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2015-04-18, 14.55 GMT
Goodbye India!
Meinen letzten Tag in Mumbai habe ich gemeinsam mit meinem Reiseführer Mohammed damit verbracht, besondere Seiten dieser unglaublich lebhaften Grosstadt zu erleben. In Erinnerung bleiben wird mir sicherlich, dass ich von Cricketspielern, die ich fotografierte, dazu eingeladen wurde, auch ein paar Schläge zu probieren. Auf einen sehr rücksichtsvoll gebowlten ersten Ball konnte ich sogar mit einem satten Abschlag reagieren. Der Ball wurde allerdings vom Bowler selbst problemlos aus der Luft gepflückt, ich war also schon "out", bevor meine Strassencricketkarriere überhaupt die Chance hatte, zu beginnen.
Mario de Baseggio

2014-09-03, 18.58 GMT
Charlie Duke, Moonwalker
Heute hatte ich im Rahmen einer Veranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) die Gelegenheit, Charlie Duke persönlich zu treffen, ihm die Hand zu schütteln und ein paar Worte mit ihm auszutauschen. Duke war Capcom bei 4 Apollo-Missionen und Mitglied der Besatzung von Apollo 16 und war der zehnte Mensch auf dem Mond. In einem packenden Vortrag schilderte er verschiedene Episoden und Erfahrungen, zum Beispiel die Momente bei Mission Control, als ungewiss war, ob Neil Armstrong den Eagle mit nur wenigen Sekunden Treibstoffreserven überhaupt würde landen können. Eine unglaubliche Biografie, sehr inspirierend! Danke auch an Felix, der mir den Anlass vermittelt hat.
Mario de Baseggio

2013-10-27, 17.45 GMT
ZSC 6 - SCB 0
Heute hat Sophia gemeinsam mit Nonno Guido, meinem Kollegen und ausgewiesenem Hockey-Experten Georg und mit mir ihr erstes Eishockey-Match überhaupt besucht. Der ZSC empfing Meister Bern zuhause im Hallenstadion und spielte stark auf, wir konnten sechs Tore bejubeln. Wir sind jetzt echte Z-Fans (mit Flagge!) und werden sicher wieder einmal die eine oder andere Begegnung live mitverfolgen.
Matchbericht bei tagi.ch
Mario de Baseggio

2013-10-24, 05.35 GMT
Rush, der neue Film von Ron Howard
Zu meinen ersten Erinnerungen überhaupt gehört das sonntägliche Gucken von Formel-Eins-Rennen. Gemeinsam mit Mutter und Vater sass ich vor einer kleinen Holzkiste, auf der die unscharfen, schwarz-weissen Bilder der Rennwagen flimmerten, die ich auch in meiner Spielzeug-Autöli-Sammlung am meisten verehrte. In meinem Hirn wurden damals offensichtlich Eindrücke fest verdrahtet, die mich seither zu einem grossen Fan des Formel-1-Rennsports machen. Genau diese Eindrücke wurden am Montagabend durch Ron Howards Film "Rush" intensiv reaktiviert. Jede Minute dieses Meisterwerks fühlte sich für mich an, wie ein Sonntagnachmittag mit der Familie vor über 35 Jahren, einfach in Farbe, Dolby Surround Sound und HD. Daniel Brühls Darstellung meines Idols Niki Lauda ist schlichtweg perfekt. Und auch Chris Hemsworth versteht es, James Hunt die nötige Tiefe zu geben, was bei einer dermassen glamourösen Figur gewiss nicht einfach ist. Die Geschichte der beiden grundverschiedenen Rivalen, die beide bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben, ist archetypisch. Sie könnte im Altertum, im Mittelalter oder auch in der Tierwelt spielen. Dass sie in die legendäre Rennsaison 1976 angelegt ist, macht den Film für mich natürlich einmalig und bedeutsam. Ich bin Ron Howard sehr dankbar.
Zur Website des Films
Mario de Baseggio
Das Bild ist der offiziellen Film-Website
www.rushmovie.com entnommen.

2013-08-30, 17.32 GMT
Die Ernte ist eingefahren!
Die dümmsten Bauern haben die grössten Kartoffeln, so sagt man. Schaut man obiges Bild an, ist anhand der Kartoffeln nicht klar, wo ich einzuordnen bin (die Miene lassen wir jetzt mal dahin gestellt). Jedoch zeigt es ganz wunderbar die Bandbreite der 5.6 kg Kartoffeln, die meine Nachbarin Andrea und ich heute aus unserem Guerilla-Acker ausgegraben haben. Unserer Meinung nach sind es jedenfalls die schönsten, besten, tollsten Knollen, die die Welt je gesehen hat. Und sie wurden von den schönsten, besten und gescheitesten Guerilla-Gärtnerinnen und Efeu-Widerstandskämpferinnen überhaupt gezüchtet, jawoll!
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-07-16, 04.42 GMT
Campione im Letzigrund
Gestern sahen wir Gennaro Gattuso bei seinem ersten Meisterschaftsspiel für den FC Sion. Es war dies auch das erste Spiel der Saison. Da wir nicht annehmen, dass der ehemalige Rossonero eine ganze Spielzeit in der Super League bleiben will, war es wichtig, die erste Gelegenheit beim Schopf zu packen, ihn zu sehen. Das ist auch der Grund, weshalb wir überhaupt ein Spiel der Grasshoppers besucht haben. Das Spiel war interessant, GC von den Wallisern mit 0 zu 2 geschlagen, die Niederlage hätte leicht höher ausfallen können. Je ein Latten- und ein Pfostenschuss dokumentieren die Überlegenheit der Rot-Weissen. Die weltmeisterliche Nummer 8 liess zwischendurch die Klasse aufblitzen, hetzte seine Mitspieler auf dem Platz herum und schnitt wie üblich grimmige Grimassen. Jetzt ist der FC Sion Leader der Meisterschaft und wir sind gespannt, ob Gennaro Gattuso dieser Saison seinen Stempel aufzudrücken vermag.
Mario de Baseggio

2010-12-19, 16.23 GMT
Luzern und Fräkmüntegg
Über das Wochenende waren Sophia und ich in Luzern, wo wir im Hotel Schiff (Zimmer mit Blick auf die Kappelbrücke) übernachteten. Gestern schafften wir es bis zum Löwendenkmal, heute kamen wir etwas höher, die Fräkmüntegg ist die letzte Station der Gondelbahn vor dem Pilatusgipfel. Das Gipfelrestaurant wird derzeit umgebaut, daher war es nicht möglich, ganz nach oben zu gelangen, aber bei Sophias erster Luftseilbahnfahrt überhaupt reichten auch die 1416m ü. M. für totale Begeisterung.
Mario de Baseggio

2010-11-04, 19.26 GMT
Sophia Biellmann
Der 4. November 2010 wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die designierte Olympia-Hoffnung der Schweiz für die Eislaufdisziplin der Zukunft, Eiskunstschleifen, sich das erste Mal in dieser Sportart übte. Mit viel Spass, Geschick und Begeisterung liess sich unser Wunderkind von Gotti Ingrid formvollendet über das Eis ziehen. Ab und zu nahm sie Rückgriff auf traditionelle Techniken und zog es in dann vor, selbständig über das Feld zu gleiten (sofern man diesen Ausdruck in Anbetracht der Steigeisen-ähnlichen Rutscherli überhaupt verwenden darf). Es war ein lustiger Nachmittag, Dolder-Eisbahn aufgepasst, we'll be back!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2010-10-29, 04.30 GMT
Free Willy!
Heute hat mein Arbeitskollege Willy seinen letzten Arbeitstag, nicht nur bei UBS, sondern überhaupt! Während knapp drei Jahren waren wir im selben Team und ich konnte viel vom routinierten Programmierer lernen. Die Zusammenarbeit hat mir immer grossen Spass bereitet.
Auch nachdem Willy 2007 unser Team verliess und zur IT zurückkehrte, hatte ich noch ab und zu mit ihm und seinem "Echtzeitprogrammierstil" zu tun, wie es sein jetziger (und damit letzter) Chef Marcel am gestrigen Apéro treffend bezeichnete. Und natürlich waren die Produkte der Firma Apple stets unser bevorzugtes Gesprächsthema. Standesgemäss habe ich gestern denn auch dieses Porträt des Ingenieurs mit einem iPhone geschossen. Man sieht deutlich, dass man sich um diesen Mann keine Sorgen zu machen braucht! Willy, für deine UBS-freie Zeit wünsche ich dir und deiner Familie nur das Beste! Merci für alles!
Mario de Baseggio

2010-07-12, 13.48 GMT
Spanien ist Weltmeister
Die Fussballweltmeisterschaft 2010 ist seit gestern Geschichte, Spanien hat sich verdient den Titel geholt. Und für mich ein gebührender Anlass, Rückschau auf die entscheidenen Abschnitte meines bisherigen Lebens zu halten. "Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura" heisst es bei Dante. Der finstere Wald ist bei mir zwar finster, aber kein Wald. Es ist vielmehr das Fernbedienungsknopfgewirr, das mir visuellen Zugang zum Weltmeisterschaftsturnier gewährte, dessen Verlauf für mich - eben - düster war.
Nach Argentinien '78, Spanien '82, Mexiko '86, Italien '90, USA '94, Frankreich '98, Südkorea/Japan '02 und Deutschland '06 war Südafrika die neunte von mir bewusst verfolgte WM. Wenn mich kein vorzeitiger Tod davon abhält, das Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mitteleuropäers zu erreichen, dann bedeutet das, dass ich etwa neun weitere Turniere vor mir habe.

Dreimal konnte ich bisher restlos mit mir und meiner Existenz zufrieden sein. 1982 und 2006, als die Squadra Azzurra den Titel holte und 2002 mit der Sieg der Seleção. Es kann als meisterhafte taktische Leistung in meiner Lebensplanung angesehen werden, dass ich mit
Eva eine Brasilianerin geheiratet und damit meine Chancen auf einen WM-Sieg faktisch mehr als verdoppelt habe. Wäre ich bereits früher auf diesen Kniff gekommen, dann wäre auch das Endspiel von 1994 eine Win-Win-Situation geworden. So wurde es leider nur eine ärgerliche Niederlage der Italiener. Naja, "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", sagte der Mann mit dem Feuermal auf der Stirn. Ich habe so die Chance vertan, ein viertes Mal in meinem Leben glücklich zu sein.

Wenn man aber bedenkt, dass mit Spanien erst der achte Landesverband überhaupt Weltmeister wurde, dann kann ich mich wahrlich nicht beklagen. Mein Mitgefühl liegt bei allen Menschen in den 200 Ländern, die noch auf den ersten Titel warten. Dass Hoffnung besteht, hat man im diesjährigen Turnier gesehen, die Schweiz hat im ersten Gruppenspiel den späteren Weltmeister Spanien mit eins zu null geschlagen. Alles ist möglich! Ich freue mich nun auf die neun verbleibenden Turniere und hoffe natürlich, dass es mir vergönnt ist, noch zwei, drei Mal Weltmeister zu werden, bevor der Vorhang fällt. Ist das zuviel verlangt?
Mario de Baseggio

2010-05-27, 19.08 GMT
Was ist wo drin? Und wieviel, wenn überhaupt?
Das kommt dabei raus, wenn ich genügend Zeit habe, mich intensiver mit etwas zu beschäftigen, von dem ich keine Ahnung habe. Mit Sound-Editor und Stoppuhr bewaffnet habe ich versucht, die Eigenheiten dreier Interpretationen einer Mozart-Sonate zu erarbeiten.
Zur dilettantischen Analyse (Achtung, ziemlich viel Text!)
Mario de Baseggio

2008-01-12, 07.35 GMT
Rigoletto im Opernhaus
Nach über einem Jahr besuchten wir vorgestern wieder eine Oper im Opernhaus Zürich. Es wurde Verdis "Rigoletto" gegeben, wir konnten eine überaus ansprechende, solide Vorstellung erleben.
Leo Nucci, den wir vor knapp drei Jahren bereits in Nabucco sehen konnten, überzeugte in der Titelrolle. Besonders gefiel uns die Szene, in der er die Edelleute um die Herausgabe seiner entführten Tochter anflehte.
Ausgezeichnet inszeniert ebenfalls der Moment, da Rigoletto realisiert, dass im ihm zu Füssen liegenden Sack nicht (wie beim Auftragskiller Sparafucile in Auftrag gegeben) die Leiche des Duca von Mantova steckt. Letzterer spaziert quicklebendig und fröhlich singend - "La donna è mobile" - im Hintergrund vorbei. "Chi è mai, chi è qui in sua vece!?"

Zum ersten Mal überhaupt wurden wir Zeugen einer Reprise vor dem geschlossenen Vorhang. Leo Nucci und Elena Mosuc (Gilda) wurden vom gewohnt euphorischen Zürcher Publikum rhythmisch klatschend aufgefordert, ihr Duett "Piangi! piangi fanciulla" ein zweites Mal zu geben, was besonders Mosuc einiges abverlangte.

Nach der Vorstellung gratulierte Alexander Pereira dem ehemaligen Intendanten des Opernhauses Zürich, Claus Helmut Drese zu dessen 85. Geburtstag. Dreses pathetische Rede ("Die Oper lebt!") beschloss unseren erlebnisreichen, unterhaltenden Opernabend.
Mario de Baseggio

2007-10-22, 16.24 GMT
Kimi Räikkönen ist Weltmeister
Gestern endete mit dem Grossen Preis von Brasilien eine packende Formel-1-Saison. Ferrari sicherte sich nach dem Konstrukteurstitel auch die Fahrer-WM.
Kimi wurde mit 6 Siegen verdient Weltmeister, daran ändert auch meine Sympathie für den Newcomer Lewis Hamilton nichts. (Der Brite fährt zwar für den falschen Rennstall, dennoch gehört sein Einstand zu den beeindruckendsten Leistungen im Sportjahr 2007 überhaupt.) Die Saison hat für die Scuderia also schön gepasst, ich freue mich schon jetzt auf die Hochgeschwindigkeitsduelle im kommenden Jahr!
Mario de Baseggio
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2006-10-22, 10.00 GMT
Mille grazie, Michael!
Heute geht eine Ära zu Ende: Michael Schumacher fährt in Brasilien den letzten Grand Prix seiner Karriere. Eine der beeindruckendsten Sportlerkarrieren überhaupt findet damit nach 250 Rennen einen würdigen Abschluss.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, Schumacher ist der beste Rennfahrer aller Zeiten. 91 Siege und knapp 1'300 Punkte verhalfen dem Kerpener zu sieben Titeln. Ob es Schumacher heute gelingen wird, im letzten Rennen mit viel Glück die 10 Punkte auf Fernando Alonso wettzumachen ist nebensächlich. Er braucht diesbezüglich nichts mehr zu beweisen.

1992 habe ich Michael in Hockenheim zum ersten Mal live fahren gesehen. Er wurde in seiner ersten vollständigen Formel-1-Saison im Benetton-Ford glänzender Dritter hinter Nigel Mansell und Ayrton Senna. Zwei Rennen später gewann er in Spa seinen ersten Grand Prix.
Seither war er in jedem Jahr einer der Titelkandidaten. Die Entschlossenheit, mit der er in dieser Zeit seine Ziele verfolgte, ist beeindruckend. Seine grosse Stärke war die Übersicht und Rennintelligenz, die er auch unter grossem Druck bewahren konnte. Wenn es sich lohnte, ein hohes Risiko zu nehmen, dann tat er es. Wenn es besser war, zu verwalten, dann tat er auch dies. Er schaffte es, die Scuderia innert fünf Jahren aus der Rennsportversenkung an die Spitze zu führen. Die Kombination von deutscher Gründlichkeit und italienischem Temperament war zu Beginn des Jahrhunderts das Mass aller Dinge.
Danke, Michael Schumacher, für die vielen spannenden Momente!
Mario de Baseggio
Bild: http://commons.wikimedia.org

2005-09-22, 07.57 GMT
Dankeschön, Ueli!
Heute hat mein Arbeitskollege Ueli seinen letzten Tag bei UBS. Mehr noch, es ist sein letzter Arbeitstag überhaupt, ab 12.00 Uhr ist er nämlich hochoffiziell pensioniert.
In den vergangenen knapp zwei Jahren haben wir regelmässig unsere Apfel-Sandwich-Müesli-Pause gemeinsam verbracht und dabei so manches interessantes und lustiges Gespräch geführt. Dabei war ich oft dankbar für Uelis Tipps und Anregungen, die er aus seinem beachtlichen Erfahrungsschatz nach 19 Jahren bei UBS schöpfen konnte.
Natürlich beschränkten sich unsere Unterhaltungen nicht aufs Geschäftliche, ich habe vom angefressenen Skifahrer zum Beispiel gelernt, worauf ich bei einem möglichen Kauf eines Skidresses zu achten hätte und war immer über die aktuelle Gesetzeslage der Hochstamm-Kulturen im Kanton Aargau informiert.

Ueli, ich möchte dir auf diesem Weg herzlich für alles danken! Natürlich wünsche ich dir für die Zeit nach
UBS alles Gute, endlich kannst du dich den wirklich wichtigen Dingen widmen. Zum Beispiel dem Grossvatersein. Oder dem Unter-der-Woche-Skifahren. Langweilig wird es dir bestimmt nicht werden, das weiss ich genau!
Mario de Baseggio

2005-06-11, 16.51 GMT
Radsturz, Nachlauf, Querstabilisator etc.
Gestern Abend kam es zum Showdown auf digitalem Asphalt: Oli, Alex, Ray und ich trafen uns einmal mehr in der Pampa, um unsere gepimpten Ford Focusse Rad an Rad im knochenharten Zweikampf zu testen. Die Xbox-Simulation «Forza Motorsports» hielt denn auch, was ich mir von ihr versprochen hatte.
Mit meinem trikolorierten Boliden gelang es mir dank perfekter Abstimmung und meiner angeborenen Fahrkunst zumeist, die Gegner in die Schranken zu weisen. (Ein Erfolg, der beim abschliessenden «Halo 2» wieder relativiert wurde, dort war ich lediglich Kanonenfutter für die drei Kriegsgurgeln. Das hängt wiederum damit zusammen, dass ich seit Montag Zivilist bin.) Wir waren uns am Ende einig, dass wir einen solchen Renntag wiederholen wollen, vielleicht im August, vielleicht in einer frischen Pampa und vielleicht auch mit zusätzlichen wagemutigen Piloten, die den Kampf und - wenn ich mitfahre - auch die Niederlage nicht scheuen. Wer weiss, ob es solche Männer heutzutage überhaupt noch gibt? Wie dem auch sei, danke Jungs, war cool!
Mario de Baseggio

2005-06-07, 06.57 GMT
Kung Fu Hustle!
Man nehme den klassischen Plot vom Verlierer, der sich unter extremen Bedingungen zum Helden wandelt, füge etwas «Pulp-Fiction»-Brutalität und viel «Mars-Attacks»-Humor hinzu und würze das Machwerk mit der ganzen Bandbreite chinesischer Kampfkunst: Voilà, «Kung Fu Hustle», das verquere Meisterwerk Stephen Chows.
Wir haben am Sonntagnachmittag den Weg ins Kino gefunden und wurden vom Gebotenen nicht enttäuscht: In rascher Folge wechselten sich Tanzeinlagen, Kampfszenen, derbe Spässe und feinsinnige Momente ab, es gelang dem Regisseur und Darsteller Chow spielend, uns in seine skurile Welt zu entführen. Zitate anderer Filme wie «The Matrix», «Independence Day» oder - natürlich - Bruce-Lee-Streifen wirken immer originell und ironisch. Kraftvolle, rauhe Musik und grelle Farben geben diesem Hong-Kong-Movie eine Cartoon-artige Intensität, der man sich nicht entziehen kann - jedenfalls nicht, wenn man sich auf diese Art der Erzählform einlässt. Für mich einer der besten Filme überhaupt, allerdings ist Vorsicht geboten, mit sauberen, strukturierten Martial-Arts-Prototypen à la «Walker Texas Ranger» oder «Karate Kid» hat «Kung Fu Hustle» nichts gemein.
Mario de Baseggio

2005-05-02, 07.16 GMT
L'elisir d'amore
Freitag Abend sahen wir im Opernhaus (www.opernhaus.ch) Gaetano Donizettis «L'elisir d'amore». Eine wunderschöne und unterhaltsame Oper, ein stimmiges Bühnenbild und ein grossartiger Fabio Sartori machten den Abend zu einem Erlebnis.
Die interessante und lehrreiche Einführung Dietberg Reichs, ehemaliger Chefdramaturg des zürcherischen Opernhauses, in das Werk Donizettis und im Speziellen natürlich in den Liebestrank bildete den Auftakt zu einem denkwürdigen Opernabend.

Die Oper selbst ist bereits ein musikalischer Ohrenschmaus und zudem äusserst vergnüglich. Doch der Höhepunkt des Abends war der stimmgewaltige italienische Tenor Fabio Sartori, der sein Rollendebut als «Nemorino» gab. Seine Darbietung von «Una furtiva lacrima», sicherlich eine der schönsten Arien überhaupt, war das Beste, das wir je live in einer Oper hören durften. Zum Tränen vergiessen schön!
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-02-24, 18.34 GMT
Der Adler fliegt nach Hause
Nach drei Monaten in der Schweiz fliegt der Shaolin-Mönch Liu Wen Qiang morgen zurück in seine Heimat. Er wird dort wieder seinen Platz im Kloster in Henan einnehmen.
Leider konnte ich aufgrund meiner Vergiftung von letzter Woche nur bei drei Unterrichtsstunden anwesend sein. Daher habe ich die Formen, die Liu uns beigebracht hat, nur sehr bruchstückhaft intus. Dennoch war es sehr lehrreich dem buddhistischen Mönch zuzusehen, wie er die Bewegungen eines majestätischen Adlers oder einer wehrwilligen Gottesanbeterin gekonnt nachahmte.

Er hat mir bei meinen ungelenken Versuchen mit Schwert und Schild (meine erste Waffenform!) zugesehen, im Übungskampf mit Tritten beeindruckte mich die unglaubliche Explosivität und Geschwindigkeit seiner Angriffe.

Das Bild zeigt mich mit Liu, dem ich auf diese Weise herzlich danken möchte. Ich wünsche ihm eine gute Heimreise und hoffe, dass ich vielleicht wieder einmal bei ihm in den Unterricht gehen darf.

An dieser Stelle danke ich auch meinem Lehrer Chow, dessen Einsatz diesen Besuch überhaupt erst ermöglicht hat. Nicht unerwähnt möchte ich auch John und René lassen, deren sattelfeste Formenkenntnis es mir erlaubt hat, abzugucken und so - trotz des oben erwähnten Trainingsdefizits - ein bisschen mitzuhalten.
Mario de Baseggio

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