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2013-06-10, 07.42 GMT
Die Schatzinsel an der Oper Zürich
Der Komponist Frank Schwemmer hat im Auftrag des Opernhauses die Kinderoper "Die Schatzinsel" geschaffen. Gestern waren wir mit Sophia in der Vorstellung, eine tolle Produktion! Wenn da nur nicht die Sache mit der Musik wäre.
Wer mich kennt, weiss, dass ich grösste Mühe mit dissonanter Musik habe. Werden Dissonanzen wiederholt nicht durch Konsonanzen aufgelöst, dann reagiert mein Körper mit erhöhtem Puls und ich bekomme schweissnasse Hände. Ich spüre eine merkwürdige Beklemmung im Brustraum und will nur noch weg. Der Grad des Unwohlseins hängt von der Art der Instrumente und dem jeweiligen Musik-Stil ab. So sind atonale Kompositionen der Neuen Klassik oder die meisten zeitgenössischen Jazz-Stücke für mich nur schwer auszuhalten.
"Die Schatzinsel" ist eine hervorragende Oper in praktisch allen Belangen: Bühnenbild, Kostüme, visuelle Effekte, die Leistung des Ochesters und der Sänger - alles tipptopp. Zur Musik fand ich hingegen keinen Zugang, weil ich ihre Struktur nicht heraushören konnte, sie war für mich nichts anderes als syllabisches Hintergrundgeräusch. Und die Dissonanzen taten das Übrige, ich hatte bereits nach 10 Minuten das Gefühl, aus den Ohren zu bluten.
Nota bene: Meine persönliche Befindlichkeit ist in dieser Sache nicht von Belang, denn es handelt sich ja um eine Kinderoper, die nicht für alternde, kulturkonservative Väter, sondern für begeisterungsfähige Kinder geschrieben ist. Das Opernhaus Zürich beweist mit diesem Auftragswerk, dass es das junge Publikum ernst nimmt und sich nicht damit zufrieden gibt, den Kindern einfach ein Medley der schönsten Opernarien aller Zeiten vorzusetzen. Und das Zielpublikum hat Schwemmers Komposition ohne Zweifel erreicht. Keines der Kinder hat sich wegen nicht aufgelöster Dissonanzen beschwert, sie alle, einschliesslich unserer Tochter, waren von der spannenden Darbietung gefesselt.
Mario de Baseggio

2012-03-26, 05.29 GMT
Mercedes-Benz Roadster Days
Die Mercedes-Benz Roadster Days machten den Anfang in unserem reichhaltigen Programm der letzten zwei Tage. Sophia fühlte sich in der Seefeld-Garage pudelwohl, Kinderschminken, Chicken Nuggets und nicht zuletzt auch das Meet&Greet mit Globi waren ganz nach ihrem Geschmack. Ich hingegen musste mich zusammenreissen, nicht ernsthaft in ein Kaufberatungsgespräch für einen CLS verwickelt zu werden...
Mario de Baseggio

2011-04-12, 05.02 GMT
Cimier Watch Academy
Die Berufswünsche, die ich als kleiner Junge hatte (und an die ich mich erinnere) waren Formel-1-Pilot und Uhrmacher. Zum Glück für die Herren Schumacher und Alonso habe ich keinerlei Anstalten unternommen, eine Rennfahrerkarriere zu machen. Das mit der Uhrmacherei habe ich hingegen mit dem gestrigen Besuch an der Cimier Watch Academy (www.cimier.ch) nachgeholt. Während viereinhalb Stunden konnte ich unter der fachkundigen Leitung des Uhrmachermeisters Eugster eine Armbanduhr mit Handaufzug zusammenbauen. Faszinierend war die Winzigkeit der Teile, die sich eines nach dem anderen  präzise zu einem Ganzen fügten. Mit viel Glück ist es mir gelungen, die Unruh ohne Hilfe zu verbauen, der hohe Grad an Konzentration beim Versuch, dieses schwabbelnde Zitterdings ins Werk zu lotsen, hatte prompt zu Folge, dass ich in der Nacht mehrfach davon geträumt habe. Ein wahrhaft erhebender Augenblick war ausserdem der Moment, da das Uhrwerk zum ersten Mal tickt. Es ist, als ob ein kleines Herz zu schlagen beginnt. Ich danke allen Beteiligten, vor allem Herrn Eugster, für den ausgezeichneten Anlass. Für mich ist gestern ein kleiner Traum wahr geworden. 
Mario de Baseggio

2009-08-08, 16.43 GMT
Zwei Röcke und eine Hochzeit
Andrew, der seit gestern leider nicht mehr mein Arbeitskollege ist (viel Glück bei den Betonmischern!), hat heute Doris geehelicht. Er tat dies, wie es sich für einen echten Highlander geziemt, im Kilt samt Sporran und Sgian Dubh. Doris hat hingegen auf den Tartan verzichtet und sich als strahlende, weisse Braut präsentiert. Am Apéro haben wir ausserdem noch meinen Chef Felix getroffen, der sich mutig durch die Basler Schlechtwetterfronten gekämpft hatte.
Wir wünschen den Frischverheirateten viel Glück und nur das Beste für die weitere gemeinsame Zukunft. Und möge unser Geschenk lange Freude bereiten!
Mario de Baseggio

2008-11-17, 12.41 GMT
Manuela und Patrick haben geheiratet!
Heute morgen um 11.15 Uhr haben Manuela und Patrick im Pavillion des Verwaltungszentrums Werd geheiratet. Da das Brautpaar im Vorfeld das Fotografieren untersagt hatte, musste ich das "Vorher"-Bild im Geheimen schiessen. Ganz legal entstand hingegen das erste Bild des entspannt wirkenden, jungen Ehepaars nach der Sechseinhalbminutentrauung. Von Herzen alles Gute, euch beiden!
Mario de Baseggio

2008-11-11, 07.55 GMT
Drei Tage in Berlin
Es hat fast 39 Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal die Hauptstadt unseres nördlichen Nachbars besucht habe. Gleich nach unserer Ankunft im Hotel Luisa's Place beim Adenauer-Platz, haben wir am Kurfürstendamm eine Curry-Wurst verdrückt. Ein gelungener Auftakt für den kleinen Städtetrip, den wir anlässlich unseres fünften Hochzeitstages unternommen haben.
Am Freitagabend sahen wir in der Berliner Staatsoper "Così fan tutte" in einer ebenso witzigen wie gelungenen Aufführung. Die erste Operninszenierung von Doris Dörrie lässt die Geschichte in den frühen Siebzigern spielen, Ferrando (Jeremy Ovenden) und Guglielmo (Hanno Müller-Brachmann) sind Geschäftsleute und keine Soldaten. Sie verkleiden sich auch nicht als orientalische Herren, sondern folgerichtig als Hippies.

Wir sassen in der ersten Reihe und konnten das Ensemble aus nächster Nähe bei der Arbeit beobachten. Manchmal fast zu nahe, wir können von Glück reden, dass uns die Spucke von Roman Trekel (Don Alfonso) nicht getroffen hat. Unsere Sitznachbarn sassen bei den lauteren Partien buchstäblich im Regen. Beeindruckt waren wir von der Leistung des Dirigenten, Dan Ettinger, der während knapp drei Stunden seine Musiker anfeuerte oder zurückhielt und den Sängern abwechselnd das Tempo vorgab, oder - vor allem während der Soli - deren Tempo geschickt aufnahm. Katharina Kammerloher in der Rolle der Dorabella bot eine solide Leistung, auch Anna Samuil (Fiordiligi) bewies - bis auf kleine Schwächen in der Koloratur - ihr Können. Besonders erwähnen möchten wir noch den brasilianischen Sopran Adriane Queiroz, die mit ihrem komödiantischen Talent die quirlige Despina blendend interpretierte.

Den Samstagmorgen verbrachten wir mit dem typischen Touristenprogramm: Doppeldeckerbusrundfahrt vorbei an der Gedächtniskirche, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz etc. Beim Brandenburger Tor sind wir zu Fuss weiter und haben uns ebendieses, den Bundestag und das Holocaust-Mahnmal genauer angeschaut. Die 2711 grauen Stelen des Denkmals bedürfen der Interpretation des einzelnen Betrachters. Der "Place of no meaning", wie Peter Eisenman ,der Schöpfer des Kenotaphs, sein Werk auch bezeichnet, vermittelt an keiner Stelle Sicherheit oder Gewissheit. Wie wir denken, sehr passend.

Nachdem wir am Potsdamer Platz Stücke der Berliner Mauer sehen konnten, entschlossen wir uns, in einem Kino im Sony-Center-Gebäude den neuen Bond zu sehen. "Quantum of Solace" gefiel uns hervorragend. Ein unheimlich schnell geschnittener, von Marc Forster gekonnt inszenierter moderner Actionstreifen. James-Bond-Fans alter Schule wird der Film wohl zu weit vom "richtigen" 007-Feeling weg sein. Wir fanden es hingegen toll, dass man sich vom drögen "Geschüttelt-nicht-gerührt"-Mief gelöst und alte Zöpfe (Moneypenny, Q, Gadgets usw.) abgeschnitten hat. Daniel Craig versteht es ausgezeichnet, den Agenten im Spannungsfeld von Pflichterfüllung und persönlicher Rache zu zeigen. Ein wirklich guter Film. (Wenn man damit leben kann, dass nicht aus Kugelschreibern geschossen wird und die im Film vorkommenden Frauen mehr als nur Staffage sind.)

Der Sonntag stand im Zeichen der Rückreise. In weniger als 25 Minuten brachte uns die Buslinie 109 vom Adenauer-Platz zum Flughafen Berlin-Tegel, weitere drei Stunden später waren wir wohlbehalten in der Schweiz angekommen.
Mario de Baseggio

2008-11-05, 07.07 GMT
Barack Obama ist der nächste Präsident der USA
Ich habe mich geirrt. Ich hatte fest damit gerechnet, dass John McCain die vier nächsten Jahre im Weissen Haus sitzen würde. Jetzt ist es anders gekommen. Glücklicherweise, werden hier in Europa viele sagen. Ich denke hingegen, dass es keinen grossen Unterschied macht. Der amerikanische Präsident war noch nie europäisch. Selbst Knuffel-Präsidenten wie Bill Clinton hatten (der hiesigen Fan-Gemeinde zum Trotz) nie echte globale Visionen. Wenn man die Entscheide und Initiativen der US-Präsidenten betrachtet, gab und gibt es für einen amerikanischen Präsidenten nur eine Priorität: Das Interesse seines Landes. Daher spielt es aus nicht-amerikanischer Sicht keine grosse Rolle, ob ein Donkey oder ein Elephant an der Macht ist. Die Unterschiede liegen im Marketing. Aber wer weiss, vielleicht wird das mit Barack Obama anders. Ich habe mich bekanntlich auch schon geirrt...
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-06-18, 07.35 GMT
Abgerechnet wird zum Schluss
Es ist jedes Mal dasselbe: Die Squadra Azzurra schleppt sich mühsam durch die Vorrunden grosser Turniere und erreicht die Finalrunden mit Leistungen, die dem Potential der Mannschaft in keiner Weise gerecht werden. Daran habe ich mich als Fan schon vor langer Zeit gewöhnen müssen. Daher war ich nicht sonderlich überrascht, dass es auch diesmal wieder geklappt hat - das tut es meistens. Mein Optimismus wurde in den vergangenen Tagen von meinen Kolleginnen und Kollegen (wohl zu Recht) immer wieder belächelt. Die Spiele gegen die Niederlande und gegen Rumänien gaben genug Munition für zwei Meisterschaften...
Jetzt wird der Grundton in den Kommentaren wieder ändern, jetzt wird man vom "glücklichen" oder vom "unverdienten" Weiterkommen der Mannschaft sprechen. Auch daran habe ich mich als Fan längst gewöhnt. (Das ist ja gerade einer der schönsten Aspekte des Fussballspiels: Jeder kann die Geschehnisse auf seine eigene Weise analysieren und deuten.) Kann man von Glück sprechen, wenn es immer wieder geschieht? Widerspricht die regelhafte Wiederholung nicht dem eigentlichen Konzept von "Glück haben"? Glück oder Pech haben, das geschieht in einem einzelnen Spiel, bei einer (Fehl-)Entscheidung des Schiedsrichters, bei einem Pfostenschuss oder bei einer Verletzung, wie sie gestern leider Franck Ribery ereilt hat. Von diesen Momenten sind alle Mannschaften betroffen. Erinnert man sich an das aberkannte reguläre Tor von Luca Toni gegen Rumänien? Wie steht es mit dem Penalty, den Portugal gegen die Schweiz in der ersten Halbzeit nicht hat zugesprochen bekommen? Im selben Spiel führt eine Schwalbe Barnettas zum Elfmeter gegen die "unglücklichen" Portugiesen. Würde man den ausgezeichneten, aufopfernd kämpfenden Nani fragen, er würde sicherlich antworten, dass diese beiden Entscheidungen Glück für die Schweizer waren. Aus Schweizer Sicht wird man sich hingegen nur an die tolle, kämpferische Leistung der Mannschaft im letzten Spiel unter Köbi Kuhn erinnern. Aber - und das ist jetzt meine persönliche Folgerung aus dem eben Gesagten - Glück oder Pech können spielentscheidend sein, sie können aber nicht über Jahre hinweg den Ausgang von Turnieren bestimmen. Das "glückliche" Weiterkommen der Italiener ist ein Mythos. Es ist es kein glücklicher Zufall, dass Mannschaften wie Deutschland, Italien, Argentinien oder Brasilien regelmässig Vorrunden grosser Meisterschaften überstehen und sich oft im Finalspiel wiederfinden. Ob man es mag oder nicht, im Spiel dieser Teams gibt es eine Qualität, die beständig Resultate garantiert.

Wie dem auch sei, die Karten sind jetzt frisch gemischt, jetzt geht es am Sonntag in Wien gegen das starke Spanien, leider ohne Pirlo und Gattuso. Da werden wir also wieder etwas Glück brauchen...
Mario de Baseggio

2007-06-29, 06.14 GMT
Farewell, beloved XBox!
Ich habe meine XBox an meinen Arbeitskollegen Jürgen verkauft. Damit endet für mich die Aera der Konsolen der ersten Generation.
Ein Hauch von Wehmut lag im Raum, als ich das gute Stück samt Zubehör (Kabel, Games etc.) in einem Papiersack weggegeben habe, schliesslich haben wir so manche Stunde miteinander verbracht, gelacht, gejubelt - aber auch gelitten und geflucht! Denkwürdig, die LAN-Parties mit den Jungs, bei denen ich in den Shootern zu reinem Kanonenfutter verkam, wo ich hingegen bei den Racing-Games Sieg um Sieg einfahren konnte.
Damit ist es nun vorbei, ich wünsche Jürgen, dass er mit der Kiste ähnlich viel Spass haben wird, wie ich mit ihr haben durfte. Ich richte mich nun auf ein XBox-freies Leben ein. Es wird nicht leicht werden. Ein wenig Trost wird mir dabei aber das Gerät spenden, das sich seit kurzem im Kästchen unter unserem Fernseher eingenistet hat. Es hört auf den Namen PS3...
Die Chronik der schwarzen Kiste mit dem giftgrünen Kreuz
Mario de Baseggio

2007-06-17, 12.11 GMT
At World's End...
Mit grosser Spannung hatten wir den dritten Teil der Saga um Captain Jack Sparrow erwartet. Gestern Abend sahen wir "Pirates of the Carribean - At World's End" im Kino Trafo in Baden und wurden nicht enttäuscht. Trotz einiger Längen bietet der Streifen von der ersten Minute weg Unterhaltung und Spannung. Die skurilen Figuren, allen voran Johnny Depp als Jack Sparrow, sind liebenswert und abstossend zugleich.
Visueller Höhepunkt stellt wohl die Szene dar, in der die "Black Pearl" und die "Flying Dutchman" in einem riesigen Strudel zu versinken drohen. Die Masten der Windjammern haben sich verhakt, alles dreht sich minutenlang im Kreis. Doch selbst in dieser ausweglosen Situation wird weiter gekämpft, gestritten und - geheiratet.
Die Musik ist in gerade mal einer Szene originell: Bevor es zum Showdown kommt, treffen sich die Anführer der Piraten und der East India Trading Company auf einer kleinen Sandbank inmitten der See. Als die Protagonisten aufeinander zugehen zitiert eine Mundharmonika das "Lied vom Tod". Während den restlichen 165 Minuten hingegen leiert Hans Zimmer seinen "Gladiator"-Soundtrack-Klon auf und nieder, er macht sich nicht einmal die Mühe, die Stücke neu zu arrangieren.
Die Qualität des Films machen - wie eingangs erwähnt - die Charaktere aus. Tia Dalma, die zur Göttin Calypso wird, verbreitet zuverlässig diese unheimliche, unheilverheissende Stimmung. Allein die Art und Weise, wie Naomie Harris ihre Figur sprechen lässt, lohnt, den Film zu sehen. Die Kapitäne Barbossa (Geoffrey Rush) und Sao Feng (Yun-Fat Chow) übertreffen sich gegenseitig an Verschlagenheit und charmantem Verrat. Selbst die Nebenfiguren wie der einäugige Ragetti (Mackenzie Crook) oder die beiden Wächter des "Dead Man's Chest" Mullroy (Angus Barnett) und Murtogg (Giles New) werden immer wieder gekonnt und prominent eingesetzt und sorgen so für viele Lacher.
Alles in allem also eines der besseren Sequels, das Hollywood in jüngster Zeit zu bieten hatte.
Mario de Baseggio
Das Bild ist der Site
www.imdb.com entnommen.

2004-08-16, 05.21 GMT
Top of Europe!
Wieder einmal verbrachten wir ein Wochenende in Interlaken, für einmal von Letícia, unserer brasilianischen Cousine, begleitet.
Bevor Mario's Eltern am Mittwoch das Land in Richtung USA und Mexiko verlassen, verbrachten wir am Samstag nochmals Zeit mit der Familie und liessen es gemütlich angehen.

Am Sonntag hingegen fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein auf das Jungfraujoch, Top of Europe! Die spektakuläre Aussicht auf rund 3500 m Höhe begeisterte uns schlichtwegs. Doch auch das ganze Drumherum bereitete uns viel Spass, so schlitterten wir fröhlich durch den Eispalast und bemühten uns, alberner als alle anderen zu sein. Ein Höhepunkt war sicher das Sommerskifahren mit Letícia. Ihr erstes Mal Skifahren hat sie mit Bravour gemeistert. Es war ein toller Tag!
Zu den Bildern vom Jungfraujoch
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2004-05-16, 16.37 GMT
«Swöööt Song, Love Song!»
Alle Jahre wieder: Gestern verfolgten wir gespannt den Eurovision Song Contest am Fernsehschirm. Das Besondere: Stefan und Raj hatten uns und 10 weitere Freunde bei sich zu Hause dazu eingeladen. Das Buffet war dem Anlass entsprechend türkisch-orientalisch ausgestaltet.
Eigentlich müsste man sich dafür schämen, sich für eine derartige Veranstaltung zu begeistern. Die unsagbar peinlichen Tanzeinlagen der Stars, die kuriosen Akzente bei den englischen Song-Texten (vgl. Titel) und die ausgefallene Bühnen-Kleidung sind an der äussersten Grenze des Erträglichen. Legendär die zweisprachige Schlussbewertung, bei der Stefan, wie er gestern gestand, gerne selbst einmal die französische Wiederholung («L'Albanie, douze points!») moderieren würde. Und ebenfalls seit 30 Jahren immer gleich, das fassungslose Entsetzen über den Musikgeschmack anderer Länder.
Höhepunkt des Abends war der von Stefan ausgestaltete Wettbewerb, wobei es darum ging, die Sieger des Liederabends voraus zu bestimmen.
Eva favorisierte Max, die stimmgewaltigste aller deutschen Unibrows, mein untrügliches Musikverständnis liess mich hingegen auf Xandee aus Belgien tippen. Während Eva mit Platz acht und 93 Stimmen noch einigermassen gut im Rennen lag, musste ich mit Platz 22 (von 24!) und mickrigen 7 Punkten die Segel streichen. Der verdiente Sieg ging übrigens an Asi, der wir die gewonnene Eurovision-Song-Contest-CD herzlich gönnen. Damit wird es ihr möglich sein, sich immer wieder mit dem geistreichen Text des Schweizer Beitrags (Piero, «Celebrate») auseinanderzusetzen.
Wir danken Stefan und Raj für die Gastfreundschaft. War ein wirklich lustiger Abend.
Mario de Baseggio

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