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2014-07-09, 04.47 GMT
Unsere Seleçao erleidet Schiffbruch
Der gestrige Halbfinal war ein Spiel der Superlative. Leider zeigten alle Extremwerte aus meiner Fan-Sicht in die falsche Richtung. Die Mannschaft von Luis Felipe Scolari liess bereits in der 11. Minute ein Tor nach einem Abwehrstellungsfehler zu, das 2 zu 0 durch Miroslav Klose in der 23. Minute schockte unser Team derart, dass es nach sechs weiteren Minuten bereits 5 (fünf!) zu null stand. Die perfekt spielenden Deutschen gaben diesen Vorsprung natürlich nicht mehr aus der Hand, das Endresultat von 7 zu 1 ist das Ergebnis dieser hervorragenden Arbeit. Das Bittere an der Sache ist nicht die Niederlage an sich. In einem WM-Halbfinal gegen Deutschland zu verlieren ist keine Schande. Was stossend ist, ist die Art, wie man sich in dieses Schicksal gefügt hat. Brasilien war gelähmt, man liess (bis auf die Ausnahmen Marcelo, Bernard und Hulk) jeden Kampfgeist vermissen. Der Umstand, dass Neymar Jr. (verletzt) und Thiago Silva (2 x gelb) gefehlt haben, darf als Entschuldigung nicht gelten. Die spielerische Substanz des WM-Gastgebers ist auch ohne die beiden Schlüsselspieler hervorragend. Die Ursache für diese Niederlage liegt in der Einstellung der Spieler, an der oft zitierten fehlenden "mentalen Stärke". Rolf Fringer sprach von kontraproduktiver Übermotivation, ebenfalls eine mögliche Erklärung. Jedenfalls war die Seleçao nicht in der Lage, Deutschland Paroli zu bieten - zu keinem Zeitpunkt. Joachim Löws Team spielte überragend und hatte das Geschehen hundertprozentig im Griff. Die Deutschen ziehen verdient in den Final ein und wenn sie am Sonntag dieselbe Leistung abrufen können, dann gibt es keinen Zweifel darüber, wer am Ende den Pokal in die Höhe stemmen wird.
Mario de Baseggio

2012-09-11, 07.59 GMT
Wochenende im Europapark
Das durch das Zürcher Knabenschiessen verlängerte Wochenende verbrachten wir in Freiburg im Breisgau und im Europapark. In Freiburg war vor allem Sophia entzückt darüber, dass auf der (Kinder-) Speisekarte unseres Stammlokals Buchstabensuppe zu finden ist. Im Europapark gab es diese zwar nirgends, das störte uns jedoch nicht. Dafür genossen wir die Karussells, Bähnli und tollen Shows des Parks, insbesondere die Stunt-Show "Das Collier der Königin" begeisterte uns. Die Darsteller ritten mit ihren Pferden sogar durch die Zuschauertribünen und trugen ihre Fechtkämpfe zuweilen nur gerade zwei, drei Meter vor uns aus. Auch die schnelleren Bahnen mussten natürlich getestet werden, die neue Holzachterbahn Wodan ist grandios, der fast schon altbewährte Silver Star ist die Wartezeit ebenfalls immer wert. Unserem jüngsten Familienmitglied fehlen für diese beiden Bahnen noch einige Zentimeter an Körpergrösse. Dafür fuhren wir zusammen gefühlte hundert Mal den Enzian Alpenexpress und die Pegasus-Achterbahn. Dabei geriet unser Mädel zusehends in einen Geschwindigkeitsrausch, dem wir am Montag Abend nur mit Mühe ein Ende zu setzen vermochten.
Eva Moehlecke de Baseggio

2010-07-25, 15.31 GMT
Das Ende einer Auszeit
Heute ist der letzte Tag meines Sabbaticals. Seit dem 1. Mai war ich frei, den Dingen nachzugehen, die mich ausserhalb des Berufs faszinieren.
Ich konnte in dieser Zeit ausgiebig fotografieren, Sport treiben und reisen, darüber hinaus war es mir möglich viel intensiver am Alltagsleben meiner Familie teilzuhaben, als dies der Fall ist, wenn ich im Büro bin. Ich hatte zahlreiche interessante und lustige Begegnungen, etwa mit dem Hochspannungleitungsexperten Kadri aus Prishtina oder dem frustrierten griechischen Bordmechaniker Nikolaos, der seinen Dienst auf einer 60-Meter-Privatyacht versieht. Die Reisen nach Venedig, Frankreich und in die Toscana waren lehr- und erlebnisreich. Ich denke da zum Beispiel an einen Reifenplatzer in the middle of nowhere oder die bewusstseinserweiternde Erfahrung, von der Mutter aller Duschköpfe, einem Bossini Dinamica 14cm, sanft berieselt zu werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Arbeitgeber
UBS AG und namentlich bei meinem Chef Felix und meinem Chefchef Martin dafür bedanken, mir diese hervorragende Gelegenheit gegeben zu haben. Ganz besonders verbunden bin ich ausserdem Ursi und Jürgen, die mich während meiner Abwesenheit vertreten haben. Und schliesslich möchte ich noch Eva und Sophia dafür danken, dass sie mich die knapp drei Monate so toll ertragen haben. Ich liebe euch!

Morgen bin ich wieder im Büro und - damit diese Frage auch beantwortet ist - ich freue mich darauf. Ich bin in der glücklichen Situation, dass mir die Arbeit ebensoviel Spass bereitet, wie der private Teil meines Lebens. Deshalb bleibt mein einziges kleines Problem nach wie vor, dass ich für alles, was ich gerne tue, zu wenig Zeit habe. Ist halt alles eine Frage der Balance.
Mario de Baseggio

2010-03-27, 16.11 GMT
Der kleine Lemming beim Arzt
Bei der Dreijahresuntersuchung am Freitag bescherte Sophia dem Kinderarzt (und uns) eine Schrecksekunde: Bei den motorischen Tests forderte Dr. B. unsere Kleine auf, ein kleines Podest mit drei Stufen zu erklimmen. Sophia tat dies, indem sie die vom Arzt anerbotene Hand vehement zurückwies und mit beiden Händen einen Fussball haltend in raschen Schritten die Treppe hinaufstieg. Oben angekommen fragte der Kinderarzt "Na Sophia, willst du jetzt abegumpe?" Das letzte Wort war kaum ausgesprochen, schon stürzte sich die Kleine in die Tiefe, indem sie gleichzeitig den Ball in die Höhe warf. Die Landung erfolgte grösstenteils auf dem Steissbein, es folgte ein Moment der beklemmenden Stille. Sophia hatte darüber nachzudenken, ob sie weinen oder lachen sollte, Eva und ich erwarteten ebendiesen Entscheid und Dr. B. dachte wohl darüber nach, wie gut es der Praxis und seiner Karriere anstünde, wenn bekannt würde, dass sich Kinder beim Motoriktest auf seine explizite Anordnung hin die Knochen brechen. Der mutige Hüpfer entschied sich am Ende für ein befreites und befreiendes Lachen, so dass kein weiterer Aufenthalt in der Arztpraxis nötig wurde. Fazit: Wir sind ziemlich sicher, dass die Motorik unserer Tochter OK ist, wir fragen uns aber, ob sie zusätzlich mit so etwas wie einem Kamikaze-Gen ausgestattet ist...
Mario de Baseggio

2009-10-24, 09.23 GMT
Ein Kind der Achtziger
Ein paar Songs, die zufälligerweise aus den Tiefen meiner iTunes-Library hochgespühlt wurden, haben mich in den vergangenen Tagen 25 Jahre zurückversetzt. Im Januar 1970 geboren, liegen meine gesamten Teenagerjahre bis auf 25 Tage allesamt in den Achtzigern - was offensichtlich Auswirkungen auf mein ästhetisches Empfinden haben musste...
Wer kennt Bonnie Bianco? Mit dieser Frage habe ich die Kolleginnen und Kollegen im Büro belästigt. Während der Name offenbar in Vergessenheit geraten ist, erkannten die meisten (wenigstens die, die alt genug dafür sind) den bombastischen Song "Miss you so", wenn ich ihn auf meinem MP3-Player anspielte. Und sofort war sie wieder präsent, die Zeit der Schulterpolster und der toupierten Föhnfrisuren, sowohl bei den damaligen Traumfrauen wie bei allen Mitgliedern einer Heavy-Metal-Band. (Freilich sangen letztere hauptsächlich Balladen, was dem Hairstyle zugute kam, bei schnelleren Stücken wäre man wohl zu arg ins Schwitzen gekommen.) Nachdem ich mich nun ein paar Stunden in der Eighties-Nostalgie gesuhlt habe, steht für mich fest, dass das Jahrzehnt nicht nur von schlechtem Geschmack geprägt war.
Es war die Zeit, als noch kein Zweifel darüber bestand, wer die Bösen sind. Mehr noch, das Böse schickte sich an, gut zu werden! Glasnost und Perestroika gaben Anlass zur Hoffnung. Sie brachten ausserdem Hosenträger mit kyrillischen Buchstaben als Must-have-Accessoire. Es war auch die Zeit, in der ein singendes Seite-3-Girl oder der verrutschte Bikini in einem Musikvideo monatelang die Boulevardblätter füllten. Heute, im Zeitalter der "gestohlenen" Promi-Privat-Pornofilme, muten diese "Skandale" kurios an, erstaunlich, wie bieder damals selbst die gewagtesten Auftritte waren, mindestens, was den Mainstream betrifft. Den Achtzigern ist eine bestimmt-unbestimmte Gefühlstiefe eigen, auch plakative, oberflächliche Darbietungen waren stets mit romantisierenden Elementen versetzt, was sich deutlich in den Texten und der melodiösen Musik manifestierte. Coolness war das Ziel, nicht aber Kälte.

Das Bild zeigt mich im Mai 1984, "dressed for success", wohl gerade auf dem samstagabendlichen Sprung (mit dem neu gekauften Töffli) zur nächstgelegenen Wanderdisco. Opera oder Rainbow? Im Lauf des Abends würde in einem der Stücke, vielleicht Laura Branigans "Self Control", während kurzer Zeit sogar das flackernde Licht einer Stroboskop-Leuchte eingesetzt. Der Effekt zählte damals zu den Höhepunkten der Tanzabende. Obwohl ich eher selten in den Discos anzutreffen war (tough guys don't dance), war meine Mode doch deutlich von den Pop- und Filmstars der Zeit beeinflusst: Fingerlose Handschuhe, oder noch besser, nur ein fingerloser Handschuh. Weisse Socken und Bonbon-farbene Anzugsjacken (Miami Vice!), ärmellose Netzshirts über dem T-Shirt, eine Mèche in der "Popper"-Frisur und natürlich militärische Rangabzeichen auf den Schulterpolstern der Jacken. Ja, die Epauletten waren sehr wichtig.

Laura Branigan ist 2004 verstorben, Bonnie Bianco singt seit 2001 nur noch christliche Lieder und die meisten Schweisser sehen heute nicht mehr halb so gut aus wie Jennifer Beals. Die Achtziger sind zwar vorbei, aber ich trage sie trotzdem in meinem Herzen. "A good heart, these days, is hard to find, so please be gentle with this heart of mine."

Mario de Baseggio

2009-09-13, 18.03 GMT
Brandy ist tot
Gerade haben wir vernommen, dass unsere Katze Brandy, die während fast vierzehn Jahren bei uns war, letzten Montag gestorben ist. Frau M., bei der Brandy die letzten einenhalb Jahre ihres Lebens verbrachte, schrieb uns in einer E-Mail die folgenden bewegenden Sätze. "Tieftraurig muss ich Ihnen mitteilen, dass ich am vergangenen Montagmorgen Brandy einschläfern musste. In der Nacht hatten ihre Nieren versagt. [...] Sie hat ihre letzten Tage auf dem Gartensitzplatz verbracht und genoss die Sonne. Ihr einzigartiges und sanftes Wesen wird mir immer in Erinnerung bleiben, sie hat mein Leben bereichert. Wir sind sehr traurig darüber."

Wir danken Frau M. ganz herzlich für das schöne Zuhause, das sie Brandy gegeben hat. Wir wussten, dass unsere Katze bei ihr am richtigen Platz war. Und wir erinnern uns an die vielen lustigen gemeinsamen Tage mit Brandy. Merci, kleine Katze, du fehlst uns.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio
Das Bild zeigt Brandy Mitte August (Bild von Frau M. zugesandt)

2009-07-23, 19.20 GMT
Ein eingelöstes Versprechen
Nach über 12 Jahren ist uns heute im genealogischen Projekt baseggio.net ein Durchbruch geglückt. Die Analyse der Daten, die ich in während der ersten drei Tagen dieser Woche im Archivio Diocesano in Triest gesammelt hatte, lieferten den eindeutigen Beweis, dass die Familie von Mitbegründer Franco Baseggio und unsere Familie zum selben Baum gehören. Wir hatten wiederholt versucht, den Nachweis zu erbringen, entscheidend war nun der oben abgebildete Ausschnitt aus dem Hochzeitsregister von Capodistria des Jahres 1838, der Sancta Grassi als Ehefrau eines meiner Vorfahren ausweist. Ebendiese Sancta Grassi fand sich auch in einem Eintrag des Baumes von Franco. Also konnte ich heute um 21.00 Uhr die beiden Bäume online vereinigen. Die Freude mischt sich mit Trauer darüber, dass Franco, der im April 2007 leider verstorben ist, diesen Augenblick nicht miterleben konnte. Wenigstens konnte ich mein Versprechen, das ich ihm gegeben hatte, nämlich diesen "missing Link" zu finden, einlösen. Für mich ein in vielerlei Hinsicht denkwürdiger Tag.
Die grafische Darstellung des vereinigten Stammbaumes
Mario de Baseggio

2008-09-01, 16.42 GMT
10 Jahre UBS
Heute vor 10 Jahren trat ich meine Arbeitsstelle bei UBS an. Die Zeiten waren turbulent, die Bank hatte den Merger von Bankverein und Bankgesellschaft zu verdauen. Ein Verlust von einer Milliarde Franken in einem geplatzten Hedge Fund folgten, genau so unangenehm wie die Schredder-Affäre, bei der es um die illegale Vernichtung von Dokumenten ging. Die Bank war alles andere als populär, in bleibender Erinnerung werden mir aus dieser Zeit die Demonstranten auf dem Paradeplatz bleiben, auf deren Schildern die einfache, eingängige Gleichung "UBS-Mitarbeiter = Mörder" zu lesen war. Nach dieser ersten schwierigen Phase folgten Jahre des Erfolgs und des Wachstums für UBS. Ein Rekordquartal löste das andere ab, der wirtschaftliche Erfolg spiegelte sich in den Siegen der Rennjacht Alinghi wieder. Anleger, Presse und Kunden, alle waren sie gleichermassen begeistert. Seit knapp einem Jahr ist das freilich nicht mehr so. Wir haben zu kämpfen. Und das tun wir. Der Weg zurück an die Spitze ist kein leichter, wir werden die nächsten zwei Jahre damit verbringen, uns das verlorene Vertrauen bei unseren Kunden wieder zu verdienen. Es wird nicht leicht, aber es wird gelingen. Warum ich das weiss? Weil ich in unserer Bank in den letzten zehn Jahren so viele intelligente, kreative und fleissige Menschen kennengelernt habe, dass für mich kein Zweifel darüber besteht, dass wir den Karren gemeinsam auch aus dem 40-Milliarden-Dreck ziehen können. Zum Schluss möchte ich mich bei all diesen Kolleginnen und Kollegen herzlich für alles bedanken, was sie für mich getan haben.
Mario de Baseggio (quick log entry)

2007-08-07, 16.42 GMT
Lunch mit Susanne und Heinz
Heute war ich wieder einmal mit Susanne und Heinz mittagessen. Hat wie immer grossen Spass gemacht! Wir haben den Unterschied von blauen und roten Rohren vor Heinz' toskanischer Villa erörtert und uns Gedanken darüber gemacht, wie Susanne in ihren Ferien die Erfolge der Rennjacht Alinghi nachstellen könnte. Vielen Dank für's Essen, Heinz, nächstes Mal bin ich wieder an der Reihe. Und euch beiden ganz herzlichen Dank für das grosszügige Geschenk für Sophia!
Mario de Baseggio (quick log entry)

2006-05-14, 09.11 GMT
FC Zürich - Schweizermeister 2006!
Ich kann nicht behaupten, dass ich ein grosser Fan des Schweizer Klubfussballs bin, ich verfolge nur selten ein Spiel am Fernsehen, in einem Stadion war ich sicherlich schon seit zehn Jahren nicht mehr. Aber gestern wurde der FCZ Schweizermeister und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Der Grund für diese Freude lag in meiner Primarschulzeit. Es war damals nämlich wichtig, ein richtiger Fan für einen der Stadtklubs zu sein, wobei die meisten meiner Klassenkameraden auf der Seite der (schon damals reichen) Grasshoppers standen. Diese Ausgangslage führte natürlich zu heftigen Diskussionen und Auseinandersetzungen. Der Höhepunkt meiner Angefressenheit wurde 1981 erreicht, als der FC Zürich mit Zappa, Elsener, Jerkovic und natürlich meinem Lieblingsspieler, dem Goalie Karl Grob, Schweizermeister wurde! Danach verlor sich meine Begeisterung für den Klub und den Schweizer Fussball - wie gesagt - mehr und mehr.

Gestern wurde "mein" FCZ nach einer 25-jährigen Durststrecke wieder Schweizermeister. Ich gratuliere Lucien Favre und seinem Team herzlich und freue mich für die Fans, die ausdauernder als ich waren und ihren Klub über die langen Jahre unterstützt haben.
Mario de Baseggio

2005-10-25, 16.58 GMT
Brandy ist wieder da!
Nachdem wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten, ist vor 5 Minuten unsere Katze Brandy nach einem sechstägigen Ausflug wohlbehalten wieder zurück gekehrt.
Ganz unerwartet stand sie plötzlich auf dem Fenstersims und liess ihr vertrautes «Möunz» vernehmen. Sie hat nun Hunger und scheint etwas durcheinander zu sein, sonst fehlt ihr aber nichts. Wo sie in den vergangenen - für uns schlimmen - Tagen abgeblieben ist und was sie dabei erlebt hat, darüber können wir nur mutmassen. Aufgrund ihres einigermassen genährten Zustandes können wir annehmen, dass sie gefüttert wurde. Was wiederum bedeutet, dass sie wohl von jemandem festgehalten wurde. Das würde denn auch ihre gegenwärtige Nervosität erklären.
Wie dem auch sei, wir sind froh, unser kleines Familienmitglied wieder bei uns zu haben. Wir haben sie arg vermisst.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-09-21, 17.38 GMT
Im Schlund der rasenden Bestie
Das Wesentliche zuerst: Ich bin unverletzt. Gestern war ich mit meinem ehemaligen Chefchef Hanspeter J. zu Fuss unterwegs. Dies anlässlich eines Workshops der UBS in einem idyllischen Ort im Kanton Thurgau.
Wo genau, das kann ich nicht sagen, denn das war unser eigentliches Problem. Wir hatten uns verlaufen. Bei einem Bauernhaus wollten wir uns darüber erkundigen, wie wir dennoch an unser Ziel kommen könnten. Da lief ein Appenzellermischling aus dem Stall laut kläffend auf uns zu. Ich blieb stehen und dachte «Hunde, die bellen...» Da hatte er mich auch schon in den linken Arm gebissen, den ich zu meinem Schutz vor meine Brust gehalten hatte. («Lan Sao», wenn ihr es genau wissen wollt.)
Glücklicherweise war der Biss wohl eher als Drohgebärde gedacht, denn der Rüde liess sofort wieder ab und sass nun vor mir auf dem Boden, noch immer laut bellend. Offensichtlich war er etwas erstaunt darüber, dass das Opfer nicht daran dachte zu flüchten, sondern noch immer an derselben Stelle stand. Er muss wohl auch gespürt haben, dass ein zweiter Biss aus meiner Sicht nicht akzeptabel gewesen wäre.
Nachdem uns die herbeigeeilte Bäuerin die schwer erarbeitete Auskunft zu unserem aktuellen Standort erteilt hatte und wir auf unserer Odyssee ein paar Meter weiter gekommen waren, fragte mich Herr J., ob ich denn das Schild mit der Aufschrift «Vorsicht, bissiger Hund!» an der Stalltüre nicht gesehen hätte. Dann meinte er noch, dass er das Gefühl habe, dass die Jungen von heute immer mutiger würden. Da musste ich ihm erwidern: «Nun, so wie es aussieht werden die Jungen von heute nicht mutiger, sondern dümmer.»
Mario de Baseggio

2005-05-31, 14.28 GMT
Bugfixing: Comments-Skript
Ich hatte mich schon ein wenig darüber gewundert, dass gar keine Kommentare zu unseren Pages mehr abgeliefert wurden. Schliesslich haben wir mit dem «add your comment»-Link, der sich auf jeder unserer Seiten befindet, das ideale Instrument für Besucher, die uns ihre Meinung nicht vorenthalten wollen. Doch wie ich heute von Patrick erfahren habe, funktioniert das Feature gar nicht! Daher also die Funkstille! Wie dem auch sei, ich habe das Ding repariert, wir sind nun wieder in der Lage, das Mösch geputzt zu bekommen. Danke noch einmal dem Super-User Patrick für den wertvollen Hinweis!
Mario de Baseggio

2004-12-27, 06.26 GMT
Weihnachten im Kreis der Familie
Wir haben die Feiertage in trauter Umgebung mit unserer Familie verbracht. Vor einer Woche haben wir gesellige Stunden mit Erika und Marcel verbracht. Über das eigentliche Weihnachtswochenende weilten wir in Rütihof bei Yvonne und Lúcio.
Ebenfalls mit dabei die brasilianischen Verwandten Vilene, Vanessa und Márcio, die auf ihrer Europa-Reise einen Zwischenhalt in der Schweiz eingelegt haben. Das Bild zeigt Vilene, die glücklich ein kleines Stückchen Eis in Händen hält, der Schnee ist für die Amazonier immer wieder eine besondere Attraktion. [undisclosed] und [undisclosed] kamen an Heiligabend mit ihrer kleinen Tochter [undisclosed] und Grossmutter Emi ebenfalls zum Essen vorbei, was die Runde komplettierte.
Wir möchten uns bei Yvonne und Lúcio für die Bewirtung und beim Rest für die angenehme Gesellschaft bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, eine Familie zu haben, die Spass macht. Wir sind dankbar dafür.

Zum Schluss sei erwähnt, dass unsere Gedanken bei den Opfern der Flutkatastrophe in Asien und bei deren Familien sind. Leider hat sich wieder einmal gezeigt, wie grausam das Leben sein kann und wie zerbrechlich wir Menschen alle sind. Es lohnt sich, inne zu halten und eine Weile darüber nach zu denken, was das für das eigene Streben nach Erfüllung, nach Erfolg und Glück heisst. Messen wir mit den richtigen Massstäben?
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-01-11, 11.35 GMT
Sushi-Orgie bei Manu und Patrick
Gestern abend kamen wir in den Genuss einer Sushi-Einladung bei Manuela und Patrick. Entgegen aller Annahmen der beiden können wir hier nur das Beste darüber berichten.
Leckeres Sushi begleitet von edelstem Grüntee, der sozusagen à point gezogen hatte, und wunderbar wärmenden Sake wurde uns von den Gastgebern kredenzt. Der Fisch war von bestechender Frische und die Mango im nachspeislichen Fruchtsalat war erstklassig! Wir fühlten uns königlich. Natürlich standen die Gespräche dem Kulinarischen in nichts nach, sie wurden ja schliesslich auch von uns vieren geführt. Vielen Dank nochmals, es war wunder-, wunderschön.
Eva Moehlecke de Baseggio

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