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Today in 2015 Oper im Dialekt

2016-04-09, 11.04 GMT
Nahtloser Übergang
Ich habe mich in den vergangenen Monaten weiter zum Zuschauerportler entwickelt. Meiner lebenslangen Faszination für die Formel 1 hat sich vor drei Jahren das Eishockey hinzugesellt, seit meiner Indienresie im letzten Frühling beschäftige ich mich auch mit Cricket. So passt es hervorragend, dass die in diesen Tagen endene Hockeysaison durch den Start der IPL-Season 2016 ersetzt wird. Ich hoffe, dass meine Mumbai Indians ein wenig glücklicher kämpfen, als meine ZSC Lions. Immerhin habe ich mit Beni, einem feurigen Anhänger der Royal Challengers Bangalore, um ein Mittagessen gewettet. In einem indischen Lokal, versteht sich.
Zur Website der Indian Premier League (IPL)
Mario de Baseggio
Das Bild oben zeigt mich mit dem Topspieler Roman Wick von den ZSC Lions. Darunter mein obligates #IPLSelfie um meinen Support für die Mumbai Indians auszudrücken.

2011-02-13, 11.00 GMT
Da, wo das Leben noch lebenswert ist
Gestern ist Peter Alexander im Alter von 84 Jahren verstorben. Der österreichische Entertainer hat in der zweiten Hälfte der Siebziger meine ersten Fernseherfahrungen massgeblich geprägt. Er war in romantischen Komödien, die typischerweise am Sonntagnachmittag gesendet wurden, ebenso vertreten, wie in den grossen Samstagabendkisten. Ich haben den feinen Humor des eleganten Schlagerstars sehr gemocht.
Mario de Baseggio (submitted via e-mail)

2010-07-12, 13.48 GMT
Spanien ist Weltmeister
Die Fussballweltmeisterschaft 2010 ist seit gestern Geschichte, Spanien hat sich verdient den Titel geholt. Und für mich ein gebührender Anlass, Rückschau auf die entscheidenen Abschnitte meines bisherigen Lebens zu halten. "Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura" heisst es bei Dante. Der finstere Wald ist bei mir zwar finster, aber kein Wald. Es ist vielmehr das Fernbedienungsknopfgewirr, das mir visuellen Zugang zum Weltmeisterschaftsturnier gewährte, dessen Verlauf für mich - eben - düster war.
Nach Argentinien '78, Spanien '82, Mexiko '86, Italien '90, USA '94, Frankreich '98, Südkorea/Japan '02 und Deutschland '06 war Südafrika die neunte von mir bewusst verfolgte WM. Wenn mich kein vorzeitiger Tod davon abhält, das Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mitteleuropäers zu erreichen, dann bedeutet das, dass ich etwa neun weitere Turniere vor mir habe.

Dreimal konnte ich bisher restlos mit mir und meiner Existenz zufrieden sein. 1982 und 2006, als die Squadra Azzurra den Titel holte und 2002 mit der Sieg der Seleção. Es kann als meisterhafte taktische Leistung in meiner Lebensplanung angesehen werden, dass ich mit
Eva eine Brasilianerin geheiratet und damit meine Chancen auf einen WM-Sieg faktisch mehr als verdoppelt habe. Wäre ich bereits früher auf diesen Kniff gekommen, dann wäre auch das Endspiel von 1994 eine Win-Win-Situation geworden. So wurde es leider nur eine ärgerliche Niederlage der Italiener. Naja, "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", sagte der Mann mit dem Feuermal auf der Stirn. Ich habe so die Chance vertan, ein viertes Mal in meinem Leben glücklich zu sein.

Wenn man aber bedenkt, dass mit Spanien erst der achte Landesverband überhaupt Weltmeister wurde, dann kann ich mich wahrlich nicht beklagen. Mein Mitgefühl liegt bei allen Menschen in den 200 Ländern, die noch auf den ersten Titel warten. Dass Hoffnung besteht, hat man im diesjährigen Turnier gesehen, die Schweiz hat im ersten Gruppenspiel den späteren Weltmeister Spanien mit eins zu null geschlagen. Alles ist möglich! Ich freue mich nun auf die neun verbleibenden Turniere und hoffe natürlich, dass es mir vergönnt ist, noch zwei, drei Mal Weltmeister zu werden, bevor der Vorhang fällt. Ist das zuviel verlangt?
Mario de Baseggio

2008-02-01, 16.33 GMT
Leb wohl, Brandy.
Nach fast vierzehn gemeinsamen Jahren hiess es heute Abend Abschied nehmen von unserer Katze Brandy. Sie wird ihren Lebensabend an einem anderen Plätzchen verbringen, wo sie Ruhe vor lärmenden Krabbelkindern hat.
Leider konnte sich Brandy nicht an die veränderte Situation gewöhnen. Sophias zunehmende Zuneigungsbekundungen, die sich in wilden Verfolgungsjagden durch die Wohnung äusserten, lösten bei Brandy nur Stress und Panik aus.

Schweren Herzens haben wir daher einen neuen Platz für sie gesucht und diesen nun auch gefunden. Wir sind sicher, dass Brandy im Zürcher Albisrieder-Quartier die Ruhe und Aufmerksamkeit findet, die sie bei uns nicht mehr hatte.

Kleines Kätzchen, danke für alles, wir werden Dich vermissen!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2006-02-13, 09.22 GMT
Walk the Line
Johnny Cash, der "Man in black", feiert derzeit fröhliche Urständ. Der Film "Walk the Line" zeigt die entscheidenen Jahre seines Lebens, vom Unfall seines Bruders Jack, für den er sich Zeit seines Lebens schuldig fühlen sollte, bis zum Moment, wo die schlimmsten Drogen- und Alkoholexzesse überstanden waren und June seinen Heiratsantrag annehmen konnte.
Reese Witherspoon als June Carter und Joaquin Phoenix als Johnny Cash verstehen es, ihren Figuren mit dem Leben und dem Charisma zu versehen, das erklärt, warum die beiden Sänger dermassen beliebt waren. Die persönlichen Probleme, mit denen vor allem Johnny zu kämpfen hat, werden ohne Effekthascherei und dennoch intensiv dargestellt. Es ist diese schwache, menschliche Seite, die den grossen Country-Star für das Publikum zugänglich macht. Als eindrückliches Beispiel sei die Szene in der Bar genannt, John erwähnt gegenüber der einfühlsamen June seinen toten Bruder Jack. Die Mimik beider Akteure verrät alles über seine innere Unrast und ihre ehrliche Anteilnahme.
Der Film ist eine schöne Hommage an zwei interessante Persönlichkeiten der Show-Welt.
Mario de Baseggio
Die Website des Films:
www.walkthelinethemovie.com

2005-06-19, 10.27 GMT
Über den Dächern von Zürich 2005
Gestern luden Ingrid und Oli wieder einmal zum alljährlichen Fest auf der Dachterasse im Herzen des Zürcher Universitätsquartiers. Viel Grilliertes, ein bisschen Alkohol und natürlich die leckeren, legendären «Schoggibananen» (Bild) liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Die an die 20 geladenen Gäste unterhielten sich über so ziemlich alle wichtigen Dinge des Lebens.
Die Porträts des spanischen Tronfolger-Paares auf Keksdosendeckeln, der Einsatz spezieller Muskelgruppen beim Contemporary Dance, ägyptische Magenverstimmungen und orientalische Möbelhäuser, Kleiderverkäufer, die den Kunden bei der Vermassung in den Schritt greifen, die musikalische Umsetzung von Messerstechereien und einmal mehr Olis Spanisch-Kenntnisse - kein Thema fehlte!
Gegen Ende des Abends gelang es ausserdem, mit Patrick «The Real Enzo» einen Vorvertrag zum Einstieg in die Forza-Rennserie abzuschliessen. Es bleibt der «Scuderia Enzo», die für den konsequenten Einsatz ihrer eigenwilligen Kurventechnik bekannt und gleichermassen gefürchtet ist, überlassen, ob sie die ihr noch fehlende Infrastruktur beschaffen will oder nicht. Die bisherigen Fahrer würden sich jedenfalls über eine Erweiterung des Starterfelds freuen.
Wir bedanken uns bei Ingrid und Oli für die Einladung, wir kommen gerne wieder!
Mario de Baseggio

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