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Today in 2004 Wiedersehen mit einem alten Freund
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2018-05-04, 16.44 GMT
Karlsruhe und Europapark
Samstag bis Mittwoch haben wir erholsame Tage in Deutschland verbracht. Das beschauliche Städtchen Karlruhe stimmte uns mit Schloss und Zoo gebührend auf die drei Tage in unserem liebsten Freizeitpark ein. Höhepunkt in Rust war gewiss Sophias erste Fahrt im Silverstar. Es war so toll, dass wir es gleich vier weitere Male wagten...
Mario de Baseggio

2018-01-01, 23.19 GMT
Happy New Year!
Den Jahreswechsel verbrachten wir gemeinsam mit der Familie in Tramandaí, Brasilien. Neben dem üppigem Festmahl und den zahlreichen Feuerwerken, die wir aus dem 16. Stock bestaunen konnten, wollen wir nicht vergessen, was 2017 gebracht hat. In vielerlei Hinsicht war das vergangene Jahr anspruchsvoll, sowohl Eva wie ich waren beruflich mit grösseren Projekten beschäftigt. Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt, an dieser Stelle sei unser Treffen mit dem 91-jährigen Holocaust-Überlebenden Shlomo Graber Mitte Mai besonders hervorzuheben. Das eingehende Gespräch mit diesem Zeitzeugen hat bei Eva und mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Mein Engagement als Fan Ambassador für meine ZSC Lions in der Champions Hockey League war für mich ein weiteres intensives Erlebnis, das mir viel Spass bereitet hat. Die Gelegenheit, ein bisschen hinter die Kulissen zu sehen, einzelne Spieler und Funktionäre kennenzulernen und - vor allem - mich mit anderen Hockey-Fans aus ganz Europa auszutauschen, war einmalig. Höhepunkt meines “Einsatzes” war gewiss die Reise an ein Auswärtsspiel in Nottingham. Mit vielen der dort getroffenen Fans stehe ich seither in regelmässigem Kontakt über soziale Medien.

Das Reisen kam wie immer nicht zu kurz, Grindelwald in den Sportferien, der Westen Kanadas mit seiner faszinierenden Tierwelt im Sommer und zum Jahresende der Besuch bei der Familie in Brasilien bildeten die Hauptdestinationen des Jahres 2017. Dazwischen gab es Kurzausflüge in den Europapark, nach München, Mailand und London. Beruflich kamen meine fünf Reisen nach Wroclaw, Polen und Evas Konferenzen in Athen und Oslo dazu, alles in allem waren wir ziemlich oft auf der Walz’.

Es war also ein tolles Jahr und wir sind sehr zuversichtlich, dass auch 2018 mindestens ebenso schön sein wird. Das wünschen wir natürlich nicht nur uns selbst, sondern auch allen Verwandten, Freunden und Bekannten!
Mario de Baseggio

2016-10-24, 06.51 GMT
Ein Tag an der OLMA
Den Samstag verbrachten wir in einer olfaktorischen Dunstwolke von Bratwurst, Streufutter und Kuhdung. Die "Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung" bietet einen schönen Überblick zu Nutztierhaltung, Gemüse- und Obstbau, angereichert mit zahlreichen Darbietungen aus der Schweizer Volkskultur. Ob Jodelchor, Fahnenschwingen, Säulirennen und Kuhreiten - langweilig wird's nie. In Erinnerung bleiben wird gewiss das beeindruckende Brauereipferd Aramis, das in einem Seilziehwettkampf gegen über 10 Schwinger ein klares Unentschieden erreichte.
Mario de Baseggio

2014-09-03, 18.58 GMT
Charlie Duke, Moonwalker
Heute hatte ich im Rahmen einer Veranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) die Gelegenheit, Charlie Duke persönlich zu treffen, ihm die Hand zu schütteln und ein paar Worte mit ihm auszutauschen. Duke war Capcom bei 4 Apollo-Missionen und Mitglied der Besatzung von Apollo 16 und war der zehnte Mensch auf dem Mond. In einem packenden Vortrag schilderte er verschiedene Episoden und Erfahrungen, zum Beispiel die Momente bei Mission Control, als ungewiss war, ob Neil Armstrong den Eagle mit nur wenigen Sekunden Treibstoffreserven überhaupt würde landen können. Eine unglaubliche Biografie, sehr inspirierend! Danke auch an Felix, der mir den Anlass vermittelt hat.
Mario de Baseggio

2014-07-02, 05.44 GMT
Ein stolzer Abend, vielen Dank!
Gestern hat die Schweizer Nationalmannschaft in einem packenden Achtelfinalspiel gegen Argentinien verloren. Nach 118 Minuten gelang es den Südamerikanern Benaglio zu bezwingen, die Schweizer kämpften weiter und hatten in der 120. Minute noch einen Pfostenschuss zu beklagen. Damit war auch die Chance, das Spiel im Penaltyschiessen doch noch zu gewinnen, verpasst. Trotz der bitteren Niederlage kann die Schweizer Mannschaft sehr stolz sein, sie haben gekämpft wie die Löwen und hatten den zweifachen Weltmeister über weite Strecken im Griff. Drmic, Shaqiri, Schär und Kollegen waren den Albiceleste (mit Messi) ebenbürtig. Bei der aktuellen Mannschaft handelt es sich gewiss um die beste, die die Schweiz je hatte. Sie hat das Potential, an der kommenden Europameisterschaft und auch an der Weltmeisterschaft 2018 zu den prägenden Teams zu werden. Dafür gebührt Ottmar Hitzfeld, der gestern das letzte Spiel in seiner Trainerlaufbahn hatte, grossen Respekt. Danke an das ganze Team, ihr seid grossartig!
Mario de Baseggio
Das Bild ist der Website Football.ch entnommen

2014-06-15, 07.40 GMT
Mannschaftsübung der Spezialkompanie der Stadt Zürich
Wir haben Olav und seine Kompanie auch dieses Jahr wieder an einer Übung im Ausbildungszentrum Unter-Riedikon besucht. Begleitet hat uns diesmal Mona, ausserdem waren Valentin und Jürgen natürlich wieder mit von der Partie. Die Spez Kp zeigte, dass sie sich stetig verbessert, die gemessenen Zeiten während der Übung lagen alle deutlich unter denen des letzten Jahres. Und auch ich legte eine gewisse Lernfähigkeit an den Tag und habe im Gegensatz zum Vorjahr bewusst darauf verzichtet, eine GoPro zu verschmürzele.
Mario de Baseggio

2013-10-24, 05.35 GMT
Rush, der neue Film von Ron Howard
Zu meinen ersten Erinnerungen überhaupt gehört das sonntägliche Gucken von Formel-Eins-Rennen. Gemeinsam mit Mutter und Vater sass ich vor einer kleinen Holzkiste, auf der die unscharfen, schwarz-weissen Bilder der Rennwagen flimmerten, die ich auch in meiner Spielzeug-Autöli-Sammlung am meisten verehrte. In meinem Hirn wurden damals offensichtlich Eindrücke fest verdrahtet, die mich seither zu einem grossen Fan des Formel-1-Rennsports machen. Genau diese Eindrücke wurden am Montagabend durch Ron Howards Film "Rush" intensiv reaktiviert. Jede Minute dieses Meisterwerks fühlte sich für mich an, wie ein Sonntagnachmittag mit der Familie vor über 35 Jahren, einfach in Farbe, Dolby Surround Sound und HD. Daniel Brühls Darstellung meines Idols Niki Lauda ist schlichtweg perfekt. Und auch Chris Hemsworth versteht es, James Hunt die nötige Tiefe zu geben, was bei einer dermassen glamourösen Figur gewiss nicht einfach ist. Die Geschichte der beiden grundverschiedenen Rivalen, die beide bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben, ist archetypisch. Sie könnte im Altertum, im Mittelalter oder auch in der Tierwelt spielen. Dass sie in die legendäre Rennsaison 1976 angelegt ist, macht den Film für mich natürlich einmalig und bedeutsam. Ich bin Ron Howard sehr dankbar.
Zur Website des Films
Mario de Baseggio
Das Bild ist der offiziellen Film-Website
www.rushmovie.com entnommen.

2012-04-16, 19.07 GMT
Sechseflöten
Gestern waren wir mit Sophia das erste Mal in der Oper. Die Kindervorstellung von Mozarts Zauberflöte überzeugte in allen Belangen. Die Inszenierung ist auf eine gute Stunde gekürzt, der Fokus liegt eindeutig auf der Geschichte des lustigen Papageno, der am Ende seine ersehnte Papagena findet. Einziger Wermutstropfen ist der Umstand, dass die beiden grossen Arien der eigentlichen Hauptfiguren, "Der Hölle Rache" und "O Isis und Osiris", ebenfalls der Kürzung zum Opfer gefallen sind. Allerdings ist dies lediglich die Erwachsenen-Perspektive, die Kinder haben diesen Teil gewiss nicht vermisst.

Die Stadt bot dieses Wochenende ein weiteres Spektakel, das Sechseläuten wurde zwar gehörig verregnet, dennoch rangen wir uns durch, gemeinsam mit Andrea, Cordula und den Mädchen am Bellevue auszuharren, um den Böög bei seinem Feuertod moralisch zu unterstützen.
Mario de Baseggio

2012-01-08, 18.07 GMT
Le Comte Ory im Opernhaus Zürich
Nach knapp zehn Jahren haben wir heute Cécilia Bartoli wieder einmal live erlebt. In Rossinis Comte Ory begeisterte sie uns in der Rolle der Comtesse Adèle mit ihrer einzigartigen Beherrschung aller stimmlichen Register. Die Leichtigkeit! mit der sie selbst schwierigste Koloraturen meistert, ist unglaublich. Tenor Javier Camarena überzeugte in der Titelrolle ebenfalls, sowohl was die Stimme angeht, wie auch bezüglich seines komödiantischen Talents. Seine Arie zu Beginn des ersten Akts war gewiss einer der Höhepunkte dieser humorvollen, sehr gelungenen Inszenierung am Opernhaus Zürich. Klar, dass es mir am besten gefallen hat, wo Rossini am meisten "mozärtelet", wie Eva es ausdrückt, also insbesondere im Terzett kurz vor dem Finale. Überaus zufrieden mit dem Gebotenen machten wir uns um fünf auf den Nachhauseweg.
Mario de Baseggio

2011-12-31, 13.07 GMT
2011: Annus horribilis
Die zweite Hälfte dieses Jahres stand im Zeichen des Abschieds von meiner Mutter Helen. Die Anteilnahme an ihrem durch eine schwere Krebserkrankung verursachten Leiden und die damit verbundene Machtlosigkeit war seit Sommer eine konstante Belastung für die ganze Familie. Ihr Tod am 19. Dezember setzte ihrer Agonie und der Ungewissheit ein Ende, die Leere allerdings bleibt. Es wird einige Zeit dauern, über den Verlust hinwegzukommen. Es wird gelingen, aber es ist nicht leicht.

Neben dieser Tragödie im nächsten Umfeld wird uns 2011 auch vom Weltgeschehen her als schwierig in Erinnerung bleiben. Die Tsunami-Katastrophe in Japan mit anschliessender Havarie in verschiedenen Kernreaktoren forderte über 20'000 Leben und führte uns vor Augen, wie mächtig die Naturgewalten den Plänen des Menschen zusetzen können. Im Juli kostete der Amoklauf in Oslo vielen unschuldigen Menschen das Leben. Und vor einigen Tagen starben über 1'000 Menschen in den Philippinen an den Folgen des Sturms Washi. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass die Welt an vielen Orten aus den Fugen geraten ist. Die Eurokrise, die Aufstände in der Arabischen Welt, selbst das politische System in der Schweiz geriet in Aufruhr.

Gleichzeitig gab es natürlich auch Lichtblicke. Unsere Jüngste wurde eingeschult und besucht nun den Kindergarten. Ich selbst hatte beruflich ein anspruchsvolles, aber überaus interessantes Jahr. Evas Studium neigt sich langsam einem erfolgreichen Ende zu. Die Ferien auf Kreta waren wunderschön. So hoffen wir für uns und für die Welt, dass sich aus der aktuellen Unruhe viel Gutes entwickeln möge. Wie meine Mutter zu sagen pflegte: "Es gaht immer irgendwo es Tüürli uuf."

In diesem Sinne wünschen wir ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2012!
Mario de Baseggio

2011-08-18, 04.45 GMT
Projekt "Carfari" eingestellt
Ich habe mich entschlossen, die Website carfari.com nicht mehr weiter zu betreiben. Einerseits fehlte mir zunehmend die Zeit, Inhalte (also Fotos von Autos) zu liefern, zudem zeichnete sich ab, dass sich keine wirkliche Community bilden würde. Voraussetzung für das Gelingen ist das Überwinden einer kritischen Masse, das Erreichen einer gewissen Anzahl aktiver Mitglieder. Das ist in den vergangenen zwei Jahren nicht geschehen. Im Sinne meiner immer wieder gepredigten Leier vom "Web-Darwinismus" ist es klar und richtig, dass so ein Projekt auf der Strecke bleibt. Spass gemacht hat es natürlich trotzdem, ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben.
Mario de Baseggio

2010-12-30, 18.49 GMT
Farewell, Bobby Farrell!
Männer können tanzen. Irgendwie. Und dabei cool sein. Irgendwie. 1977 hatte sich diese bahnbrechende Erkenntnis fest in meinem siebenjährigen Hirn verankert. Allein verantwortlich dafür ein gewisser Bobby Farrell, ungezähmter, wilder Tänzer meiner damaligen Lieblingsgruppe Boney M.

Leider konnte ich den Weg meines damaligen Mentors nicht gehen. Befreit zu tanzen war (und blieb) mir peinlich, ich schaffte es nie, wirklich über meinen Schatten zu springen und hielt mich in den Folgejahren mit pseudo-lockeren Sprüchen wie "tough guys don't dance" über Wasser.
Im Rückblick sehr schade, wie einfach wäre es gewesen, zur Blütezeit der Italodisco mit den wirklich Coolen mitzuhalten. Ein bisschen hüpfen, den Rest erledigen die mitwippenden Schulterpolster und die an Hosenträgern hängenden Rüebli-Jeans. Ich zog es stattdessen vor, mit beiden Händen in den Hosentaschen am Tanzflächenrand mein Gewicht von einem Fuss auf den anderen zu verlagern. Die Chance habe ich verpasst und das wurde mir schmerzlich bewusst, als ich leider lesen musste, dass Bobby Farrell heute im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Vielen Dank für alles, Bobby! An deinem Vorbild hat es nicht gelegen, hätte ich nur ein bisschen mehr Mut gehabt, mich so zu bewegen wie du, dann hätte auch ich cool sein können. Irgendwie.
Mario de Baseggio

2010-07-06, 16.24 GMT
Wie langweilig darf Kunst sein?
Heute morgen besuchten Eva und ich die Ausstellung "[undisclosed] Struth - Fotografien 1978-2010" im Kunsthaus Zürich. Der Deutsche wird auf der Kunsthaus-Website als einer der "weltweit wichtigsten und einflussreichsten Fotokünstler" beschrieben, entsprechend gespannt war ich auf seine Bilder, die offenbar in "Werkgruppen" angeordnet ihre volle Wirkung entfalten. Die Exposition hinterliess bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Die Fotografien haben oft ein beeindruckendes Format und sind technisch einwandfrei umgesetzt. (Ausnahme: Ein paar kleinere Bilder waren in den Rahmen etwas wellig aufgezogen, was beim Betrachten von der Seite störte und dazu zwang, genau mittig vor dem Werk zu stehen.) Auch was die Bildaufteilung, die eigentliche Komposition der Fotografien also, angeht, ist unverkennbar ein Könner am Werk. Hingegen blieb ich von den Bildern, ob in Werkgruppen oder für sich betrachtet, seltsam unberührt. Selbst bei den Gruppen, denen eine greifbare Idee zugrunde liegt, zum Beispiel bei den Familienporträts oder den Museumsbesuchern, sprang kein Funke. Ganz zu schweigen von den Strassenbildern, den Blumen oder den Hightech-Sujets, die durchgängig kalt und unnahbar bleiben. Für mich waren die gezeigten Bilder Struths zu wenig spektakulär im eigentlichen Sinn. Die internationale Museums- und Sammler-Community kann nicht irren, es ist also gewiss so, dass ich das Œuvre des [undisclosed] Struth schlicht nicht verstehe und die Ausstellung für mich deshalb über weite Strecken einfach nur langweilig war.
Mario de Baseggio

2010-05-08, 06.26 GMT
Zurück aus der sterbenden Stadt
Gestern bin ich nach einer knappen Woche in Venedig wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Ich habe die Stadt - trotz des sehr schlechten Wetters - mehrfach durchwandert und mich intensiv mit der Geschichte der Serenissima auseinandergesetzt. Natürlich sind dabei auch ein paar hübsche Bilder entstanden, ich werde versuchen, die Galerie binnen Wochenfrist hochzuladen. Höhepunkte waren gewiss der Besuch am Grab des Schauspielers Cesco Baseggio (Friedhof San Michele), das Mittagessen im Restaurant San Basilio an der Calle del Vento (Fegato alla Veneziana) und natürlich wie immer das italienische Fernsehen im Hotelzimmer. Besonders beeindruckt war ich vom Format "La Pupa e il Secchione" (www.lapupaeilsecchione.tv), einem stundenlangen Reality-TV-Geschlechterkampf.
Mario de Baseggio

2010-04-11, 06.57 GMT
Ehre, wem Ehre gebührt!
So etwas hat die Welt noch nicht gesehen! Wie denn auch? Es geht ja darum, dass die von Andrea frisch geputzten Scheiben praktisch unsichtbar sind. Gerade deswegen ist es nur recht und billig, die Leistung unserer Nachbarin eingehend zu würdigen. Mit unbändigem Willen hat sie gestern die schwierig zu reinigenden Glasflächen während Stunden hochkonzentriert mit verschiedensten Mitteln behandelt. Bei aller Produktivität liess es Andrea auch an der Liebe zum Detail nicht fehlen, etwa, wenn sie im vierten Durchgang die Querbolzen der unteren Sprossenstrebe mit einem sandgegerbtem Hochlandrindwildlederlappen hingebungsvoll einfettete. Das Resultat kann sich entsprechend sehen lassen. Oder eben nicht.

Das die Erreichung eines Durchsichtigkeitsgrades von 493,6 Gigalumor (über 15 Quadratmeter gemittelt) nur durch Erbringung gewisser Opfer möglich wird, musste die örtliche Kolonie Gemeiner Zirbtwitten schmerzvoll erfahren: Ein Schwarm der hübschen Singvögel kollidierte beim Eindunkeln mit den geschlossenen Fenstern. An die fünf Dutzend Twitten überlebten den Einschlag in die hochlichtdurchlässige und bewundernswert reflexionsarme Fläche nicht (lange). Dies ist bedauerlich, handelt es sich doch bei der ansässigen Gruppe um eine von nur vier bekannten Kolonien in Mitteleuropa. Der lokale Bestand unserer Zirbtwitten ist seit gestern dergestalt dezimiert, dass das Überleben der übriggebliebenen Vögel im kommenden Winter unwahrscheinlich ist. Wir werden das frohe Gezwitscher am Morgen vermissen.

Allerdings muss an dieser Stelle natürlich auch gesagt werden, dass es sich beim Vorfall mit den Zirbtwitten um einen zu erwartenden, ja, um einen gewünschten Effekt der Scheibenputzkunst handelt. Andreas meisterlich gereinigte Scheiben unterstützen wie kein anderes Element der urbanen Raumgestaltung den Prozess der natürlichen Auslese. Sollte die Twitten-Kolonie den erlittenen Verlust wider Erwarten überstehen, dann ist es offensichtlich, dass die Fenster dazu geführt haben, den genetischen Code einer ganzen Tierart zu optimieren! Für dieses Engagement im Namen der Tierliebe kann man die Leistung von Andrea, der "Klementine des 21. Jahrhunderts", gar nicht hoch genug einschätzen. Danke!
Mario de Baseggio

2008-06-17, 07.07 GMT
Forza Italia!
Das zweite Gruppenspiel der Azzurri, Italien - Rumänien, schauten wir uns für einmal nicht zu Hause, sondern in der Zuger UBS-Arena an. Zusammen mit einigen hundert andern Fans bangten und jubelten wir bis zur letzten Minute. Das Resultat ist bekannt, mit dem 1:1 gegen die Rumänen steht der Weltmeister heute gegen Frankreich unter Zugzwang und ist dazu erst noch abhängig vom Resultat des Spiels Rumänien - Holland. Eines ist jedoch bei all den Ungewissheiten klar: an den Fans kann's nicht gelegen haben!
Eva Moehlecke de Baseggio
Bild mit freundlicher Genehmigung der
UBS AG.

2006-12-27, 06.42 GMT
Weihnachten im Kreis der Familie
Nachdem wir am Freitag meine Grosssmutter in Interlaken besucht hatten, verbrachten wir die beiden Weihnachtstage bei Yvonne und Lúcio in Rütihof. [undisclosed] und [undisclosed] mitsamt der kleinen [undisclosed] und [undisclosed]'s Mutter [undisclosed] waren ebenfalls mit dabei. Natürlich wurde entsprechend laut und ausdauernd diskutiert. Ausserdem fehlte es nicht an gutem Essen, wobei einer der Höhepunkte gewiss unsere eigens für das Fest kreierte "Lufttorte" war. Alles in allem also ein Weihnachtsfest, wie man es sich wünscht.
Mario de Baseggio
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2006-09-05, 05.58 GMT
Der Tod eines Jaegers
Auf unserer Australienreise im Fruehling 2005 begegneten wir immer wieder dem Namen Steve Irwin. Im Reptile Center in Alice Springs lernten wir eine Echse kennen, die den beruehmten australischen Moderator von Tiersendungen in die Hand gebissen hatte. In der Naehe von Cairns fuhren wir am Zoo vorbei, der von Irwin gefuehrt wurde.
Bereits zuvor hatten wir zahlreiche Episoden seiner Sendung "Crocodile Hunter" gesehen. Diese Sendungen hinterliessen stets einen zwiespaeltigen Eindruck. Einerseits konnte man die faszinierenden Tiere ausgezeichnet sehen, die Liebe Irwins zu ihnen war offenkundig. Andererseits waren die Dokus auch immer gepraegt von einer gewissen Effekthascherei, Steve betonte immer, wie gefaehrlich einige der gezeigten Tiere seien und begab sich selbst in Situationen, die wir als verantwortungslos bezeichnen wuerden.
Gestern mussten wir auf
www.cnn.com lesen, dass Steve Irwin beim Filmdreh vor Port Douglas durch den Stich eines Rochens ums Leben gekommen ist. Er hinterlaesst eine Frau und zwei kleine Kinder. War es das wert?
Mario de Baseggio
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2006-08-06, 16.18 GMT
Ein Wochenende in München
Das letzte Wochenende verbrachten wir gemeinsam mit Yvonne und Lúcio in der bayrischen Hauptstadt München. Höhepunkte des äusserst unterhaltsamen und interessanten Kurz-Trips waren gewiss der Botanische Garten mit seinen eindrücklichen Gewächshäusern und die Pinakothek der Moderne, in der zeitgenössische Kunst, Design und Architektur zu bestaunen sind.

Am Samstagabend konnten wir zudem das «Jahrhundertfeuerwerk» im Olympiapark geniessen. Der Genuss war um so grösser, als dass wir zu den wenigen Anwesenden gehörten, die den vorangegangenen Jahrhundertwolkenbruch trocken überstanden hatten.
Die Bilder unseres Münchner Abenteuers.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2006-04-06, 07.25 GMT
Mittagessen mit Susanne
Gestern war ich mit meiner Arbeitskollegin Susanne in der Kantine mittagessen. Es war interessant zu erfahren, dass sich ihr Freund Hassim mit dem Gedanken traegt, eine militaerische Laufbahn einzuschlagen. Ausserdem sind wir natuerlich ueber einen gewissen, ehemals gemeinsamen Vorgesetzten hergezogen. Hat Spass gemacht!
Mario de Baseggio
Submitted via WAP

2005-12-31, 12.26 GMT
Das war 2005
Wenn der letzte Tag des Jahres kommt, ist man geneigt, zurück zu blicken und eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Was haben wir im vergangenen Jahr erlebt, was hat uns berührt, was war schön und was war weniger schön?
Das Jahr 2005 war leider von menschlichen Tragödien geprägt, wie man sie in dieser medialen Konzentration noch selten erlebt hat. Der Tsunami hatte am 26. Dezember 2004 Hunderttausende in den Tod gerissen, richtig bewusst wurde uns das Ausmass der Katastrophe im Januar, als die Bilder der verwüsteten Gebiete, der zerstörten Städte und der trauernden Menschen während Wochen zu sehen waren.

Im Laufe des Jahres kamen weitere schlimme Nachrichten dazu. New Orleans versank in den Fluten und im Chaos, in Pakistan nahm ein Erdbeben vielen Menschen das Leben und den Hinterbliebenen die Hoffnung. Bombenanschläge in London und auf Bali, der nicht enden wollende Konflikt im nahen Osten und das Desaster im Irak - schlimme Schlagzeilen prägten die letzten 12 Monate.

Unsere Gedanken sind bei den Menschen, denen das Glück nicht zur Seite stand. Und sie sind bei all den Menschen, deren Unglück von den Medien und der Weltöffentlichkeit unbeachtet blieb. Wie viel wissen wir eigentlich über die Kriege in Myanmar, Nepal und Sudan? Wie steht es mit dem angeblichen Frieden in Burundi? Ein Unglück in Afrika hat den geringeren "News-Wert" als ein Unglück in Europa und den USA. Daher finden in unseren Medien gewisse Ereignisse gar nicht statt. Das muss zu denken geben.

Im Gegensatz zu den turbulenten Ereignissen in der Welt können wir aus persönlicher Sicht auf ein schönes, spannendes und erfülltes Jahr zurück schauen. Wir haben viel gesehen und viel gelernt. Die Ferienreisen in den Weiten Australiens und auf der Götterinsel Bali hinterliessen bleibende Eindrücke. Wir sahen den Dalai Lama im Hallenstadion, den Pianisten Lang Lang in der Tonhalle und Ronaldinho im Camp Nou. Dazu kamen viele schöne Ereignisse und Begegnungen, sie waren so zahlreich, dass wir sie an dieser Stelle nicht aufzählen können.

Wir schauen zuversichtlich auf das kommende Jahr und hoffen, dass es der Welt besser gehen wird. Unseren Freunden und Verwandten danken wir für die schönen gemeinsamen Stunden und wünschen allen einen guten Rutsch in ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-07-31, 08.27 GMT
The Fantastic Four
Die Geschichte von Mr. Fantastic, Invisible Girl, Human Torch und The Thing läuft im Moment in den Kinos. Wir sind bei Comics-Verfilmungen so etwas wie Stammkunden, so erstaunt es nicht weiter, dass wir gestern den Weg ins Lichtspieltheater Metropol fanden, um diesen Streifen zu sehen.
Es lohnt sich wohl nicht, viel über das Machwerk zu schreiben, es ist solide Unterhaltung, nicht mehr und auch nicht weniger. Die visuellen Effekte entsprechen dem heutigen Standard, zwischendurch muss man über eine gewisse Selbstironie lachen, dennoch vermag die Art, wie die Geschichte entwickelt wird, nicht mit zu reissen. So kommt es, dass die Fantastic Four sich plötzlich im Showdown gegen den Erzfeind Dr. Doom wieder finden, ohne dass vorher eine nachvollziehbare Eskalation statt gefunden hätte. Vielmehr steht die Liebesgeschichte zwischen Invisible Girl und Mr. Fantastic im Zentrum, was nicht wirklich zu dieser Art von Film passt und daher auch nicht begeistert. Wie «Batman - The Beginning» ist also auch «The Fantastic Four» einfach eine Comics-Verfilmung mehr, mit den Besten des Genres kann sie indes nicht mit halten.
Mario de Baseggio

2005-02-14, 08.09 GMT
South Australia
Die letzten vier Tage haben wir in South Australia verbracht. Auf Kangaroo Island verbrachten wir drei fantastische Tage, nebst beeindruckenden Felsformationen wie den Remarkable Rocks und Admirals Arch haben wir vor allem viele Tiere gesehen.
Seeloewen, Seehunde, Pelikane, Wallabies, Kaengurus, Pinguine, Koalas, Schlangen, Echsen, Possums und zahlreiche Voegel konnten wir zum Teil aus naechster Naehe beobachten. Manchmal wurde es der Naehe sogar zuviel, total waren fuenf Vollbremsungen noetig, um den Tierbestand der Insel nicht unnoetig zu reduzieren.

Im Coorong National Park sahen wir heute Kolonien von Seevoegeln in ihrer natuerlichen Umgebung. Hoehepunkt des Tages war gewiss die Sichtung einer Emu-Henne mit ihrem ca. vier Monate alten Emu-Kueken (was waeren denn wohl die korrekten Bezeichnungen?).

Morgen fliegen wir nach Alice Springs und verbringen einige Tage im Red Centre. Die 38 Grad Celsius von heute werden dort fast verdoppelt. Wenn wir nicht bei der Ankunft augenblicklich austrocknen und zu Staub zerfallen (ob es wohl deswegen soviel davon gibt dort?), dann werden wir auch weiterhin von unseren Abenteuern in Downunder berichten.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-12-13, 10.19 GMT
de Baseggio versagt auf der ganzen Linie
Ich habe gestern nach 2001 zum zweiten Mal am Zürcher Silvesterlauf teilgenommen. Mit 47min. 15s blieb ich um 4 Sekunden über der vor 3 Jahren gelaufenen Marke.
Natürlich verfehlte ich damit mein erklärtes Ziel, unter 45min. zu bleiben, klar. Grund für den kapitalen Schiffbruch lag in einem taktischen Fehler meinerseits. Drei Mal war es auf der ersten Runde aufgrund der grossen Zahl von Läuferinnen und Läufern zum Stau auf der Strecke und damit zum absolutern Stillstand während mehrerer Sekunden gekommen. Anstatt der anvisierten 11 Minuten absolvierte ich die erste Runde in schlechten 13min. 45s. Ich liess mich leichtsinnigerweise dazu verleiten, den Rückstand auf die Marschtabelle sofort veringern zu wollen, ich rannte Runde zwei in 10 Minuten. Das war eindeutig zu schnell, ich konnte auf den letzten 4 Kilometern nicht mehr zusetzen. Obwohl die Verhältnisse gestern im Vergleich mit 2001 viel besser waren - damals herrschten Temperaturen von minus 14 Grad Celsius - gelang es mir enttäuschenderweise also nicht, mich zu verbessern. Ich werde gewiss versuchen, das mir gesteckte Ziel im kommenden Jahr zu erreichen.
Mario de Baseggio

2003-08-07, 08.22 GMT
Trieste e Venezia
Vor etwas mehr als einer Stunde sind wir aus unseren Kurzferien zurückgekehrt. Alles hat fantastisch geklappt, die gegenwärtig herrschende Hitzewelle hatte zuweilen jedoch einen gewissen Einfluss auf unseren Reise-Rhythmus...
Die fünf Tage in Triest gaben uns genügend Zeit, unsere Verwandten zu besuchen. Zia Maria und Zio Sauro geht es gut, auch wenn sie gewisse Gebrechen des Alters nicht verleugnen können.
Touristischer Höhepunkt der nördlichsten Stadt an der Adria war gewiss der Besuch der «Grotta Gigante», dem grössten öffentlich zugänglichen natürlichen Hohlraum der Welt. Zum Grössenvergleich: In der fast 2 Millionen Kubikmeter grossen Halle hätte der Petersdom Platz!
Während in der Grotte eine konstante Temperatur von 11 Grad Celsius herrscht, waren es draussen stets um die 35 bei grosser Trockenheit. So zwangen uns Waldbrände zwischen Triest und Monfalcone bei der Rückkehr von einem Ausflug nach Cormòns vom Zug in einen Bus umzusteigen. Die Bahnlinie war unterbrochen.
40 Grad im Schatten war der Wert, den wir in den letzten zwei Tagen in Venedig zu gewärtigen hatten. Natürlich verlangsamten wir unseren Schritt und passten das Programm den Gegebenheiten an. So bevorzugten wir kleine, schattige Gässchen und kühle Kirchen.
Die Rückreise war denkwürdig, im Liegewagen, wo wir die Betten der obersten Etage belegt hatten, stiegen die Temperaturen auf 50 Grad. Auf die Frage, warum die Lüftung erst nach Mailand eingeschaltet worden sei, antwortete unser übereifriger Zugbegleiter heute morgen: «Weiss nöd, bi dene Wäge funktioniert einewäg nüüt!»
Mario de Baseggio

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