Danke, HR Giger!
Heute ist der Schweizer Künstler HR Giger verstorben. Die Wirkung seines Schaffens und seiner Ästhetik ist erheblich und wird die Zeit überdauern. Gerne denke ich an mein Interview Mitte der 90er Jahre zurück, das ich im Auftrag des Zürcher Unterländers mit ihm führen konnte. Äusserst verschroben und gleichzeitig unheimlich interessant. Hat mich nachhaltig beeindruckt.
Mario de Baseggio

2014-03-03, 06.10 GMT
Von Paradiesvögeln, Puppen und Männern in Frack und Zylinder
Am Samstag fand im Kirchgemeindehaus der jährlich Fasnachtsball statt. Sophia konnte bei der Maskenprämierung gemeinsam mit ihrer Freundin Emilia den zweiten Platz erreichen. Die beiden traten als Tucan und Papagei auf und konnten die Jury mit ihrem wilden Tanz überzeugen. Eva und ich waren als Barbie und Ken den ganzen Abend unzertrennlich, während mein Vater Guido in Frack und Zylinder mit Abstand die eleganteste Erscheinung des Anlasses war. Da sich der "Verein Aktives Balgrist" im Sommer auflöst, ist unklar, wo wir im kommenden Jahr fasnachten können. Unser Dank geht jedenfalls an alle Beteiligten für die witzigen Bälle, die wir in den vergangenen Jahren besuchen durften.
Mario de Baseggio

2013-12-11, 15.10 GMT
Wenn's schiefgeht, dann richtig
Ich habe meinen Deltatower (www.deltatower.ch) nun bereits über ein halbes Jahr in Betrieb und kann behaupten, dass mir die Drucke immer besser gelingen. Entscheidend dafür ist, dass man Maschine und Material immer besser kennt und entsprechend öfter die richtigen Fertigungsparameter wählt. Aber Fehldrucke kommen immer wieder vor, manchmal sind sie sogar spektakulär. Das akuellste Beispiel im Bild: Es hätte ein Ziegenbockkopf werden sollen, nachdem sich das Modell jedoch vom Heizbett löste und am heissen Extruder hängenblieb, wurde der Apparat kreativ und formte das Filament zu etwas, was durchaus das Hirn des Ziegenbocks darstellen könnte.
Mario de Baseggio

2013-10-27, 17.45 GMT
ZSC 6 - SCB 0
Heute hat Sophia gemeinsam mit Nonno Guido, meinem Kollegen und ausgewiesenem Hockey-Experten Georg und mit mir ihr erstes Eishockey-Match überhaupt besucht. Der ZSC empfing Meister Bern zuhause im Hallenstadion und spielte stark auf, wir konnten sechs Tore bejubeln. Wir sind jetzt echte Z-Fans (mit Flagge!) und werden sicher wieder einmal die eine oder andere Begegnung live mitverfolgen.
Matchbericht bei tagi.ch
Mario de Baseggio

2013-10-24, 05.35 GMT
Rush, der neue Film von Ron Howard
Zu meinen ersten Erinnerungen überhaupt gehört das sonntägliche Gucken von Formel-Eins-Rennen. Gemeinsam mit Mutter und Vater sass ich vor einer kleinen Holzkiste, auf der die unscharfen, schwarz-weissen Bilder der Rennwagen flimmerten, die ich auch in meiner Spielzeug-Autöli-Sammlung am meisten verehrte. In meinem Hirn wurden damals offensichtlich Eindrücke fest verdrahtet, die mich seither zu einem grossen Fan des Formel-1-Rennsports machen. Genau diese Eindrücke wurden am Montagabend durch Ron Howards Film "Rush" intensiv reaktiviert. Jede Minute dieses Meisterwerks fühlte sich für mich an, wie ein Sonntagnachmittag mit der Familie vor über 35 Jahren, einfach in Farbe, Dolby Surround Sound und HD. Daniel Brühls Darstellung meines Idols Niki Lauda ist schlichtweg perfekt. Und auch Chris Hemsworth versteht es, James Hunt die nötige Tiefe zu geben, was bei einer dermassen glamourösen Figur gewiss nicht einfach ist. Die Geschichte der beiden grundverschiedenen Rivalen, die beide bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben, ist archetypisch. Sie könnte im Altertum, im Mittelalter oder auch in der Tierwelt spielen. Dass sie in die legendäre Rennsaison 1976 angelegt ist, macht den Film für mich natürlich einmalig und bedeutsam. Ich bin Ron Howard sehr dankbar.
Zur Website des Films
Mario de Baseggio
Das Bild ist der offiziellen Film-Website
www.rushmovie.com entnommen.

2013-10-14, 17.47 GMT
Vielseitiger Kanton Bern
Die vergangene Woche verbrachten wir im Heimatkanton meiner Mutter Helen. Zuerst besuchten wir die Schaukäserei in Affoltern im Emmental und besichtigten das Schloss Burgdorf. Die Bundeshauptstadt bildete mit dem Bundeshaus, dem Bärenpark und der überaus interessanten Sammlung des Naturhistorischen Museums die zweite Etappe der Reise. Weiter ging es ins Oberland mit der Beatushöhle am Thunersee und mit Schlittschuhlaufen in Grindelwald. Aufgrund des anhaltenden Nebels verzichteten wir auf die Kleine Scheidegg und begingen stattdessen die tosende Aareschlucht. Das 17. Älplerfest in Lenk im Simmental bildete den Schwerpunkt am Samstag, gestern Sonntag genossen wir als grossartigen Abschluss unserer Rundreise Schnee und Sonne auf knapp 2000 Metern über Meer auf dem Betelberg. Wir sind beeindruckt von der Schönheit und Vielfalt des Kantons Bern.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt den Blick Richtung Süden auf dem Murmeliweg, nahe der Bergstation Leiterli.

2013-09-12, 05.14 GMT
Drei Tage im Europapark
Alle Jahre wieder fahren wir über das verlängerte Knabenschiessen-Wochenende in den Europapark - so auch dieses Jahr. Die zunehmende Körpergrösse Sophias bewirkt, dass sich diese Kurzferien von ehemals besinnlichen Stunden auf Märchenbahnen zu veritablen Achterbahnenmarathons wandeln, zum grossen Vergnügen der ganzen Familie. Zu den Evergreens Enzian Alpenexpress und Pegasus haben sich nun die Schweizer Bobbahn, der Matterhorn Blitz sowie die Wasserbahn Poseidon gesellt. Nächstes Jahr folgt dann wohl die Holzachterbahn Wodan.
Es waren drei tolle Tage, wir freuen uns bereits auf das nächste Mal!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2013-08-30, 17.32 GMT
Die Ernte ist eingefahren!
Die dümmsten Bauern haben die grössten Kartoffeln, so sagt man. Schaut man obiges Bild an, ist anhand der Kartoffeln nicht klar, wo ich einzuordnen bin (die Miene lassen wir jetzt mal dahin gestellt). Jedoch zeigt es ganz wunderbar die Bandbreite der 5.6 kg Kartoffeln, die meine Nachbarin Andrea und ich heute aus unserem Guerilla-Acker ausgegraben haben. Unserer Meinung nach sind es jedenfalls die schönsten, besten, tollsten Knollen, die die Welt je gesehen hat. Und sie wurden von den schönsten, besten und gescheitesten Guerilla-Gärtnerinnen und Efeu-Widerstandskämpferinnen überhaupt gezüchtet, jawoll!
Eva Moehlecke de Baseggio

2013-07-08, 05.30 GMT
Zürifäscht
Am Samstag besuchten wir gemeinsam mit Nonno Guido das Zürifäscht. Bei am Nachmittag noch angenehmen Besucherzahlen vergnügten wir uns an der Chilbi, schmausten Zuckerwatte und Chnoblibrot und starrten uns die Hälse steif. Was sich allerdings mehr als lohnte, wurden doch spektakuläre Flugshows, tollkühne Turmsprünge, waghalsige Akrobatik in 25 Metern Höhe und die Überquerung der Limmat von Grossmünster zu St. Peter auf einem Drahtseil geboten. Das Fest gefiel uns so gut, dass wir am Sonntag Morgen gleich nochmals gingen, Höhepunkt dabei (zumindest aus Erwachsenensicht) die Fahrt mit dem grössten Riesenrad der Schweiz mit einem traumhaften Blick über die Stadt.
Eva Moehlecke de Baseggio

2013-06-16, 11.18 GMT
The Sopranos - Swiss edition
Während des letzten Halbjahrs war die US-Fernsehserie "The Sopranos", welche die Geschichte der gleichnamigen italo-amerikanischen Mafia-Familie erzählt, konstantes Thema zwischen unseren Nachbarn Andrea und Urs und uns. Nachdem wir inzwischen alle die sechs Staffeln von A bis Z durchgeschaut haben und uns peu à peu von allen Darstellern verabschieden mussten (nur wenige überlebten es bis zum Schluss), veranstalteten wir gestern Abend ein fulminantes Sopranos-Abschlussfest. Natürlich musste dabei authentisches Essen in Form von Baked Zitis, Grilled Vegetables, Steaks und insbesondere napolitanischen Sfogliatelle her. Edler Wein aus Avellino und Nastro Azzuro halfen, die Köstlichkeiten herunter zu spülen. Nach dem Festmahl wissen wir nun auch, warum einige Darsteller von Folge zu Folge, nun, sagen wir einmal wohlbeleibter wurden...

Im Bild zu sehen übrigens die Schweizer Ausgabe von T, genannt M, mit Frau und Tochter. Die Gemahlin freut sich jetzt schon auf das nächste funkelnde Kleinod, das M ihr schenken wird, wenn dann endlich U M den dicken Umschlag aushändigen wird!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2013-02-13, 17.49 GMT
Ski heil!
Der 13. Februar 2013 geht als der Tag in die Geschichte ein, an dem Sophia zum ersten Mal auf Skiern stand. Bei Skilehrer Robert in Einsiedeln übte sie kulinarischen Wintersport: Stemmen heisst heutzutage Pizza fahren, bergauf "tännle" ist der Glacéschritt, die Skis parallel halten nennt sich Pommes Frites. Kein Wunder, schob das Kind nach dem Unterricht Kohldampf...
Das Urteil über die neue Sportart war kurz und knapp: mega cool!
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-12-10, 12.02 GMT
Kulturelle Dröhnung und ein bisschen Wintersport
Das vergangene Wochenende begann mit dem unbeschreiblich guten Konzert Cecilia Bartolis in der Tonhalle. Begleitet vom Basler Kammerorchester sang sie Stücke ihres neuen Albums "Mission" und brachte uns die Werke des Komponisten Agostino Steffani näher. Der Mezzosopran interpretierte die Arien in gewohnt brillianter Manier, die Kontrolle, die sie über ihre Stimme hat, ist schlichtweg erstaunlich. Mein Glück war vollkommen, als sie als zweite Zugabe Händels "Lascia la spina, cogli la rosa" gab. Minutenlange Standing Ovation waren der verdiente Lohn für die Künstlerinnen und Künstler.

Am Samstag besuchten wir den Film "TinkerBell: Das Geheimnis der Feenflügel" im Kino Capitol 3.
Sophia wurde durch den Animationsfilm glänzend unterhalten, selbst für die Erwachsenen gab es dann und wann einen wirklich lustigen Witz. Insgesamt farbig, harmonisch und kurzweilig - Disney eben.

Den Abschluss unseres kulturellen Reigens bildete das Theater "Pippi im Taka-Tuka-Land" an der Märchenbühne Zürich. Im März 2011 hatten wir dasselbe Ensemble im Theater am Hechtplatz bereits mit einer Dialektfassung des ersten Pippi-Abenteuers gesehen, was uns ausgezeichnet gefallen hat. Wir wurden auch am Sonntag nicht enttäuscht, Kiki Maeder glänzte in der Titelrolle, die Geschichte war gewohnt burschikos und gradlinig. Es ist Erich Vock (Dank starken Abweichungen zum bräunlichen Original) gelungen, eine frische Version dieses Evergreens zu präsentieren.

Der starke Schneefall der vergangenen drei Tage erlaubte es ausserdem, wieder einmal ein Nachtrodeln am Hirslandener Holmenkollen zu veranstalten. Es ist alles ohne schwerere Unfälle über die Bühne gegangen, einzig der Sandkasten am Ende der Auslaufzone hat sich aufgrund der zahlreichen Einschläge schätzungsweise 8cm in Richtung Forchstrasse bewegt.
Mario de Baseggio

2012-12-06, 11.00 GMT
Oscar Niemeyer ist tot
Im Oktober staunten wir über seine Architektur in Brasìlia, gestern ist Oscar Niemeyer im Alter von 104 Jahren verstorben. Es ist dem brasilianischen Architekten mit seinem Werk ohne Zweifel gelungen, Massstäbe zu setzen, was die urbane Ästhetik angeht. Ich bin eigentümlich berührt.
Mario de Baseggio
(submitted via e-mail)

2012-09-11, 07.59 GMT
Wochenende im Europapark
Das durch das Zürcher Knabenschiessen verlängerte Wochenende verbrachten wir in Freiburg im Breisgau und im Europapark. In Freiburg war vor allem Sophia entzückt darüber, dass auf der (Kinder-) Speisekarte unseres Stammlokals Buchstabensuppe zu finden ist. Im Europapark gab es diese zwar nirgends, das störte uns jedoch nicht. Dafür genossen wir die Karussells, Bähnli und tollen Shows des Parks, insbesondere die Stunt-Show "Das Collier der Königin" begeisterte uns. Die Darsteller ritten mit ihren Pferden sogar durch die Zuschauertribünen und trugen ihre Fechtkämpfe zuweilen nur gerade zwei, drei Meter vor uns aus. Auch die schnelleren Bahnen mussten natürlich getestet werden, die neue Holzachterbahn Wodan ist grandios, der fast schon altbewährte Silver Star ist die Wartezeit ebenfalls immer wert. Unserem jüngsten Familienmitglied fehlen für diese beiden Bahnen noch einige Zentimeter an Körpergrösse. Dafür fuhren wir zusammen gefühlte hundert Mal den Enzian Alpenexpress und die Pegasus-Achterbahn. Dabei geriet unser Mädel zusehends in einen Geschwindigkeitsrausch, dem wir am Montag Abend nur mit Mühe ein Ende zu setzen vermochten.
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-08-05, 09.48 GMT
Der Drachen ist tot, es lebe der Drachen!
Heute wurde der Domain www.bravedragon.com wieder neues Leben eingehaucht. Ich habe sie Clàudio Dos Santos aus Brasilien übergeben, der unter dieser Adresse Rock Bands promoten will. Ich wünsche Clàudio alles Gute für sein Projekt und bin froh, dass die Domain, die uns während fast 10 Jahren als digitales Zuhause diente, wieder produktiv verwendet werden kann.
Mario de Baseggio

2012-07-16, 04.42 GMT
Campione im Letzigrund
Gestern sahen wir Gennaro Gattuso bei seinem ersten Meisterschaftsspiel für den FC Sion. Es war dies auch das erste Spiel der Saison. Da wir nicht annehmen, dass der ehemalige Rossonero eine ganze Spielzeit in der Super League bleiben will, war es wichtig, die erste Gelegenheit beim Schopf zu packen, ihn zu sehen. Das ist auch der Grund, weshalb wir überhaupt ein Spiel der Grasshoppers besucht haben. Das Spiel war interessant, GC von den Wallisern mit 0 zu 2 geschlagen, die Niederlage hätte leicht höher ausfallen können. Je ein Latten- und ein Pfostenschuss dokumentieren die Überlegenheit der Rot-Weissen. Die weltmeisterliche Nummer 8 liess zwischendurch die Klasse aufblitzen, hetzte seine Mitspieler auf dem Platz herum und schnitt wie üblich grimmige Grimassen. Jetzt ist der FC Sion Leader der Meisterschaft und wir sind gespannt, ob Gennaro Gattuso dieser Saison seinen Stempel aufzudrücken vermag.
Mario de Baseggio

2012-05-13, 18.36 GMT
Trampolinoooooo
Zu ihrem fünften Geburtstag hat Sophia von ihrem Gotti Ingrid einen Gutschein für einen Trampolino-Besuch geschenkt bekommen. Anfangs Mai wurde dieser eingelöst. Die Jungmannschaft, bestehend aus Eileen und eben Sophia, steigerte sich in einen veritablen Gumpi-Kletter-Schaukelrausch hinein. Nach drei Stunden Toing-toing-toing war der Hüpfdrang (-zwang?) dann doch soweit befriedigt, dass wir wieder über die bevorstehende Heimreise sprechen konnten. Vielen Dank, Ingrid und Eileen, es war toll!
Zu den Bildern
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-04-16, 19.07 GMT
Sechseflöten
Gestern waren wir mit Sophia das erste Mal in der Oper. Die Kindervorstellung von Mozarts Zauberflöte überzeugte in allen Belangen. Die Inszenierung ist auf eine gute Stunde gekürzt, der Fokus liegt eindeutig auf der Geschichte des lustigen Papageno, der am Ende seine ersehnte Papagena findet. Einziger Wermutstropfen ist der Umstand, dass die beiden grossen Arien der eigentlichen Hauptfiguren, "Der Hölle Rache" und "O Isis und Osiris", ebenfalls der Kürzung zum Opfer gefallen sind. Allerdings ist dies lediglich die Erwachsenen-Perspektive, die Kinder haben diesen Teil gewiss nicht vermisst.

Die Stadt bot dieses Wochenende ein weiteres Spektakel, das Sechseläuten wurde zwar gehörig verregnet, dennoch rangen wir uns durch, gemeinsam mit Andrea, Cordula und den Mädchen am Bellevue auszuharren, um den Böög bei seinem Feuertod moralisch zu unterstützen.
Mario de Baseggio

2012-02-10, 06.57 GMT
Ein Filmstar in der Familie
Als wir gestern die Episode "Moe n' Joe" der sechsten Staffel der "Sopranos" sahen, wurde uns plötzlich bewusst, dass wir einen Star in der Familie haben. Chueli, der erklärte beste Freund von Sophia, flimmerte in einer gewichtigen Nebenrolle über den Bildschirm. "As himself" tröstete er 2005 offensichtlich Domenica Baccalieri, Tochter von Janice Soprano. Chueli hat uns in den über vier Jahren, die er nun bei uns wohnt, nie von seiner Schauspielkarriere erzählt. Vielleicht hängt seine Verschwiegenheit mit der Rolle zusammen, "Method Acting" in Reinkultur.
Mario de Baseggio

2012-01-08, 18.07 GMT
Le Comte Ory im Opernhaus Zürich
Nach knapp zehn Jahren haben wir heute Cécilia Bartoli wieder einmal live erlebt. In Rossinis Comte Ory begeisterte sie uns in der Rolle der Comtesse Adèle mit ihrer einzigartigen Beherrschung aller stimmlichen Register. Die Leichtigkeit! mit der sie selbst schwierigste Koloraturen meistert, ist unglaublich. Tenor Javier Camarena überzeugte in der Titelrolle ebenfalls, sowohl was die Stimme angeht, wie auch bezüglich seines komödiantischen Talents. Seine Arie zu Beginn des ersten Akts war gewiss einer der Höhepunkte dieser humorvollen, sehr gelungenen Inszenierung am Opernhaus Zürich. Klar, dass es mir am besten gefallen hat, wo Rossini am meisten "mozärtelet", wie Eva es ausdrückt, also insbesondere im Terzett kurz vor dem Finale. Überaus zufrieden mit dem Gebotenen machten wir uns um fünf auf den Nachhauseweg.
Mario de Baseggio

2011-12-31, 13.07 GMT
2011: Annus horribilis
Die zweite Hälfte dieses Jahres stand im Zeichen des Abschieds von meiner Mutter Helen. Die Anteilnahme an ihrem durch eine schwere Krebserkrankung verursachten Leiden und die damit verbundene Machtlosigkeit war seit Sommer eine konstante Belastung für die ganze Familie. Ihr Tod am 19. Dezember setzte ihrer Agonie und der Ungewissheit ein Ende, die Leere allerdings bleibt. Es wird einige Zeit dauern, über den Verlust hinwegzukommen. Es wird gelingen, aber es ist nicht leicht.

Neben dieser Tragödie im nächsten Umfeld wird uns 2011 auch vom Weltgeschehen her als schwierig in Erinnerung bleiben. Die Tsunami-Katastrophe in Japan mit anschliessender Havarie in verschiedenen Kernreaktoren forderte über 20'000 Leben und führte uns vor Augen, wie mächtig die Naturgewalten den Plänen des Menschen zusetzen können. Im Juli kostete der Amoklauf in Oslo vielen unschuldigen Menschen das Leben. Und vor einigen Tagen starben über 1'000 Menschen in den Philippinen an den Folgen des Sturms Washi. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass die Welt an vielen Orten aus den Fugen geraten ist. Die Eurokrise, die Aufstände in der Arabischen Welt, selbst das politische System in der Schweiz geriet in Aufruhr.

Gleichzeitig gab es natürlich auch Lichtblicke. Unsere Jüngste wurde eingeschult und besucht nun den Kindergarten. Ich selbst hatte beruflich ein anspruchsvolles, aber überaus interessantes Jahr. Evas Studium neigt sich langsam einem erfolgreichen Ende zu. Die Ferien auf Kreta waren wunderschön. So hoffen wir für uns und für die Welt, dass sich aus der aktuellen Unruhe viel Gutes entwickeln möge. Wie meine Mutter zu sagen pflegte: "Es gaht immer irgendwo es Tüürli uuf."

In diesem Sinne wünschen wir ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2012!
Mario de Baseggio

2011-12-11, 21.22 GMT
A Chorus Klein
Die Ballettschule von Sophia hat heute ihre Jahresvorstellung durchgeführt. Nachdem während Monaten für den Anlass geübt worden war, konnten unzählige Prinzessinnen und exakt drei Prinzen über die Bretter schweben, die die Welt bedeuten. Unsere Kleine war konzentriert bei der Sache, im Publikum sassen ja neben den Eltern auch die Grosseltern und beide Gottis. Alles in allem ein sehr schöner Anlass mit grossem Publikum und einem fantasievollen Programm, das sich an die Geschichte des Films "A Chorus Line" anlehnte. Danke allen Beteiligten, allen voran natürlich Fabiana, der Leiterin der Ballettschule "Ballett&Balance" (www.ballett-balance.ch).
Mario de Baseggio
Bild von Andy K. (
www.kuran.ch) geschossen, vielen Dank!

2011-10-18, 16.24 GMT
Grossvaters Uhr
Nachdem ich die Uhr meines Grossvaters vor einigen Wochen in einer unauffälligen Kartonschachtel im Keller wieder entdeckt hatte, konnte ich sie heute revidiert und geprüft beim Uhrenatelier im Niederdorf abholen. Wie verlangt hat man die Krone belassen, mit dem Auswechseln der Feder erreicht die Cortébert Modell 9569 eine passable Ganggenauigkeit von 22 Sekunden über 24 Stunden in drei Lagen gemessen. Ein neues Glas und ein Lederband anstelle der vergoldeten Kettenglieder lassen die Uhr in frischem Glanz erscheinen. Ich bin sehr zufrieden, zumal die Uhr das einzige Erinnerungsstück ist, das mir von meinem 1988 verstorbenen Grossvater Hermann geblieben ist. Ich kann die Uhrmachermeister des Uhrenateliers uneingeschränkt weiterempfehlen, Patrick, vielen Dank für den Tipp!
Website des Uhrenateliers (vor dem Besuch anrufen)
Mario de Baseggio

2011-10-06, 10.02 GMT
Steve Jobs ist tot
Seit Jahren verwende ich privat Apple-Rechner, telefoniere mit einem iPhone und neuerdings gucke ich dann und wann über Apple-TV fern. Gestern ist Steve Jobs, Mitgründer von Apple, an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben. Er war massgeblich am Design der Apple-Produkte beteiligt, in vielen Fällen hat er für die ganze Industrie Trends gesetzt. Dafür gebührt Steve Jobs grosser Respekt.
Mario de Baseggio

2011-08-29, 06.38 GMT
Neue Galerie: Top Shots
Die meiner Meinung nach fotografisch interessantesten Bilder sind nun in einer Galerie namens "Top Shots" vereint. Derzeit sind es hauptsächlich Bilder, die in den anderen Galerien verteilt publiziert sind, über die Zeit hinweg werden aber immer mehr "Einzelschüsse" dazukommen.
http://topshots.baseggio.com
Mario de Baseggio

2011-07-06, 07.00 GMT
Eine Nacht auf Santorin
Kurzentschlossen sind wir gestern in ein beeindruckendes Schnellboot namens Flyingcat 4 gestiegen und zwei Stunden spaeter am Hafen von Santorini von Bord gegangen. Die 350 Meter hohe Caldera ist ein Naturwunder, der Sonnenuntergang über dem erloschenen (?) Vulkan ein Spektakel. Heute werden wir die Insel weiter erkunden und am Abend wieder nach Kreta zurueckschippern.

Eva Moehlecke (submitted via e-mail)

2011-06-13, 16.25 GMT
Sauriermuseum
Unser erster Besuch im Sauriermuseum in Aathal war heute ein Erlebnis, das unsere Erwartungen übertroffen hat. Skelette, Illustrationen, Versteinerungen, alles sorgfältig und liebevoll in Szene gesetzt. Wir waren sicher nicht das letzte mal dort.
Zur Website des Sauriermuseums
Mario de Baseggio

2011-03-12, 12.17 GMT
Schwer geprüftes Kaiserreich
Nach dem gestrigen Erdbeben der Stärke 8,9 und dem anschliessenden Tsunami, der offenbar weit über Tausend Menschen das Leben gekostet hat, ist es heute im Kernreaktor Fukushima 1 zur Kernschmelze gekommen. Wir hoffen gemeinsam mit den Menschen in Japan, dass die Folgen so glimpflich als möglich sein mögen.
Mario de Baseggio

2011-01-05, 19.21 GMT
Das Ende einer Ära
Heute Abend hat uns unsere Tochter Sophia eröffnet, dass sie (wie von ihr bereits vor Weihnachten angekündigt) ab sofort ohne Nuggi schlafen wolle. Gesagt, getan, seit anderthalb Stunden ist sie versenkt, kein Drama, keine Träne - nichts! In der Nacht wird die Nuggi-Fee folglich den Schnuller abholen und dafür ein kleines Geschenklein neben das Bett legen. Wir staunen über den unspektakulären Schluss dieses Kapitels.
Mario de Baseggio

2010-12-30, 18.49 GMT
Farewell, Bobby Farrell!
Männer können tanzen. Irgendwie. Und dabei cool sein. Irgendwie. 1977 hatte sich diese bahnbrechende Erkenntnis fest in meinem siebenjährigen Hirn verankert. Allein verantwortlich dafür ein gewisser Bobby Farrell, ungezähmter, wilder Tänzer meiner damaligen Lieblingsgruppe Boney M.

Leider konnte ich den Weg meines damaligen Mentors nicht gehen. Befreit zu tanzen war (und blieb) mir peinlich, ich schaffte es nie, wirklich über meinen Schatten zu springen und hielt mich in den Folgejahren mit pseudo-lockeren Sprüchen wie "tough guys don't dance" über Wasser.
Im Rückblick sehr schade, wie einfach wäre es gewesen, zur Blütezeit der Italodisco mit den wirklich Coolen mitzuhalten. Ein bisschen hüpfen, den Rest erledigen die mitwippenden Schulterpolster und die an Hosenträgern hängenden Rüebli-Jeans. Ich zog es stattdessen vor, mit beiden Händen in den Hosentaschen am Tanzflächenrand mein Gewicht von einem Fuss auf den anderen zu verlagern. Die Chance habe ich verpasst und das wurde mir schmerzlich bewusst, als ich leider lesen musste, dass Bobby Farrell heute im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Vielen Dank für alles, Bobby! An deinem Vorbild hat es nicht gelegen, hätte ich nur ein bisschen mehr Mut gehabt, mich so zu bewegen wie du, dann hätte auch ich cool sein können. Irgendwie.
Mario de Baseggio

2010-12-19, 16.23 GMT
Luzern und Fräkmüntegg
Über das Wochenende waren Sophia und ich in Luzern, wo wir im Hotel Schiff (Zimmer mit Blick auf die Kappelbrücke) übernachteten. Gestern schafften wir es bis zum Löwendenkmal, heute kamen wir etwas höher, die Fräkmüntegg ist die letzte Station der Gondelbahn vor dem Pilatusgipfel. Das Gipfelrestaurant wird derzeit umgebaut, daher war es nicht möglich, ganz nach oben zu gelangen, aber bei Sophias erster Luftseilbahnfahrt überhaupt reichten auch die 1416m ü. M. für totale Begeisterung.
Mario de Baseggio

2010-12-03, 15.30 GMT
Weihnachtsmarkt am See
Wir haben die vorfesttägliche Zeit gestern mit einem Besuch am Konstanzer Weihnachtsmarkt eingeläutet. Obwohl uns die tiefen Temperaturen etwas zu schaffen machten (O-Ton Mario: "Wie bin ich bloss in diese weisse Eishölle geraten?") gab es Vieles, was wir staunend betrachten konnten. Ein paar Karussellfahrten und ein bisschen Magenbrot machten den Ausflug auch für unsere Jüngste zum unübertreffbaren Ereignis. Nachdem wir die Nacht im Hotel verbracht hatten, machten wir uns heute Morgen zufrieden auf den Heimweg.
Mario de Baseggio

2010-11-13, 14.39 GMT
Ambrogio ist tot
Heute habe ich leider erfahren müssen, dass Ambrogio Baseggio, ein entfernter Verwandter, den ich über das genealogische Projekt baseggio.net kennengelernt habe, Mitte August bei einem Fallschirmunfall ums Leben gekommen ist. Wir haben uns Ende der Neunziger einmal in Triest getroffen, seither standen wir in unregelmässigem Kontakt per E-Mail. Ambrogio wurde nur 36 Jahre alt, meine Gedanken sind bei seiner Familie.
Ambrogios Seite bei baseggio.net
Mario de Baseggio

2010-11-04, 19.26 GMT
Sophia Biellmann
Der 4. November 2010 wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die designierte Olympia-Hoffnung der Schweiz für die Eislaufdisziplin der Zukunft, Eiskunstschleifen, sich das erste Mal in dieser Sportart übte. Mit viel Spass, Geschick und Begeisterung liess sich unser Wunderkind von Gotti Ingrid formvollendet über das Eis ziehen. Ab und zu nahm sie Rückgriff auf traditionelle Techniken und zog es in dann vor, selbständig über das Feld zu gleiten (sofern man diesen Ausdruck in Anbetracht der Steigeisen-ähnlichen Rutscherli überhaupt verwenden darf). Es war ein lustiger Nachmittag, Dolder-Eisbahn aufgepasst, we'll be back!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2010-10-29, 04.30 GMT
Free Willy!
Heute hat mein Arbeitskollege Willy seinen letzten Arbeitstag, nicht nur bei UBS, sondern überhaupt! Während knapp drei Jahren waren wir im selben Team und ich konnte viel vom routinierten Programmierer lernen. Die Zusammenarbeit hat mir immer grossen Spass bereitet.
Auch nachdem Willy 2007 unser Team verliess und zur IT zurückkehrte, hatte ich noch ab und zu mit ihm und seinem "Echtzeitprogrammierstil" zu tun, wie es sein jetziger (und damit letzter) Chef Marcel am gestrigen Apéro treffend bezeichnete. Und natürlich waren die Produkte der Firma Apple stets unser bevorzugtes Gesprächsthema. Standesgemäss habe ich gestern denn auch dieses Porträt des Ingenieurs mit einem iPhone geschossen. Man sieht deutlich, dass man sich um diesen Mann keine Sorgen zu machen braucht! Willy, für deine UBS-freie Zeit wünsche ich dir und deiner Familie nur das Beste! Merci für alles!
Mario de Baseggio

2010-10-23, 16.00 GMT
Ein sternenreicher Tag
Heute besuchten wir die "Herbsttage" unseres bevorzugten Autoherstellers am Seefeld. Neben Spiel-Ecke und Luftballon mit der kindergerechten Aufschrift "Der neue GLK" konnte sich unsere jüngste für den AMG SLS begeistern. Sie erkannte den Flügeltürer als aktuelles Pacecar der Formel 1, oder wie sie es bei den Rennen jeweils ausdrückt "s'Auto vom Scheff". Ich konnte die Wahl meiner Tochter nachvollziehen, ich liess mich von den technischen Daten beeindrucken: 6,3-Liter-V8, 580PS, Frontmittelmotor mit Heckantrieb (so muss es sein!) und als wirklich interessante Eigenheit die Antriebswelle in Transaxle-Anordnung. Mit einem Preis von über 330'000 Franken ist dieses Modell im Moment natürlich keine echte Option, zumal wir zwei davon bräuchten, denn es handelt sich um einen Zweisitzer. Ich konnte bei der Sitzprobe jedoch mit einiger Genugtuung feststellen, dass die Parksensor-Anzeige und die Knöpfe der Klimaanlage dieselben waren, wie sie in unserem Wagen zu finden sind.
Mario de Baseggio

2010-09-29, 04.27 GMT
Honi soit qui mal y pense
Am Wochenende fand in Tapejara (RS), Brasilien das vierte Internationale Baseggio-Familientreffen statt. Diese Zusammenkünfte sind eine Folge des genealogischen Projekts baseggio.net, über das sich die brasilianischen Baseggios kennengelernt und organisiert haben. Evaldo, der für Südamerika zuständig ist, hat mir ein Video geschickt, das einen Höhepunkt des Anlasses dokumentiert, das feierliche Hereintragen des Familienwappens vor der katholischen Messe (die übrigens in venezianischem Dialekt gelesen worden sei). Das nächste Familientreffen ist für September 2012 angesetzt und wird in Porto Alegre stattfinden.
Mario de Baseggio

2010-08-28, 15.21 GMT
Zu Besuch bei der Spez Kp
Heute haben wir meine ehemaligen Kameraden der Spezialkompanie der Feuerwehr der Stadt Zürich besucht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten wir die Einheit während einer Mannschaftsübung beobachten und konnten viel über die Arbeit einer Feuerwehr erfahren. Besonders beeindruckend war die mobile Personendekontaminations-Anlage und der Übungsparcour für Atemschutzeinsätze. Wir danken Olav, Roger, Renzo, Andrin und allen anderen Mitgliedern der Spezialkompanie ganz herzlich für die tolle Gastfreundschaft und die kompetenten Erklärungen. Es hat uns enorm Spass gemacht!
Zur Webseite der Spezialkompanie
Mario de Baseggio

2010-08-15, 18.17 GMT
Hello and Goodbye!
Nach über vier Jahren haben wir heute Sophias Cousine zweiten Grades, Letícia, getroffen. Gemeinsam mit [undisclosed] und [undisclosed] samt Anhang verbrachten wir bei Yvonne und Lúcio einen gemütlichen Sonntag inkl. Mittagessen. Bereits morgen wird Letícia nach Gstaad weiterreisen und dort in einem Fahrrad-Höhentrainingslager die Grundlagen für ein erfolgreiches Abschneiden in London 2012 zu legen. Wir wünschen unserer Olympionikin alles Gute und freuen uns schon darauf, sie das nächste Mal zu sehen.
Mario de Baseggio

2010-07-25, 15.31 GMT
Das Ende einer Auszeit
Heute ist der letzte Tag meines Sabbaticals. Seit dem 1. Mai war ich frei, den Dingen nachzugehen, die mich ausserhalb des Berufs faszinieren.
Ich konnte in dieser Zeit ausgiebig fotografieren, Sport treiben und reisen, darüber hinaus war es mir möglich viel intensiver am Alltagsleben meiner Familie teilzuhaben, als dies der Fall ist, wenn ich im Büro bin. Ich hatte zahlreiche interessante und lustige Begegnungen, etwa mit dem Hochspannungleitungsexperten Kadri aus Prishtina oder dem frustrierten griechischen Bordmechaniker Nikolaos, der seinen Dienst auf einer 60-Meter-Privatyacht versieht. Die Reisen nach Venedig, Frankreich und in die Toscana waren lehr- und erlebnisreich. Ich denke da zum Beispiel an einen Reifenplatzer in the middle of nowhere oder die bewusstseinserweiternde Erfahrung, von der Mutter aller Duschköpfe, einem Bossini Dinamica 14cm, sanft berieselt zu werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Arbeitgeber
UBS AG und namentlich bei meinem Chef Felix und meinem Chefchef Martin dafür bedanken, mir diese hervorragende Gelegenheit gegeben zu haben. Ganz besonders verbunden bin ich ausserdem Ursi und Jürgen, die mich während meiner Abwesenheit vertreten haben. Und schliesslich möchte ich noch Eva und Sophia dafür danken, dass sie mich die knapp drei Monate so toll ertragen haben. Ich liebe euch!

Morgen bin ich wieder im Büro und - damit diese Frage auch beantwortet ist - ich freue mich darauf. Ich bin in der glücklichen Situation, dass mir die Arbeit ebensoviel Spass bereitet, wie der private Teil meines Lebens. Deshalb bleibt mein einziges kleines Problem nach wie vor, dass ich für alles, was ich gerne tue, zu wenig Zeit habe. Ist halt alles eine Frage der Balance.
Mario de Baseggio

2010-07-12, 13.48 GMT
Spanien ist Weltmeister
Die Fussballweltmeisterschaft 2010 ist seit gestern Geschichte, Spanien hat sich verdient den Titel geholt. Und für mich ein gebührender Anlass, Rückschau auf die entscheidenen Abschnitte meines bisherigen Lebens zu halten. "Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura" heisst es bei Dante. Der finstere Wald ist bei mir zwar finster, aber kein Wald. Es ist vielmehr das Fernbedienungsknopfgewirr, das mir visuellen Zugang zum Weltmeisterschaftsturnier gewährte, dessen Verlauf für mich - eben - düster war.
Nach Argentinien '78, Spanien '82, Mexiko '86, Italien '90, USA '94, Frankreich '98, Südkorea/Japan '02 und Deutschland '06 war Südafrika die neunte von mir bewusst verfolgte WM. Wenn mich kein vorzeitiger Tod davon abhält, das Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mitteleuropäers zu erreichen, dann bedeutet das, dass ich etwa neun weitere Turniere vor mir habe.

Dreimal konnte ich bisher restlos mit mir und meiner Existenz zufrieden sein. 1982 und 2006, als die Squadra Azzurra den Titel holte und 2002 mit der Sieg der Seleção. Es kann als meisterhafte taktische Leistung in meiner Lebensplanung angesehen werden, dass ich mit
Eva eine Brasilianerin geheiratet und damit meine Chancen auf einen WM-Sieg faktisch mehr als verdoppelt habe. Wäre ich bereits früher auf diesen Kniff gekommen, dann wäre auch das Endspiel von 1994 eine Win-Win-Situation geworden. So wurde es leider nur eine ärgerliche Niederlage der Italiener. Naja, "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", sagte der Mann mit dem Feuermal auf der Stirn. Ich habe so die Chance vertan, ein viertes Mal in meinem Leben glücklich zu sein.

Wenn man aber bedenkt, dass mit Spanien erst der achte Landesverband überhaupt Weltmeister wurde, dann kann ich mich wahrlich nicht beklagen. Mein Mitgefühl liegt bei allen Menschen in den 200 Ländern, die noch auf den ersten Titel warten. Dass Hoffnung besteht, hat man im diesjährigen Turnier gesehen, die Schweiz hat im ersten Gruppenspiel den späteren Weltmeister Spanien mit eins zu null geschlagen. Alles ist möglich! Ich freue mich nun auf die neun verbleibenden Turniere und hoffe natürlich, dass es mir vergönnt ist, noch zwei, drei Mal Weltmeister zu werden, bevor der Vorhang fällt. Ist das zuviel verlangt?
Mario de Baseggio

2010-07-07, 22.00 GMT
Persönlicher Weitenrekord!
Beim Grillen hatte ich heute die Gelegenheit, mich in der Disziplin des Wespenweitspuckens zu üben. Es ist mir ein toller Versuch geglückt: Bierflasche ansetzen, ein herzhafter Schluck und warten, bis sich das Tier auf die Zungenmitte bewegt. Dann mit viel Druck die Atemluft durch eine möglichst enge Öffnung der Lippen hindurchpressen, voilà, schon fliegt das Insekt über die Balkonbrüstung. Ich schätze die erreichte Weite auf ungefähr 150cm, kein schlechter Wert zum Saisonbeginn. Und das Beste: Die Wespe ist wohlauf und bei mir war kein Luftröhrenschnitt nötig.
Mario de Baseggio (submitted via e-mail)

2010-07-06, 16.24 GMT
Wie langweilig darf Kunst sein?
Heute morgen besuchten Eva und ich die Ausstellung "[undisclosed] Struth - Fotografien 1978-2010" im Kunsthaus Zürich. Der Deutsche wird auf der Kunsthaus-Website als einer der "weltweit wichtigsten und einflussreichsten Fotokünstler" beschrieben, entsprechend gespannt war ich auf seine Bilder, die offenbar in "Werkgruppen" angeordnet ihre volle Wirkung entfalten. Die Exposition hinterliess bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Die Fotografien haben oft ein beeindruckendes Format und sind technisch einwandfrei umgesetzt. (Ausnahme: Ein paar kleinere Bilder waren in den Rahmen etwas wellig aufgezogen, was beim Betrachten von der Seite störte und dazu zwang, genau mittig vor dem Werk zu stehen.) Auch was die Bildaufteilung, die eigentliche Komposition der Fotografien also, angeht, ist unverkennbar ein Könner am Werk. Hingegen blieb ich von den Bildern, ob in Werkgruppen oder für sich betrachtet, seltsam unberührt. Selbst bei den Gruppen, denen eine greifbare Idee zugrunde liegt, zum Beispiel bei den Familienporträts oder den Museumsbesuchern, sprang kein Funke. Ganz zu schweigen von den Strassenbildern, den Blumen oder den Hightech-Sujets, die durchgängig kalt und unnahbar bleiben. Für mich waren die gezeigten Bilder Struths zu wenig spektakulär im eigentlichen Sinn. Die internationale Museums- und Sammler-Community kann nicht irren, es ist also gewiss so, dass ich das Œuvre des [undisclosed] Struth schlicht nicht verstehe und die Ausstellung für mich deshalb über weite Strecken einfach nur langweilig war.
Mario de Baseggio

2010-06-20, 06.32 GMT
Südwärts!
Nachdem wir eine knappe Woche in der Normandie verbracht haben, sind wir vorgestern über Le Mont St. Michel nach Saint Malo gelangt. Ein Besuch im örtlichen Aquarium und natürlich die Besichtigung der eindrücklichen Stadtmauern haben die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Heute geht es weiter nach Sarzeau im Südsüdwesten der Bretagne, unterwegs werden wir wohl noch rasch beim Leuchtturm in Cap Frehel vorbeischauen.
Mario de Baseggio

2010-05-27, 19.08 GMT
Was ist wo drin? Und wieviel, wenn überhaupt?
Das kommt dabei raus, wenn ich genügend Zeit habe, mich intensiver mit etwas zu beschäftigen, von dem ich keine Ahnung habe. Mit Sound-Editor und Stoppuhr bewaffnet habe ich versucht, die Eigenheiten dreier Interpretationen einer Mozart-Sonate zu erarbeiten.
Zur dilettantischen Analyse (Achtung, ziemlich viel Text!)
Mario de Baseggio

2010-05-16, 11.30 GMT
FC Seefeld Zürich gegen FC Herisau
Als wir gestern Nachmittag zur Epiklinik gehen wollten, um dort die Pferde zu besuchen, fiel Sophia auf, dass auf dem nahe gelegenen Sportplatz "Lengg" Fussball gespielt wurde. Die Folge davon war, dass wir über eine Stunde des Spiels der ersten Mannschaft des FC Seefeld gegen den FC Herisau verfolgten. (Zu den Tieren gingen wir während der Halbzeitpause.) Unsere Kleine hatte bis anhin noch nie die Gelegenheit gehabt, einen echten Fussballmatch zu sehen, entsprechend beeindruckt war sie vom Spiel, vom Lärmpegel auf und neben dem Platz, von der Wucht der Schüsse und vom Mann mit dem Arztköfferchen, der immer dann herbeieilte, wenn sich ein Spieler schwer verletzt hatte. Und das Resultat konnte uns auch zufriedenstellen, unsere Mannschaft gewann das hart umkämpfte Spiel mit 4 zu 3.
Zum detaillierten Spielbericht
Mario de Baseggio

2010-04-30, 06.39 GMT
Goodbye und aufwiederseh'n!
Heute ist mein letzter Arbeitstag vor meinem Sabbatical. Und der hat tipptopp begonnen, meine Kolleginnen und Kollegen haben mir ein lustiges kleines Kunstwerk überreicht, das den Spass treffend illustriert, den ich während der knapp drei Monate haben werde. Vielen Dank, ihr seid toll!
Mario de Baseggio

2010-04-11, 06.57 GMT
Ehre, wem Ehre gebührt!
So etwas hat die Welt noch nicht gesehen! Wie denn auch? Es geht ja darum, dass die von Andrea frisch geputzten Scheiben praktisch unsichtbar sind. Gerade deswegen ist es nur recht und billig, die Leistung unserer Nachbarin eingehend zu würdigen. Mit unbändigem Willen hat sie gestern die schwierig zu reinigenden Glasflächen während Stunden hochkonzentriert mit verschiedensten Mitteln behandelt. Bei aller Produktivität liess es Andrea auch an der Liebe zum Detail nicht fehlen, etwa, wenn sie im vierten Durchgang die Querbolzen der unteren Sprossenstrebe mit einem sandgegerbtem Hochlandrindwildlederlappen hingebungsvoll einfettete. Das Resultat kann sich entsprechend sehen lassen. Oder eben nicht.

Das die Erreichung eines Durchsichtigkeitsgrades von 493,6 Gigalumor (über 15 Quadratmeter gemittelt) nur durch Erbringung gewisser Opfer möglich wird, musste die örtliche Kolonie Gemeiner Zirbtwitten schmerzvoll erfahren: Ein Schwarm der hübschen Singvögel kollidierte beim Eindunkeln mit den geschlossenen Fenstern. An die fünf Dutzend Twitten überlebten den Einschlag in die hochlichtdurchlässige und bewundernswert reflexionsarme Fläche nicht (lange). Dies ist bedauerlich, handelt es sich doch bei der ansässigen Gruppe um eine von nur vier bekannten Kolonien in Mitteleuropa. Der lokale Bestand unserer Zirbtwitten ist seit gestern dergestalt dezimiert, dass das Überleben der übriggebliebenen Vögel im kommenden Winter unwahrscheinlich ist. Wir werden das frohe Gezwitscher am Morgen vermissen.

Allerdings muss an dieser Stelle natürlich auch gesagt werden, dass es sich beim Vorfall mit den Zirbtwitten um einen zu erwartenden, ja, um einen gewünschten Effekt der Scheibenputzkunst handelt. Andreas meisterlich gereinigte Scheiben unterstützen wie kein anderes Element der urbanen Raumgestaltung den Prozess der natürlichen Auslese. Sollte die Twitten-Kolonie den erlittenen Verlust wider Erwarten überstehen, dann ist es offensichtlich, dass die Fenster dazu geführt haben, den genetischen Code einer ganzen Tierart zu optimieren! Für dieses Engagement im Namen der Tierliebe kann man die Leistung von Andrea, der "Klementine des 21. Jahrhunderts", gar nicht hoch genug einschätzen. Danke!
Mario de Baseggio

2010-04-06, 06.43 GMT
A380 am Flughafen Zürich-Kloten
Den Ostermontag nutzten wir, um endlich einmal das aktuell grösste Passagierflugzeug der Welt, den Airbus A380, aus der Nähe zu betrachten. Es überrascht nicht, dass wir nicht die einzigen waren, die auf diese Idee gekommen sind. Dicht gedrängt standen wir mit 300 ebenso beeindruckten Schaulustigen auf der Aussichtsterrasse E und sahen kurz nach Mittag einen Bilderbuchstart des Kurses Singapore Airlines SQ 345.
Mario de Baseggio

2010-03-27, 16.11 GMT
Der kleine Lemming beim Arzt
Bei der Dreijahresuntersuchung am Freitag bescherte Sophia dem Kinderarzt (und uns) eine Schrecksekunde: Bei den motorischen Tests forderte Dr. B. unsere Kleine auf, ein kleines Podest mit drei Stufen zu erklimmen. Sophia tat dies, indem sie die vom Arzt anerbotene Hand vehement zurückwies und mit beiden Händen einen Fussball haltend in raschen Schritten die Treppe hinaufstieg. Oben angekommen fragte der Kinderarzt "Na Sophia, willst du jetzt abegumpe?" Das letzte Wort war kaum ausgesprochen, schon stürzte sich die Kleine in die Tiefe, indem sie gleichzeitig den Ball in die Höhe warf. Die Landung erfolgte grösstenteils auf dem Steissbein, es folgte ein Moment der beklemmenden Stille. Sophia hatte darüber nachzudenken, ob sie weinen oder lachen sollte, Eva und ich erwarteten ebendiesen Entscheid und Dr. B. dachte wohl darüber nach, wie gut es der Praxis und seiner Karriere anstünde, wenn bekannt würde, dass sich Kinder beim Motoriktest auf seine explizite Anordnung hin die Knochen brechen. Der mutige Hüpfer entschied sich am Ende für ein befreites und befreiendes Lachen, so dass kein weiterer Aufenthalt in der Arztpraxis nötig wurde. Fazit: Wir sind ziemlich sicher, dass die Motorik unserer Tochter OK ist, wir fragen uns aber, ob sie zusätzlich mit so etwas wie einem Kamikaze-Gen ausgestattet ist...
Mario de Baseggio

2010-03-06, 10.38 GMT
Väterchen Frost ist zurück
Nach nahezu frühlingshaften Temperaturen während der ganzen Woche ist der Winter heute Morgen noch einmal mit aller Härte zurückgekehrt. Starker Schneefall hat die Strassen Zürichs in Rodelbahnen verwandelt, die Polizei vermeldet über 100 Unfälle auf Stadtgebiet. Das Bild zeigt eine den Windböen verbissen trotzende Sophia bei den zugeschneiten Lamas der Epi-Klinik. Unterdessen hat sich das Ganze aber wieder beruhigt, es scheint die Sonne und wir hoffen, dass das kalte Gastspiel nur von kurzer Dauer war.
Mario de Baseggio

2010-03-01, 12.48 GMT
Wenn schon plakativ, dann richtig!
Was ist die richtige Frage, wenn man eine Frau namens Eva trifft? Richtig, "na, wo ist denn Adam geblieben?" In unserem Fall heisst Adam Mario und ist dadurch mit einem Vornamen ausgestattet, der seinerseits bei anderen Menschen nahezu reflexartig den Ausruf "Super Mario!" provoziert. Seit Beginn der Achtziger bin ich es gewohnt, in den verschiedensten Situationen mit dem lustigen Klempner in Verbindung gebracht zu werden. Auch wenn ich den Ausspruch nicht mehr wirklich originell finde, so bin ich doch froh, dass Nintendo dem Figurennamen ein positives Adjektiv vorangestellt hat. "Stupid Mario" wäre definitiv schwieriger zu ertragen. Nach all den Jahren haben es unsere Nachbarn Andrea und Urs trotzdem geschafft, mir ein schallendes Lachen zu entlocken: Sie haben mir ein Poster im Weltformat geschenkt, dessen einziger Inhalt in übergrossen Lettern eben "Super, Mario!" lautet. Vielen Dank, ihr seid einfach... äh... super!
Mario de Baseggio

2010-01-24, 17.30 GMT
Brunch mit Manuela und Patrick
Heute wurden wir von Manuela und Patrick zum Brunch im schön hergerichteten Restaurant "Bürgli" in Wollishofen eingeladen. (In Erinnerung bleibt wohl das Faksimile eines kunstvollen Werbeplakates von Edward Cucuel, das einen Mercedes unter der wohlklingenden Bezeichnung "Herrscher über Raum und Zeit" anpries.) Wie immer entwickelten sich bei gutem Essen auch gute Gespräche. Die Jungmannschaft hatte in der interessanten neuen Umgebung ebenfalls Spass, das Bild zeigt Moira auf einem exklusiven Entdeckungsflug zum Planeten "Kronleuchter". Vielen Dank, Manuela und Patrick, hat Spass gemacht!
Zur Website des Restaurants "Bürgli"
Mario de Baseggio

2009-12-06, 07.45 GMT
Whiskyschiff mit Urs
Am Freitagabend haben Urs und ich das Whiskyschiff besucht. Wir haben uns tapfer durch die Menschenmassen gewühlt und zahlreiche Single Malts verkostet. Höhepunkte waren die Jahrgangsdestillate, die mit unseren Geburtsjahren übereinstimmten, ausserdem der 18-jährige Laphroaig und ein 23-jähriger Caol Ila Cask Strength mit unglaublichem Umpf im Abgang. Merci Urs, hat Spass gemacht und das nächste Mal nehmen wir die Frauen mit.
Mario de Baseggio

2009-11-13, 04.02 GMT
Ein Abend mit Ursi und Heinz
Gestern besuchten uns Ursi und Heinz und assen mit uns leckere Tortillas. Natürlich ergab sich dabei die Gelegenheit angeregt über eine Vielzahl von Themen zu plaudern. Sophia trug ihrerseits einiges zur Gestaltung des Abends bei, indem sie eine virtuelle Bastelstunde leitete oder alle Anwesenden mit postmodernen Tanzeinlagen begeisterte. Hat Spass gemacht, vielen Dank an Ursi und Heinz, müssen wir wieder einmal machen!
Mario de Baseggio

2009-10-24, 09.23 GMT
Ein Kind der Achtziger
Ein paar Songs, die zufälligerweise aus den Tiefen meiner iTunes-Library hochgespühlt wurden, haben mich in den vergangenen Tagen 25 Jahre zurückversetzt. Im Januar 1970 geboren, liegen meine gesamten Teenagerjahre bis auf 25 Tage allesamt in den Achtzigern - was offensichtlich Auswirkungen auf mein ästhetisches Empfinden haben musste...
Wer kennt Bonnie Bianco? Mit dieser Frage habe ich die Kolleginnen und Kollegen im Büro belästigt. Während der Name offenbar in Vergessenheit geraten ist, erkannten die meisten (wenigstens die, die alt genug dafür sind) den bombastischen Song "Miss you so", wenn ich ihn auf meinem MP3-Player anspielte. Und sofort war sie wieder präsent, die Zeit der Schulterpolster und der toupierten Föhnfrisuren, sowohl bei den damaligen Traumfrauen wie bei allen Mitgliedern einer Heavy-Metal-Band. (Freilich sangen letztere hauptsächlich Balladen, was dem Hairstyle zugute kam, bei schnelleren Stücken wäre man wohl zu arg ins Schwitzen gekommen.) Nachdem ich mich nun ein paar Stunden in der Eighties-Nostalgie gesuhlt habe, steht für mich fest, dass das Jahrzehnt nicht nur von schlechtem Geschmack geprägt war.
Es war die Zeit, als noch kein Zweifel darüber bestand, wer die Bösen sind. Mehr noch, das Böse schickte sich an, gut zu werden! Glasnost und Perestroika gaben Anlass zur Hoffnung. Sie brachten ausserdem Hosenträger mit kyrillischen Buchstaben als Must-have-Accessoire. Es war auch die Zeit, in der ein singendes Seite-3-Girl oder der verrutschte Bikini in einem Musikvideo monatelang die Boulevardblätter füllten. Heute, im Zeitalter der "gestohlenen" Promi-Privat-Pornofilme, muten diese "Skandale" kurios an, erstaunlich, wie bieder damals selbst die gewagtesten Auftritte waren, mindestens, was den Mainstream betrifft. Den Achtzigern ist eine bestimmt-unbestimmte Gefühlstiefe eigen, auch plakative, oberflächliche Darbietungen waren stets mit romantisierenden Elementen versetzt, was sich deutlich in den Texten und der melodiösen Musik manifestierte. Coolness war das Ziel, nicht aber Kälte.

Das Bild zeigt mich im Mai 1984, "dressed for success", wohl gerade auf dem samstagabendlichen Sprung (mit dem neu gekauften Töffli) zur nächstgelegenen Wanderdisco. Opera oder Rainbow? Im Lauf des Abends würde in einem der Stücke, vielleicht Laura Branigans "Self Control", während kurzer Zeit sogar das flackernde Licht einer Stroboskop-Leuchte eingesetzt. Der Effekt zählte damals zu den Höhepunkten der Tanzabende. Obwohl ich eher selten in den Discos anzutreffen war (tough guys don't dance), war meine Mode doch deutlich von den Pop- und Filmstars der Zeit beeinflusst: Fingerlose Handschuhe, oder noch besser, nur ein fingerloser Handschuh. Weisse Socken und Bonbon-farbene Anzugsjacken (Miami Vice!), ärmellose Netzshirts über dem T-Shirt, eine Mèche in der "Popper"-Frisur und natürlich militärische Rangabzeichen auf den Schulterpolstern der Jacken. Ja, die Epauletten waren sehr wichtig.

Laura Branigan ist 2004 verstorben, Bonnie Bianco singt seit 2001 nur noch christliche Lieder und die meisten Schweisser sehen heute nicht mehr halb so gut aus wie Jennifer Beals. Die Achtziger sind zwar vorbei, aber ich trage sie trotzdem in meinem Herzen. "A good heart, these days, is hard to find, so please be gentle with this heart of mine."

Mario de Baseggio

2009-09-20, 07.45 GMT
Die Waffen sind weg
Vier Jahre, nachdem ich meine Dienstwaffe abgeben konnte, habe ich seit gestern auch keine privaten Schusswaffen mehr. In Bülach konnte ich der Kantonspolizei im Rahmen der "Ersten freiwilligen Waffenabgabe des Kantons Zürich" meine .357 Magnum (Smith&Wesson, Heavy Barrel) und den Karabiner 31 samt Munition zur Vernichtung übergeben. Wenn man in Zürich Waffen abgeben möchte, dann muss man übrigens nicht auf spezielle Aktionstage warten, man kann die Waffen auf jedem Polizeiposten abgeben. Ich empfehle allerdings dringend, vorgängig anzurufen, um das genaue Vorgehen zu klären. Wenn man einen Polizeiposten bewaffnet betritt, dann sollte man sicher sein, dass keine Missverständnisse aufkommen...
Mario de Baseggio

2009-09-13, 18.03 GMT
Brandy ist tot
Gerade haben wir vernommen, dass unsere Katze Brandy, die während fast vierzehn Jahren bei uns war, letzten Montag gestorben ist. Frau M., bei der Brandy die letzten einenhalb Jahre ihres Lebens verbrachte, schrieb uns in einer E-Mail die folgenden bewegenden Sätze. "Tieftraurig muss ich Ihnen mitteilen, dass ich am vergangenen Montagmorgen Brandy einschläfern musste. In der Nacht hatten ihre Nieren versagt. [...] Sie hat ihre letzten Tage auf dem Gartensitzplatz verbracht und genoss die Sonne. Ihr einzigartiges und sanftes Wesen wird mir immer in Erinnerung bleiben, sie hat mein Leben bereichert. Wir sind sehr traurig darüber."

Wir danken Frau M. ganz herzlich für das schöne Zuhause, das sie Brandy gegeben hat. Wir wussten, dass unsere Katze bei ihr am richtigen Platz war. Und wir erinnern uns an die vielen lustigen gemeinsamen Tage mit Brandy. Merci, kleine Katze, du fehlst uns.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio
Das Bild zeigt Brandy Mitte August (Bild von Frau M. zugesandt)

2009-08-23, 14.01 GMT
Aida auf der Seebühne in Bregenz
Am Samstagabend konnten wir in Bregenz Verdis Aida sehen, die bei etwas kühler Witterung auf der imposanten Seebühne gegeben wurde. Die Bühnenbauer haben sich einmal mehr selbst übertroffen und der Oper mit dem Sujet der zerstörten Freiheitsstatue einen aktuellen politischen Kontext gegeben. Das Ensemble bot eine konsistent gute Leistung, hervorzuheben ist allenfalls Tatiana Serjan in der Titelrolle. Ihre klare Stimme und gefühlvolle Interpretation verliehen der Aufführung die nötige Intensität. Unsere besondere Aufmerksamkeit galt der Schlussszene, Aida und Radames starben, indem sie in einer kleinen Barke in den Nachthimmel entschwanden. Ein ebenso poetischer wie mystischer Einfall, wunderschön.
Mario de Baseggio

2009-07-23, 19.20 GMT
Ein eingelöstes Versprechen
Nach über 12 Jahren ist uns heute im genealogischen Projekt baseggio.net ein Durchbruch geglückt. Die Analyse der Daten, die ich in während der ersten drei Tagen dieser Woche im Archivio Diocesano in Triest gesammelt hatte, lieferten den eindeutigen Beweis, dass die Familie von Mitbegründer Franco Baseggio und unsere Familie zum selben Baum gehören. Wir hatten wiederholt versucht, den Nachweis zu erbringen, entscheidend war nun der oben abgebildete Ausschnitt aus dem Hochzeitsregister von Capodistria des Jahres 1838, der Sancta Grassi als Ehefrau eines meiner Vorfahren ausweist. Ebendiese Sancta Grassi fand sich auch in einem Eintrag des Baumes von Franco. Also konnte ich heute um 21.00 Uhr die beiden Bäume online vereinigen. Die Freude mischt sich mit Trauer darüber, dass Franco, der im April 2007 leider verstorben ist, diesen Augenblick nicht miterleben konnte. Wenigstens konnte ich mein Versprechen, das ich ihm gegeben hatte, nämlich diesen "missing Link" zu finden, einlösen. Für mich ein in vielerlei Hinsicht denkwürdiger Tag.
Die grafische Darstellung des vereinigten Stammbaumes
Mario de Baseggio

2009-06-27, 07.36 GMT
E pur si muove
Gestern Abend war ich in Rümlang und habe dort im Gemeinde-Foyer einen interessanten Bildvortrag gesehen. Walter Bersinger, ein alter Bekannter aus der Zeit, in der ich für das Rümlangerblatt geschrieben habe, referierte über das Leben und die herausragenden Leistungen des Galileo Galilei. Der Präsident des "Vereins Sternwarte Rotgrueb Rümlang" (VSRR) hat auf mehreren Reisen alle relevanten Stationen des Mathematikers und Astronomen aus Pisa fotografisch dokumentiert und diese Bilder mit akribisch recherchierten Fakten angereichert.
Es gelang ihm, das Referat bei aller Akkuranz und Wissenschaftlichkeit auch unterhaltsam und lebendig zu gestalten. Besonders wertvoll war für mich, dass Walter Galileo im Kontext der zeitgenössischen politischen, wissenschaftlichen und religiösen Wirklichkeit zeigte, alles in chronologischer und kausaler Folge. Diese konzentrierte Darstellung eröffnete mir neue Perspektiven auf die Figur Galileis, die ich bis dahin immer aus isolierten Fakten (oder Legenden) kannte. Zum Beispiel strich Walter heraus, dass Galileo Galilei 36 Jahre alt war, als der von mir verehrte Giordano Bruno auf dem Campo dei Fiori in Rom nach einem üblen Ketzerprozess verbrannt wurde. Man stelle sich vor, was es für Galileo bedeutet, wenn er diesen Umgang mit Andersdenkenden zu gewärtigen hat, während in ihm selbst gerade die Überzeugung reift, dass nicht das von der Kirche anerkannte geozentrische System richtig ist, sondern das in strengem Gegensatz dazu stehende kopernikanische Weltbild. Wie mancher andere hätte aus (verständlicher) Furcht alle weiteren Forschungen aufgegeben! Merci Walter für die erhellenden Worte und Bilder.
Website des Vereins Sternwarte Rotgrueb Rümlang
Mario de Baseggio

2009-06-23, 17.40 GMT
Striche, Wirbel und Strudel
Heute haben wir im Kunstmuseum Basel die hervorragende Ausstellung "Vincent van Gogh - Zwischen Erde und Himmel: Die Landschaften" besucht. Natürlich konnten wir die Meisterwerke nicht in privatem Rahmen geniessen, die Organisatoren verstehen es aber ausgezeichnet, die Besuchermassen zu staffeln, so dass wir (und auch alle anderen) die Bilder stressfrei und eingehend betrachten konnten. Anhand der in chronologischer Folge angeordneten Landschaften wird die künstlerische Entwicklung während van Goghs (ausgesprochen kurzer) Schaffenszeit gezeigt. Der Kommentar, den man über Audio-Guides abrufen kann, hat sehr zum Verständnis der einzelnen Exponate und deren Beziehungen zueinander beigetragen. Einzelne Werke des niederländischen Künstlers hatten wir ja bereits zuvor in verschiedenen Museen dieser Welt gesehen. Heute haben wir wohl ansatzweise verstanden, warum Vincent van Gogh zu den ganz Grossen gezählt wird.
Mario de Baseggio

2009-05-16, 07.08 GMT
Die Jagd ist eröffnet
Mein Arbeitskollege Philipp hat die Carfari-Saison mit einem Knaller lanciert: Er hat am Donnerstag ein wunderschönes Exemplar der Gattung Ferrari 430 Scuderia erlegt. Werden wir diesen Blattschuss im Lauf des Sommers übertreffen können? Und vor allem: Wem wird es gelingen, einen Löwen zu schiessen? Sie/du vielleicht?
carfari.com
Mario de Baseggio
Bild von Philipp Weder, zu finden bei carfari.com.

2009-01-16, 11.03 GMT
Willkommen, Valentin Nicolas!
Gestern Abend hat Sabine, die Lebenspartnerin meines Arbeitskollegen Jürgen, den kleinen Valentin Nicolas zur Welt gebracht. Mutter, Kind und Vater sind nach langer und schwerer Geburt erschöpft, aber wohlauf, wie mir Jürgen am Telefon sagte. Wir freuen uns sehr, gratulieren von Herzen und wünschen dem Neuankömmling nur das Beste für seinen Lebensweg, auf dem er bereits die ersten paar Schritte gemeistert hat. Schritte im übertragenen Sinn, natürlich.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2008-12-01, 04.22 GMT
Besuch auf dem Whisky-Schiff
Den Samstagabend verbrachten wir auf den Whiskyschiffen am Bürkliplatz. Ein leckerer schottischer Lachsteller übernahm das "Bödele" für das nachfolgende Hochprozentige.
Unsere Degustationstour auf den verschiedenen Schiffen fiel um einiges interessanter aus, als wir uns das vorgestellt hatten. Zwar mundete uns lange nicht alles, was wir probierten, so endete zum Beispiel der japanische Whisky als Fischfutter (arme Fische!). Der einzige irische Whisky, den wir probierten, war einfach nur "fadegrad", aber nicht sehr spannend. So richtig gut waren dafür ein 21-jähriger Glen Garioch und ein 16-jähriger hochprozentiger (53.5%) Bowmore.

Die spannendste Begegnung des Abends war sicher die mit dem Whiskysammler Rick, der sich an diesem Abend einen lange gesuchten White Bowmore kaufte - für einen vierstelligen Betrag...
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2008-11-16, 14.57 GMT
Ein Sonntag im Zeichen der Familie
Nachdem wir heute morgen bei Yvonne und Lùcio zum Brunch eingeladen waren, liessen wir es uns nicht nehmen, danach noch in Opfikon bei meinen Eltern vorbeizugehen, wo es zu einem denkwürdigen Treffen der Geschwister Schnyder kam. Extrem glücklich über das ausgedehnte und wiederholte Grosselterntreffen war natürlich Sophia, der erhöhte Spiel- und Verhätschelt-werden-Rhythmus forderte allerdings auch seinen Tribut: Während ich diese Zeilen schreibe, liegt die Kleine ausgeknipst in ihrem Bettchen.
Mario de Baseggio
Bild, von links nach rechts: Marcel, Erika, Theres, Walter, Mario, Helen, Guido,
Sophia und Eva.

2008-10-11, 10.16 GMT
Kofi Annan an der Universität Zürich
Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Uno-Generalsekretär Kofi Annan trat gestern in der Aula der Universität Zürich auf. Er hielt eine Rede mit dem Titel "The University and the Challenge of Climate Change", die Eva und ich gemeinsam mit Yvonne über einen Live-Video-Stream verfolgen konnten.
Unverständlicherweise liess man Annan in der Aula sprechen, die gerade einmal 200 Personen fasst. Daher sammelten sich auf der Treppe im Hauptgebäude hunderte von Menschen, die keinen Einlass in die Aula fanden. Zu diesen Personen gehörten auch wir. Die drei vorbereiteten Räume mit Live-Video-Stream waren ebenfalls zum Bersten gefüllt, glücklicherweise wurden (wohl durch den Hausdienst) im Eiltempo mehrere weitere Hörsäle mit dem Videosignal versehen, so dass wir Kofi Annans Rede in voller Länge sehen konnten.

Der Friedensnobelpreisträger begann seine Rede mit einer Anekdote: Er sei nicht ganz sicher, ob die vielen Leute, die ihn hier fotografiert hätten, auch wirklich wüssten, wer er sei. In seinen Ferien sei er nämlich mit Morgan Freeman verwechselt worden. Danach sprach der Nobelpreisträger in eindringlicher, ernster Weise von den Folgen des Klimawandels für die Welt. Es seien einmal mehr vor allem die Ärmsten der Armen betroffen. Es gebe, so Annan, bereits 25 Millionen Flüchtlinge, die wegen veränderter klimatischen Bedingungen ihre Heimat verlassen müssen. Diese Zahl könne in naher Zukunft bis zu 100 Millionen steigen. Daher sei schnelles Handeln auf verschiedenesten Ebenen - in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft - unerlässlich. Ein besonders beeindruckendes Zitat möchte wir hier im Wortlaut wiedergeben.

"Of all the natural species, it is human beings who have been granted the role of agent and not just the subject of change. This is our sacred and profound responsibility, individually and collectively." (Dieses Zitat ist als Film auch bei YouTube zu sehen.)

Obwohl wir Kofi Annan nur über den Video-Stream sehen und nicht im selben Raum sitzen konnten, war die Rede des ehemaligen Uno-Generalsekretär ein denkwürdiges Erlebnis.
Das Zitat von Kofi Annan auf YouTube
Mario de Baseggio

2008-09-06, 13.56 GMT
Ein sternenreicher Tag
Gestern habe ich gemeinsam mit meinem Vater Guido das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart besucht. Die beeindruckende Sammlung an historischen und modernen Fahrzeugen wird in einem nicht weniger beeindruckenden modernen Bau präsentiert. Die Ausstellung führt die Besucher von den ersten Automobilen aus dem Jahr 1886 bis zu den Boliden der Gegenwart. Auf acht Ebenen wird das Automobil und dessen Weiterentwicklung in einen schönen Zusammenhang mit der Zeitgeschichte gebracht.
Nach über fünf kurzweiligen Stunden traten wir den Heimweg an, zum Tag passend in einem direkten Nachfahren der Erfindung von Gottlieb Daimler und Karl Benz.
Zur Website des Museums
Mario de Baseggio

2008-09-01, 16.42 GMT
10 Jahre UBS
Heute vor 10 Jahren trat ich meine Arbeitsstelle bei UBS an. Die Zeiten waren turbulent, die Bank hatte den Merger von Bankverein und Bankgesellschaft zu verdauen. Ein Verlust von einer Milliarde Franken in einem geplatzten Hedge Fund folgten, genau so unangenehm wie die Schredder-Affäre, bei der es um die illegale Vernichtung von Dokumenten ging. Die Bank war alles andere als populär, in bleibender Erinnerung werden mir aus dieser Zeit die Demonstranten auf dem Paradeplatz bleiben, auf deren Schildern die einfache, eingängige Gleichung "UBS-Mitarbeiter = Mörder" zu lesen war. Nach dieser ersten schwierigen Phase folgten Jahre des Erfolgs und des Wachstums für UBS. Ein Rekordquartal löste das andere ab, der wirtschaftliche Erfolg spiegelte sich in den Siegen der Rennjacht Alinghi wieder. Anleger, Presse und Kunden, alle waren sie gleichermassen begeistert. Seit knapp einem Jahr ist das freilich nicht mehr so. Wir haben zu kämpfen. Und das tun wir. Der Weg zurück an die Spitze ist kein leichter, wir werden die nächsten zwei Jahre damit verbringen, uns das verlorene Vertrauen bei unseren Kunden wieder zu verdienen. Es wird nicht leicht, aber es wird gelingen. Warum ich das weiss? Weil ich in unserer Bank in den letzten zehn Jahren so viele intelligente, kreative und fleissige Menschen kennengelernt habe, dass für mich kein Zweifel darüber besteht, dass wir den Karren gemeinsam auch aus dem 40-Milliarden-Dreck ziehen können. Zum Schluss möchte ich mich bei all diesen Kolleginnen und Kollegen herzlich für alles bedanken, was sie für mich getan haben.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-08-17, 18.04 GMT
Bregenzer Festspiele: Tosca
Nachdem wir 2005 den "Troubadour" auf der Seebühne in Bregenz gesehen hatten, waren unsere Erwartungen an die "Tosca" entsprechend hoch. Wir wurden nicht enttäuscht: Die grandiose Bühne am/im (?) Bodensee und das engagierte Ensemble boten uns einen Opernabend, der uns lange in Erinnerung bleiben wird.
Ein Stadion mit 7'000 Sitzplätzen und eine 700 Tonnen schwere Bühne. Zahlen, die nicht gerade auf feinfühlige, emotionale Darbietungen schliessen lassen. Dennoch wurden wir am Samstag Zeugen einer sehr bewegenden Aufführung, in der sich pompöse visuelle Effekte und intime, menschliche Momente in gelungener Weise ablösten.

Die Oper wurde ohne Pause gegeben, was für Scott Hendricks, den Darsteller von Scarpia, bedeutete, dass er während über 80 Minuten ununterbrochen auf der Bühne zu sein hatte. Immer präsent, stets die Handlung vorantreibend und - am wichtigsten! - durch und durch böse. Er war unserer Meinung nach der beste Sänger des Abends, auch wenn Catherine Naglestad (Tosca) und Carlo Barricelli (Cavardossi) ebenfalls eine erstklassige Darbietung zeigten.

Nach zwei Stunden waren alle sehr tot (einer war sogar ins Seewasser gefallen) und wir sehr zufrieden. Wir sind nun gespannt darauf, die Seebühne im neuen James-Bond-Film ("Quantum of Solace") wiederzusehen. Und wir sind fest entschlossen, 2009 wieder in den Rängen zu sitzen. "A noi si schiuderà il ciel..."
Mario de Baseggio

2008-08-15, 21.11 GMT
Mittagessen mit Ray
Nachdem wir uns länger nicht gesehen hatten, trafen Ray und ich uns heute in der Stadt zum Mittagessen. Er konnte mir dabei ausführlich über die Details seines schweren Motorradunfalls berichten, hast wirklich Glück im Unglück gehabt, mein Freund!
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-07-27, 15.52 GMT
Sweet Home Glattpark!
Nach über 10 Jahren des Reisens haben Helen und Guido seit heute wieder eine feste Wohnadresse. Sie konnten am Nachmittag die Schlüssel ihrer Mietwohnung im Glattpark (www.glattpark.ch) übernehmen. Klar, dass wir es uns nicht nehmen liessen, die Unterkunft der Nonni sogleich zu besichtigen. Wir sahen eine helle, moderne Wohnung mit schönem Blick ins Grüne. Auch Sophia gefiel die noch möbelfreie Umgebung, die ungehinderte Sprints auf idealem Untergrund (Parkett...) zulässt. Das Bild zeigt die beiden sesshaft Gewordenen zusammen mit der Enkelin im Wintergarten. Wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute beim Einzug.
Mario de Baseggio

2008-07-01, 20.21 GMT
Words don't come easy
Wir sind nicht zu hundert Prozent sicher. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sophia heute ihr erstes Wort gesprochen hat, ist hoch. Sie hat den Ausdruck auf Nachfrage wiederholt. Wir werden in den kommenden Tagen also versuchen herauszufinden, ob die sinntragenden Silben nur zufällig artikuliert wurden, oder ob wir uns langsam daran gewöhnen müssen, unserer Tochter zuzuhören.

Ach ja, das Wort, das Sophia heute wohl über die Lippen kam, war übrigens "Auto".
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2008-06-30, 18.02 GMT
Nochmals Gratulation an Spanien!
Nach 44 Jahren ist es der Spanischen Nationalmannschaft endlich wieder einmal gelungen, einen grossen Titel zu erringen. Ich gratuliere der Auswahl von Luis Aragonés zum verdienten Finalsieg über das deutsche Team. Insgesamt hat die Mannschaft mit dem besten und gleichzeitig auch attraktivsten Fussball auch das Turnier für sich entscheiden können.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-06-18, 07.35 GMT
Abgerechnet wird zum Schluss
Es ist jedes Mal dasselbe: Die Squadra Azzurra schleppt sich mühsam durch die Vorrunden grosser Turniere und erreicht die Finalrunden mit Leistungen, die dem Potential der Mannschaft in keiner Weise gerecht werden. Daran habe ich mich als Fan schon vor langer Zeit gewöhnen müssen. Daher war ich nicht sonderlich überrascht, dass es auch diesmal wieder geklappt hat - das tut es meistens. Mein Optimismus wurde in den vergangenen Tagen von meinen Kolleginnen und Kollegen (wohl zu Recht) immer wieder belächelt. Die Spiele gegen die Niederlande und gegen Rumänien gaben genug Munition für zwei Meisterschaften...
Jetzt wird der Grundton in den Kommentaren wieder ändern, jetzt wird man vom "glücklichen" oder vom "unverdienten" Weiterkommen der Mannschaft sprechen. Auch daran habe ich mich als Fan längst gewöhnt. (Das ist ja gerade einer der schönsten Aspekte des Fussballspiels: Jeder kann die Geschehnisse auf seine eigene Weise analysieren und deuten.) Kann man von Glück sprechen, wenn es immer wieder geschieht? Widerspricht die regelhafte Wiederholung nicht dem eigentlichen Konzept von "Glück haben"? Glück oder Pech haben, das geschieht in einem einzelnen Spiel, bei einer (Fehl-)Entscheidung des Schiedsrichters, bei einem Pfostenschuss oder bei einer Verletzung, wie sie gestern leider Franck Ribery ereilt hat. Von diesen Momenten sind alle Mannschaften betroffen. Erinnert man sich an das aberkannte reguläre Tor von Luca Toni gegen Rumänien? Wie steht es mit dem Penalty, den Portugal gegen die Schweiz in der ersten Halbzeit nicht hat zugesprochen bekommen? Im selben Spiel führt eine Schwalbe Barnettas zum Elfmeter gegen die "unglücklichen" Portugiesen. Würde man den ausgezeichneten, aufopfernd kämpfenden Nani fragen, er würde sicherlich antworten, dass diese beiden Entscheidungen Glück für die Schweizer waren. Aus Schweizer Sicht wird man sich hingegen nur an die tolle, kämpferische Leistung der Mannschaft im letzten Spiel unter Köbi Kuhn erinnern. Aber - und das ist jetzt meine persönliche Folgerung aus dem eben Gesagten - Glück oder Pech können spielentscheidend sein, sie können aber nicht über Jahre hinweg den Ausgang von Turnieren bestimmen. Das "glückliche" Weiterkommen der Italiener ist ein Mythos. Es ist es kein glücklicher Zufall, dass Mannschaften wie Deutschland, Italien, Argentinien oder Brasilien regelmässig Vorrunden grosser Meisterschaften überstehen und sich oft im Finalspiel wiederfinden. Ob man es mag oder nicht, im Spiel dieser Teams gibt es eine Qualität, die beständig Resultate garantiert.

Wie dem auch sei, die Karten sind jetzt frisch gemischt, jetzt geht es am Sonntag in Wien gegen das starke Spanien, leider ohne Pirlo und Gattuso. Da werden wir also wieder etwas Glück brauchen...
Mario de Baseggio

2008-06-10, 05.16 GMT
Null zu drei Niederlage gegen die Niederlande
Gestern hat die Squadra Azzurra die höchste Finalrundenniederlage seit 25 Jahren kassiert: Die niederländische Nationalmannschaft hat es in ausgezeichneter Weise verstanden, Donadonis Team immer genau dann empfindlich zu treffen, wenn gerade so etwas wie Spielfluss am aufkeimen war. Cannavaros verletzungsbedingte Abwesenheit war schmerzlich zu spüren, die Verteidigung, das Fundament des italienischen Spiels, schien geschwächt und unorganisiert. Daraus resultiert ein überforderter Pirlo, der im Mittelfeld nur ungenügend Akzente setzen konnte, was wiederum zur Folge hatte, dass lediglich seltene Einzelaktionen (namentlich von Toni, und später Del Piero und Grosso) so etwas wie Gefahr im orangen Strafraum darstellten. Die Niederländer haben nicht gegen einen schwach spielenden Weltmeister gewonnen, das würde ihrer Leistung nicht gerecht. Sie haben - im Gegenteil - so gut gespielt, dass die Schwächen unserer Mannschaft schonungslos aufgezeigt und auch ausgenutzt wurden. Dafür gebührt dem Team von Marco Van Basten Respekt und Anerkennung. Gratulation!

Dank des Unentschiedens von Frankreich gegen Rumänien kann Italien noch immer aus eigener Kraft die Viertelfinals erreichen. Am Freitag muss allerdings eine Mannschaft auf dem Platz erscheinen, die das Fehlen des Weltfussballers und die erduldete hohe Niederlage nicht nur wegsteckt, sondern daraus die Motivation zieht, zu zeigen, was das Team wirklich zu leisten vermag.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-06-03, 05.34 GMT
Alte Musik ganz neu
Nachdem wir uns am Freitag neue Boxen samt Verstärker und CD-Player gekauft haben, sind wir nun dabei, unsere Musiksammlung ganz neu zu entdecken. Qualitativ liegen zwischen unserer alten Kompaktanlage und dem neuen System Welten, was zur Folge hat, dass auch Stücke, die wir gut kennen und seit Jahren immer wieder hören, so viel besser klingen, dass wir immer wieder auf's Neue überrascht werden. Wir danken an dieser Stelle Erni Hifi (www.erni-hifi.ch) für die wirklich ausgezeichnete Beratung. Wir können dieses Fachgeschäft mit reinem Gewissen weiterempfehlen!
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-04-11, 15.55 GMT
Beinahe-Katastrophe im Büro!
Gestern hat sich im Büro unseres Teams eine Deckenlampe aus der Verankerung gelöst, als ich auf dem Weg in mein Büro die Tür (rechts im Bild) ins Schloss fallen liess. Ein lauter Aufschrei Hildegards liess mich das Schlimmste befürchten, vorsichtig öffnete ich die eben geschlossene Tür und konnte zu meiner Erleichterung feststellen, dass meine Kollegin lediglich erschreckt, nicht aber getroffen worden war. Sie sitzt seit Ostern an einem anderen Arbeitsplatz. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die nur noch am Stromkabel hängende Lampe genau über dem (glücklicherweise) leeren Bürostuhl gehangen hatte, dann kann man sich leicht ausmalen, was hätte passieren können, wenn der metallene Kasten Hildegard auf's Hirn geknallt wäre. Die Leuchtstoffröhren wären sicherlich zu Bruch gegangen; schlimmer noch, die Lampe hätte gehörig verbeult werden können. Was eine solche Reparatur gekostet hätte! Nicht auszudenken!
Mario de Baseggio

2008-03-28, 06.26 GMT
Herr M. ist überraschend verstorben
Als wir im Dezember in unsere neue Wohnung eingezogen sind, hatten wir für einige Wochen fast täglich mit unserem Hausabwart Herrn M. zu tun. Wir haben ihn in der kurzen Zeit als hilfsbereiten, offenen und fröhlichen Menschen kennengelernt. Herr M. ist am Ostersamstag im Alter von 64 Jahren gestorben. Wir entbieten seiner Familie unser Beileid.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-02-29, 12.32 GMT
Die Welt hat sich weiterbewegt
"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm." Über anderthalb Jahre ist es her, da ich den ersten Satz aus Stephen Kings Zyklus "Der Dunkle Turm" gelesen habe. Am Mittwoch habe ich den siebten und letzten Band fertig gelesen und zufrieden beiseite gelegt.
Die Saga von Roland und seiner abenteuerlichen Suche nach dem dunklen Turm diente mir als leicht verdauliche Lektüre auf dem Arbeitsweg. Ich habe die 5200 Seiten also in jeweils 20-minütigen Häppchen konsumiert, was keine Probleme bereitete, da Stephen King ein routinierter Erzähler ist und man sich beim Wiedereinstieg (auch nach langen Wochenenden oder gar Ferien) sofort wieder in der Geschichte zurecht findet.

Ich bin kein Fan von Fantasy- oder Science-Fiction-Romanen. Meist erscheinen mir die immer wieder gleichen Sujets lediglich schale Abklatsche grosser Epen zu sein. Die Artussage, das Niebelungenlied, Ilias, Beowulf etc. etc. - mein Bedarf ist damit gedeckt, es braucht für mich keine Potters, keine Hobbits und keine Jedis. "Der Dunkle Turm" greift selbstverständlich viele dieser Motive ebenfalls auf, was mich wirklich unterhalten hat, war Kings Idee, die Endzeit-Story in einer Italo-Western-Szenerie zu platzieren. Gothic- und Horror-Elemente, verbunden mit Sergio Leones Ästhetik und der charismatischen Figur Rolands, des letzten echten Revolvermannes, diese Kombination habe ich als spannend empfunden.

Wenn King gemeinhin für den Gruselfaktor seiner Werke bekannt ist und als der Horror-Autor schlechthin gilt, dann ist für den Dunklen Turm festzustellen, dass sich die "Splatter"-Passagen in angenehmen Grenzen halten. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der Entwicklung der Geschichte der Schicksalsgemeinschaft von Roland von Gilead, dem Jungen Jake Chambers, dem New Yorker Eddie Dean und seiner Frau Susannah Dean. Nicht zu vergessen, Oy, ein kleines, hundeähnliches Wesen mit dem Mut eines Löwen. Es gelingt Stephen King die dramaturgischen Stränge geschickt weiterzuführen, der Spannungsbogen bricht zu keiner Zeit ein, man ist stets motiviert zu erfahren, wie es mit den Hauptfiguren weitergeht.

An dieser Stelle werde ich natürlich nicht verraten, ob es Roland gelingt, den Dunklen Turm zu ersteigen. Es sei lediglich gesagt, dass das Ende der Geschichte eines Epos dieser Grössenordnung würdig ist. Stephen King gebührt für dieses Werk grossen Respekt.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt die Cover-Art der Heyne-Taschenbücher

2008-01-14, 06.44 GMT
Ade, ade, Nonna!
Meine Grossmutter Alba pflegte zu sagen, dass Besuch einem rohen Fisch gleiche: Nach drei Tagen beginne er zu stinken. An diese Regel hielt sich auch meine Mutter, die uns über das Wochenende besuchte.
Klar, dass Sophia vom 24-Stunden-Omi-Angebot reichlich Gebrauch machte, die beiden waren ein Herz und eine Seele. Nun ist Nonna Helen wieder unterwegs zum Flughafen, sie wird wohl gegen 14.00 Uhr im Winterquartier nahe Marbella eintreffen. Merci für alles!
Mario de Baseggio
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2008-01-12, 07.35 GMT
Rigoletto im Opernhaus
Nach über einem Jahr besuchten wir vorgestern wieder eine Oper im Opernhaus Zürich. Es wurde Verdis "Rigoletto" gegeben, wir konnten eine überaus ansprechende, solide Vorstellung erleben.
Leo Nucci, den wir vor knapp drei Jahren bereits in Nabucco sehen konnten, überzeugte in der Titelrolle. Besonders gefiel uns die Szene, in der er die Edelleute um die Herausgabe seiner entführten Tochter anflehte.
Ausgezeichnet inszeniert ebenfalls der Moment, da Rigoletto realisiert, dass im ihm zu Füssen liegenden Sack nicht (wie beim Auftragskiller Sparafucile in Auftrag gegeben) die Leiche des Duca von Mantova steckt. Letzterer spaziert quicklebendig und fröhlich singend - "La donna è mobile" - im Hintergrund vorbei. "Chi è mai, chi è qui in sua vece!?"

Zum ersten Mal überhaupt wurden wir Zeugen einer Reprise vor dem geschlossenen Vorhang. Leo Nucci und Elena Mosuc (Gilda) wurden vom gewohnt euphorischen Zürcher Publikum rhythmisch klatschend aufgefordert, ihr Duett "Piangi! piangi fanciulla" ein zweites Mal zu geben, was besonders Mosuc einiges abverlangte.

Nach der Vorstellung gratulierte Alexander Pereira dem ehemaligen Intendanten des Opernhauses Zürich, Claus Helmut Drese zu dessen 85. Geburtstag. Dreses pathetische Rede ("Die Oper lebt!") beschloss unseren erlebnisreichen, unterhaltenden Opernabend.
Mario de Baseggio

2007-10-22, 16.24 GMT
Kimi Räikkönen ist Weltmeister
Gestern endete mit dem Grossen Preis von Brasilien eine packende Formel-1-Saison. Ferrari sicherte sich nach dem Konstrukteurstitel auch die Fahrer-WM.
Kimi wurde mit 6 Siegen verdient Weltmeister, daran ändert auch meine Sympathie für den Newcomer Lewis Hamilton nichts. (Der Brite fährt zwar für den falschen Rennstall, dennoch gehört sein Einstand zu den beeindruckendsten Leistungen im Sportjahr 2007 überhaupt.) Die Saison hat für die Scuderia also schön gepasst, ich freue mich schon jetzt auf die Hochgeschwindigkeitsduelle im kommenden Jahr!
Mario de Baseggio
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2007-09-01, 08.23 GMT
Wiedersehen mit einem alten Freund
Am Donnerstag habe ich nach über 8 Jahren meinen Studienfreund Gregor getroffen und mit ihm im Restaurant Urania zu Mittag gegessen. In unser beider Leben hat sich in der Zwischenzeit einiges getan, wir sind Ehemänner und Väter geworden. Ein bemerkenswertes Detail ist die Tatsache, dass unsere Töchter beide Sophia heissen. Hat grossen Spass gemacht und war sehr interessant. Werden wir sicherlich wiederholen, idealerweise nicht erst im Jahr 2015.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2007-08-23, 05.00 GMT
10 Jahre baseggio.net
Heute feiert das genealogische Projekt "baseggio.net" sein zehnjähriges Bestehen. Die Site ist stetig gewachsen, wir führen mehr als 1400 Baseggios aus 14 Ländern in unserer Datenbank. In Brasilien hat das Netzwerk bereits drei Zusammenkünfte mit jeweils über 300 Personen initialisiert. Ein Ende ist - glücklicherweise - nicht absehbar.
Als ich 1991 damit begann, mich mit Webpublishing und den damaligen technischen Möglichkeiten zu befassen, stand ich vor einem Problem: Was publiziert man, wenn man keine echten Inhalte hat? Ich habe mir damit geholfen, Angaben über meinen Familiennamen zusammenzustellen, immerhin konnte man die Pages, die ich damals bei CompuServe veröffentlichte, als kleines familienbezogenes Kompendium verstehen.

Nach wenigen Monaten erhielt ich von Franco Baseggio aus den USA eine E-Mail, die dem Projekt eine entscheidende Wende geben sollte. Wir stellten nämlich fest, dass unsere Familien dieselben Wappen hatten. Franco hatte bereits einige Zeit in die Ahnenforschung investiert, also beschlossen wir unsere Daten zusammenzubringen und arbeiteten fortan gemeinsam an der Familien-Website. Ein paar Monate später stiess Evaldo Bazeggio aus Brasilien dazu, der sich seither um die zahlreichen brasilianischen Beiträge kümmert.

Wir konnten immer mehr Inhalte publizieren, so dass ich mich 1997 entschied, die First Level Domain
baseggio.net zu kaufen. Am 23. August war es dann so weit, wir lancierten baseggio.net. Die neue Internet-Adresse bewirkte wiederum, dass man uns noch leichter finden konnte, entsprechend umfangreich stellt sich die Site heute dar.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Personen, die zum Auftritt beigetragen haben. Es sind zu viele, als dass ich sie alle namentlich nennen könnte. Natürlich gilt mein besonderer Dank meinen beiden Mitstreitern Evaldo und Franco, ohne die baseggio.net niemals zu dem hätte werden können, was es heute ist. Leider ist Franco am 17. April dieses Jahres nach schwerer Krankheit verstorben. Die Arbeit an der Site wird jedoch in seinem Sinn weitergeführt, getreu des Familien-Wahlspruchs der venezianischen Baseggio: "Per ben fare!"
Mario de Baseggio

2007-08-07, 16.42 GMT
Lunch mit Susanne und Heinz
Heute war ich wieder einmal mit Susanne und Heinz mittagessen. Hat wie immer grossen Spass gemacht! Wir haben den Unterschied von blauen und roten Rohren vor Heinz' toskanischer Villa erörtert und uns Gedanken darüber gemacht, wie Susanne in ihren Ferien die Erfolge der Rennjacht Alinghi nachstellen könnte. Vielen Dank für's Essen, Heinz, nächstes Mal bin ich wieder an der Reihe. Und euch beiden ganz herzlichen Dank für das grosszügige Geschenk für Sophia!
Mario de Baseggio (quick log entry)

2007-07-29, 13.04 GMT
Ein Abend mit Ingrid und Oli
Am Freitag Abend waren Ingrid und Oli bei uns zu Besuch. Unser jüngstes Familienmitglied mochte sich an diesem Abend zwar nicht von ihrer besten Seite zu zeigen, dafür von ihrer lautstärksten.
Lustige Gespräche über Essensgewohnheiten, natürlich die bevorstehende Badenfahrt (
www.badenfahrt.ch), eine obligate Männer-PS3-Besichtigungsrunde und bei Ingrid und mir etwas Frauenklatsch liessen die Zeit im Flug vergehen.
Vielen Dank auch nochmals für all die schönen und leckeren Mitbringsel!
Eva Moehlecke de Baseggio

2007-07-16, 18.40 GMT
Vitória da Seleção na Copa América
Wir sind uns ja einig, welche Mannschaft in der Neuen Welt das Mass aller Dinge ist. Daher hat es uns auch nicht überrascht, dass die Blauweissen von unseren Künstlern plattgemacht wurden. Aber es ist uns trotzdem eine Caipirinha zur Feier des Tages wert!
Eva Moehlecke de Baseggio and Mario de Baseggio (quick log entry)

2007-06-21, 12.11 GMT
Die Gewitterfront zieht vorüber
Nachdem ich heute Morgen in Basel miterlebt habe, wie sich der Himmel am hellichten Tag verdunkelte und es in Strömen goss, scheint sich die Wetterlage nun beruhigt zu haben. Noch immer ziehen dicke Wolken über Altstetten, zwischendurch erreicht aber dann und wann ein Sonnenstrahl die Erde.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2007-06-17, 12.11 GMT
At World's End...
Mit grosser Spannung hatten wir den dritten Teil der Saga um Captain Jack Sparrow erwartet. Gestern Abend sahen wir "Pirates of the Carribean - At World's End" im Kino Trafo in Baden und wurden nicht enttäuscht. Trotz einiger Längen bietet der Streifen von der ersten Minute weg Unterhaltung und Spannung. Die skurilen Figuren, allen voran Johnny Depp als Jack Sparrow, sind liebenswert und abstossend zugleich.
Visueller Höhepunkt stellt wohl die Szene dar, in der die "Black Pearl" und die "Flying Dutchman" in einem riesigen Strudel zu versinken drohen. Die Masten der Windjammern haben sich verhakt, alles dreht sich minutenlang im Kreis. Doch selbst in dieser ausweglosen Situation wird weiter gekämpft, gestritten und - geheiratet.
Die Musik ist in gerade mal einer Szene originell: Bevor es zum Showdown kommt, treffen sich die Anführer der Piraten und der East India Trading Company auf einer kleinen Sandbank inmitten der See. Als die Protagonisten aufeinander zugehen zitiert eine Mundharmonika das "Lied vom Tod". Während den restlichen 165 Minuten hingegen leiert Hans Zimmer seinen "Gladiator"-Soundtrack-Klon auf und nieder, er macht sich nicht einmal die Mühe, die Stücke neu zu arrangieren.
Die Qualität des Films machen - wie eingangs erwähnt - die Charaktere aus. Tia Dalma, die zur Göttin Calypso wird, verbreitet zuverlässig diese unheimliche, unheilverheissende Stimmung. Allein die Art und Weise, wie Naomie Harris ihre Figur sprechen lässt, lohnt, den Film zu sehen. Die Kapitäne Barbossa (Geoffrey Rush) und Sao Feng (Yun-Fat Chow) übertreffen sich gegenseitig an Verschlagenheit und charmantem Verrat. Selbst die Nebenfiguren wie der einäugige Ragetti (Mackenzie Crook) oder die beiden Wächter des "Dead Man's Chest" Mullroy (Angus Barnett) und Murtogg (Giles New) werden immer wieder gekonnt und prominent eingesetzt und sorgen so für viele Lacher.
Alles in allem also eines der besseren Sequels, das Hollywood in jüngster Zeit zu bieten hatte.
Mario de Baseggio
Das Bild ist der Site
www.imdb.com entnommen.

2007-06-09, 15.46 GMT
Mittagessen mit Mike
Nach längerer Zeit habe ich meinen Dienstkollegen Mike getroffen. Wir waren mittagessen, was sich angeboten hat, weil wir beide für dieselbe Bank arbeiten. Interessante Gespräche über unser beider Leben, den Job und natürlich unsere gemeinsamen Militärdiensttage. Hat Spass gemacht!
Protokoll unseres letzten WKs (Oktober 2003)
Mario de Baseggio

2007-05-05, 09.18 GMT
"Dear Mr. President"
Es gibt sie noch, selbst im Zeitalter der seichten Superstar-Casting-Shows: Intelligente und aufwühlende Protest-Songs, die Probleme unserer Zeit auf den Punkt bringen. Ein exzellentes Beispiel dafür ist Pinks "Dear Mr. President".
Nachdem Felix während eines Workshops vom Lied der Amerikanerin geschwärmt hatte, haben wir genauer hingehört. Bereits vor einem Jahr erschienen, ist der Song aktueller denn je. Er spricht den texanischen Gouverneur direkt an und stellt ihm rhetorische Fragen, die die Folgen seines Handelns für die Menschen in seinem Land und in der Welt aufzeigen.
Trotz aller Deutlichkeit der Aussagen, Pink wird nicht ausfallend, sie verzichtet auf Beschimpfungen und bleibt so glaubwürdig. (Wenn man als Gegenbeispiel Eminems "Mosh" nimmt, dann stellt sich dieser durch seine aggressive Wortwahl ins Abseits, die durchaus sozialkritische Botschaft wird vom Geschrei und Gefluche überdeckt.) Pink sagt vom Song, dass es einer ihrer wichtigsten sei. Damit hat sie nicht unrecht. Sie verdient Respekt für den Mut, sich in dieser Weise zu exponieren.
Der Song bei "YouTube"
Mario de Baseggio

2007-04-09, 07.27 GMT
Die erste Woche
Nun ist unsere Tochter bereits über eine Woche da und es wird Zeit, wieder einmal einen Artikel zu schreiben. Schliesslich zeigen uns die zahlreichen Reaktionen unserer Familie und unserer Freunde, dass das Thema Sophia für viele nicht uninteressant ist.
Nach einer Woche im Spital (wenn man die 44-stündige Geburt mitrechnet) kamen Eva und Sophia am Karfreitagmorgen nach Hause. Seither richtet sich unser Haushalt weitgehend nach dem noch nicht vorhandenen Schlaf-Wach-Hunger-Rhythmus des Babys. Vieles hat sich bereits problemlos eingependelt, anderes erweist sich als schwierig. Wir machen also gerade die Erfahrungen, die wohl alle Eltern machen, die neu im Geschäft sind. Und diese Erfahrungen sind nicht nur flauschig, verträumt und rosa mit Rüschchen, sondern haben oft erdigere Farben und zuweilen einen strengen Geruch.
Alles in allem: Es geht uns gut, die Zeit wird kommen, wo wir wieder alle SMS, E-Mails und Telefonanrufe in nützlicher Frist ausführlich beantworten wollen. Im Moment aber sind die Prioritäten etwas anders gesetzt.
Die Reaktionen auf Sophias Geburt
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2007-03-23, 09.40 GMT
Wie im Wallis...
Der Arbeitsweg heute Morgen war ziemlich abenteuerlich: Fluchende Mitmenschen, lahmende Trams und nasse Füsse. Es schneit derzeit zwar weiter, das Schlimmste ist aber überstanden. Hoffentlich...
Mario de Baseggio

2007-03-04, 16.28 GMT
Ein Abend mit der Familie
Gestern trafen wir Yvonne, Lúcio, [undisclosed], [undisclosed], [undisclosed] und [undisclosed] Schwester [undisclosed] im Restaurant Moca Romana in Rütihof. Ausgezeichnete Spargelspezialitäten und beste italienische Küche boten den lukullischen Rahmen für unterhaltsame Gespräche, die in einem IQ-Test für die ganze Familie gipfelten. Das Resultat war für uns keineswegs überraschend. Den Abend liessen wir bei Yvonne und Lúcio mit Kaffee und Guetzli ausklingen.

Auf dem Heimweg konnten wir bei wolkenlosem Himmel die rote Färbung erkennen, die der Vollmond erhalten hatte, weil er sich just zu diesem Zeitpunkt durch den Erdschatten bewegte. Ein faszinierendes Schauspiel.
Zur Website des Restaurants Moca Romana
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2007-01-02, 10.31 GMT
Big Apple vs. Orange County
Zwar sind wir seit bereits zwei Wochen wieder zurück. Dennoch wollen wir den treuen Besuchern unserer Website unsere Abenteuer in New York und Florida nicht ersparen. Schliesslich waren die Ferien toll!
Dank hervorragender Lage unseres Bruchbuden-Hotels gleich neben dem Empire State Building waren wir stets mitten in Manhattan. Natürlich schauten wir uns die "Must sees" wie eben das Empire State Building, Chrysler Building, Rockefeller Center etc. an. So richtig heraus gestochen haben jedoch andere Dinge.

Das Broadway Musical Spamalot, eine Bühnenadaptation von Monty Python's "der heilige Gral", war sensationell. Im Gegensatz zur gängigen Musical-Szene nimmt sich dieses Stück so gar nicht ernst, es handelt sich vielmehr um eine Verballhornung der Musical-Welt im Allgemeinen. Insbesondere die weibliche Hauptrolle, Lauren Kennedy als "Lady of the lake" bestach durch ihre Stimme sowie durch ihr ausgesprochen komödiantisches Talent. Und die Cheerleader-Nummer "Get the grail" bringt uns noch heute zum Lachen.

Von ganz anderer Natur war der Besuch der UNO. Eine geführte Tour durch die Gebäude der United Nations erlaubte es uns, einen kleinen Einblick hinter die Kulissen der Organisation zu gewinnen. Den Konferenzraum des Sicherheitsrats konnten wir nicht besuchen, da dieser gerade tagte. Dafür durften wir uns für kurze zwei Minuten in die UNO-Vollversammlung setzen und zuhören, wie Frau Sheikha Haya Rashed Al Khalifa, die Präsidentin der Versammlung, den Rat moderierte. Diverse kleinere Ausstellungen zu Themen wie Landminen, die nukleare Bedrohung oder die UNO-Fahne, die vor dem ehemaligen Hauptquartier der Vereinigten Nationen in Bagdad hing, bevor dieses einem Bombenanschlag zum Opfer fiel und fast 30 Opfer forderte, stimmten uns nachdenklich.

Der Besuch des MoMA war ein weiterer Höhepunkt. Die weltgrösste Sammlung moderner Kunst ist ein wahres "Who is who" der zeitgenössischen Kunst. Hier werden nicht ein oder zwei Picassos gezeigt, hier gelangt man vom ersten Picasso-Saal in den zweiten und dritten, gleich darauf folgen Monet, Manet, Van Gogh, Dalí, Klimt, Kandinsky, Rothko, Warhol, Lichtenstein und viele mehr.

Der unbestrittene Höhepunkt unserer Reise war jedoch der Besuch in der Metropolitan Opera, kurz der Met. Wir hatten das Glück, am einzigen Abend, an dem die russische Sopranistin und Shooting Star Anna Netrebko zugegen war, dabei sein zu dürfen. Nicht genug mit einem grossen Namen, neben Anna Netrebko als Mimi in Puccinis "La Bohème" spielte Rolando Villazón die männliche Hauptrolle und am Dirigentenpult stand Plácido Domingo. Doch der grosse Star des Abends war unbestritten Anna Netrebko. Sie vermochte es mit Leichtigkeit, das Haus mit ihrer Stimme auszufüllen. Ihr Gesang war das Schönste, was wir je auf einer Opernbühne gehört haben! Eine Stimme von fast überirdischer Schönheit, glasklar, schmelzend, kräftig. Nie haben wir eine Sängerin überzeugender auf der Bühne sterben gesehen, ihre Stimme wurde nie leiser - als die Kräfte der Mimi schwanden, wurde sie nur sanfter und sanfter. Es war ein Traum!

Nach fünf ereignisreichen Tagen in New York gönnten wir uns eine gute Woche Zeit zum Ausspannen im wärmeren Florida (Orlando und St. Pete's Beach). Auch da wurde uns nochmals ein Highlight beschert. Fast per Zufall sahen wir vom Treppenhaus unseres Hotels aus zu, wie der Space Shuttle Samstag Nacht zu seiner 116. Mission ins All startete! Ein gewaltiger Feuerschweif liess uns sofort erkennen, dass wir es wirklich mit der Discovery zu tun hatten. Es war ein beeindruckendes Schauspiel und wir sind froh, dass die Astronauten in der Zwischenzeit wieder heil zur Erde zurück gekehrt sind.

Zu den Bildern unserer USA-Reise
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

Spamalot:
www.montypythonsspamalot.com
Lauren Kennedy (Lady of the lake): www.laurenkennedy.com
The Metropolitan Opera: www.metoperafamily.org
Anna Netrebko: www.annanetrebko.com
United Nations: www.un.org
The Museum of Modern Art: www.moma.org
NASA: www.nasa.gov

2006-12-30, 09.08 GMT
Die etwas andere Weihnachtsfeier
Wie jedes Jahr seit vermutlich 18 Jahren oder so feierten auch wir 2006 unsere traditionelle Frauenweihnachten. In trauter Runde genossen wir eine der legendären Manuela-Käseschlachten (wenn schon, denn schon), berichteten einander nach langer und harter Trennungsphase über die wichtigsten Geschehnisse, kicherten über so einiges und öffneten viele schöne und lustige Geschenke.
Kurzum, es war ein richtig schöner Abend!
Eva Moehlecke de Baseggio

2006-12-18, 17.26 GMT
Addio, Clay!
Heute Morgen habe ich der Zeitung entnehmen muessen, dass ein Held meiner Kindheit, Gianclaudio Regazzoni, am vergangenen Freitag bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
Der Schweizer Formel-1-Fahrer hat Mitte der 70er gemeinsam mit Niki Lauda um die Weltmeisterschaft gekämpft. An den Rennwochenenden habe ich jeweils "in Echtzeit" die Rennen mit Spielzeugautos nachgestellt. Klar, dass Clay in meinen "Schattenrennen" im roten Boliden immer auf's Podest fuhr.

Während seiner Karriere blieb der Vize-Weltmeister von 1974, der einen spektakulären, mutigen Stil pflegte, von schweren Unfällen nicht verschont. So war es auch ein Hochgeschwindigkeits-Crash, der 1980 seine Formel-1-Laufbahn abrupt beendete. Er überlebte in Long Beach seinen ungebremsten Einschlag in die Betonmauer, war fortan aber querschnittgelähmt.

Wer nun glaubte, dass Regazzoni von seiner Behinderung eingebremst würde, der sah sich natürlich getäuscht. Er fuhr in zahlreichen Serien weiter Rennen, darunter bestritt er wiederholt die Rallye Paris-Dakar. Ausserdem liess er als TV-Kommentator seine pointierten und technisch versierten Analysen vernehmen.

Nun hat Clay auf einer Autobahn bei Parma das Schicksal ereilt. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Mann, der in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein konnte und dessen Kämpfernatur mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Mario de Baseggio
Mehr Informationen auf der Website
www.clayregazzoni.com.

2006-10-22, 10.00 GMT
Mille grazie, Michael!
Heute geht eine Ära zu Ende: Michael Schumacher fährt in Brasilien den letzten Grand Prix seiner Karriere. Eine der beeindruckendsten Sportlerkarrieren überhaupt findet damit nach 250 Rennen einen würdigen Abschluss.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, Schumacher ist der beste Rennfahrer aller Zeiten. 91 Siege und knapp 1'300 Punkte verhalfen dem Kerpener zu sieben Titeln. Ob es Schumacher heute gelingen wird, im letzten Rennen mit viel Glück die 10 Punkte auf Fernando Alonso wettzumachen ist nebensächlich. Er braucht diesbezüglich nichts mehr zu beweisen.

1992 habe ich Michael in Hockenheim zum ersten Mal live fahren gesehen. Er wurde in seiner ersten vollständigen Formel-1-Saison im Benetton-Ford glänzender Dritter hinter Nigel Mansell und Ayrton Senna. Zwei Rennen später gewann er in Spa seinen ersten Grand Prix.
Seither war er in jedem Jahr einer der Titelkandidaten. Die Entschlossenheit, mit der er in dieser Zeit seine Ziele verfolgte, ist beeindruckend. Seine grosse Stärke war die Übersicht und Rennintelligenz, die er auch unter grossem Druck bewahren konnte. Wenn es sich lohnte, ein hohes Risiko zu nehmen, dann tat er es. Wenn es besser war, zu verwalten, dann tat er auch dies. Er schaffte es, die Scuderia innert fünf Jahren aus der Rennsportversenkung an die Spitze zu führen. Die Kombination von deutscher Gründlichkeit und italienischem Temperament war zu Beginn des Jahrhunderts das Mass aller Dinge.
Danke, Michael Schumacher, für die vielen spannenden Momente!
Mario de Baseggio
Bild: http://commons.wikimedia.org

2006-10-02, 14.20 GMT
«Festival Son Cuba» im Moods
Gemeinsam mit Evas Arbeitskollege Robert und seiner Frau Magnolia besuchten wir am Samstag das «Festival Son Cuba», an dem wir einen kleinen Querschnitt kubanischer Musik der letzten 40 Jahre zu hören bekamen. Die Gruppe «Son Charanga» mit dem fast 80-jährigen Pedro Gomez vermochten Magnolia und Robert nicht zu überzeugen. Die kubanische Musik habe sich weiterentwickelt. Zum Glück waren da noch die anderen Interpreten wie Mayelin Perez, «Luis Diaz y los 5 del son» und das excellente Perkussionsduo «Cuba Percussion», so bekamen wir auch einen Eindruck der zeitgenössischen Strömungen.
Mario de Baseggio

2006-09-23, 07.53 GMT
Städtetrip Paris
Den 13. bis 17. September verbrachten wir in Paris, der Stadt der Liebe. Wir genossen das unglaubliche Angebot an Kultur und Gastronomie, das savoir vivre und natürlich unsere freien Tage.
Von der Bastille marschierten wir bis zum Arc de Triomphe, begaben uns dann in die pompöse Défense, wo wir uns auf dem Dach der Grande Arche an der Sicht über Paris erfreuten.

Ein Highlight war mit Sicherheit der fast fünfstündige Besuch im grössten Kunstmuseum der Welt, dem Louvre. Da wir früh morgens schon dort waren, konnten wir tatsächlich fünf Minuten ungestört vor Da Vincis Mona Lisa verweilen. Danach war's dann allerdings vorbei mit der Ruhe, manchmal mussten wir uns richtiggehend zur Wehr setzen gegen allzu penetrante Reisegruppen.

Natürlich schauten wir uns auch die Notre Dame de Paris an, die Sacré Coeur und Montmartre und den guten alten Eiffelturm. Der nichts desto trotz noch immer toll ist!

Kurzum, es waren wunderbare Tage. Paris ist immer eine Reise wert.
Zur Bildergalerie
Eva Moehlecke de Baseggio

2006-08-06, 16.18 GMT
Ein Wochenende in München
Das letzte Wochenende verbrachten wir gemeinsam mit Yvonne und Lúcio in der bayrischen Hauptstadt München. Höhepunkte des äusserst unterhaltsamen und interessanten Kurz-Trips waren gewiss der Botanische Garten mit seinen eindrücklichen Gewächshäusern und die Pinakothek der Moderne, in der zeitgenössische Kunst, Design und Architektur zu bestaunen sind.

Am Samstagabend konnten wir zudem das «Jahrhundertfeuerwerk» im Olympiapark geniessen. Der Genuss war um so grösser, als dass wir zu den wenigen Anwesenden gehörten, die den vorangegangenen Jahrhundertwolkenbruch trocken überstanden hatten.
Die Bilder unseres Münchner Abenteuers.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2006-07-03, 07.46 GMT
Juan-Diego Florez im Opernhaus Zürich
Vor einem Monat waren wir von der Aufführung von Verdis Aida im Zürcher Opernhaus etwas enttäuscht worden. Der Sopran zeigte in den hohen Lagen deutlich hörbare Schwächen, eine Fanfare schnitzerte während des Triumphmarsches lautstark und selbst die Darstellung der letzten Szene des Meisterwerks blieb eigenartig emotionslos und kühl. Daher gingen wir gestern mit gemischten Gefühlen zum Haus am Bellevueplatz, wo am Nachmittag Don Pasquale gegeben wurde.
Unsere Bedenken wurden rasch zerstreut, denn bereits vor der Vorstellung konnten wir erstaunt beobachten, wie Cecilia Bartoli höchstpersönlich in einer der Logen Platz nahm. Ausserdem wurde die Ouverture vom Orchester unter der Leitung von Nello Santi dermassen inspiriert dargeboten, dass sich das Publikum zu einem Szenenapplaus hinreissen liess.

Von der ersten Szene weg überzeugte das Ensemble, Oliver Widmer als Dottore und vor allem Ruggero Raimondi in der Titelrolle brachten das Publikum mit ihren komischen Einlagen und Gesten immer wieder zum Lachen. Das Bühnenbild und die Kostüme waren gut gewählt und unterstützten die Geschichte in hervorragender Weise.

Musikalische Höhepunkte waren die Auftritte des Peruanischen Startenors Juan-Diego Florez, der als Ernesto die Arie «Cercherò lontana terra» und die Serenade «Com'è gentil» in äusserst gefühlvoller Weise und technisch perfekt darbot. Zu erwähnen ist auch die beeindruckende Leistung von Isabel Rey, deren Stimme im Duett «Tornami a dir che m'ami» keineswegs hinter jener von Florez zurückstand.

Alles in allem hat uns die Vorstellung von Donizettis Pasquale - die vom Publikum übrigens mit Standing Ovations bedacht wurde - wieder mit dem Opernhaus versöhnt. Gestern wurde es seinem Ruf wieder mehr als gerecht.
Mario de Baseggio

2006-06-21, 04.57 GMT
Pimp my football shirt!
Wie es sich für einen echten Fussball-Fan gehört, trug mein Arbeitskollege Steve gestern ein Leibchen der englischen Nationalmannschaft. Er hatte sich für das schöne, rote Auswärts-Shirt entschieden. Doch plötzlich stürmte Harry auf ihn los und klebte ihm ein weisses Papierkreuz genau über die Three Lions. So konnte der Wert dieses Kleidungsstücks mit erstaunlich wenig Aufwand um ein Vielfaches gesteigert werden!
Mario de Baseggio

2006-05-14, 09.11 GMT
FC Zürich - Schweizermeister 2006!
Ich kann nicht behaupten, dass ich ein grosser Fan des Schweizer Klubfussballs bin, ich verfolge nur selten ein Spiel am Fernsehen, in einem Stadion war ich sicherlich schon seit zehn Jahren nicht mehr. Aber gestern wurde der FCZ Schweizermeister und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Der Grund für diese Freude lag in meiner Primarschulzeit. Es war damals nämlich wichtig, ein richtiger Fan für einen der Stadtklubs zu sein, wobei die meisten meiner Klassenkameraden auf der Seite der (schon damals reichen) Grasshoppers standen. Diese Ausgangslage führte natürlich zu heftigen Diskussionen und Auseinandersetzungen. Der Höhepunkt meiner Angefressenheit wurde 1981 erreicht, als der FC Zürich mit Zappa, Elsener, Jerkovic und natürlich meinem Lieblingsspieler, dem Goalie Karl Grob, Schweizermeister wurde! Danach verlor sich meine Begeisterung für den Klub und den Schweizer Fussball - wie gesagt - mehr und mehr.

Gestern wurde "mein" FCZ nach einer 25-jährigen Durststrecke wieder Schweizermeister. Ich gratuliere Lucien Favre und seinem Team herzlich und freue mich für die Fans, die ausdauernder als ich waren und ihren Klub über die langen Jahre unterstützt haben.
Mario de Baseggio

2006-03-04, 12.21 GMT
Der Winter ist zurück
Nachdem man in einem Anflug zarten Optimismus' bereits erste Vorboten des Frühlings zu erkennen glaubte, hat der Winter diese Hoffnung noch einmal in aller Härte zerschlagen. Unsere Strasse ist zugeschneit, die Sicht ist so schlecht, dass man nicht einmal den Üetliberg sehen kann.
Das Bild zeigt eine der 270345673864 heute vom Himmel gefallenen Schneeflocken, den wohl überflüssigsten kleinen Kunstwerken der Natur. Wenn man genau hinschaut, dann erkennt man in der Flocke sogar das grimmige Gesicht des Sturmes Xandra, dem momentanen Hauptverantwortlichen für das Ausbleiben des Frühlings.
Mario de Baseggio

2006-02-13, 09.22 GMT
Walk the Line
Johnny Cash, der "Man in black", feiert derzeit fröhliche Urständ. Der Film "Walk the Line" zeigt die entscheidenen Jahre seines Lebens, vom Unfall seines Bruders Jack, für den er sich Zeit seines Lebens schuldig fühlen sollte, bis zum Moment, wo die schlimmsten Drogen- und Alkoholexzesse überstanden waren und June seinen Heiratsantrag annehmen konnte.
Reese Witherspoon als June Carter und Joaquin Phoenix als Johnny Cash verstehen es, ihren Figuren mit dem Leben und dem Charisma zu versehen, das erklärt, warum die beiden Sänger dermassen beliebt waren. Die persönlichen Probleme, mit denen vor allem Johnny zu kämpfen hat, werden ohne Effekthascherei und dennoch intensiv dargestellt. Es ist diese schwache, menschliche Seite, die den grossen Country-Star für das Publikum zugänglich macht. Als eindrückliches Beispiel sei die Szene in der Bar genannt, John erwähnt gegenüber der einfühlsamen June seinen toten Bruder Jack. Die Mimik beider Akteure verrät alles über seine innere Unrast und ihre ehrliche Anteilnahme.
Der Film ist eine schöne Hommage an zwei interessante Persönlichkeiten der Show-Welt.
Mario de Baseggio
Die Website des Films:
www.walkthelinethemovie.com

2006-01-14, 12.36 GMT
The Corpse Bride
Gestern haben wir uns im Kino [undisclosed] Burtons grossartigen Film "The Corpse Bride" angesehen. Zwar sind wir so oder so Burton-Fans, doch von seinem neusten Werk waren wir wirklich zutiefst beeindruckt!
Basierend auf einem alten russischen Volksmärchen erzählt Burton die Geschichte von Emily, einer unglücklichen Braut, die einst von ihrem schurkenhaften Bräutigam getäuscht, beraubt und im Wald ermordet wurde. Zutiefst verletzt schwört sie im Tod, nicht zu ruhen, bis sie durch einen ehrenhaften Heiratsantrag eines Anderen erlöst werden wird.
Wie es der Zufall so will, verirrt sich Victor, der Held der Geschichte, nach einer missglückten Hochzeitshauptprobe, bei welcher er seine zukünftige Braut Victoria zum ersten Mal sieht - und sich beide natürlich gleich Hals über Kopf ineinander verlieben - in Emilys Wald. Er ist unglücklich, da er vor lauter Aufregung das Hochzeitsgelübde einfach nicht richtig nachsprechen konnte. Er übt und übt und endlich, nach langen Stunden, gelingt es ihm, die Worte fehlerlos herauszubringen. Irrtümlicherweise glaubt die tote Emily, dass sich dieser Antrag an sie richtet. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf...

Burton versteht sein Handwerk und setzt seine dramaturgischen Mittel gekonnt ein. Mit grossem poetischem Gespür und viel Humor weckt er beim Publikum die Emotionen. Auf lebhafte Szenen farbenfroher Totenfeste folgen leise, wehmütige Momente, dann wieder wird es gruselig und der Zuschauer kriegt eine Gänsehaut. In besonderer Erinnerung wird uns ganz sicher das wunderschöne Schlussbild bleiben, wohl die gefühlvollste Einstellung, die wir bis anhin in einem animierten Film gesehen haben.
Corpse Bride - die Website
Eva Moehlecke de Baseggio
Bild der offiziellen Website des Films entnommen.

2005-12-31, 12.26 GMT
Das war 2005
Wenn der letzte Tag des Jahres kommt, ist man geneigt, zurück zu blicken und eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Was haben wir im vergangenen Jahr erlebt, was hat uns berührt, was war schön und was war weniger schön?
Das Jahr 2005 war leider von menschlichen Tragödien geprägt, wie man sie in dieser medialen Konzentration noch selten erlebt hat. Der Tsunami hatte am 26. Dezember 2004 Hunderttausende in den Tod gerissen, richtig bewusst wurde uns das Ausmass der Katastrophe im Januar, als die Bilder der verwüsteten Gebiete, der zerstörten Städte und der trauernden Menschen während Wochen zu sehen waren.

Im Laufe des Jahres kamen weitere schlimme Nachrichten dazu. New Orleans versank in den Fluten und im Chaos, in Pakistan nahm ein Erdbeben vielen Menschen das Leben und den Hinterbliebenen die Hoffnung. Bombenanschläge in London und auf Bali, der nicht enden wollende Konflikt im nahen Osten und das Desaster im Irak - schlimme Schlagzeilen prägten die letzten 12 Monate.

Unsere Gedanken sind bei den Menschen, denen das Glück nicht zur Seite stand. Und sie sind bei all den Menschen, deren Unglück von den Medien und der Weltöffentlichkeit unbeachtet blieb. Wie viel wissen wir eigentlich über die Kriege in Myanmar, Nepal und Sudan? Wie steht es mit dem angeblichen Frieden in Burundi? Ein Unglück in Afrika hat den geringeren "News-Wert" als ein Unglück in Europa und den USA. Daher finden in unseren Medien gewisse Ereignisse gar nicht statt. Das muss zu denken geben.

Im Gegensatz zu den turbulenten Ereignissen in der Welt können wir aus persönlicher Sicht auf ein schönes, spannendes und erfülltes Jahr zurück schauen. Wir haben viel gesehen und viel gelernt. Die Ferienreisen in den Weiten Australiens und auf der Götterinsel Bali hinterliessen bleibende Eindrücke. Wir sahen den Dalai Lama im Hallenstadion, den Pianisten Lang Lang in der Tonhalle und Ronaldinho im Camp Nou. Dazu kamen viele schöne Ereignisse und Begegnungen, sie waren so zahlreich, dass wir sie an dieser Stelle nicht aufzählen können.

Wir schauen zuversichtlich auf das kommende Jahr und hoffen, dass es der Welt besser gehen wird. Unseren Freunden und Verwandten danken wir für die schönen gemeinsamen Stunden und wünschen allen einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-12-10, 11.43 GMT
Der Traumfinal wird wahr!
An der gestrigen Auslosung der Gruppen für die WM-Endrunde in Deutschland wurden die Voraussetzungen für den Final Brasilien-Italien erfolgreich angelegt. Die beiden Mannschaften werden ihre Gruppenspiele gewinnen und sich am 9. Juli 2006 im Berliner Olympiastadion gegenüber stehen. Und damit ist ja auch klar, wer Weltmeister werden wird.
Die Fernsehübertragung der Auslosung erreichte für das Schweizer Publikum indes den Höhepunkt, als Fussballgott Pelé die entscheidende Kugel aus dem Topf mit der Nummer 3 Zeremonienmeister und Fifa-Medienchef Markus Siegler übergab (Bild, re-inacted) und das schwere Los für die Eidgenossen Gewissheit wurde: Togo, Südkorea und vor allem der ehemalige Welt- und Europameister Frankreich werden nicht leicht zu schlagen sein.
Zur offiziellen Website der Fussballweltmeisterschaft 2006
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-11-29, 05.12 GMT
Ein Wochenende in Mailand
Bei genau so kalter Witterung wie in Zürich genossen wir zwei dennoch schöne Tage in Mailand. Getreu dem Motto "Hab Sonne im Herzen" stellten wir uns die erträumte Dreieinigkeit Sommer, Süden und Sonne eben einfach vor. Die Wärme fanden wir denn auch in einigen Tassen Cappuccino und insbesondere in der Wellness-Anlage unseres Hotels.
Ansonsten taten wir das, was man in Mailand eben so tut: Wir gingen bummeln, kauften ein und verbrachten einen sehr schönen Abend bei Pasta und Rotwein in einem netten Restaurant. Angenehm überrascht wurden wir übrigens von der Weihnachtsdekoration. Spärlich vorhanden ist sie bereits, die feierliche Einweihung des milanesischen Swarovski-Baums findet jedoch pünktlich zum 1. Dezember statt. Da könnten sich so einige Warenhäuser der Stadt Zürich ein Beispiel daran nehmen!

Und zum Schluss noch dies: woran wir gleich erkannten, dass wir wirklich in Mailand angekommen waren? Die U-Bahn war geschlossen, "sciopero"...
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-11-02, 16.42 GMT
Ein bewegtes Wochenende
Wir haben ein intensives Wochenende hinter uns. Nach über einjähriger Abwesenheit, bzw. einer ausgedehnten Reise durch Nordamerika und Mexiko, gaben sich letzten Samstag Helen und Guido wieder einmal die Ehre, bei uns in Zürich aufzukreuzen. Vier Tage wohnten sie bei uns, nach dieser langen Zeit gab es schliesslich gehörig viel zu erzählen.
Eine grosse, weisse Bugwelle, die vor unserem Wohnzimmerfenster vorüberschwappte, kündigte die Ankunft des Wohnmobils und seiner Besitzer an. Der herbstlichen Witterung hatten wir es zu verdanken, dass sie dieses Mal jedoch nicht in ihrem fahrbaren Heim wohnten, sondern bei uns.
So konnten wir denn in Ruhe alles Wichtige und Unwichtige ausführlich durchhecheln. Beide Seiten hatten - wie könnte es anders sein! - unzählige Fotos zu präsentieren, was wohl wiederum beidseitig neues Fernweh weckte. Der Reisevirus liegt definitiv in der Familie.

Am Samstag Abend gingen wir dann gemeinsam ins Kongresshaus, um uns die Kung Fu-Show der chinesischen Shaolin-Mönche anzuschauen. Wie immer ging dabei so einiges zu Bruch, Metallplatten, Holz, Steine, zum Glück jedoch keiner der Mönche oder Nonnen. Neu an der Show war vor allem die Einbindung der Nonnen von Yong Tai. Wie das Shaolin Kloster gehört auch das Yong Tai Kloster zu den Geburtsstätten des Zen Buddhismus und der Kung Fu-Kampfkunst. Die Show erzählt unter anderem vom friedlichen Kampf der Nonnen um Gleichberechtigung. Kritisieren kann man vielleicht, dass ob etwas gar viel Show-Geplänkel der Funke nicht so richtig überzuspringen vermochte. Dennoch war es ein sehr schöner und spannender Abend.

Ebenfalls letzten Samstag fand ein weiteres wichtiges Ereignis statt:
Manuela feierte ihre erste Vernissage in der Nelle Gallery in Zürich. Dort zeigt sie bis Mitte Dezember einige ihrer Specksteinskulpturen und Bilder. Nach so einem Ereignis sind wir doppelt stolz, zwei echte Egloffs bei uns zu Hause hängen zu haben!
Manuelas Website über ihre Kunst.
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-10-25, 16.58 GMT
Brandy ist wieder da!
Nachdem wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, ist vor 5 Minuten unsere Katze Brandy nach einem sechstägigen Ausflug wohlbehalten wieder zurück gekehrt.
Ganz unerwartet stand sie plötzlich auf dem Fenstersims und liess ihr vertrautes «Möunz» vernehmen. Sie hat nun Hunger und scheint etwas durcheinander zu sein, sonst fehlt ihr aber nichts. Wo sie in den vergangenen - für uns schlimmen - Tagen abgeblieben ist und was sie dabei erlebt hat, darüber können wir nur mutmassen. Aufgrund ihres einigermassen genährten Zustandes können wir annehmen, dass sie gefüttert wurde. Was wiederum bedeutet, dass sie wohl von jemandem festgehalten wurde. Das würde denn auch ihre gegenwärtige Nervosität erklären.
Wie dem auch sei, wir sind froh, unser kleines Familienmitglied wieder bei uns zu haben. Wir haben sie arg vermisst.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-10-08, 17.09 GMT
Zurück aus Bali
Unsere zweiwöchigen Asienferien sind vorüber, gestern Morgen sind wir in aller Frühe in Zürich gelandet. Etwas frisch fanden wir es schon nach der indonesischen Gluthitze!
Um es gleich vorweg zu nehmen: es geht uns gut, wir waren nicht in unmittelbarer Nähe der Anschlagsorte, unsere Ferien waren wunderschön und wir konnten auch die zweite Hälfte geniessen. Ohne respektlos erscheinen zu wollen, viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle nicht über die niederträchtigen Attentate verlieren. Denn die Insel der Götter und ihre Bewohner verdienen anderes.
Der Dharma-Hinduismus ist auf Bali allgegenwärtig. Schreine, Dämonenwächter, Opfergaben - sie sind überall zu finden, sei es im Reisfeld oder im Souvenirshop. An den schönsten und wohl magischsten Punkten der Insel haben die Balinesen Tempel erbaut, so zum Beispiel der Tempel Ulu Watu auf über 100 Meter hohen Klippen oder der Meerestempel Tanah Lot. Dazu kommt die üppige Pflanzenwelt, saftiges Grün und Blumen in allen Farben erfreuen das Auge.

Ein absolutes Highlight waren unsere Tauchgänge in Tulamben, an der Ostküste Balis. Die Vielfalt an wunderschönen Korallen und tropischen Fischen, die manchmal nur 5 cm vor unseren Nasen vorbeischwammen, begeisterten uns restlos. Einer der Tauchgänge führte uns zum Wrack der US Liberty, einem amerikanischen Kriegsschiff, das 1942 von einem japanischen U-Boot torpediert worden war. Das Schiff liegt heute nur ca. zwanzig Meter vor der Küste und ist in den letzten sechzig Jahren zu einem künstlichen Riff geworden.

Die Fotogalerie zeigt, dass Bali wahrlich einen Besuch wert ist.
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Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-09-22, 07.57 GMT
Dankeschön, Ueli!
Heute hat mein Arbeitskollege Ueli seinen letzten Tag bei UBS. Mehr noch, es ist sein letzter Arbeitstag überhaupt, ab 12.00 Uhr ist er nämlich hochoffiziell pensioniert.
In den vergangenen knapp zwei Jahren haben wir regelmässig unsere Apfel-Sandwich-Müesli-Pause gemeinsam verbracht und dabei so manches interessantes und lustiges Gespräch geführt. Dabei war ich oft dankbar für Uelis Tipps und Anregungen, die er aus seinem beachtlichen Erfahrungsschatz nach 19 Jahren bei UBS schöpfen konnte.
Natürlich beschränkten sich unsere Unterhaltungen nicht aufs Geschäftliche, ich habe vom angefressenen Skifahrer zum Beispiel gelernt, worauf ich bei einem möglichen Kauf eines Skidresses zu achten hätte und war immer über die aktuelle Gesetzeslage der Hochstamm-Kulturen im Kanton Aargau informiert.

Ueli, ich möchte dir auf diesem Weg herzlich für alles danken! Natürlich wünsche ich dir für die Zeit nach
UBS alles Gute, endlich kannst du dich den wirklich wichtigen Dingen widmen. Zum Beispiel dem Grossvatersein. Oder dem Unter-der-Woche-Skifahren. Langweilig wird es dir bestimmt nicht werden, das weiss ich genau!
Mario de Baseggio

2005-09-21, 17.38 GMT
Im Schlund der rasenden Bestie
Das Wesentliche zuerst: Ich bin unverletzt. Gestern war ich mit meinem ehemaligen Chefchef Hanspeter J. zu Fuss unterwegs. Dies anlässlich eines Workshops der UBS in einem idyllischen Ort im Kanton Thurgau.
Wo genau, das kann ich nicht sagen, denn das war unser eigentliches Problem. Wir hatten uns verlaufen. Bei einem Bauernhaus wollten wir uns darüber erkundigen, wie wir dennoch an unser Ziel kommen könnten. Da lief ein Appenzellermischling aus dem Stall laut kläffend auf uns zu. Ich blieb stehen und dachte «Hunde, die bellen...» Da hatte er mich auch schon in den linken Arm gebissen, den ich zu meinem Schutz vor meine Brust gehalten hatte. («Lan Sao», wenn ihr es genau wissen wollt.)
Glücklicherweise war der Biss wohl eher als Drohgebärde gedacht, denn der Rüde liess sofort wieder ab und sass nun vor mir auf dem Boden, noch immer laut bellend. Offensichtlich war er etwas erstaunt darüber, dass das Opfer nicht daran dachte zu flüchten, sondern noch immer an derselben Stelle stand. Er muss wohl auch gespürt haben, dass ein zweiter Biss aus meiner Sicht nicht akzeptabel gewesen wäre.
Nachdem uns die herbeigeeilte Bäuerin die schwer erarbeitete Auskunft zu unserem aktuellen Standort erteilt hatte und wir auf unserer Odyssee ein paar Meter weiter gekommen waren, fragte mich Herr J., ob ich denn das Schild mit der Aufschrift «Vorsicht, bissiger Hund!» an der Stalltüre nicht gesehen hätte. Dann meinte er noch, dass er das Gefühl habe, dass die Jungen von heute immer mutiger würden. Da musste ich ihm erwidern: «Nun, so wie es aussieht werden die Jungen von heute nicht mutiger, sondern dümmer.»
Mario de Baseggio

2005-09-19, 11.28 GMT
Wochenende in Wien
Das letzte Wochenende verbrachten wir in Wien. Trotz herbstlichem Regenwetter konnten wir zwei tolle Tage geniessen. Viel kaiserlich-königlich geprägte Kultur, Wienerische Freundlichkeit und reichhaltige und bodenständige Köstlichkeiten machten den Kurztrip zu einem vollen Erfolg.
Stephansdom, Karlskirche, Schloss Schönbrunn, die Hofburg und die dazugehörige Schatzkammer, die Staatsoper - das sind nur einige der Attraktionen, über die Wien verfügt. Besonders beeindruckend waren sicherlich die kaiserlichen Insignien, inklusive der reich mit Juwelen geschmückten Kaiserkrone, die in der weltlichen Schatzkammer der Hofburg ausgestellt sind, und die wunderschöne Wiener Staatsoper. Da wir die Oper zufälligerweise am Sonntag besichtigten, durften wir sogar die Bühne betreten und erlangten so etwas Einblick in die beeindruckende Logistik und Technik des Bühnenbaus.
Das kunsthistorische Museum mit Werken von Tizian, Raphael, Canaletto, Rembrandt, Velázquez und vielen mehr gefiel uns ebenfalls ausnehmend gut, wenn wir auch gestehen müssen, dass uns die ägyptische Sammlung am meisten begeisterte.

Natürlich durften die Besuche in den Kaffeehäusern nicht fehlen, wobei sich uns zum Schluss die wahre Bedeutung der k.u.k. Monarchie erschloss, nämlich die Kaffee- und Kuchen-Monarchie!
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Eva Moehlecke de Baseggio

2005-09-15, 15.20 GMT
In der Klemme!
Mein Arbeitstag hat heute Morgen abenteuerlich begonnen. Ich habe bei meiner Ankunft im Bürogebäude meine Hand in die sich schliessende Lifttüre gehalten, wie ich es schon 1000 Mal getan habe. Die Türe sollte sich wieder öffnen, damit ich den Aufzug betreten und so mein Büro im 4. Stock erreichen könne.
Aber sie öffnete sich nicht. So stand ich also da, die unangenehm zusammengequetschte Hand in diesem Spalt und überlegte, was zu tun sei. Herausziehen, das ging nicht, weil sich mein Ehering an einer Metallschiene verhakt hatte. Also versuchte ich erst einmal, meine Fingerchen so weit zu krümmen, dass es mit möglichst wenig Verlust eigener Körpersubstanz abgehen würde, sollte sich die Kabine des Aufzugs in Bewegung setzen.
Als nächstes widmete ich mich der eigentlichen Problemlösung. An ein gewaltsames Herausziehen der Hand war nicht zu denken, da liess die insistierend pumpende Hydraulik der Lifttüre keinen Zweifel. Die Knöpfe, mit denen man den Lift bestellt und damit auch die Türen öffnen könnte, waren etwas zu weit entfernt und dazu zu meiner Linken angebracht. Da ich ja mit meiner linken Hand feststeckte, hätte es einer akrobatischen Einlage bedurft um sie zu erreichen. Ich entschloss mich also, auf Hilfe zu warten, zumal die Kabine keine Anstalten machte, sich zu bewegen.
Hilfe kam nach einer guten Minute in der Person meines Arbeitskollegen Harry, den ich allerdings erst von der Ernsthaftigkeit der Situation überzeugen musste. Nachdem mir dies gelungen war, drückte er mit dem Ausdruck ungläubigen Staunens endlich einen der Knöpfe, was mich aus dem Griff dieses «Fahrstuhl des Grauens» befreite.
Was kann man von einer leicht geschwollenen, pulsenden Hand lernen? Ich weiss es nicht. Morgen werde ich in jedem Fall Treppen steigen.
Mario de Baseggio

2005-09-05, 09.06 GMT
Ein gelungenes Hochzeitsfest
Samstag, der 3. September 2005, war der grosse Tag von Ingrid und Oli. Bei strahlendem Sonnenschein gaben sie sich vor Verwandten und Freunden das Ja-Wort. Die romantische Ruine Burg in Meilen bot dazu die ideale Kulisse.
Der Schriftsteller Nicolas Lindt erzählte in einfühlsamen und humorvollen Worten die Liebesgeschichte von Ingrid und Oli. So manches war uns wohl bekannt, doch einige Details waren auch für uns neu. Was an so einer Hochzeit nicht alles auskommt...! Dann folgte die eigentliche Trauungszeremonie im Namen der Liebe. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von Freunden des Brautpaars, so löste beispielsweise Bernhard ein vor Jahren gegebenes Versprechen ein und spielte Trompete.
Der Zeremonie folgte ein Apéro, bei welchem das strahlende und - an dieser Stelle soll es gesagt sein - wunderschöne Brautpaar auch die Glückwünsche der Gästeschar entgegennahm.

Den Abend verbrachten wir in der Villa Sunneschy in Stäfa. Die Attraktionen und Produktionen folgten Schlag auf Schlag, herausragend sicher die tolle und äusserst witzige Rede des Brautvaters Willi und die strategisch kluge Übergabe eines ganz speziellen Buches an Oli durch einen seiner Freunde. Auch die Mutter des Bräutigams gab dem Brautpaar so manches mit auf seinen weiteren Weg. Und dann gab es noch eine kleine Tonbildschau mit den besten und schönsten Bildern des Brautpaars. Das müssen gute Freunde sein, die das gemacht haben!

Es gäbe noch vieles mehr zu berichten, doch das überlassen wir nun dem Brautpaar. Uns bleibt, nochmals von Herzen zu danken für das tolle Fest! Alles, alles Gute!
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-09-02, 04.47 GMT
Umzug zum neuen Team
Gestern bin ich ins neue Büro umgezogen, wo ich mit meinen Kollegen Steve, Willy und Andrew am selben Tischgeviert sitze. Hat alles hervorragend geklappt, wir waren bereits gegen 10.00 Uhr voll einsatzfähig. Der neue Arbeitsplatz birgt einige Vorteile, mein Arbeitsweg verkürzt sich um gute 5 Minuten und das Chin-Woo-Center von Chow ist nur 3 Gehminuten entfernt. Es wird also noch bequemer, über Mittag trainieren zu gehen.
Mario de Baseggio

2005-08-07, 15.47 GMT
Die Halsschmerzen Seiner Heiligkeit
Heute nahmen wir die Gelegenheit wahr, den 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso bei seinem Vortrag im frisch renovierten Hallenstadion zu sehen. Der sympathische Religionsführer legte in bestechender Einfachheit seine Sicht der Welt dar. Natürlich blieb auch die eine oder andere humorvolle Bemerkung nicht aus.
Er habe keine übermenschlichen Fähigkeiten und auch keine Heilkräfte, wie viele Menschen irrtümlich meinen. So leitete Seine Heiligkeit seinen Vortrag mit dem Titel «Mitgefühl – die Quelle des Glücks» ein. «Wenn ich Heilkräfte besässe, dann hätte ich jetzt keine Halsschmerzen!» scherzte der 70-Jährige.
In der Folge entwickelte er sein Konzept von den menschlichen Grundwerten und deren Bedeutung für ein erfülltes Leben. Sich um andere zu kümmern, Mitgefühl zu empfinden, heisse gleichzeitig auch, etwas für sich selbst zu tun. Schliesslich sei man ein Teil der Gesellschaft. Ausserdem solle man versuchen, Problemen mit einer positiven Grundhaltung zu begegnen. Jede schwierige Situation berge nämlich auch gute Seiten, so der Dalai Lama. «Ich, zum Beispiel, habe gerade Halsweh. Das ist nicht gut und etwas ärgerlich. Dafür bekomme ich von meinen Freunden umso mehr Süssigkeiten!» Mit diesen Worten nahm er unter allgemeinem Gelächter erneut eines der Ricola-Bonbons in den Mund, die ihm offenbar ausgezeichnet schmeckten.
Zum Schluss der Veranstaltung beantwortete Seine Heiligkeit noch einige Fragen aus dem Publikum. So war unter anderem zu erfahren, dass er jeden Tag um 03.30 Uhr aufsteht, dafür aber auch bereits um 20.30 Uhr wieder zu Bett geht. Ausserdem habe er auf langen Flügen immer noch zwei Brote in seinem Handgepäck, weil das an Bord servierte Frühstück seinen Bauch nicht zu füllen vermag, so der Friedensnobelpreisträger.
Mario de Baseggio

2005-07-31, 08.27 GMT
The Fantastic Four
Die Geschichte von Mr. Fantastic, Invisible Girl, Human Torch und The Thing läuft im Moment in den Kinos. Wir sind bei Comics-Verfilmungen so etwas wie Stammkunden, so erstaunt es nicht weiter, dass wir gestern den Weg ins Lichtspieltheater Metropol fanden, um diesen Streifen zu sehen.
Es lohnt sich wohl nicht, viel über das Machwerk zu schreiben, es ist solide Unterhaltung, nicht mehr und auch nicht weniger. Die visuellen Effekte entsprechen dem heutigen Standard, zwischendurch muss man über eine gewisse Selbstironie lachen, dennoch vermag die Art, wie die Geschichte entwickelt wird, nicht mit zu reissen. So kommt es, dass die Fantastic Four sich plötzlich im Showdown gegen den Erzfeind Dr. Doom wieder finden, ohne dass vorher eine nachvollziehbare Eskalation statt gefunden hätte. Vielmehr steht die Liebesgeschichte zwischen Invisible Girl und Mr. Fantastic im Zentrum, was nicht wirklich zu dieser Art von Film passt und daher auch nicht begeistert. Wie «Batman - The Beginning» ist also auch «The Fantastic Four» einfach eine Comics-Verfilmung mehr, mit den Besten des Genres kann sie indes nicht mit halten.
Mario de Baseggio

2005-07-24, 11.02 GMT
Bregenzer Festspiele: «Der Troubadour»
Den letzten Samstag verbrachten wir im österreichischen Bregenz. Grund für unseren Besuch waren die Bregenzer Festspiele, die dieses Jahr auf der Seebühne den «Troubadour» von Verdi geben.
Allein schon die Bühne begeisterte: Eine auf den See hinaus gebaute 711 Tonnen schwere, blutrote Ölraffinerie steht als Symbol für das skrupellose Streben nach Geld und Macht. Dies ist die äusserst aktuelle Thematik der Oper. Die romantische Seekulisse steht in scharfem Kontrast dazu und verleiht der Szenerie zusätzliche Spannung. Doch auch das musikalische Erlebnis kam nicht zu kurz. Zwar benötigten einige der Sänger etwas Anwärmzeit, danach bot jedoch insbesondere Katia Pellegrino als Leonora eine fantastische Leistung.
Da eine Seebühne natürlicherweise über keine besondere Akustik verfügt, wurden die Stimmen der Sänger mittels einer ausgeklügelten Tonanlage verstärkt. Durch die ganze Oper hindurch konnten wir daher hören, wo die Handlung gerade stattfand. Und auch die Möwen und Enten konnten sich so gebührend einbringen.

Kurz, wir waren zwar das erste Mal an den Bregenzer Festspielen, mit Sicherheit aber nicht zum letzten Mal.
Eva Moehlecke de Baseggio
Offizielle Website:
www.bregenzerfestspiele.at

2005-07-16, 11.43 GMT
Das Warten hat ein Ende!
Es gibt jemanden in unserer Familie, der heute ganz besonders glücklich ist. Band 6 der Harry-Potter-Reihe von Joanne Kathleen Rowling ist heute per Eilpost angekommen - nur 8 Stunden nach dem offiziellen Erscheinungstermin. Bereits gestern Abend gegen 9 Uhr hatten wir vor der englischen Buchhandlung von Orell Füssli an der Bahnhofstrasse die Vorbereitungen auf den Ansturm der Potter-Fans gesehen.
Abschrankungen sollten die willigen Käufer in geordnete Schlangen zwingen. Ob es geklappt hat, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit. Man kann allerdings davon ausgehen, dass um 01.00 Uhr mehr als drei Personen zugegen waren. Schliesslich wird weltweit mit einem Absatz von über 10 Millionen Kopien gerechnet. In den ersten 24 Stunden, versteht sich.
Mario de Baseggio

2005-06-26, 12.32 GMT
Lang Lang in Concert
Am Sonntag durften wir ein Konzert der Sonderklasse miterleben. In der Tonhalle Zürich spielte das Orchester des Zürcher Opernhauses auf, Solist am Piano war der gefeierte chinesische Pianist Lang Lang. Der erst 23-Jährige begeisterte das Publikum mit Virtuosität und Ausdruck. Bereits mit der ersten Note des Mozartkonzertes schien er tief in der Musik versunken.
Zuweilen schien er die Töne neu zu erfinden, sie dem Klavier zu entlocken, die Klaviatur zu streicheln. Sein Spiel und die ihm eigene sympathische und natürliche Ausstrahlung machten das Konzert zu einem Ereignis.

Zu Ende fiel Lang Lang (
www.langlang.com) dem Dirigenten einfach um den Hals. Das prächtige Rosenbouquet, welches Opernhaus-Direktor Pereira ihm überreichte, gab er gleich an die erste Geigerin weiter. Der tobende Applaus schien ihm - im Gegensatz zum Konzert - jedoch eher unangenehm zu sein. So setzte er dem Beifall nach einiger Zeit geschickt ein Ende, indem er die erste Geigerin und mit ihr das Orchester selbst hinausgeleitete.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-06-19, 10.27 GMT
Über den Dächern von Zürich 2005
Gestern luden Ingrid und Oli wieder einmal zum alljährlichen Fest auf der Dachterasse im Herzen des Zürcher Universitätsquartiers. Viel Grilliertes, ein bisschen Alkohol und natürlich die leckeren, legendären «Schoggibananen» (Bild) liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Die an die 20 geladenen Gäste unterhielten sich über so ziemlich alle wichtigen Dinge des Lebens.
Die Porträts des spanischen Tronfolger-Paares auf Keksdosendeckeln, der Einsatz spezieller Muskelgruppen beim Contemporary Dance, ägyptische Magenverstimmungen und orientalische Möbelhäuser, Kleiderverkäufer, die den Kunden bei der Vermassung in den Schritt greifen, die musikalische Umsetzung von Messerstechereien und einmal mehr Olis Spanisch-Kenntnisse - kein Thema fehlte!
Gegen Ende des Abends gelang es ausserdem, mit Patrick «The Real Enzo» einen Vorvertrag zum Einstieg in die Forza-Rennserie abzuschliessen. Es bleibt der «Scuderia Enzo», die für den konsequenten Einsatz ihrer eigenwilligen Kurventechnik bekannt und gleichermassen gefürchtet ist, überlassen, ob sie die ihr noch fehlende Infrastruktur beschaffen will oder nicht. Die bisherigen Fahrer würden sich jedenfalls über eine Erweiterung des Starterfelds freuen.
Wir bedanken uns bei Ingrid und Oli für die Einladung, wir kommen gerne wieder!
Mario de Baseggio

2005-06-11, 16.51 GMT
Radsturz, Nachlauf, Querstabilisator etc.
Gestern Abend kam es zum Showdown auf digitalem Asphalt: Oli, Alex, Ray und ich trafen uns einmal mehr in der Pampa, um unsere gepimpten Ford Focusse Rad an Rad im knochenharten Zweikampf zu testen. Die Xbox-Simulation «Forza Motorsports» hielt denn auch, was ich mir von ihr versprochen hatte.
Mit meinem trikolorierten Boliden gelang es mir dank perfekter Abstimmung und meiner angeborenen Fahrkunst zumeist, die Gegner in die Schranken zu weisen. (Ein Erfolg, der beim abschliessenden «Halo 2» wieder relativiert wurde, dort war ich lediglich Kanonenfutter für die drei Kriegsgurgeln. Das hängt wiederum damit zusammen, dass ich seit Montag Zivilist bin.) Wir waren uns am Ende einig, dass wir einen solchen Renntag wiederholen wollen, vielleicht im August, vielleicht in einer frischen Pampa und vielleicht auch mit zusätzlichen wagemutigen Piloten, die den Kampf und - wenn ich mitfahre - auch die Niederlage nicht scheuen. Wer weiss, ob es solche Männer heutzutage überhaupt noch gibt? Wie dem auch sei, danke Jungs, war cool!
Mario de Baseggio

2005-06-07, 06.57 GMT
Kung Fu Hustle!
Man nehme den klassischen Plot vom Verlierer, der sich unter extremen Bedingungen zum Helden wandelt, füge etwas «Pulp-Fiction»-Brutalität und viel «Mars-Attacks»-Humor hinzu und würze das Machwerk mit der ganzen Bandbreite chinesischer Kampfkunst: Voilà, «Kung Fu Hustle», das verquere Meisterwerk Stephen Chows.
Wir haben am Sonntagnachmittag den Weg ins Kino gefunden und wurden vom Gebotenen nicht enttäuscht: In rascher Folge wechselten sich Tanzeinlagen, Kampfszenen, derbe Spässe und feinsinnige Momente ab, es gelang dem Regisseur und Darsteller Chow spielend, uns in seine skurile Welt zu entführen. Zitate anderer Filme wie «The Matrix», «Independence Day» oder - natürlich - Bruce-Lee-Streifen wirken immer originell und ironisch. Kraftvolle, rauhe Musik und grelle Farben geben diesem Hong-Kong-Movie eine Cartoon-artige Intensität, der man sich nicht entziehen kann - jedenfalls nicht, wenn man sich auf diese Art der Erzählform einlässt. Für mich einer der besten Filme überhaupt, allerdings ist Vorsicht geboten, mit sauberen, strukturierten Martial-Arts-Prototypen à la «Walker Texas Ranger» oder «Karate Kid» hat «Kung Fu Hustle» nichts gemein.
Mario de Baseggio

2005-05-31, 14.28 GMT
Bugfixing: Comments-Skript
Ich hatte mich schon ein wenig darüber gewundert, dass gar keine Kommentare zu unseren Pages mehr abgeliefert wurden. Schliesslich haben wir mit dem «add your comment»-Link, der sich auf jeder unserer Seiten befindet, das ideale Instrument für Besucher, die uns ihre Meinung nicht vorenthalten wollen. Doch wie ich heute von Patrick erfahren habe, funktioniert das Feature gar nicht! Daher also die Funkstille! Wie dem auch sei, ich habe das Ding repariert, wir sind nun wieder in der Lage, das Mösch geputzt zu bekommen. Danke noch einmal dem Super-User Patrick für den wertvollen Hinweis!
Mario de Baseggio

2005-05-26, 07.57 GMT
Luciano Pavarotti im Haus
Seit gestern haben wir einen der besten Tenöre aller Zeiten bei uns zu Hause. Ich habe eine signierte Autogrammkarte aus dem Jahr 1982 erworben. [undisclosed], ein Arbeitskollege, ist begeisterter Sammler und hat mir die Karte zu einem ausgezeichneten Preis überlassen. Jetzt muss ich nur noch einen Ehrenplatz für «Big P.» finden.
Die beeindruckende Doppeltenliste von [undisclosed]' Sammlung findet sich auf dessen Website: www.cyranos.ch. Eine Site übrigens, die zum Verweilen einlädt, in der man stundenlang in Biografien mehr oder minder bekannter Stars schmökern kann.
Mario de Baseggio

2005-05-11, 19.24 GMT
Der Spargelschäler fliegt wieder!
Der XBox-Knüller «Forza Motorsports» ist erschienen und ich mische mich ab sofort wieder unter die stolzen Recken des Asphalts, unter die wagemutigen Ritter des Überrollkäfigs!
Das Bild zeigt mich in meiner gepimpten Karre irgendwo in den Strassen von Rio. (Gelb getönte Scheiben...) Es riecht nach Benzin, verschmürzeletem Reifengummi, Schweiss, pulverisiertem Karbon und - Ehre, ja, nach Ehre, ganz stark! Noch müssen sich Mensch und Maschine aneinander gewöhnen, noch werden die letzten Reserven nicht frei gelegt. Aber das wird sich durch stundenlange Trainings-Sessions und schier endlose Testserien noch ändern!
Beiseite, der Schäler ist zurück!
Mario de Baseggio

2005-05-02, 07.16 GMT
L'elisir d'amore
Freitag Abend sahen wir im Opernhaus (www.opernhaus.ch) Gaetano Donizettis «L'elisir d'amore». Eine wunderschöne und unterhaltsame Oper, ein stimmiges Bühnenbild und ein grossartiger Fabio Sartori machten den Abend zu einem Erlebnis.
Die interessante und lehrreiche Einführung Dietberg Reichs, ehemaliger Chefdramaturg des zürcherischen Opernhauses, in das Werk Donizettis und im Speziellen natürlich in den Liebestrank bildete den Auftakt zu einem denkwürdigen Opernabend.

Die Oper selbst ist bereits ein musikalischer Ohrenschmaus und zudem äusserst vergnüglich. Doch der Höhepunkt des Abends war der stimmgewaltige italienische Tenor Fabio Sartori, der sein Rollendebut als «Nemorino» gab. Seine Darbietung von «Una furtiva lacrima», sicherlich eine der schönsten Arien überhaupt, war das Beste, das wir je live in einer Oper hören durften. Zum Tränen vergiessen schön!
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-04-24, 16.18 GMT
Deutsche Hausmannskost bei Ina
Am Freitag waren wir gemeinsam mit Corinne und Guido bei Ina, einer Arbeitskollegin von Mario, eingeladen. Wir haben uns dabei über den offenbar typisch-schweizerischen fehlerhaften Gebrauch von dem Genitiv und über die gigantische Auswahl überteuerter Badezimmerkacheln unterhalten. Ganz nebenher haben wir einen ausgezeichneten Nicht-ganz-sauer-Sauerbraten samt Semmel-Knödeln verputzt. Der Gastgeberin noch einmal ein gehöriges Dankeschön!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-04-14, 08.55 GMT
Time to Say Goodbye!
In diesen Tagen zieht das Team, das sich mit unserer Einheit den Raum teilte, an einen anderen Standort um. Denise, Patrick, Roberto, Caglar, Roland, Philipp und Martin werden fehlen, sie haben das Büro konsequent mit einem konstanten Schallpegel versehen. Kommt dazu, dass wir viele lustige und interessante Unterhaltungen über den "Gartenzaun" hinweg hatten.
Legendär etwa das Fachgespräch über die Verwendung von Bostitch-Heftapparaten zur persönlichen Gewichtskontrolle. Ich wünsche dem Team am neuen Ort alles Gute und bedanke mich für alles, ganz besonders bei Patrick, der die Hauptlast meiner kommunikativen Attacken zu tragen hatte.
Mario de Baseggio

2005-04-03, 10.23 GMT
Geburtstagsfeier bei Nicole
Am Freitagabend waren wir zu Gast bei Nicole, die anlässlich ihres Geburtstags eine beachtliche Garten-Party schmiss. Wir verbrachten den Abend mit angeregten Gesprächen über Spielzeugkettensägen und deren Verwendung als Schleifmaschine, über die Rolle des inzwischen verstorbenen Papstes Johannes Paul II. und über die Qualität der kopierten Kunstwerke, die bei Nicole im Treppenhaus hängen. Wir danken der Gastgeberin und wünschen ihr noch einmal nur das Beste im neuen Lebensjahr.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-03-29, 05.59 GMT
Oster-Aufwisch
Über die Ostertage waren wir ziemlich aktiv, sowohl geistig, wie körperlich. Am Karfreitag bereiteten wir die Bohrlöcher in der Wand vor, um die Fotografie von Peter Lik aufhängen zu können.
Das Bild, das wir in Liks Galerie in Cairns (Australien) erstanden hatten, war am Mittwoch per Kurier eingetroffen. Am Samstagmorgen kauften wir als erstes ein Seil, das den 40-Kilogramm-Schinken auch zuverlässig an der Wand halten würde. Den Nachmittag verbrachten wir mit dem Hochstemmen und Geraderichten des massiven Rahmens. Klar, dass wir uns am Abend mit einer gehörigen Portion Sushi aus Eigenproduktion belohnten.
Am Sonntagmorgen luden uns
Yvonne und Lúcio zum Osterbrunch ein, wo wir auch [undisclosed] und [undisclosed] sahen. Wie immer entwickelten sich - neben eigens für [undisclosed] inszenierten Clownereien - interessante und tiefgründige Gespräche.
Gestern kamen Ingrid und Oli zum Kaffee vorbei. Vielleicht kriegt unser Ferrari Enzo schon bald ernsthafte Konkurrenz. Oli zeigte sich entschlossen, die Herausforderung anzunehmen und sich ebenfalls einen Boliden zu kaufen, um im männlichen Zwiestreit den Besten aller Besten Microsizer-Fahrer zu ermitteln. (Ohne Zweifel wird er enttäuscht sein, wenn er seine Chancenlosigkeit eingestehen muss.)
Abgerundet wurde das lange Wochenende von einem kraftvollen 1980-er Vintage der «Quinta do Noval», den wir am Abend tranken.
Mario de Baseggio

2005-03-05, 17.34 GMT
Minus 40 Grad Celsius
Gestern morgen sind wir wohl behalten zu Hause angekommen. Den Temperatursturz von etwa 40 Grad haben wir gut überstanden. Wir freuen uns, nun bereits eine Auswahl der zahlreich geschossenen Bilder zu präsentieren.
Zur Galerie "Australia 2005"
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-01-27, 13.21 GMT
Heimkehr in stürmischer Nacht
Gestern traf ich mich mit Stefan und Urs zum Nachtessen. Nachdem wir unsere Jumbo-Jumbo-Cordon-Bleus vertilgt hatten, mussten wir auf den Besuch unseres Stammlokals verzichten: Im «Bonnie and Prince Pub» war offenbar ein Kartenspiel-Abend im Gang, weswegen der Laden komplett überfüllt war. Wir wichen auf die «Safari Bar» aus, wo wir uns bei regulären Platzverhältnissen bestens unterhalten konnten. Spätnachts kämpfte ich mich danach durchs kalt-stürmische Zürcher Wetter, nicht ohne ein paar Bildchen zu schiessen, wie man sieht.
Mario de Baseggio

2005-01-09, 09.19 GMT
Verschiedene Schauspiele
In den vergangenen Tagen wurden wir Zeugen verschiedener Schauspiele, natürlicher und menschgemachter Art.
Am 7. Januar gelang es uns, den Kometen Macholz ein zweites Mal abzulichten. Er befindet sich momentan in der Nähe der Plejaden und kann mit einem Fernglas gesehen werden. Er unterscheidet sich von den anderen Himmelskörpern dadurch, dass ihn ein blaugrünlicher Schimmer umgibt. Und wenn man ihn wiederholt beobachtet, dass sich seine Position laufend verändert.
Am Freitagabend sahen wir ausserdem einen interessanten Diavortrag von Oliver St., einem ehemaligen Schulkollegen von mir: "Unterwegs im ostafrikanischen Rift-Valley". Er verstand es, seine fundierten Kommentare mit seiner ihm eigenen Portion Ironie zu versetzen, was den wunderschönen Landschaftsbildern den gebührenden Rahmen gab.

Gestern war die Reihe am Kino-Film "House of Flying Daggers". Lustigerweise trafen wir beim Kino auch
Manuela und Patrick, die von diesen chinesischen Schwert- und Kostümfilmen ebenso begeistert sind, wie wir selbst. Der Film erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe und er tut dies in gewaltigen, symbolstarken Bildern. Und da es sich um die Verarbeitung eines Themas aus der chinesischen Sagenwelt handelt, sei es an dieser Stelle gesagt: Die Kämpfer fliegen, sie verfügen über übermenschliche Kräfte und überleben auch tödliche Verwundungen. Wer sich mit der Märchenhaftigkeit dieser Filme schwer tut, der soll auf einen Besuch verzichten und statt dessen einen Kung-fu-Streifen mit Jackie Chan gucken.
Mario de Baseggio

2004-12-27, 06.26 GMT
Weihnachten im Kreis der Familie
Wir haben die Feiertage in trauter Umgebung mit unserer Familie verbracht. Vor einer Woche haben wir gesellige Stunden mit Erika und Marcel verbracht. Über das eigentliche Weihnachtswochenende weilten wir in Rütihof bei Yvonne und Lúcio.
Ebenfalls mit dabei die brasilianischen Verwandten Vilene, Vanessa und Márcio, die auf ihrer Europa-Reise einen Zwischenhalt in der Schweiz eingelegt haben. Das Bild zeigt Vilene, die glücklich ein kleines Stückchen Eis in Händen hält, der Schnee ist für die Amazonier immer wieder eine besondere Attraktion. [undisclosed] und [undisclosed] kamen an Heiligabend mit ihrer kleinen Tochter [undisclosed] und Grossmutter Emi ebenfalls zum Essen vorbei, was die Runde komplettierte.
Wir möchten uns bei Yvonne und Lúcio für die Bewirtung und beim Rest für die angenehme Gesellschaft bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, eine Familie zu haben, die Spass macht. Wir sind dankbar dafür.

Zum Schluss sei erwähnt, dass unsere Gedanken bei den Opfern der Flutkatastrophe in Asien und bei deren Familien sind. Leider hat sich wieder einmal gezeigt, wie grausam das Leben sein kann und wie zerbrechlich wir Menschen alle sind. Es lohnt sich, inne zu halten und eine Weile darüber nach zu denken, was das für das eigene Streben nach Erfüllung, nach Erfolg und Glück heisst. Messen wir mit den richtigen Massstäben?
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-12-18, 09.24 GMT
Sieben Stunden Lärm (Pampa III)
Halo 2, von 19.00h bis 02.00h. Wieder in der «Villa Clean» zu Gast, sassen Alex, Oli, Ray und ich sieben Stunden gebannt vor unseren Bildschirmen und spielten verbissen «Halo 2».
Mir gelang es immer wieder, mit Abstand am meisten Munition zu brauchen. So verschoss ich zum Beispiel im letzten, 20 Minuten dauernden Spiel an die 3'500 Schuss, während Alex «Nasty» in derselben Zeit lediglich 71 Patronen abfeuerte. Oli «om» hatte offenbar ebenfalls den Anspruch, auf den vorderen Plätzen mit zu spielen. Ein harter Gegner, der seine Vorteile ohne Skrupel ausnützt. Alles in allem intensive Kämpfe mit zahlreichen überraschenden und lustigen Momenten.
Mario de Baseggio

2004-12-14, 09.26 GMT
Zweiter Showdown in der Pampa!
Wie bereits zu Anfang Oktober kam es auch gestern wieder zum Wettkampf erster Güte im Anwesen des «Cleaners». Die ofenfrischen Kopien von «Halo 2» bescherten uns einen Heidenspass.
Alex «NastyDragon», Ray «The Cleaner» und ich, «1st Rank CTU Spargelschäler» mussten leider auf die Teilnahme von Oli «Leon» verzichten, weil es mit der Verbindung zum Netz nicht klappen wollte. (Das kommt wohl daher, dass sich die Villa Clean weit in der Provinz befindet, wo man sich noch heute Briefe mittels Leuchtfeuer übermittelt.) Dennoch erreichten die Kämpfe bislang undenkbare Kreisch-Phon-Stärken. Legendäre Szenen reihten sich aneinenander, wie Perlen vor die Kampfsäue. Beispiel: «Schäler» feuert eine Rakete auf «Nasty». Dieser weicht behende aus, der explosive Propulsor trifft dennoch, nämlich «Cleany», der nichtsahnend um die Hausecke gelaufen kommt. Erst um 23.45h trennten wir uns von unseren nassgeschwitzten Controllern. Ich danke euch, «Cleaner» und «Nasty» für das Gastrecht, bzw. das offerierte Geknabber und dafür, dass ihr so gute Verlierer seid!
Mario de Baseggio

2004-12-13, 10.19 GMT
de Baseggio versagt auf der ganzen Linie
Ich habe gestern nach 2001 zum zweiten Mal am Zürcher Silvesterlauf teilgenommen. Mit 47min. 15s blieb ich um 4 Sekunden über der vor 3 Jahren gelaufenen Marke.
Natürlich verfehlte ich damit mein erklärtes Ziel, unter 45min. zu bleiben, klar. Grund für den kapitalen Schiffbruch lag in einem taktischen Fehler meinerseits. Drei Mal war es auf der ersten Runde aufgrund der grossen Zahl von Läuferinnen und Läufern zum Stau auf der Strecke und damit zum absolutern Stillstand während mehrerer Sekunden gekommen. Anstatt der anvisierten 11 Minuten absolvierte ich die erste Runde in schlechten 13min. 45s. Ich liess mich leichtsinnigerweise dazu verleiten, den Rückstand auf die Marschtabelle sofort veringern zu wollen, ich rannte Runde zwei in 10 Minuten. Das war eindeutig zu schnell, ich konnte auf den letzten 4 Kilometern nicht mehr zusetzen. Obwohl die Verhältnisse gestern im Vergleich mit 2001 viel besser waren - damals herrschten Temperaturen von minus 14 Grad Celsius - gelang es mir enttäuschenderweise also nicht, mich zu verbessern. Ich werde gewiss versuchen, das mir gesteckte Ziel im kommenden Jahr zu erreichen.
Mario de Baseggio

2004-12-10, 10.09 GMT
Big Qwaagichöpff are watching you!
Ich werde an meinem Arbeitsplatz derzeit terrorisiert: In regelmässigen Abständen formieren sich «Kreteneier» hinter dem Schrank, der hinter mir steht. Sie beobachten mich! Sie sind überall! Aber ich habe einen fotografischen Beweis für das Unrecht, das mir widerfährt, Denise und Patrick habe ich blitzschnell erwischt. Ja ja, das Imperium schlägt zurück!
Mario de Baseggio

2004-12-06, 14.53 GMT
«Oh Bürobaum, oh Bürobaum...»
In einem akuten Anfall von Weihnachtskitsch-Tobsucht habe ich das Bäumchen, das bei meinem Schreibtisch steht, dekoriert. Es ist ein exotischer Laubbaum, eine Fichte war leider nicht aufzutreiben. Ich überlege mir nun, ob ich den Baum mit Hilfe einer Heckenschere kunstvoll in Tannenform zustutzen soll...
Mario de Baseggio

2004-11-14, 16.50 GMT
Video-Konferenz mit Brasilien
Heute haben wir uns mit Concórdia (SC) in Brasilien verbunden, um dort mit den über 200 Teilnehmern an der ersten Internationalen Konferenz der Familie Baseggio per Video-Konferenz in Kontakt zu treten.
Diese Tagung war vom brasilianischen Team von baseggio.net organisiert worden, weswegen Eva und ich nicht fehlen durften. Wir danken Evaldo für die geleistete Arbeit!
Mario de Baseggio

2004-11-07, 08.21 GMT
Lucia di Lammermoor
Gestern sahen wir Donizetti's «Lucia di Lammermoor» im Opernhaus Zürich. Wir waren von Robert Carsen's Inszenierung äusserst beeindruckt, vor allem Annick Massis (Lucia) und Fabio Sartori (Edgardo) überzeugten mit kraft- und gefühlvollen Interpretationen.
Die Geschichte der unglücklichen Liebe zwischen Lucia und Edgardo wurde in einem abstrakten, geometrischen aber dennoch wirksamen Bühnenbild konsequent umgesetzt. Alle Beteiligten dunkel gekleidet, lediglich Lucia in blendend weissen Gewändern. Um so grösser die Wirkung, als sie nach dem Mord am aufgezwungenen Ehemann in blutbesudeltem Nachthemd durch die Reihen der entsetzten Hochzeitsgesellschaft wankt. Massis verstand es ausgezeichnet, die Entwicklung der Lucia, ihre Angst, ihre Verzweiflung und schliesslich ihren Wahnsinn darzustellen. Ihr Gesang wirkte nie übertrieben, nie effektheischend, sondern vermittelte präzise und ergreifend den Gemütszustand der Heldin - bis hin zum letzten, agonistischen Schrei.
Fabio Sartori beherrschte die Bühne mit seiner unheimlich starken, druckvollen Stimme. Trotz seines gewaltigen Stimmvolumens gelang es auch ihm, seine Figur glaubhaft und bewegend zu verkörpern. Die Enttäuschung und Wut Edgardos über den Verrat seiner Geliebten schwang in jeder Note mit, später die Resignation und Trauer, die im Suizid ihre Erlösung findet. Die von Sartori gesungene Arie «Tu che a Dio spiegasti l'ali» gehört zum Schönsten, was wir bislang in einem Opernhaus gehört haben.
Zur Übersicht bei opernhaus.ch
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-11-02, 19.33 GMT
Happy Birthday, Popiç!
Ray wurde heute schnapszahlig alt. Und im Restaurant «Bü's» lud er zum Apéro. Ich musste zwar ziemlich früh gehen, dennoch ergaben sich interessante Gespräche. Mit Ivan habe ich mich zum Beispiel über die soziale Verantwortung von Grossbanken unterhalten. Ich danke dem reifen Gastgeber und wünsche ihm alles Gute in der zweiten Lebenshälfte.
Mario de Baseggio

2004-10-12, 20.01 GMT
[undisclosed] ist da!
Heute morgen wurde unsere Nichte [undisclosed] geboren. Mutter und Kind sind wohlauf und erholen sich von der Geburt.
Heute morgen um 10:10 Uhr kam Klein-[undisclosed] zur Welt. Mit ihren 45cm Länge und 2385g Gewicht ist sie noch ein süsser Winzling. Soweit wir gesehen haben ist alles dran, was dran gehört, zwei Öhrchen, zwei Händchen, 10 klitzekleine Fingernägelchen und viele, viele schwarze Haare auf dem Kopf.

Der Papa ist unheimlich stolz, die Mama unheimlich müde, aber mit Sicherheit nicht weniger stolz. Die Grossmütter sind ausser Rand und Band, der Grosspapa fasziniert von der Lebhaftigkeit seiner Enkelin und Zia
Eva und Zio Mario freuen sich sehr. Insbesondere auch über das grandiose Horoskop, Skorpion im Aszendenten, das kann ja nur gut kommen! Eine idealistische und zugleich realistische Friedensstifterin mit Liebe zur Landwirtschaft soll sie sein, das kleine Mädel. Wir werden sehen...

Nochmals unsere herzlichsten Glückwünsche an [undisclosed] und [undisclosed], das habt ihr toll gemacht!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-10-10, 16.47 GMT
de Baseggio mit persönlicher Bestzeit!
Am diesjährigen Brienzerseelauf habe ich meine persönliche Bestzeit über 35km substanziell verbessert. Hauptgrund dafür war sicherlich der Umstand, dass ich zuvor noch nie so weit gerannt bin.
Ich habe den Lauf in 3:47.06,6h hinter mich gebracht. Eigentlich hat alles sehr gut geklappt, auf den letzten 15 Kilometern hatte ich zu «beissen», wie wir Langstreckenläufer sagen. Durchgangszeiten: 1:29.58h bei 15km und 2:01.25h bei 20km. Unten das von vielen meiner «Freunde» im Vorfeld geforderte Vorher-nachher-Bild.
Bei 14km gab es im Startraum des Halbmarathons noch eine Schrecksekunde, als ich von einer unachtsamen, die Strasse überquerenden Zuschauerin angerempelt wurde - was zum Glück für uns beide ohne Sturz ausging.

Meine Zeit ist im Vergleich mit den anderen Läuferinnen und Läufer nicht viel Wert. Ich wurde in meiner Kategorie Achtzigster von 84, insgesamt 266er von 277. Dennoch bin ich ein wenig stolz darauf, dass ich nicht unter dem Sauerstoffzelt gelandet bin. Vielleicht kann ich ja doch noch einmal einen Marathon laufen. Das müsste eigentlich drin liegen.

Zum Schluss will ich noch allen Beteiligten danken, den Organisatoren, den anfeuernden Zuschauerinnen und Zuschauern und meinen Freunden, die mich in den Wochen vor dem Rennen moralisch unterstützt und gebührend unter Druck gesetzt haben. Aber am meisten danke ich meiner Frau
Eva, ohne sie wäre das alles gar nicht erst möglich gewesen!
brienzerseelauf.ch
Mario de Baseggio

2004-10-02, 08.27 GMT
Die Spargeln sind geschält
Showdown in der Pampa! Nachdem auch «NastyDragon» das Haus des «Cleaners» gefunden hatte, stand der Xbox-Orgie nichts mehr im Weg. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit «oms» deutlich überkonfiguriertem Gerät, flutschten die darauf folgenden Kämpfe wie geschmiert. Die üblichen Fehler (Friendly Fire...), die übliche Pizza und - der übliche Spass. Ich danke dem «Cleaner» für das Gastrecht und den Bildschirmwald.
Mario de Baseggio

2004-10-01, 14.28 GMT
Polyglotter Drache
Ab sofort verfügt bravedragon.com über eine Sprachtrennung. Primärsprache bleibt Deutsch, die Navigation und weite Teile des statischen Inhalts werden in englischer Sprache angeboten.
Mario de Baseggio

2004-07-25, 16.42 GMT
Golfkurs, Yamato und Brunch-Schiff
Wir haben im systematischen Aufbau unserer Profi-Golf-Karrieren einen weiteren Meilenstein erreicht: Mit Steven hatten wir am Samstagmorgen unsere erste Privatlektion. Und das im zeitweise strömenden Regen. (Zum Glück war die Driving Range gedeckt.)
Am Abend gingen wir mit Ray (der enttäuscht war, weil er wegen des erwähnten schlechten Wetters nicht mit seinen Töffli-Kollegen hatte ausfahren können) zum Kongresshaus, wo wir Zeugen einer beeindruckenden Darbietung von «Yamato - The Drummers of Japan» wurden.

Die japanischen Schlagzeugerinnen und -zeuger übertrafen unsere Erwartungen: Die Präzision und Ausdauer, mit der sie ihre Instrumente beherrschen, ist unbeschreiblich. Neben dem Können ist es auch ihr Humor, der sie rasch einen Draht zum Publikum finden lässt. Unvergesslich wird wohl Masa's verschmitztes «Hallo!» bleiben, das er in einer kurzen Spielpause breit grinsend ins Publikum rief - und dafür die strafenden Blicke seiner Kolleginnen und Kollegen erntete.
Heute Morgen war dann die Reihe am Brunch-Schiff, das uns zusammen mit Manuela und Patrick während zweier Stunden auf dem Zürichsee genügend Zeit und Musse liess, uns am schönen Buffett zu laben. Am Ende dieser Rundfahrt traf Patrick zu unser aller Überraschung noch einen guten, alten Freund, mit dem er sich angeregt unterhalten konnte.

Vom Bürkliplatz her kommend sahen wir auf dem Heimweg noch einige Teilnehmer des Zürcher Ironman-Triathlon in Aktion.
Zur offiziellen Website von Yamato
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-07-21, 14.09 GMT
Ein Wochenende in der Westschweiz
Das letzte Wochenende verbrachten wir zusammen mit Letícia, unserer brasilianischen Cousine, in der Westschweiz.
Auf dem Programm standen, obligaterweise, die Bundeshauptstadt Bern, das beschauliche Dörfchen Gruyère in den Freiburger Alpen und Montreux.

In Gruyère bestach vor allem der Kontrast zwischen Tradition, Folkore und dem einzigartigen Giger-Museum. Dieses Sammelsurium ästhetisch dargestellter Grässlichkeiten ist mit Sicherheit einen Besuch wert, allerdings nur, wenn der Besucher volljährig und einigermassen gefestigt ist. Um unsere Köpfe auszulüften besuchten wir danach das Schloss und die Schaukäserei, wo uns Kirsche, die magische Kuh, erzählte, wie Gras zu Milch wird und Milch zu Käse.

Den Abend verbrachten wir in Montreux, das den letzten Tag des Jazz Festivals feierte. Von einem heftigen Gewitter überrascht, fiel zwar der Spaziergang an der Seepromenade aus, die gute Laune liessen wir uns jedoch nicht nehmen. Wir verbrachten einen lustigen Abend mit unserer ortsansässigen Freundin Angélique. Gutes Essen, Wein aus der Region und danach Live-Musik in einer Bar machten den Abend zu einem vollen Erfolg.

Am nächsten Tag schauten wir uns das wunderschön gelegene Schloss Chillon an, dann machten wir uns langsam auf die Rückfahrt. Ein kleiner Abstecher nach Avenches und seinem römischen Amphitheater vervollständigte das Programm.
Die Bilder von Bern, Gruyère und Montreux
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-07-13, 06.53 GMT
«Spider-Man 2» - ein packender Film
Ich liebe Verfilmungen von Comics. Und «Spider-Man» war in der Kindheit mein Lieblingsheld. So waren meine Erwartungen an die Fortsetzung des ersten Kinofilms mit Tobey Maguire in der Titelrolle hoch. Er hat sie nicht enttäuscht - im Gegenteil.
Alex hatte die Tickets besorgt (Danke!), Ray war ebenfalls mit von der Partie. Und von Beginn weg wechselten sich Action-geladene, unheimlich schnelle Sequenzen und besinnliche, gefühlsbetonte Momente in rascher Folge ab. Besonders hervorzuheben sind sicher die überzeugenden Special Effects, die dem Film an den richtigen Stellen einen eigenen, temporeichen Stil verleihen.
Wie bei «Daredevil» wurde die Charakteristik eines Super-Hero-Comics ohne Kompromisse umgesetzt: Der Held wird von Selbstzweifeln verfolgt, leidet an seiner Begabung und der damit verbundenen, ungewollten Verantwortung. Es gelingt dem Film, die inneren und äusseren Kämpfe der Figur darzustellen, «Spider-Man» gewinnt in der Fortsetzung deutlich an Profil.

Ich freue mich schon auf den dritten Teil...
Mario de Baseggio

2004-06-22, 20.53 GMT
Vergognatevi!
Die Azzurri sind aus dem Turnier. Und wir sind selbst schuld. Hätte unsere Mannschaft begriffen, worum es beim Fussball geht - ums Toreschiessen nämlich - dann wäre uns das heutige Trauerspiel gegen Bulgarien erspart geblieben.
Es war seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1982 nie mehr wirklich einfach, ein Tifoso der Squadra Azzurra zu sein. Wann gelang es uns jemals wieder, eine Vorrunde ohne Probleme zu überstehen? Jedesmal dasselbe: Taktieren, minimalistisches Geplänkel und am Ende jeweils ein glücklicher, eigentlich unverdienter Einzug in die nächste Runde.

Was bei dieser EM anders war, war lediglich das fehlende Glück. Wer immer mit dem Feuer spielt, der verbrennt sich früher oder später die Finger. Den Viertelfinal haben wir bereits im Spiel gegen Schweden vergeben, als wir ein dürftiges 1:0 nach Hause schaukeln wollten. Nach dem Ausgleich der Schweden hat die Squadra in den letzten 5 Minuten versucht, einen Siegtreffer zu erzielen. Vergeblich. Dennoch waren es wohl die einzigen Momente, in denen das wahre Potential dieser Mannschaft aufblitzte - die Schweden waren in dieser Endphase enorm unter Druck, ein Tor hätte in jeder Sekunde fallen können.

Der Leichtsinn unserer Mannschaft, die Selbstherrlichkeit, mit der sich unsere Stars gebärdeten, sie wurde uns letzlich zum Verhängnis. Wer behauptet, die Schiedsrichter seien parteiisch, oder wer sagt, dass die Entscheidungen von Giovanni Trapattoni die Niederlagen verursacht hätten, der liegt falsch. Und wenn jetzt gar noch Stimmen aufkommen sollten, die Skandinavier hätten ihr 2:2 abgesprochen, dann wäre das eine Frechheit sondergleichen!

Man gewinnt Spiele nicht, indem man seine Gegner wie Francesco Totti anspuckt oder wie Gennaro Gattuso prinzipiell in die Beine fährt. Man gewinnt Fussballspiele, indem man Tore schiesst. Dänemark und Schweden haben das begriffen, wir nicht. Daher fahren wir zu Recht nach Hause, auch wenn es mir gar nicht schmeckt, das sagen zu müssen.

Den Mannschaften von Schweden und Dänemark gratuliere ich zum Weiterkommen und zur guten Leistung. Sie können stolz auf ihr Spiel sein. Und für uns bleibt die ewige Hoffnung, dass wir im nächsten Turnier endlich wieder einmal zeigen, wozu wir in der Lage sind.
Mario de Baseggio

2004-05-16, 16.37 GMT
«Swöööt Song, Love Song!»
Alle Jahre wieder: Gestern verfolgten wir gespannt den Eurovision Song Contest am Fernsehschirm. Das Besondere: Stefan und Raj hatten uns und 10 weitere Freunde bei sich zu Hause dazu eingeladen. Das Buffet war dem Anlass entsprechend türkisch-orientalisch ausgestaltet.
Eigentlich müsste man sich dafür schämen, sich für eine derartige Veranstaltung zu begeistern. Die unsagbar peinlichen Tanzeinlagen der Stars, die kuriosen Akzente bei den englischen Song-Texten (vgl. Titel) und die ausgefallene Bühnen-Kleidung sind an der äussersten Grenze des Erträglichen. Legendär die zweisprachige Schlussbewertung, bei der Stefan, wie er gestern gestand, gerne selbst einmal die französische Wiederholung («L'Albanie, douze points!») moderieren würde. Und ebenfalls seit 30 Jahren immer gleich, das fassungslose Entsetzen über den Musikgeschmack anderer Länder.
Höhepunkt des Abends war der von Stefan ausgestaltete Wettbewerb, wobei es darum ging, die Sieger des Liederabends voraus zu bestimmen.
Eva favorisierte Max, die stimmgewaltigste aller deutschen Unibrows, mein untrügliches Musikverständnis liess mich hingegen auf Xandee aus Belgien tippen. Während Eva mit Platz acht und 93 Stimmen noch einigermassen gut im Rennen lag, musste ich mit Platz 22 (von 24!) und mickrigen 7 Punkten die Segel streichen. Der verdiente Sieg ging übrigens an Asi, der wir die gewonnene Eurovision-Song-Contest-CD herzlich gönnen. Damit wird es ihr möglich sein, sich immer wieder mit dem geistreichen Text des Schweizer Beitrags (Piero, «Celebrate») auseinanderzusetzen.
Wir danken Stefan und Raj für die Gastfreundschaft. War ein wirklich lustiger Abend.
Mario de Baseggio

2004-05-06, 06.42 GMT
Van Helsing - Der Film
Werwölfe, Vampire, Frankensteins Monster und Mr. Hide - das sind die Gegner des «Heiligen und Mörders» Gabriel Van Helsing auf seiner todbringenden Mission.
Trotz dieser gruseligen Besetzung kann man nicht behaupten, dass es sich beim eben angelaufenen Film um einen Horrorstreifen im klassischen Sinn handelt. Davon konnten Ray und ich uns gestern Abend an der Filmpremiere in Zürich überzeugen. Vielmehr lehnt sich der Film von Stephen Sommers an Comic-Verfilmungen wie «Unbreakable», «X-Men» oder «Daredevil» an: Die Kampfszenen sind dramatisch überzeichnet, die Figuren plakativ und nur oberflächlich charakterisiert.
Ausserdem finden sich traditionelle Strukturen von Superhelden-Comics wieder, etwa die geheimnisvolle Vergangenheit des Helden, an die er sich selbst nicht erinnern kann, oder die hierarchische Organisation bei den Bösewichten, deren Anführer selbstverständlich zum Endgegner wird.
Wenn man Gefallen an dieser Art von Filmen hat, dann ist «Van Helsing» wirklich zu empfehlen. Er verbindet die oben genannten Elemente mit einer beeindruckenden Ästhetik, die sich an frühen europäischen Horrorfilmen (z. Bsp. Murnaus «Nosferatu») orientiert. Das Bild zeigt eine Kulisse im «Gothic»-Stil und ist der Website des Films entnommen.
Trotz seiner Länge von 133 Minuten gibt es nur wenige Stellen, an denen die Geschichte schleppt. Für
Ray waren die langen Pferde-Ritte über die Karpaten des Guten zu viel, er schnarchte dabei durchdringend...
Zusammenfassend also ein wirklich lohnender Film, allerdings nur, wenn kein «richtiger» Horrorfilm erwartet wird. Düstere Gestalten in einer einfachen aber spannenden Geschichte, fantastische Masken und Effekte, gepaart mit einer erfrischenden Selbstironie machen «Van Helsing» zum besten Film, den ich in diesem Jahr gesehen habe.
Die offizielle Website des Films «Van Helsing»
Mario de Baseggio

2004-04-24, 14.10 GMT
Ein unerwartetes Geschenk
Heute kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Herr Baumgartner, mein Schneider, teilte mir auf dem Weg zur Kasse mit, dass er mir das Hemd offerieren wolle, das ich für die Hochzeit am 5. Juni bei ihm habe anfertigen lassen.
«Weil Sie ein so netter Kunde sind», meinte er. Was sagt man denn dazu? Ich war verblüfft und überrumpelt. Selbstverständlich möchte ich Herrn Baumgartner noch einmal herzlich für das Hemd danken. Eine wirklich grosszügige Geste!
Mario de Baseggio

2004-03-13, 10.17 GMT
«Se bastasse una bella canzone...
...a far piovere amore...» Gestern hat uns Vera zum Konzert von Eros Ramazzotti eingeladen. Und der italienische Star enttäuschte nicht: Zwei Stunden reihte er einen Hit an den anderen.
Balladen wie «La Aurora» oder «Adesso Tu» gehören wohl zu den bekanntesten Stücken Ramazzottis. Und in der Darbietung dieser langsamen Lieder ist er stark. Dennoch vermag er auch bei schnelleren Songs zu überzeugen, «Fuoco nel Fuoco» war gestern einer der vielen Höhepunkte.

Es gelang dem Prototyp-Italiener mit wenigen Worten das Publikum für sich zu gewinnen. Er alberte mit den Mitgliedern seiner Band herum, sang zwischendurch ein improvisiertes «Heidi, Heidi» und wurde nicht müde, die Teddy-Bären, die von den Fans auf die Bühne geworfen wurden, einzusammeln.

Für mich war es ein besonderes Erlebnis, den Sänger zum ersten Mal live zu sehen, dessen Lieder mich schon seit sehr langer Zeit begleiten. Dafür möchte ich mich bei Vera noch einmal herzlich bedanken.
Mario de Baseggio

2004-02-24, 18.34 GMT
Der Adler fliegt nach Hause
Nach drei Monaten in der Schweiz fliegt der Shaolin-Mönch Liu Wen Qiang morgen zurück in seine Heimat. Er wird dort wieder seinen Platz im Kloster in Henan einnehmen.
Leider konnte ich aufgrund meiner Vergiftung von letzter Woche nur bei drei Unterrichtsstunden anwesend sein. Daher habe ich die Formen, die Liu uns beigebracht hat, nur sehr bruchstückhaft intus. Dennoch war es sehr lehrreich dem buddhistischen Mönch zuzusehen, wie er die Bewegungen eines majestätischen Adlers oder einer wehrwilligen Gottesanbeterin gekonnt nachahmte.

Er hat mir bei meinen ungelenken Versuchen mit Schwert und Schild (meine erste Waffenform!) zugesehen, im Übungskampf mit Tritten beeindruckte mich die unglaubliche Explosivität und Geschwindigkeit seiner Angriffe.

Das Bild zeigt mich mit Liu, dem ich auf diese Weise herzlich danken möchte. Ich wünsche ihm eine gute Heimreise und hoffe, dass ich vielleicht wieder einmal bei ihm in den Unterricht gehen darf.

An dieser Stelle danke ich auch meinem Lehrer Chow, dessen Einsatz diesen Besuch überhaupt erst ermöglicht hat. Nicht unerwähnt möchte ich auch John und René lassen, deren sattelfeste Formenkenntnis es mir erlaubt hat, abzugucken und so - trotz des oben erwähnten Trainingsdefizits - ein bisschen mitzuhalten.
Mario de Baseggio

2004-02-16, 16.08 GMT
Die Shaolin-Woche hat begonnen
Heute hatte ich über Mittag die erste Unterrichtsstunde bei Liu Wen Qiang, einem Mönch aus dem Shaolin-Kloster in Henan. Wie schon vor zwei Jahren besucht er unsere Schule für eine Woche und leitet dort das Training. Es steht eine Form im Adler-Stil auf dem Programm. Allerdings gleiche ich in meinen Bewegungen eher einem trotteligen Truthahn als einem stolzen Adler...
Chin Woo Kung-Fu
Mario de Baseggio

2004-01-31, 13.50 GMT
TC-E15ED
Etwas früher als ursprünglich geplant, habe ich gestern den Tele-Konverter mit der vielsagenden Bezeichnung «TC-E15ED» gekauft.
Damit verfügt unsere Kamera nun über einen optischen 12x-Zoom, was zum Beispiel Bilder vom Mond erlaubt, auf denen grosse Krater zu erkennen sind.
Mario de Baseggio

2004-01-12, 11.22 GMT
Die Berlin-Bilder sind online.
Den Januar begannen wir Männer-frei im eiskalten Berlin. Die Bilder dazu sind nun online.
Mit einer Wette in Rom vor über 11 Jahren begann es, mit 4 lustigen, spannenden und schönen Tagen im frostigen Berlin haben wir es nun zu Ende geführt: Die erste Hochzeit im sogenannten Weiberclub würde uns einen Trip nach Rom bescheren. Da wir in der Zwischenzeit fast alle wieder dort waren, wurde aus Rom kurzerhand Berlin. Klimamässig mögen wir das zwischendurch kurz bereut haben, mussten wir doch Temperaturen von unter -10° C trotzen, gelohnt hat es sich allemal. Die neue deutsche Hauptstadt hat viel zu bieten, modernste Architektur, tolle Museen, geschichtsträchtige Stätten und natürlich sollen auch die leckeren Restaurants und das bunte Nachtleben nicht unerwähnt bleiben. Unvergessen werden der Abend im pharaonischen Restaurant «Scarabeo» und das wunderschöne Ballet «Der Nussknacker» bleiben, bei letzterem insbesondere unser wohlgeplanter Anfahrtsweg...
Berlin pix
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-01-11, 11.35 GMT
Sushi-Orgie bei Manu und Patrick
Gestern abend kamen wir in den Genuss einer Sushi-Einladung bei Manuela und Patrick. Entgegen aller Annahmen der beiden können wir hier nur das Beste darüber berichten.
Leckeres Sushi begleitet von edelstem Grüntee, der sozusagen à point gezogen hatte, und wunderbar wärmenden Sake wurde uns von den Gastgebern kredenzt. Der Fisch war von bestechender Frische und die Mango im nachspeislichen Fruchtsalat war erstklassig! Wir fühlten uns königlich. Natürlich standen die Gespräche dem Kulinarischen in nichts nach, sie wurden ja schliesslich auch von uns vieren geführt. Vielen Dank nochmals, es war wunder-, wunderschön.
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-01-09, 14.58 GMT
Der Drachen ist gelandet!
Gestern ist die Domain bravedragon.com von den Staaten in die Schweiz umgezogen. Grund dafür waren die regelmässigen Abstürze bei unserem amerikanischen Provider. Im grossen Ganzen ging die Umzugsaktion reibungslos über die Bühne, kleinere Anpassungen müssen noch folgen.
Mario de Baseggio

2003-11-29, 12.50 GMT
Xbox-Fight-Night mit den Jungs
Gestern Abend kam es wieder einmal zu einem knochenharten Showdown unter echten Männern: Oli, Patrick und ich trafen uns einmal mehr zum fairen, virilen E-Sports-Wettkampf.
Höhepunkte des Abends waren sicherlich Oli's frisch gekauftes «NHL 2004» und mein «Project Gotham Racing 2», das gestern erst im Markt erschienen ist (und von dessen Website der oben abgebildete Wagen stammt).
Nach einigen Stunden des Motorenlärms, der Bodychecks und natürlich auch der unbarmherzigen Feuergefechte, konnten wir uns noch immer nicht entscheiden, wer denn nun wirklich der röhrigste aller männlichen Testosteron-Platzhirsche sei. Daher müssen wir die Chose anfangs Januar wiederholen, wenn unsere Frauen für einige Tage nach Berlin verreisen.
An diesem Xbox-Marathon werde ich euch zerpflücken wie überreife Cherry-Tomaten, Jungs, verlasst euch drauf!
Official Xbox PGR2 Website
Mario de Baseggio

2003-11-26, 07.15 GMT
L'ultima Miss Italia
Gestern war ich mit Patrick und Oli im Restaurant Pompei und habe dort zum letzten Mal - und nicht frei von Wehmut - meine traditionelle Pizza «Miss Italia» verdrückt.
Das wird in Zukunft nicht mehr geschehen. Und es hat nichts mit meinem neuen Zivilstand zu tun: Schon bald werde ich nämlich in Altstetten arbeiten, es wird also schwierig sein, die Jungs über Mittag zu treffen.
Mario de Baseggio

2003-11-20, 20.31 GMT
Wir sind wieder da
Wohlbehalten sind wir vor etwas mehr als zwei Stunden in Zürich gelandet.
Nach einer schönen Woche in der Türkei, schlagen wir uns nun mit den über 1600 Spam-Mails herum, die unsere elektronischen Briefkästen verstopfen. Ein kleines Problem angesichts der Tragödien, die sich diese Woche in Istanbul ereignet haben. (Von den Attentaten selbst haben wir übrigens nur wenig mitgekriegt, wir befanden uns ja im Süden des Landes.)
Mario de Baseggio

2003-10-11, 10.13 GMT
Neues aus dem Dienst - Folge 22
Nun geht es in die letzte Woche. Wir werden am Sonntag bereits um 13.00 Uhr einrücken und an den ersten 3 Tagen einen Ausbildungskurs für UN-Militärbeobachter unterstützen.
Die vergangene Woche ging aus meiner Sicht relativ problemlos über die Bühne, lediglich das Wetter war zuweilen nicht gerade ideal.

Ich habe bei der Durchsicht der News-Artikel bemerkt, dass ich es unterlassen habe, zu erwähnen, dass seit Donnerstag der ersten Dienstwoche 22 Mitglieder unserer Kompanie in einer Schweizer Stadt Wachdienst vor einer ausländischen Botschaft verrichten. Sie sind also im Einsatz, das ist keine Übung.
Mario de Baseggio

2003-10-04, 14.53 GMT
Neues aus dem Dienst - Folge 13
Die erste WK-Woche ist vorüber, wir haben alles gut überstanden. Die Bilder-Galerie ist aktualisiert, es sind nun mehr als 90 Bilder verfügbar. Man findet sie, indem man auf den Knopf «pictures» klickt und dann im Untermenu den Eintrag «fdt 2003» wählt. Ich werde an den nächsten beiden Wochenenden jeweils neue Bilder hochladen.
Mario de Baseggio

2003-08-16, 11.07 GMT
Weltklasse in Zürich
Angélique hatte uns für das gestrige Meeting im Letzigrund netterweise Karten besorgt. In der Nähe der Hochsprunganlagen sahen wir dann die beeindruckenden Leistungen der Athletinnen und Athleten aus aller Welt.
Das Bild zeigt den deutschen Stabhochspringer [undisclosed] Lobinger bei einem erfolgreichen Versuch über 5.60m.
Weltklasse in Zürich
Mario de Baseggio

2003-08-10, 01.28 GMT
Streetparade 2003
Die Streetparade 2003 scheint für die Organisatoren ein voller Erfolg zu sein: Über 900'000 tanzten sich bei 35 Grad Celsius in Trance. Mit Patrick, Oli und Maurizio konnte ich mich vor Ort von der Grösse des Anlasses überzeugen.
streetparade.ch
Mario de Baseggio

2003-07-06, 09.13 GMT
Über den Dächern von Zürich
Ingrid und Oli luden gestern einmal mehr zu einem ihrer legendären Grillabende auf der Dachterasse ihres Heimes.
Es ergaben sich interessante und lustige Gespräche, wir wurden Zeugen eines an Romantik kaum zu übertreffenden Sonnenuntergangs und der kulinarische Höhepunkt des Abends bildeten Olis vielgerühmte «Schoggi-Bananen».
Dankeschön, Ingrid und Oli, euer Fest hat uns grossen Spass bereitet.
Eva and Mario

2003-02-11, 10.03 GMT
Kurzsichtige Ratte
Roger kann Buchstaben von der Grösse eines Flugzeugträgers selbst auf 2 Meter Distanz nicht lesen. Dennoch behauptet er, keine Brille zu brauchen.
Er hat heute Rays nagelneues Binokular anprobiert und war über den plötzlichen «Kontrastreichtum» der Umgebung erstaunt. Auf dem Bild ist zu sehen, dass ihm ein Nasenvelo eigentlich gar nicht schlecht stehen würde...
Mario de Baseggio

2003-01-17, 12.34 GMT
Neues Sofa ist da!
Heute wurde unser Sofa nun definitiv geliefert, wir sind sehr zufrieden.
Nachdem wir nun drei Monate auf einem «Übergangssofa» gesessen haben, steht nun das bestellte Exemplar in unserem Wohnzimmer. Es ist 20cm breiter und verfügt über eine gepolsterte Rückenlehne. Gemäss Lieferant existieren nur gerade 3 Exemplare weltweit!
Ganz neu ist der lehnenlose «Mönchssessel», den wir ebenfalls bestellt haben. Das heisst also, dass unsere Gäste in Zukunft bequem sitzen können.
Mario de Baseggio

2002-12-03, 15.16 GMT
Xbox-Fieber!
Ich habe sie zwar schon vor einigen Monaten gekauft, jetzt erst erkenne ich jedoch ihr wahres Potential: Meine Xbox.
Roger hat sich auch eine gekauft, Ray wird das sicher bald tun und alle Jungs, die ich kenne wollen einmal mit ihr spielen.

So werden etwa Patrick, Oli, Andy, Mauri und ich uns am 12. Dezember bei einem Herrenabend die Raketen aus Unreal Championship um die Ohren knallen. Oder bei Tempo 270 in den Strassenschluchten von Project Gotham Racing teuren Ferrari-Karrosserie-Lack austauschen.

Schon am kommenden Freitag werden Roger, Ray und ich versuchen, die Kisten über LAN-Kabel zu verbinden. Mal schauen, wie das wird.

Und ja, ich geb's zu: Ich bin süchtig. (Aber nur ein wenig.)
Mario de Baseggio

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