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Happy Birthday, Enrico Caruso (born February 25, 1873)

Happy Birthday, Pierre Auguste Renoir (born February 25, 1841)

2017-02-20, 06.14 GMT
Eine Woche Sonne und Schnee
Am Samstag sind wir heil aus unseren Skiferien in Grindelwald zurückgekehrt. Begonnen hatten wir den Urlaub mit einem Besuch bei Tante Theres und Onkel Walter in Unterseen, nach langer Zeit konnte ich bei dieser Gelegenheit auch Cousine Franziska und Cousin Stefan wieder einmal sehen. Danach ging es über Wilderswil und Zweilütschinen an den Fuss des Eigers. Das Berner Oberland hat sich während der ganzen Woche von seiner schönsten Seite gezeigt, stahlblauer Himmel, Sonnenschein und genügend Schnee, der es uns erlaubte, mit den Skiern bis vor die Haustür unserer Ferienwohnung zu fahren.
Mario de Baseggio

2015-05-04, 11.07 GMT
Blaue, fussballspielende Katzen
Im Februar und März hat Sophia mittels Fragebogen Daten erhoben, um die Antworten auf drei Fragen zu finden: Was ist das Lieblingstier der Mehrzahl der Leute, was die Lieblingsfarbe und was der Lieblingssport? Jetzt sind die Zahlen ausgewertet, das Resultat ist klar und alters- und geschlechtsübergreifend: Die beliebteste Fantasiekreatur ist demnach blau, miaut und schiesst Tore. Wir danken allen, die bei der Umfrage mitgemacht haben, ganz herzlich und stellen den Bericht als PDF zur Verfügung.
Der Bericht zu Sophias Befragung
Mario de Baseggio

2014-12-22, 08.10 GMT
"Es war schon dunkel, als ich durch Vorstadtstrassen heimwärts ging"
Udo Jürgens, dessen Musik mich begleitet, seit ich denken kann, ist gestern im Alter von 80 Jahren verstorben.
Ich habe den Wahlzürcher nie live spielen hören, doch prägten seine Melodien und Texte meine musikalische Wahrnehmung. Noch heute staune ich immer wieder über die textliche Qualität von "Griechischer Wein". Man findet nicht viele deutschsprachige Pop- oder Schlager-Songs, die Inhalte derart verdichtet auf den Punkt bringen, wie dieses Meisterwerk aus dem Jahr 1974. In seinen Liedern findet sich neben Tiefgang auch humorvolle (Selbst-)Ironie, etwa bei "Aber bitte mit Sahne" oder "Mit 66 Jahren". "Vielen Dank für die Blumen" gab Tom und Jerry einen wundervollen Rahmen, "Ich war noch niemals in New York" beschwor den Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen. Udo Jürgens war immer ernst und unterhaltsam zugleich. Und das ist es, was bleiben wird. Vielen Dank für die Musik!
Mario de Baseggio
Das Bild wurde mir netterweise von Georg zur Verfügung gestellt. Es zeigt den Künstler bei seinem letzten Konzert im Hallenstadion Zürich am 7. Dezember 2014.

2013-10-24, 05.35 GMT
Rush, der neue Film von Ron Howard
Zu meinen ersten Erinnerungen überhaupt gehört das sonntägliche Gucken von Formel-Eins-Rennen. Gemeinsam mit Mutter und Vater sass ich vor einer kleinen Holzkiste, auf der die unscharfen, schwarz-weissen Bilder der Rennwagen flimmerten, die ich auch in meiner Spielzeug-Autöli-Sammlung am meisten verehrte. In meinem Hirn wurden damals offensichtlich Eindrücke fest verdrahtet, die mich seither zu einem grossen Fan des Formel-1-Rennsports machen. Genau diese Eindrücke wurden am Montagabend durch Ron Howards Film "Rush" intensiv reaktiviert. Jede Minute dieses Meisterwerks fühlte sich für mich an, wie ein Sonntagnachmittag mit der Familie vor über 35 Jahren, einfach in Farbe, Dolby Surround Sound und HD. Daniel Brühls Darstellung meines Idols Niki Lauda ist schlichtweg perfekt. Und auch Chris Hemsworth versteht es, James Hunt die nötige Tiefe zu geben, was bei einer dermassen glamourösen Figur gewiss nicht einfach ist. Die Geschichte der beiden grundverschiedenen Rivalen, die beide bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben, ist archetypisch. Sie könnte im Altertum, im Mittelalter oder auch in der Tierwelt spielen. Dass sie in die legendäre Rennsaison 1976 angelegt ist, macht den Film für mich natürlich einmalig und bedeutsam. Ich bin Ron Howard sehr dankbar.
Zur Website des Films
Mario de Baseggio
Das Bild ist der offiziellen Film-Website
www.rushmovie.com entnommen.

2013-07-15, 10.06 GMT
Gopro Hero 2 Mount
Wer mich kennt, weiss, wie gerne ich fotografiere. Manchmal steht mir der Sinn auch nach Experimenten. Eigentlich fast immer. In diesem Zusammenhang steht mein neuster Ausdruck: Eine Halterung für meine Gopro Hero 2, die es erlaubt, die Kamera an beliebigen Objekten im Hoch- oder Breitformat festzuzurren und dabei das USB-Kabel für die Stromversorgung einzustecken. Damit bin ich bei meinen Timelapse-Aufnahmen nicht mehr auf die Akkumulator-Laufzeit beschränkt.
Das STL-File und weitere Bilder auf thingiverse.com
Mario de Baseggio

2013-06-10, 07.42 GMT
Die Schatzinsel an der Oper Zürich
Der Komponist Frank Schwemmer hat im Auftrag des Opernhauses die Kinderoper "Die Schatzinsel" geschaffen. Gestern waren wir mit Sophia in der Vorstellung, eine tolle Produktion! Wenn da nur nicht die Sache mit der Musik wäre.
Wer mich kennt, weiss, dass ich grösste Mühe mit dissonanter Musik habe. Werden Dissonanzen wiederholt nicht durch Konsonanzen aufgelöst, dann reagiert mein Körper mit erhöhtem Puls und ich bekomme schweissnasse Hände. Ich spüre eine merkwürdige Beklemmung im Brustraum und will nur noch weg. Der Grad des Unwohlseins hängt von der Art der Instrumente und dem jeweiligen Musik-Stil ab. So sind atonale Kompositionen der Neuen Klassik oder die meisten zeitgenössischen Jazz-Stücke für mich nur schwer auszuhalten.
"Die Schatzinsel" ist eine hervorragende Oper in praktisch allen Belangen: Bühnenbild, Kostüme, visuelle Effekte, die Leistung des Ochesters und der Sänger - alles tipptopp. Zur Musik fand ich hingegen keinen Zugang, weil ich ihre Struktur nicht heraushören konnte, sie war für mich nichts anderes als syllabisches Hintergrundgeräusch. Und die Dissonanzen taten das Übrige, ich hatte bereits nach 10 Minuten das Gefühl, aus den Ohren zu bluten.
Nota bene: Meine persönliche Befindlichkeit ist in dieser Sache nicht von Belang, denn es handelt sich ja um eine Kinderoper, die nicht für alternde, kulturkonservative Väter, sondern für begeisterungsfähige Kinder geschrieben ist. Das Opernhaus Zürich beweist mit diesem Auftragswerk, dass es das junge Publikum ernst nimmt und sich nicht damit zufrieden gibt, den Kindern einfach ein Medley der schönsten Opernarien aller Zeiten vorzusetzen. Und das Zielpublikum hat Schwemmers Komposition ohne Zweifel erreicht. Keines der Kinder hat sich wegen nicht aufgelöster Dissonanzen beschwert, sie alle, einschliesslich unserer Tochter, waren von der spannenden Darbietung gefesselt.
Mario de Baseggio

2012-11-06, 18.19 GMT
Zehn Jahre Newskanal
"Es gibt eigentlich nie etwas zu berichten." Mit diesem Satz habe ich am 6. November 2012 den ersten Artikel im Newskanal von baseggio.com (damals bravedragon.com) eröffnet. Genau zehn Jahre und 755 Artikel später kann ich feststellen, dass mir das Schreiben der kleinen Artikel zur lieben Gewohnheit geworden ist. Durchschnittlich publizieren wir alle 4,84 Tage einen Text, was im mittlerweilen angebrochenen Twitter-Zeitalter wohl eine eher niedrige Kadenz ist. Aber immerhin. Es gibt ja - wie gesagt - eigentlich nichts zu berichten...
Mario de Baseggio

2012-03-03, 20.01 GMT
Der Schmetterling siegt!
Am heutigen Fasnachtsball des Vereins Aktives Balgrist kam es zum Showdown bei der Maskenprämierung. Sophia wurde von der offensichtlich äusserst fachkundigen Jury unter den 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als Siegerin gekürt. Die gebastelten Flügel, das phantasievoll gehaltene Make-up und nicht zuletzt die spitzentänzelnd-leichte Performance des kleinen Falters waren als künstlerisches Gesamtpaket nicht zu schlagen. Wir sind zuversichtlich, dies ist der Auftakt zu einer beispiellosen Schauspielkarriere.
Mario de Baseggio

2010-12-05, 06.48 GMT
Pitstop II grüsst Gran Turismo 5
Am 24. November bin ich in einen Laden gestürmt und habe mir Gran Turismo 5 in alter Gamer-Manier gleich am Erscheinungstag gekauft. Seither entdecke ich hinter meinem Logitech-Lenkrad Strecke um Strecke, Wagen um Wagen. Seit ich 1984 tagelang vor meinem C64 gesessen und in "Pitstop II" Meilen gefressen habe, war die Möglichkeit, dereinst ein Rennspiel zu erleben, das die Autos und Strecken in fotorealistischer Qualität abbilden würde, eine Utopie, die ich mehr als 25 Jahre immer wieder endlos monologisierend aufleben liess. In einer tansanitblauen C-Klasse drifte ich nun durch die Strassen von Rom, Madrid oder London, jage Rundenrekorde in der Grünen Hölle oder geniesse den Toskanischen Sonnenuntergang, während die filigranen Zypressenalleen an mir vorbeihuschen. Die Utopie von einst ist die virtuelle Wirklichkeit von heute. Ich bin gleichzeitig am Ende und am Beginn des Weges angelangt.
Mario de Baseggio

2009-10-24, 09.23 GMT
Ein Kind der Achtziger
Ein paar Songs, die zufälligerweise aus den Tiefen meiner iTunes-Library hochgespühlt wurden, haben mich in den vergangenen Tagen 25 Jahre zurückversetzt. Im Januar 1970 geboren, liegen meine gesamten Teenagerjahre bis auf 25 Tage allesamt in den Achtzigern - was offensichtlich Auswirkungen auf mein ästhetisches Empfinden haben musste...
Wer kennt Bonnie Bianco? Mit dieser Frage habe ich die Kolleginnen und Kollegen im Büro belästigt. Während der Name offenbar in Vergessenheit geraten ist, erkannten die meisten (wenigstens die, die alt genug dafür sind) den bombastischen Song "Miss you so", wenn ich ihn auf meinem MP3-Player anspielte. Und sofort war sie wieder präsent, die Zeit der Schulterpolster und der toupierten Föhnfrisuren, sowohl bei den damaligen Traumfrauen wie bei allen Mitgliedern einer Heavy-Metal-Band. (Freilich sangen letztere hauptsächlich Balladen, was dem Hairstyle zugute kam, bei schnelleren Stücken wäre man wohl zu arg ins Schwitzen gekommen.) Nachdem ich mich nun ein paar Stunden in der Eighties-Nostalgie gesuhlt habe, steht für mich fest, dass das Jahrzehnt nicht nur von schlechtem Geschmack geprägt war.
Es war die Zeit, als noch kein Zweifel darüber bestand, wer die Bösen sind. Mehr noch, das Böse schickte sich an, gut zu werden! Glasnost und Perestroika gaben Anlass zur Hoffnung. Sie brachten ausserdem Hosenträger mit kyrillischen Buchstaben als Must-have-Accessoire. Es war auch die Zeit, in der ein singendes Seite-3-Girl oder der verrutschte Bikini in einem Musikvideo monatelang die Boulevardblätter füllten. Heute, im Zeitalter der "gestohlenen" Promi-Privat-Pornofilme, muten diese "Skandale" kurios an, erstaunlich, wie bieder damals selbst die gewagtesten Auftritte waren, mindestens, was den Mainstream betrifft. Den Achtzigern ist eine bestimmt-unbestimmte Gefühlstiefe eigen, auch plakative, oberflächliche Darbietungen waren stets mit romantisierenden Elementen versetzt, was sich deutlich in den Texten und der melodiösen Musik manifestierte. Coolness war das Ziel, nicht aber Kälte.

Das Bild zeigt mich im Mai 1984, "dressed for success", wohl gerade auf dem samstagabendlichen Sprung (mit dem neu gekauften Töffli) zur nächstgelegenen Wanderdisco. Opera oder Rainbow? Im Lauf des Abends würde in einem der Stücke, vielleicht Laura Branigans "Self Control", während kurzer Zeit sogar das flackernde Licht einer Stroboskop-Leuchte eingesetzt. Der Effekt zählte damals zu den Höhepunkten der Tanzabende. Obwohl ich eher selten in den Discos anzutreffen war (tough guys don't dance), war meine Mode doch deutlich von den Pop- und Filmstars der Zeit beeinflusst: Fingerlose Handschuhe, oder noch besser, nur ein fingerloser Handschuh. Weisse Socken und Bonbon-farbene Anzugsjacken (Miami Vice!), ärmellose Netzshirts über dem T-Shirt, eine Mèche in der "Popper"-Frisur und natürlich militärische Rangabzeichen auf den Schulterpolstern der Jacken. Ja, die Epauletten waren sehr wichtig.

Laura Branigan ist 2004 verstorben, Bonnie Bianco singt seit 2001 nur noch christliche Lieder und die meisten Schweisser sehen heute nicht mehr halb so gut aus wie Jennifer Beals. Die Achtziger sind zwar vorbei, aber ich trage sie trotzdem in meinem Herzen. "A good heart, these days, is hard to find, so please be gentle with this heart of mine."

Mario de Baseggio

2009-06-27, 07.36 GMT
E pur si muove
Gestern Abend war ich in Rümlang und habe dort im Gemeinde-Foyer einen interessanten Bildvortrag gesehen. Walter Bersinger, ein alter Bekannter aus der Zeit, in der ich für das Rümlangerblatt geschrieben habe, referierte über das Leben und die herausragenden Leistungen des Galileo Galilei. Der Präsident des "Vereins Sternwarte Rotgrueb Rümlang" (VSRR) hat auf mehreren Reisen alle relevanten Stationen des Mathematikers und Astronomen aus Pisa fotografisch dokumentiert und diese Bilder mit akribisch recherchierten Fakten angereichert.
Es gelang ihm, das Referat bei aller Akkuranz und Wissenschaftlichkeit auch unterhaltsam und lebendig zu gestalten. Besonders wertvoll war für mich, dass Walter Galileo im Kontext der zeitgenössischen politischen, wissenschaftlichen und religiösen Wirklichkeit zeigte, alles in chronologischer und kausaler Folge. Diese konzentrierte Darstellung eröffnete mir neue Perspektiven auf die Figur Galileis, die ich bis dahin immer aus isolierten Fakten (oder Legenden) kannte. Zum Beispiel strich Walter heraus, dass Galileo Galilei 36 Jahre alt war, als der von mir verehrte Giordano Bruno auf dem Campo dei Fiori in Rom nach einem üblen Ketzerprozess verbrannt wurde. Man stelle sich vor, was es für Galileo bedeutet, wenn er diesen Umgang mit Andersdenkenden zu gewärtigen hat, während in ihm selbst gerade die Überzeugung reift, dass nicht das von der Kirche anerkannte geozentrische System richtig ist, sondern das in strengem Gegensatz dazu stehende kopernikanische Weltbild. Wie mancher andere hätte aus (verständlicher) Furcht alle weiteren Forschungen aufgegeben! Merci Walter für die erhellenden Worte und Bilder.
Website des Vereins Sternwarte Rotgrueb Rümlang
Mario de Baseggio

2008-11-11, 07.55 GMT
Drei Tage in Berlin
Es hat fast 39 Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal die Hauptstadt unseres nördlichen Nachbars besucht habe. Gleich nach unserer Ankunft im Hotel Luisa's Place beim Adenauer-Platz, haben wir am Kurfürstendamm eine Curry-Wurst verdrückt. Ein gelungener Auftakt für den kleinen Städtetrip, den wir anlässlich unseres fünften Hochzeitstages unternommen haben.
Am Freitagabend sahen wir in der Berliner Staatsoper "Così fan tutte" in einer ebenso witzigen wie gelungenen Aufführung. Die erste Operninszenierung von Doris Dörrie lässt die Geschichte in den frühen Siebzigern spielen, Ferrando (Jeremy Ovenden) und Guglielmo (Hanno Müller-Brachmann) sind Geschäftsleute und keine Soldaten. Sie verkleiden sich auch nicht als orientalische Herren, sondern folgerichtig als Hippies.

Wir sassen in der ersten Reihe und konnten das Ensemble aus nächster Nähe bei der Arbeit beobachten. Manchmal fast zu nahe, wir können von Glück reden, dass uns die Spucke von Roman Trekel (Don Alfonso) nicht getroffen hat. Unsere Sitznachbarn sassen bei den lauteren Partien buchstäblich im Regen. Beeindruckt waren wir von der Leistung des Dirigenten, Dan Ettinger, der während knapp drei Stunden seine Musiker anfeuerte oder zurückhielt und den Sängern abwechselnd das Tempo vorgab, oder - vor allem während der Soli - deren Tempo geschickt aufnahm. Katharina Kammerloher in der Rolle der Dorabella bot eine solide Leistung, auch Anna Samuil (Fiordiligi) bewies - bis auf kleine Schwächen in der Koloratur - ihr Können. Besonders erwähnen möchten wir noch den brasilianischen Sopran Adriane Queiroz, die mit ihrem komödiantischen Talent die quirlige Despina blendend interpretierte.

Den Samstagmorgen verbrachten wir mit dem typischen Touristenprogramm: Doppeldeckerbusrundfahrt vorbei an der Gedächtniskirche, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz etc. Beim Brandenburger Tor sind wir zu Fuss weiter und haben uns ebendieses, den Bundestag und das Holocaust-Mahnmal genauer angeschaut. Die 2711 grauen Stelen des Denkmals bedürfen der Interpretation des einzelnen Betrachters. Der "Place of no meaning", wie Peter Eisenman ,der Schöpfer des Kenotaphs, sein Werk auch bezeichnet, vermittelt an keiner Stelle Sicherheit oder Gewissheit. Wie wir denken, sehr passend.

Nachdem wir am Potsdamer Platz Stücke der Berliner Mauer sehen konnten, entschlossen wir uns, in einem Kino im Sony-Center-Gebäude den neuen Bond zu sehen. "Quantum of Solace" gefiel uns hervorragend. Ein unheimlich schnell geschnittener, von Marc Forster gekonnt inszenierter moderner Actionstreifen. James-Bond-Fans alter Schule wird der Film wohl zu weit vom "richtigen" 007-Feeling weg sein. Wir fanden es hingegen toll, dass man sich vom drögen "Geschüttelt-nicht-gerührt"-Mief gelöst und alte Zöpfe (Moneypenny, Q, Gadgets usw.) abgeschnitten hat. Daniel Craig versteht es ausgezeichnet, den Agenten im Spannungsfeld von Pflichterfüllung und persönlicher Rache zu zeigen. Ein wirklich guter Film. (Wenn man damit leben kann, dass nicht aus Kugelschreibern geschossen wird und die im Film vorkommenden Frauen mehr als nur Staffage sind.)

Der Sonntag stand im Zeichen der Rückreise. In weniger als 25 Minuten brachte uns die Buslinie 109 vom Adenauer-Platz zum Flughafen Berlin-Tegel, weitere drei Stunden später waren wir wohlbehalten in der Schweiz angekommen.
Mario de Baseggio

2008-03-24, 10.46 GMT
Griechisches Blind Date
Gestern Abend hatten wir einen aussergewöhnlichen Besuch: Màrio und Stelios assen bei uns eine gehörige Portion Fondue Chinoise, obwohl wir die beiden niemals zuvor getroffen hatten. Möglich gemacht hat dieses Treffen das Internet, genauer gesagt das genealogische Projekt "baseggio.net".
Màrio heisst mit Nachnamen nämlich "Vazeos", was der griechischen Transkription von "Baseggio" entspricht. Er ist ein Nachfahre der venezianischen Baseggio, die sich nach den Kreuzzügen auf den Kykladen niedergelassen haben. Er besitzt den mittelalterlichen "Bazeos Tower" auf Naxos und ist Veranstalter des jährlichen Kulturanlasses "Naxos Festival". Daher stehen wir seit geraumer Zeit per E-Mail in Kontakt. Auf Recherche für die nächsten Festival haben Màrio und Stelios - letzterer ist der Artistic Director des Festivals - besuchen die beiden verschiedene Kunstausstellungen, so auch das Zürcher Kunsthaus. Diese Gelegenheit haben wir beim Schopf gepackt und das Treffen zwischen Namensvettern arrangiert. So haben wir uns bei interessanten Gesprächen blendend unterhalten und die historische Begebenheit zum Schluss sogar für die Nachwelt festgehalten. Das Bild zeigt von links nach rechts Eva und mich, dann Màrio und Stelios.
Zur Website des Bazeos Tower
Mario de Baseggio

2007-05-05, 09.18 GMT
"Dear Mr. President"
Es gibt sie noch, selbst im Zeitalter der seichten Superstar-Casting-Shows: Intelligente und aufwühlende Protest-Songs, die Probleme unserer Zeit auf den Punkt bringen. Ein exzellentes Beispiel dafür ist Pinks "Dear Mr. President".
Nachdem Felix während eines Workshops vom Lied der Amerikanerin geschwärmt hatte, haben wir genauer hingehört. Bereits vor einem Jahr erschienen, ist der Song aktueller denn je. Er spricht den texanischen Gouverneur direkt an und stellt ihm rhetorische Fragen, die die Folgen seines Handelns für die Menschen in seinem Land und in der Welt aufzeigen.
Trotz aller Deutlichkeit der Aussagen, Pink wird nicht ausfallend, sie verzichtet auf Beschimpfungen und bleibt so glaubwürdig. (Wenn man als Gegenbeispiel Eminems "Mosh" nimmt, dann stellt sich dieser durch seine aggressive Wortwahl ins Abseits, die durchaus sozialkritische Botschaft wird vom Geschrei und Gefluche überdeckt.) Pink sagt vom Song, dass es einer ihrer wichtigsten sei. Damit hat sie nicht unrecht. Sie verdient Respekt für den Mut, sich in dieser Weise zu exponieren.
Der Song bei "YouTube"
Mario de Baseggio

2006-05-22, 07.38 GMT
Einen halben Meter mehr Mensch auf der Erde
Mein alter Freund Stefan ist Vater geworden! Seine Frau Meike hat am vergangenen Dienstag einen Sohn zur Welt gebracht. Er heisst Jonas Frederic, wiegt 3680 Gramm und misst genau 50 Zentimeter. Wir wünschen dem Kleinen alles Gute und Glück dieser Welt und gratulieren natürlich den Eltern ganz herzlich!
Mario de Baseggio
Das Bild haben wir von Stefan per MMS zugeschickt bekommen.

2005-12-16, 15.20 GMT
Auf der Gass'
Wieder einmal habe ich Stefan getroffen und wieder einmal wurde ein gelungener Abend daraus. Dies, obschon wir nicht wie gewohnt unser Jumbo-Jumbo-Cordon-Bleu in der Rheinfelder Bierhalle verdrücken konnten. Der Laden war nämlich voll, und das an einem Donnerstagabend.
Jedenfalls haben wir uns auch an alternativen Standorten blendend unterhalten. Stefan konnte mit interessanten und erfreulichen Neuheiten aufwarten, ausserdem sah ich spät am Abend auch, wie es sich am Obergericht Büro-mässig so ausnimmt. (Das Bild zeigt uns denn auch vor dem Zürcher Gerichtsgebäude.) Hat Spass gemacht, alles Gute euch dreien!
Mario de Baseggio

2005-11-29, 05.12 GMT
Ein Wochenende in Mailand
Bei genau so kalter Witterung wie in Zürich genossen wir zwei dennoch schöne Tage in Mailand. Getreu dem Motto "Hab Sonne im Herzen" stellten wir uns die erträumte Dreieinigkeit Sommer, Süden und Sonne eben einfach vor. Die Wärme fanden wir denn auch in einigen Tassen Cappuccino und insbesondere in der Wellness-Anlage unseres Hotels.
Ansonsten taten wir das, was man in Mailand eben so tut: Wir gingen bummeln, kauften ein und verbrachten einen sehr schönen Abend bei Pasta und Rotwein in einem netten Restaurant. Angenehm überrascht wurden wir übrigens von der Weihnachtsdekoration. Spärlich vorhanden ist sie bereits, die feierliche Einweihung des milanesischen Swarovski-Baums findet jedoch pünktlich zum 1. Dezember statt. Da könnten sich so einige Warenhäuser der Stadt Zürich ein Beispiel daran nehmen!

Und zum Schluss noch dies: woran wir gleich erkannten, dass wir wirklich in Mailand angekommen waren? Die U-Bahn war geschlossen, "sciopero"...
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-05-23, 10.49 GMT
Superleague in Oberwinterthur
Gestern war ich mit Alex, Ray, Roger und Simon an einer Kickbox-Veranstaltung in Oberwinterthur. Ich war von der Geschwindigkeit und der Entschlossenheit der Kämpfer beeindruckt, die wir aus der zweiten Reihe sehen konnten. Viele interessante und intensive Szenen, gute Ringrichterleistungen und ein ganz klein wenig «Las Vegas Feeling». Tiefpunkt des Abends war das grobe Fehlurteil der Punkterichter, die beim Kampf El Amrani gegen Hladky einstimmig den Schweizer zum Sieger kürten. Das Publikum protestierte dermassen heftig, dass das Pfeifkonzert erst aufhörte, als sich der vermeintliche Verlierer Kamal El Amrani nach zehn Minuten noch einmal im Ring zeigte und sich so als «Publikumssieger» bejubeln liess. Ohne Zweifel schaden diese Schlaumeiereien der Veranstalter dem Sport. Alles in allem aber dennoch ein wirklich gelungener Abend.
Zur Website der Superleague
Mario de Baseggio

2004-02-02, 07.19 GMT
Mittagessen mit Gotte Lisa
Gestern hat uns meine Gotte Lisa zum Mittagessen in einem Restaurant in Dottikon (AG) eingeladen. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch ihren Partner Walter kennengelernt.
Das Bild zeigt uns beim anschliessenden Kaffee in ihrer Wohnung. Wir haben interessante Gespräche geführt und ich fand es schön, dass wir uns nach längerer Zeit wieder einmal treffen konnten. Wir danken dem sympathischen Paar noch einmal herzlich für die Einladung.
Mario de Baseggio

2003-04-10, 13.48 GMT
Montserrat Caballé in Zürich!
Eva hat die Werbung dafür gestern an einer Plakatwand erblickt, heute haben wir uns Karten für den Liederabend am 2. Mai 2003 in der Tonhalle besorgt!
Hier ein Teil der Ankündigung durch den Veranstalter: «Das Anspruchsvollste und Ergreifendste der Gesangskunst ist nach wie vor der Lieder-Abend. Wenn die spanische Weltklasse-Sopranistin Montserrat Caballé Lieder und Arien von Donizetti, Puccini, Gounod, Massenet sowie Werke des volkstümlichen Zarzuela vorträgt, so wird dies zu einem einmaligen Erlebnis. Begleitet wird Frau Caballé von Manuel Burgueras am Piano.»
Mario de Baseggio
tictec.ch

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