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Today in 2005 Barça, Barça, Baaaaaarça!
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Today in 2003 Ostern mit der Familie

2018-10-28, 16.08 GMT
Mein erstes Spiel als Eishockey-Goalie
Heute hat sich mir ein Traum erfüllt: Ich habe in Dielsdorf mein erstes Spiel als Eishockey-Goalie absolviert. Gemeinsam mit den Spielern des EHC UBS Zürich konnte ich während zwei Stunden meine im Sommer an der Pro Goalie School Kloten erworbenen Kenntnisse zur Anwendung bringen. Alles hat gut geklappt, ich war zum Teil natürlich leichte Beute für die schnellen Stürmer, dennoch gelangen mir auch ein paar schwierige Saves. Mein Arbeitskollege Beni kam ebenfalls vorbei um zuzuschauen, was mich ganz besonders freute. Jetzt bin ich erschöpft und sehr, sehr zufrieden.
Mario de Baseggio
Das Bild stammt von einem Training an der Pro Goalie School in Kloten.

2018-02-27, 05.25 GMT
Ereignisreicher Februar
Der Februar war gespickt mit Ereignissen, freudigen, besorgniserregenden und leider auch einem sehr traurigen. In der ersten Woche des Wintermonats hatte ich die einmalige Gelegenheit, mit Sophia zum Endspiel der diesjährigen Champions Hockey League in Växjö, Schweden zu fahren, weil ich von der Organisation zum "Best Fan Ambassador 2018" erkoren worden war. (Mehr Details dazu unter www.fan70.ch.)

Gleich im Anschluss verbrachten wir (natürlich zu dritt) unsere traditionellen Wintersportferien in Grindelwald, wo wir uns auch mit Tante Theres, Onkel Walter und Cousin Stefan zum indischen Abendessen treffen konnten.

Während des ganzen Februars wurden wir von Sorgen um den Gesundheitszustand unserer Lieben begleitet, dies hat sich mittlerweile entspannt.

Der absolute Tiefpunkt wurde am vergangenen Freitag erreicht, als eine Mitarbeiterin der UBS von ihrem Ehemann vor der Eingangstür des Bürogebäudes, in dem ich arbeite, erschossen wurde. Obwohl ich während der Tat im Gebäude war, habe ich nichts davon mitbekommen, einige Kolleginnen und Kollegen von mir hatten leider weniger Glück und wurden Zeugen dieses erweiterten Suizids. Meine Gedanken sind bei all den unschuldigen Menschen, die von diesem Verbrechen betroffen sind, insbesondere natürlich bei den verwaisten Kindern der getöteten Mutter.
Mario de Baseggio

2018-01-01, 23.19 GMT
Happy New Year!
Den Jahreswechsel verbrachten wir gemeinsam mit der Familie in Tramandaí, Brasilien. Neben dem üppigem Festmahl und den zahlreichen Feuerwerken, die wir aus dem 16. Stock bestaunen konnten, wollen wir nicht vergessen, was 2017 gebracht hat. In vielerlei Hinsicht war das vergangene Jahr anspruchsvoll, sowohl Eva wie ich waren beruflich mit grösseren Projekten beschäftigt. Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt, an dieser Stelle sei unser Treffen mit dem 91-jährigen Holocaust-Überlebenden Shlomo Graber Mitte Mai besonders hervorzuheben. Das eingehende Gespräch mit diesem Zeitzeugen hat bei Eva und mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Mein Engagement als Fan Ambassador für meine ZSC Lions in der Champions Hockey League war für mich ein weiteres intensives Erlebnis, das mir viel Spass bereitet hat. Die Gelegenheit, ein bisschen hinter die Kulissen zu sehen, einzelne Spieler und Funktionäre kennenzulernen und - vor allem - mich mit anderen Hockey-Fans aus ganz Europa auszutauschen, war einmalig. Höhepunkt meines “Einsatzes” war gewiss die Reise an ein Auswärtsspiel in Nottingham. Mit vielen der dort getroffenen Fans stehe ich seither in regelmässigem Kontakt über soziale Medien.

Das Reisen kam wie immer nicht zu kurz, Grindelwald in den Sportferien, der Westen Kanadas mit seiner faszinierenden Tierwelt im Sommer und zum Jahresende der Besuch bei der Familie in Brasilien bildeten die Hauptdestinationen des Jahres 2017. Dazwischen gab es Kurzausflüge in den Europapark, nach München, Mailand und London. Beruflich kamen meine fünf Reisen nach Wroclaw, Polen und Evas Konferenzen in Athen und Oslo dazu, alles in allem waren wir ziemlich oft auf der Walz’.

Es war also ein tolles Jahr und wir sind sehr zuversichtlich, dass auch 2018 mindestens ebenso schön sein wird. Das wünschen wir natürlich nicht nur uns selbst, sondern auch allen Verwandten, Freunden und Bekannten!
Mario de Baseggio

2017-01-08, 08.02 GMT
Hirslandener Holmenkollen Nachtrodeln 2017
Nach 2010 und 2012 erlaubten es die Schneeverhältnisse gestern wieder einmal einen Hirslandener Holmenkollen Nachtrodel-Event durchzuführen. Die Veranstaltung, die als "Monaco Grand Prix der Tellerschlittler" globale Bekanntheit erlangt hat, bescherte uns packende Kopf-an-Kopf-Rennen, bei denen im Licht der 2,5-Millionen-Watt-Flutlichtanlage hart um Vorteile im Tausendstelsekundenbereich gerungen wurde. Nach dem Entzünden der traditionellen Höhenfeuer am oberen Südosthang des Bonzenhügels war das Publikum natürlich besonders gespannt darauf zu erfahren, wie der Wettkampf im Exo-Olympischen Sechser-Teller-Bob ausgehen würde. Dank zwei nahezu perfekten Läufen konnte der Schlitten ITABRASUI 1 den Titel in überlegener Weise sichern. Das Bild zeigt die erfolgsverwöhnte Formation ausgangs Basler-Loch im schwierig zu steuernden Übergang zum Bierling-Corner.
Mario de Baseggio

2017-01-06, 06.30 GMT
Das war 2016
Am 6. Januar ist es wohl noch nicht zu spät, einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen. 2016 wird mir als ein Jahr der grossen Veränderungen in Erinnerung bleiben: Eva und ich haben neue Jobs angetreten, Sophia ist in die Mittelstufe avanciert, was einen Lehrerinnenwechsel mit sich brachte und meine Schwiegereltern sind von Rütihof nach Baden gezogen. Doch nicht nur auf persönlicher Ebene tat sich viel, auch politisch wurde vieles umgekrempelt (Brexit, Trump etc.). Der Krieg und das Flüchtlingselend in Syrien, die Anschläge in Berlin, Brüssel, Nizza, Orlando und Istanbul, das Erdbeben in Italien und der Tod einiger grosser Persönlichkeiten wie Muhammed Ali, Leonard Cohen und Prince: so zeigte sich 2016 von seiner schwierigen, traurigen Seite. Im krassen Gegensatz dazu konnten wir auf persönlicher Ebene unzählige schöne Momente erleben, als Beispiel führe ich einige der faszinierenden Destinationen an, die wir in diesem Jahr bereisen konnten: Wien, London, Prag, Istrien und natürlich New York City. In diesem Sinn wünsche ich uns allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2017!
Mario de Baseggio

2016-10-14, 15.14 GMT
Wien, Wien, nur du allein...
Heute sind wir nach einer guten Woche aus Wien zurückgekehrt. Die Österreichische Hauptstadt hat uns in allen Belangen beeindruckt: Geschichte, Kultur, Speis und Trank - es blieben keine Wünsche offen. Die Zauberflöte in der Volksoper gefiel ebenso, wie das Haus des Meeres, die Prater-Chilbi, das Beethoven-Sterbe-Haus, das Mozart-Haus mit Blick auf die Blut-Gasse und das Hotel Sacher, bzw. dessen Torte. Es wurde unser tägliches Ritual, eine Mozartkugel zu verdrücken, das Schnitzel im Figlmüller durfte natürlich auch nicht fehlen. Dass uns auch Franzl und Sisi auf Schritt und Tritt begleiteten, versteht sich von selbst. Nach über dreissig Jahren hatte ich zudem wieder Gelegenheit, im Restaurant Feuervogel Russisches Essen zu geniessen. Der Wirt ist noch immer derselbe! Also, in diesem Sinn, Servus, küss die Hand, wir kommen wieder.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt die Neue Pummerin, die im Nordturm des Stephansdoms hängt. Mit über 20 Tonnen Gewicht ist sie die zweitgrösste freischwingende Kirchenglocke der Welt.

2016-08-23, 06.31 GMT
Sonderausstellung im FCZ-Museum
Mein Arbeitskollege Björn ist ein Die-hard-Fan des Fussballclub Zürich. Und er ist ein leidenschaftlicher Sammler von FCZ-Spielertrikots. Das FCZ-Museum hat der umfangreichen Kollektion eine Sonderausstellung gewidmet. Zu sehen waren unter anderem auch die Shirts von Jure Jerkovic und Karl Grob, den Fussballhelden meiner Kindheit. Björn hatte mich zur gestrigen Finissage eingeladen. Der Abend wurde aus vielerlei Gründen sehr eindrücklich. Zum einen waren die FCZ-Spielerlegenden Kuhn, Fischbach und Heer zugegen, zum anderen hatte Saro, der Museumsdirektor, den echten Cup-Pokal besorgt, der dem Anlass als Dekorationsstück eine würdige Aura verlieh. Saro - auch dies eine eigentümliche Geschichte dieses Abends - ist ein Schulkollege von mir, wir hatten uns an die dreissig Jahre nicht gesehen. Das Beeindruckendste aber war natürlich Björns Sammlung als Beweis von dessen Engagement, die Trikots zu sammeln und ihre Geschichten zu erhalten. Merci, Björn, für einen sehr besonderen Abend!
Zum Internet-Auftritt des FCZ-Museums
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt Saro beim Erklären der Gravuren auf dem 91-jährigen Pott, Björn steht links (hellblaues Hemd).

2016-02-23, 06.08 GMT
Eine Woche im Berner Oberland
Die vergangene Woche haben wir in Grindelwald verbracht. Bereits zum dritten Mal genossen wir die Skiferien im Berner Oberland, wiederum wurden wir nicht enttäuscht. Das atemberaubende Panorama mit Wetterhorn, Schreckhorn und natürlich "meinem" Eiger liess jede Abfahrt auf der First zum Spektakel werden, auch für einen Skimuffel wie mich.
Mario de Baseggio

2015-12-31, 16.03 GMT
Das Jahr der Katze
Am letzten Tag des Jahres zieht man Bilanz. Wir haben ein sehr schönes 2015 erleben dürfen. Schulisch, studentisch und auch beruflich war es erfüllend und mit neuen Erfahrungen gespickt. Im Sommer verbrachten wir einen wunderschönen Monat in Brasilien, über den Rest des Jahres waren einige kürzere Ausflüge in die Bodenseeregion und den Europapark verteilt. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Sportferien in Grindelwald. Die vermutlich grösste Veränderung in unserem Alltag hat Kali gebracht, die seit Mitte September unser jüngstes Familienmitglied ist. Sie hat sich tipptopp bei uns eingelebt und ist nicht mehr wegzudenken.

Alles in allem ein perfektes Jahr, wenn 2016 genauso wird, haben wir keinen Grund zu klagen. In diesem Sinne wünschen wir allen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!
Mario de Baseggio

2015-07-16, 21.31 GMT
Back to Brazil
Knapp drei Jahre nach unserem letzten Besuch sind wir heute wieder einmal wohlbehalten in Brasilien angekommen. Nachdem sich unser Abflug aufgrund eines Triebwerkschadens um über anderthalb Stunden verspätet hatte, ging alles reibungslos über die Bühne. Wir wurden in Porto Alegre von Rodolfo abgeholt und haben mit Eduardo, Lúcia und Letícia bereits wieder zur Ess-Schwatz-Lach-Routine zurückgefunden. Und natürlich sind Sophia und Zeca ein Herz und eine Seele.
Mario de Baseggio

2015-06-26, 20.15 GMT
Tschäse Fige!
Nach achteinhalb Jahren hatte mein Chef Felix heute seinen letzten Tag bei uns. Jürgen (links im Bild) und ich schenkten dem eingefleischten Basellandschäftler ein paar Souvenirs, die ihn künftig an die schönste Limmatstadt erinnern sollen. Darunter natürlich auch ein originales Shirt des wahren und einzigen Stadtzürcher Fussballklubs.

Felix, wir hatten eine unglaublich gute Zeit, ich konnte viel von dir lernen und ich danke dir herzlich für alles, insbesondere für den gegenseitigen Respekt, die tiefen Gespräche und den Humor. Viel Glück bei deinem neuen Job, ich hoffe, dass die St. Gallische Provinzbank zu schätzen weiss, was sie an dir hat!
Mario de Baseggio
Bild von Manuel geschossen (
www.manuelniess.com)

2015-01-04, 09.55 GMT
Das beste Bier der Welt
Wenn wir auf unserer Website Werbung machen, dann ist es keine Werbung im eigentlichen Sinn, sondern das Feststellen unverrückbarer Tatsachen, objektiv und absolut. Das kommt natürlich eher selten vor, weil es nur wenige absolute Wahrheiten gibt. Umso überraschender war gestern die Erkenntnis, dass ich das beste Bier der Welt gefunden habe. Ausschlaggebend war das Geschenk meines Nachbarn Urs, der mir aus dem Schwarzwald ein Bierglas der Brauerei Rothaus mitgebracht hatte. Als ich das Glas betrachtete, stellte ich hocherfreut fest, dass es ein Wappen trägt, das identisch mit dem Familienwappen der venezianischen de Baseggio vor 1204 ist. Im Zusammenhang mit dem unsäglichen 4. Kreuzzug war unserer Familie als Ehrenzeichen das Wappen mit den drei Knochen verliehen worden, davor führte die Familie einen simplen roten Streifen auf goldenem Grund. Eine kleine Internet-Recherche hat rasch ergeben, weshalb die Rothaus-Brauerei ihre Gläser und Flaschen mit demselben Schild schmückt: Es handelt sich dabei um das Wappen des Grossherzogtums Badens, eines souveränen Staates, der im 19. Jahrhundert Teil des Deutschen Bundes war. Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG hat ihren Sitz auf dem Gebiet des damaligen Grossherzogtums, daher findet sich das Wappen auf der Etikette. Damit ist klar: Wer die Farben meiner Familie auf Flaschen druckt, der produziert das beste Bier der Welt. Fraglos. Danke, Urs, für das bewegende Geschenk!
Als Referenz, das alte Wappen der venezianischen de Baseggio bei baseggio.net
Mario de Baseggio

2014-11-25, 07.48 GMT
Zum Tod von Viktor Tychonow
Ein paar schöne Worte meines Arbeitskollegen Georg zum Tod des 3-fachen Olympiasiegers und 8-fachen Weltmeisters: "Einer der weltbesten Eishockey-Trainer ist diese Woche in Moskau gestorben. Ich habe ihn in der Berner Allmend-/Postfinance-Arena mehrmals mit seiner sowjetischen 'Sbornaja Kommanda' gesehen und jedes Mal haben seine Spieler Topleistungen auf dem Eis gezeigt - das war für jeden Hockeyfan ein Genuss. Zu persönlichen Begegnungen ist es an der letzten Eishockey WM in Bern 2009 gekommen. Als VIP-Betreuer konnte ich seine Fragen beantworten, ihm den Weg ins Restaurant oder zu seinem Platz auf der Tribüne zeigen. Er war sehr freundlich und hat sich immer bedankt. Sein Hauptinteresse galt natürlich der russischen Mannschaft, welche von Slava Bykov geleitet wurde. Der Eishockey verliert in ihm einen der ganz Grossen."
Mario de Baseggio

2014-10-05, 16.55 GMT
Hänsel und Gretel
Gestern und heute hat Sophia mit ihrer Ballett-Schule "Ballett& Balance" mit Dutzenden anderer Kinder eine anderthalbstündige Vorführung bestritten. Als Fee verzauberte sie die beiden Titelfiguren im Wald. Grosseltern, Onkel, Cousins und Cousinen, Gottis, Schulfreundinnen und Nachbarinnen wurden Zeugen des eleganten, zierlichen Auftritts. Eine gelungene Sache, Gratulation den Tänzerinnen und Tänzern und natürlich der Schulleiterin Fabiana.
Zur Website von Ballett&Balance
Mario de Baseggio

2014-07-09, 04.47 GMT
Unsere Seleçao erleidet Schiffbruch
Der gestrige Halbfinal war ein Spiel der Superlative. Leider zeigten alle Extremwerte aus meiner Fan-Sicht in die falsche Richtung. Die Mannschaft von Luis Felipe Scolari liess bereits in der 11. Minute ein Tor nach einem Abwehrstellungsfehler zu, das 2 zu 0 durch Miroslav Klose in der 23. Minute schockte unser Team derart, dass es nach sechs weiteren Minuten bereits 5 (fünf!) zu null stand. Die perfekt spielenden Deutschen gaben diesen Vorsprung natürlich nicht mehr aus der Hand, das Endresultat von 7 zu 1 ist das Ergebnis dieser hervorragenden Arbeit. Das Bittere an der Sache ist nicht die Niederlage an sich. In einem WM-Halbfinal gegen Deutschland zu verlieren ist keine Schande. Was stossend ist, ist die Art, wie man sich in dieses Schicksal gefügt hat. Brasilien war gelähmt, man liess (bis auf die Ausnahmen Marcelo, Bernard und Hulk) jeden Kampfgeist vermissen. Der Umstand, dass Neymar Jr. (verletzt) und Thiago Silva (2 x gelb) gefehlt haben, darf als Entschuldigung nicht gelten. Die spielerische Substanz des WM-Gastgebers ist auch ohne die beiden Schlüsselspieler hervorragend. Die Ursache für diese Niederlage liegt in der Einstellung der Spieler, an der oft zitierten fehlenden "mentalen Stärke". Rolf Fringer sprach von kontraproduktiver Übermotivation, ebenfalls eine mögliche Erklärung. Jedenfalls war die Seleçao nicht in der Lage, Deutschland Paroli zu bieten - zu keinem Zeitpunkt. Joachim Löws Team spielte überragend und hatte das Geschehen hundertprozentig im Griff. Die Deutschen ziehen verdient in den Final ein und wenn sie am Sonntag dieselbe Leistung abrufen können, dann gibt es keinen Zweifel darüber, wer am Ende den Pokal in die Höhe stemmen wird.
Mario de Baseggio

2014-06-15, 07.40 GMT
Mannschaftsübung der Spezialkompanie der Stadt Zürich
Wir haben Olav und seine Kompanie auch dieses Jahr wieder an einer Übung im Ausbildungszentrum Unter-Riedikon besucht. Begleitet hat uns diesmal Mona, ausserdem waren Valentin und Jürgen natürlich wieder mit von der Partie. Die Spez Kp zeigte, dass sie sich stetig verbessert, die gemessenen Zeiten während der Übung lagen alle deutlich unter denen des letzten Jahres. Und auch ich legte eine gewisse Lernfähigkeit an den Tag und habe im Gegensatz zum Vorjahr bewusst darauf verzichtet, eine GoPro zu verschmürzele.
Mario de Baseggio

2013-10-24, 05.35 GMT
Rush, der neue Film von Ron Howard
Zu meinen ersten Erinnerungen überhaupt gehört das sonntägliche Gucken von Formel-Eins-Rennen. Gemeinsam mit Mutter und Vater sass ich vor einer kleinen Holzkiste, auf der die unscharfen, schwarz-weissen Bilder der Rennwagen flimmerten, die ich auch in meiner Spielzeug-Autöli-Sammlung am meisten verehrte. In meinem Hirn wurden damals offensichtlich Eindrücke fest verdrahtet, die mich seither zu einem grossen Fan des Formel-1-Rennsports machen. Genau diese Eindrücke wurden am Montagabend durch Ron Howards Film "Rush" intensiv reaktiviert. Jede Minute dieses Meisterwerks fühlte sich für mich an, wie ein Sonntagnachmittag mit der Familie vor über 35 Jahren, einfach in Farbe, Dolby Surround Sound und HD. Daniel Brühls Darstellung meines Idols Niki Lauda ist schlichtweg perfekt. Und auch Chris Hemsworth versteht es, James Hunt die nötige Tiefe zu geben, was bei einer dermassen glamourösen Figur gewiss nicht einfach ist. Die Geschichte der beiden grundverschiedenen Rivalen, die beide bereit sind, alles für ihr Ziel zu geben, ist archetypisch. Sie könnte im Altertum, im Mittelalter oder auch in der Tierwelt spielen. Dass sie in die legendäre Rennsaison 1976 angelegt ist, macht den Film für mich natürlich einmalig und bedeutsam. Ich bin Ron Howard sehr dankbar.
Zur Website des Films
Mario de Baseggio
Das Bild ist der offiziellen Film-Website
www.rushmovie.com entnommen.

2013-03-18, 05.52 GMT
Zurück aus Koper
Im Rahmen meiner Ahnenforschung war ich vergangene Woche in Koper, Slowenien. Besuche im bischöflichen Archiv, auf dem Friedhof und das systematische Durchkämmen der Altstadt prägten den Tagesablauf. Vermutlich kann ich unserem Familienstammbaum zwei weitere Generationen anfügen, dazu befarf es aber noch einer eingehenden Analyse der erhobenen Daten.

Im Bild ein Teil des Handelshafens von Koper. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, in meiner "Freizeit" ein paar Bilder zu schiessen. Trotz klammer Finger und prekärer Lichtverhältnisse sind die Schüsse teilweise gelungen, vielleicht reicht es sogar zu einer Online-Galerie.
Mario de Baseggio

2012-09-11, 07.59 GMT
Wochenende im Europapark
Das durch das Zürcher Knabenschiessen verlängerte Wochenende verbrachten wir in Freiburg im Breisgau und im Europapark. In Freiburg war vor allem Sophia entzückt darüber, dass auf der (Kinder-) Speisekarte unseres Stammlokals Buchstabensuppe zu finden ist. Im Europapark gab es diese zwar nirgends, das störte uns jedoch nicht. Dafür genossen wir die Karussells, Bähnli und tollen Shows des Parks, insbesondere die Stunt-Show "Das Collier der Königin" begeisterte uns. Die Darsteller ritten mit ihren Pferden sogar durch die Zuschauertribünen und trugen ihre Fechtkämpfe zuweilen nur gerade zwei, drei Meter vor uns aus. Auch die schnelleren Bahnen mussten natürlich getestet werden, die neue Holzachterbahn Wodan ist grandios, der fast schon altbewährte Silver Star ist die Wartezeit ebenfalls immer wert. Unserem jüngsten Familienmitglied fehlen für diese beiden Bahnen noch einige Zentimeter an Körpergrösse. Dafür fuhren wir zusammen gefühlte hundert Mal den Enzian Alpenexpress und die Pegasus-Achterbahn. Dabei geriet unser Mädel zusehends in einen Geschwindigkeitsrausch, dem wir am Montag Abend nur mit Mühe ein Ende zu setzen vermochten.
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-08-26, 21.13 GMT
Neil Armstrong ist tot
Gestern ist Neil Armstrong an den Folgen einer Operation gestorben. Der Astronaut wurde 82 Jahre alt.
Die Filmdokumente, die Neil Armstrong bei der Arbeit zeigen, beeindrucken mich immer wieder. Und das seit Jahrzehnten. Wie der ehemalige Testpilot Prototypen des Lunar Landers im Grenzbereich bewegt und natürlich die eigentliche Mondlandung sind für mich Exempel der Nervenstärke, die zeigen, wozu ein Mensch selbst unter extremen Bedingungen fähig ist. Neil Armstrong ist für mich der Inbegriff eines modernen Helden. Nun hat er die Erde ein weiteres, diesmal endgültiges Mal verlassen und ich bin eigentümlich berührt.
Mario de Baseggio

2012-05-23, 05.27 GMT
Wenn eine eine Reise tut...
Während der letzten Monate konnte ich Woche für Woche sehen, wie die alte Maschinenfabrik Oerlikon für ihren Umzug vorbereitet wurde. Gestern war es nun so weit. Das 80 Meter lange und 6200 Tonnen schwere Haus trat seine Reise an. Drei hydraulische Pumpen verschieben das Gebäude auf 500 Stahlrollen um 60 Meter. Dieses Spektakel liess ich mir natürlich nicht entgehen. Und so kann ich nun, wenn die MFO heute Nachmittag dann hoffentlich an ihrem Ziel angekommen sein wird, zu Recht sagen: Ich war dabei! Zumindest bei 50 Zentimetern.
Eva Moehlecke de Baseggio

2012-03-31, 18.27 GMT
Hokus, pokus, flüügdubus!
Am heutige Hexenball zu Ehren des Geburtstagskinds Sophia, auch bekannt als "Häx Chrottezaan", waren die zwölf Gäste gefordert. Es ging um nichts weniger, als das Zertifikat der Eidgenössischen Akademie für Hexenkunst zu erlangen. Prüfungen wie der Hexentanz, die Ekelmutprobe, das Zaubertrankmischen oder natürlich das kollektive Nussschwebenlassen wurden alle bravourös gemeistert. So konnten nach drei Stunden die begehrten Urkunden entgegengenommen werden.
Mario de Baseggio

2011-12-31, 13.07 GMT
2011: Annus horribilis
Die zweite Hälfte dieses Jahres stand im Zeichen des Abschieds von meiner Mutter Helen. Die Anteilnahme an ihrem durch eine schwere Krebserkrankung verursachten Leiden und die damit verbundene Machtlosigkeit war seit Sommer eine konstante Belastung für die ganze Familie. Ihr Tod am 19. Dezember setzte ihrer Agonie und der Ungewissheit ein Ende, die Leere allerdings bleibt. Es wird einige Zeit dauern, über den Verlust hinwegzukommen. Es wird gelingen, aber es ist nicht leicht.

Neben dieser Tragödie im nächsten Umfeld wird uns 2011 auch vom Weltgeschehen her als schwierig in Erinnerung bleiben. Die Tsunami-Katastrophe in Japan mit anschliessender Havarie in verschiedenen Kernreaktoren forderte über 20'000 Leben und führte uns vor Augen, wie mächtig die Naturgewalten den Plänen des Menschen zusetzen können. Im Juli kostete der Amoklauf in Oslo vielen unschuldigen Menschen das Leben. Und vor einigen Tagen starben über 1'000 Menschen in den Philippinen an den Folgen des Sturms Washi. Überhaupt hatte man den Eindruck, dass die Welt an vielen Orten aus den Fugen geraten ist. Die Eurokrise, die Aufstände in der Arabischen Welt, selbst das politische System in der Schweiz geriet in Aufruhr.

Gleichzeitig gab es natürlich auch Lichtblicke. Unsere Jüngste wurde eingeschult und besucht nun den Kindergarten. Ich selbst hatte beruflich ein anspruchsvolles, aber überaus interessantes Jahr. Evas Studium neigt sich langsam einem erfolgreichen Ende zu. Die Ferien auf Kreta waren wunderschön. So hoffen wir für uns und für die Welt, dass sich aus der aktuellen Unruhe viel Gutes entwickeln möge. Wie meine Mutter zu sagen pflegte: "Es gaht immer irgendwo es Tüürli uuf."

In diesem Sinne wünschen wir ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2012!
Mario de Baseggio

2011-12-11, 21.22 GMT
A Chorus Klein
Die Ballettschule von Sophia hat heute ihre Jahresvorstellung durchgeführt. Nachdem während Monaten für den Anlass geübt worden war, konnten unzählige Prinzessinnen und exakt drei Prinzen über die Bretter schweben, die die Welt bedeuten. Unsere Kleine war konzentriert bei der Sache, im Publikum sassen ja neben den Eltern auch die Grosseltern und beide Gottis. Alles in allem ein sehr schöner Anlass mit grossem Publikum und einem fantasievollen Programm, das sich an die Geschichte des Films "A Chorus Line" anlehnte. Danke allen Beteiligten, allen voran natürlich Fabiana, der Leiterin der Ballettschule "Ballett&Balance" (www.ballett-balance.ch).
Mario de Baseggio
Bild von Andy K. (
www.kuran.ch) geschossen, vielen Dank!

2011-09-26, 06.15 GMT
Besuch im Technorama
Gestern besuchten Sophia und ich zusammen mit Gotti Karin und Andy das Technorama in Winterthur. Die Ausstellungen zu Mechanik, klingendem Holz, Optik und vielem mehr vermochten uns alle zu faszinieren. Auch die Sonderausstellung zum vermessen(d)en Menschen war sehr interessant. Dazu kamen natürlich die persönlichen Unterhaltungseinlagen von Karin und Andy. Alles zusammen machte das Technorama zu einem so spannenden Ort, dass wir geschlagene sechs Stunden dort verbrachten. Und ein nächstes Mal wird garantiert folgen.
Zum Technorama
Eva Moehlecke de Baseggio

2011-08-18, 04.45 GMT
Projekt "Carfari" eingestellt
Ich habe mich entschlossen, die Website carfari.com nicht mehr weiter zu betreiben. Einerseits fehlte mir zunehmend die Zeit, Inhalte (also Fotos von Autos) zu liefern, zudem zeichnete sich ab, dass sich keine wirkliche Community bilden würde. Voraussetzung für das Gelingen ist das Überwinden einer kritischen Masse, das Erreichen einer gewissen Anzahl aktiver Mitglieder. Das ist in den vergangenen zwei Jahren nicht geschehen. Im Sinne meiner immer wieder gepredigten Leier vom "Web-Darwinismus" ist es klar und richtig, dass so ein Projekt auf der Strecke bleibt. Spass gemacht hat es natürlich trotzdem, ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben.
Mario de Baseggio

2011-07-09, 19.06 GMT
Kalinichta Kriti!
Vor zwei Stunden sind wir aus unseren Griechenlandferien zurückgekehrt, alles hat wunderbar geklappt. Wie noch kein Urlaub stand dieser im Zeichen von "bädele", "bädele" und nochmals "bädele". Hauptsächlich treibende Kraft für diesen Umstand war natürlich Sophia, die man im Bild während der Endphase eines exzellent ausgeführten 720-flipflop-Summersault-Berserk (Note: 9,75) sieht.
Mario de Baseggio

2011-06-24, 04.50 GMT
Happy Birthday, Yvonne und Lúcio!
Am vergangenen Sonntag wurden die runden Geburtstage von Yvonne und Lúcio gebührend gefeiert. Im Restaurant Eichberg wurde gesungen, rezitiert und - natürlich - gut und viel gegessen. Eine grosse Torte durfte ebenfalls nicht fehlen. Nachträglich noch einmal herzliche Gratulation den Jubilaren und vielen Dank für die Einladung, hat grossen Spass bereitet!
Mario de Baseggio

2011-05-01, 16.15 GMT
Knie's Kinderzoo
Den Samstag verbrachten wir in Knie's Kinderzoo in Rapperswil. Allen voran begeisterte sich natürlich Sophia für das Kutsche-Fahren, die Seelöwenvorführung und insbesondere für das Pony-Reiten. Die Tiere schauten wir uns ebenfalls an, eigentlich logisch in einem Zoo, und auch der Spielplatz wurde bespielt. Höhepunkt des Tages war sicher der Ritt zu Dritt hoch auf dem Rücken einer der Elefantenkühe. Die Kraft dieser Tiere ist beeindruckend! Kurzum: es war ein toller Tag und sicher nicht unser letzter Besuch im Kinderzoo.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2010-12-04, 19.47 GMT
Das erste Treffen mit dem Samichlaus. Wirklich?
Heute sind wir nach dem Eindunkeln gemeinsam mit zwei Dutzend Mit-Hirslandener in den verschneiten Wald gestapft, um dem Samichlaus und seinen beiden Eseln zu begegnen. Sophia hat sich zwar nicht getraut, dem bärtigen Mann ein Gedicht vorzutragen (obwohl sie das den halben Nachmittag lang geübt hatte), den Chlaussack mit den Erdnüssen und Zimtsternen hat sie natürlich trotzdem bekommen. Eigentlich ein perfekter Auftakt für die Adventsszeit. Wenn da nur nicht die aufwühlende Frage unserer Tochter gewesen wäre, die sie uns auf dem Rückweg gestellt hat. "Isch das en verchleidete Maa gsii?" Wir sind verunsichert, war das etwa alles nur Maskerade?
Mario de Baseggio

2010-10-29, 04.30 GMT
Free Willy!
Heute hat mein Arbeitskollege Willy seinen letzten Arbeitstag, nicht nur bei UBS, sondern überhaupt! Während knapp drei Jahren waren wir im selben Team und ich konnte viel vom routinierten Programmierer lernen. Die Zusammenarbeit hat mir immer grossen Spass bereitet.
Auch nachdem Willy 2007 unser Team verliess und zur IT zurückkehrte, hatte ich noch ab und zu mit ihm und seinem "Echtzeitprogrammierstil" zu tun, wie es sein jetziger (und damit letzter) Chef Marcel am gestrigen Apéro treffend bezeichnete. Und natürlich waren die Produkte der Firma Apple stets unser bevorzugtes Gesprächsthema. Standesgemäss habe ich gestern denn auch dieses Porträt des Ingenieurs mit einem iPhone geschossen. Man sieht deutlich, dass man sich um diesen Mann keine Sorgen zu machen braucht! Willy, für deine UBS-freie Zeit wünsche ich dir und deiner Familie nur das Beste! Merci für alles!
Mario de Baseggio

2010-10-23, 16.00 GMT
Ein sternenreicher Tag
Heute besuchten wir die "Herbsttage" unseres bevorzugten Autoherstellers am Seefeld. Neben Spiel-Ecke und Luftballon mit der kindergerechten Aufschrift "Der neue GLK" konnte sich unsere jüngste für den AMG SLS begeistern. Sie erkannte den Flügeltürer als aktuelles Pacecar der Formel 1, oder wie sie es bei den Rennen jeweils ausdrückt "s'Auto vom Scheff". Ich konnte die Wahl meiner Tochter nachvollziehen, ich liess mich von den technischen Daten beeindrucken: 6,3-Liter-V8, 580PS, Frontmittelmotor mit Heckantrieb (so muss es sein!) und als wirklich interessante Eigenheit die Antriebswelle in Transaxle-Anordnung. Mit einem Preis von über 330'000 Franken ist dieses Modell im Moment natürlich keine echte Option, zumal wir zwei davon bräuchten, denn es handelt sich um einen Zweisitzer. Ich konnte bei der Sitzprobe jedoch mit einiger Genugtuung feststellen, dass die Parksensor-Anzeige und die Knöpfe der Klimaanlage dieselben waren, wie sie in unserem Wagen zu finden sind.
Mario de Baseggio

2010-09-18, 15.34 GMT
"Jetz keie mer dänn grad!"
Am Donnerstag besuchten wir das Conny-Land bei Lipperswil. Attraktionen wie Rutschbahnen, Auto Scooter, die Hüpfburg und natürlich die Shows mit Seelöwen und Delphinen begeisterten unser jüngstes Familienmitglied. Das Bild zeigt Mutter und Tochter beim gemeinsamen Absturz aus 14 Metern.
Zur Galerie mit den Conny-Land-Bildern
Mario de Baseggio

2010-07-12, 13.48 GMT
Spanien ist Weltmeister
Die Fussballweltmeisterschaft 2010 ist seit gestern Geschichte, Spanien hat sich verdient den Titel geholt. Und für mich ein gebührender Anlass, Rückschau auf die entscheidenen Abschnitte meines bisherigen Lebens zu halten. "Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura" heisst es bei Dante. Der finstere Wald ist bei mir zwar finster, aber kein Wald. Es ist vielmehr das Fernbedienungsknopfgewirr, das mir visuellen Zugang zum Weltmeisterschaftsturnier gewährte, dessen Verlauf für mich - eben - düster war.
Nach Argentinien '78, Spanien '82, Mexiko '86, Italien '90, USA '94, Frankreich '98, Südkorea/Japan '02 und Deutschland '06 war Südafrika die neunte von mir bewusst verfolgte WM. Wenn mich kein vorzeitiger Tod davon abhält, das Alter der durchschnittlichen Lebenserwartung eines Mitteleuropäers zu erreichen, dann bedeutet das, dass ich etwa neun weitere Turniere vor mir habe.

Dreimal konnte ich bisher restlos mit mir und meiner Existenz zufrieden sein. 1982 und 2006, als die Squadra Azzurra den Titel holte und 2002 mit der Sieg der Seleção. Es kann als meisterhafte taktische Leistung in meiner Lebensplanung angesehen werden, dass ich mit
Eva eine Brasilianerin geheiratet und damit meine Chancen auf einen WM-Sieg faktisch mehr als verdoppelt habe. Wäre ich bereits früher auf diesen Kniff gekommen, dann wäre auch das Endspiel von 1994 eine Win-Win-Situation geworden. So wurde es leider nur eine ärgerliche Niederlage der Italiener. Naja, "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben", sagte der Mann mit dem Feuermal auf der Stirn. Ich habe so die Chance vertan, ein viertes Mal in meinem Leben glücklich zu sein.

Wenn man aber bedenkt, dass mit Spanien erst der achte Landesverband überhaupt Weltmeister wurde, dann kann ich mich wahrlich nicht beklagen. Mein Mitgefühl liegt bei allen Menschen in den 200 Ländern, die noch auf den ersten Titel warten. Dass Hoffnung besteht, hat man im diesjährigen Turnier gesehen, die Schweiz hat im ersten Gruppenspiel den späteren Weltmeister Spanien mit eins zu null geschlagen. Alles ist möglich! Ich freue mich nun auf die neun verbleibenden Turniere und hoffe natürlich, dass es mir vergönnt ist, noch zwei, drei Mal Weltmeister zu werden, bevor der Vorhang fällt. Ist das zuviel verlangt?
Mario de Baseggio

2010-07-04, 09.41 GMT
Ein grossartiger Fussballnachmittag!
Mit dem ärgerlichen Aus der Brasilianischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande ist für unsere Familie die letzte Möglichkeit auf den zehnten WM-Titel entschwunden. Trotzdem verfolgen wir die WM natürlich weiter engagiert. Das Weltmeisterschaftsspiel Deutschland-Argentinien konnten wir gestern in toller Gesellschaft bei uns im Garten geniessen. Mein Studienfreund Gregor und seine Frau Katja waren samt Töchtern gekommen, die deutsche Elf gebührend anzufeuern - Katja stammt ja aus Thüringen. Auch Andrea und Urs (mit Eltern und Kids) fieberten mit, genauso wie eine weitere Nachbarin, Frau B., ebenfalls deutschstämmig. Klar, dass wir alle mit dem 4:0-Sieg Deutschlands hochzufrieden waren. Kurz nach acht Uhr kam es noch zu einem weiteren kleinen Highlight auf dem Bonzenhügel, als wir einen Teil des Programms der Patrouille Suisse mitverfolgen konnten, das sie anlässlich des Zürifäschts bot. Trotz eingeschränkten Sichtfeldes ein eindrückliches Erlebnis, nicht zuletzt wegen des Sounds.
Mario de Baseggio

2010-06-26, 16.25 GMT
Die Schweizer und die Azzurri sind raus
Eine einfach zu begreifende Wahrheit: Es genügt nicht, erst in der 75. Minute der dritten Vorrundenpartie mit fussballspielen zu beginnen, um in die Achtelfinals einer Weltmeisterschaft vorzustossen. Genau das haben wir aber versucht und prompt die entsprechende Rechnung präsentiert bekommen. Die Italiener reisen nach Hause, ich gratuliere den tapfer kämpfenden Slovaken zum verdienten Sieg!

Leider mussten wir gestern auch vernehmen, dass es den Schweizern gestern trotz grossartigem Auftaktsieg gegen den Europameister Spanien nicht gereicht hat. Einer unglücklichen Niederlage gegen Chile ist ein Unentschieden gegen Honduras gefolgt. (Letzteres Spiel konnten wir am französischen Fernsehen nicht sehen.) Jetzt liegen unsere Hoffnungen natürlich bei der Seleçao, die bislang einen soliden Eindruck hinterliess.
Mario de Baseggio

2010-06-20, 06.32 GMT
Südwärts!
Nachdem wir eine knappe Woche in der Normandie verbracht haben, sind wir vorgestern über Le Mont St. Michel nach Saint Malo gelangt. Ein Besuch im örtlichen Aquarium und natürlich die Besichtigung der eindrücklichen Stadtmauern haben die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Heute geht es weiter nach Sarzeau im Südsüdwesten der Bretagne, unterwegs werden wir wohl noch rasch beim Leuchtturm in Cap Frehel vorbeischauen.
Mario de Baseggio

2010-05-08, 06.26 GMT
Zurück aus der sterbenden Stadt
Gestern bin ich nach einer knappen Woche in Venedig wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Ich habe die Stadt - trotz des sehr schlechten Wetters - mehrfach durchwandert und mich intensiv mit der Geschichte der Serenissima auseinandergesetzt. Natürlich sind dabei auch ein paar hübsche Bilder entstanden, ich werde versuchen, die Galerie binnen Wochenfrist hochzuladen. Höhepunkte waren gewiss der Besuch am Grab des Schauspielers Cesco Baseggio (Friedhof San Michele), das Mittagessen im Restaurant San Basilio an der Calle del Vento (Fegato alla Veneziana) und natürlich wie immer das italienische Fernsehen im Hotelzimmer. Besonders beeindruckt war ich vom Format "La Pupa e il Secchione" (www.lapupaeilsecchione.tv), einem stundenlangen Reality-TV-Geschlechterkampf.
Mario de Baseggio

2010-04-11, 06.57 GMT
Ehre, wem Ehre gebührt!
So etwas hat die Welt noch nicht gesehen! Wie denn auch? Es geht ja darum, dass die von Andrea frisch geputzten Scheiben praktisch unsichtbar sind. Gerade deswegen ist es nur recht und billig, die Leistung unserer Nachbarin eingehend zu würdigen. Mit unbändigem Willen hat sie gestern die schwierig zu reinigenden Glasflächen während Stunden hochkonzentriert mit verschiedensten Mitteln behandelt. Bei aller Produktivität liess es Andrea auch an der Liebe zum Detail nicht fehlen, etwa, wenn sie im vierten Durchgang die Querbolzen der unteren Sprossenstrebe mit einem sandgegerbtem Hochlandrindwildlederlappen hingebungsvoll einfettete. Das Resultat kann sich entsprechend sehen lassen. Oder eben nicht.

Das die Erreichung eines Durchsichtigkeitsgrades von 493,6 Gigalumor (über 15 Quadratmeter gemittelt) nur durch Erbringung gewisser Opfer möglich wird, musste die örtliche Kolonie Gemeiner Zirbtwitten schmerzvoll erfahren: Ein Schwarm der hübschen Singvögel kollidierte beim Eindunkeln mit den geschlossenen Fenstern. An die fünf Dutzend Twitten überlebten den Einschlag in die hochlichtdurchlässige und bewundernswert reflexionsarme Fläche nicht (lange). Dies ist bedauerlich, handelt es sich doch bei der ansässigen Gruppe um eine von nur vier bekannten Kolonien in Mitteleuropa. Der lokale Bestand unserer Zirbtwitten ist seit gestern dergestalt dezimiert, dass das Überleben der übriggebliebenen Vögel im kommenden Winter unwahrscheinlich ist. Wir werden das frohe Gezwitscher am Morgen vermissen.

Allerdings muss an dieser Stelle natürlich auch gesagt werden, dass es sich beim Vorfall mit den Zirbtwitten um einen zu erwartenden, ja, um einen gewünschten Effekt der Scheibenputzkunst handelt. Andreas meisterlich gereinigte Scheiben unterstützen wie kein anderes Element der urbanen Raumgestaltung den Prozess der natürlichen Auslese. Sollte die Twitten-Kolonie den erlittenen Verlust wider Erwarten überstehen, dann ist es offensichtlich, dass die Fenster dazu geführt haben, den genetischen Code einer ganzen Tierart zu optimieren! Für dieses Engagement im Namen der Tierliebe kann man die Leistung von Andrea, der "Klementine des 21. Jahrhunderts", gar nicht hoch genug einschätzen. Danke!
Mario de Baseggio

2009-10-24, 09.23 GMT
Ein Kind der Achtziger
Ein paar Songs, die zufälligerweise aus den Tiefen meiner iTunes-Library hochgespühlt wurden, haben mich in den vergangenen Tagen 25 Jahre zurückversetzt. Im Januar 1970 geboren, liegen meine gesamten Teenagerjahre bis auf 25 Tage allesamt in den Achtzigern - was offensichtlich Auswirkungen auf mein ästhetisches Empfinden haben musste...
Wer kennt Bonnie Bianco? Mit dieser Frage habe ich die Kolleginnen und Kollegen im Büro belästigt. Während der Name offenbar in Vergessenheit geraten ist, erkannten die meisten (wenigstens die, die alt genug dafür sind) den bombastischen Song "Miss you so", wenn ich ihn auf meinem MP3-Player anspielte. Und sofort war sie wieder präsent, die Zeit der Schulterpolster und der toupierten Föhnfrisuren, sowohl bei den damaligen Traumfrauen wie bei allen Mitgliedern einer Heavy-Metal-Band. (Freilich sangen letztere hauptsächlich Balladen, was dem Hairstyle zugute kam, bei schnelleren Stücken wäre man wohl zu arg ins Schwitzen gekommen.) Nachdem ich mich nun ein paar Stunden in der Eighties-Nostalgie gesuhlt habe, steht für mich fest, dass das Jahrzehnt nicht nur von schlechtem Geschmack geprägt war.
Es war die Zeit, als noch kein Zweifel darüber bestand, wer die Bösen sind. Mehr noch, das Böse schickte sich an, gut zu werden! Glasnost und Perestroika gaben Anlass zur Hoffnung. Sie brachten ausserdem Hosenträger mit kyrillischen Buchstaben als Must-have-Accessoire. Es war auch die Zeit, in der ein singendes Seite-3-Girl oder der verrutschte Bikini in einem Musikvideo monatelang die Boulevardblätter füllten. Heute, im Zeitalter der "gestohlenen" Promi-Privat-Pornofilme, muten diese "Skandale" kurios an, erstaunlich, wie bieder damals selbst die gewagtesten Auftritte waren, mindestens, was den Mainstream betrifft. Den Achtzigern ist eine bestimmt-unbestimmte Gefühlstiefe eigen, auch plakative, oberflächliche Darbietungen waren stets mit romantisierenden Elementen versetzt, was sich deutlich in den Texten und der melodiösen Musik manifestierte. Coolness war das Ziel, nicht aber Kälte.

Das Bild zeigt mich im Mai 1984, "dressed for success", wohl gerade auf dem samstagabendlichen Sprung (mit dem neu gekauften Töffli) zur nächstgelegenen Wanderdisco. Opera oder Rainbow? Im Lauf des Abends würde in einem der Stücke, vielleicht Laura Branigans "Self Control", während kurzer Zeit sogar das flackernde Licht einer Stroboskop-Leuchte eingesetzt. Der Effekt zählte damals zu den Höhepunkten der Tanzabende. Obwohl ich eher selten in den Discos anzutreffen war (tough guys don't dance), war meine Mode doch deutlich von den Pop- und Filmstars der Zeit beeinflusst: Fingerlose Handschuhe, oder noch besser, nur ein fingerloser Handschuh. Weisse Socken und Bonbon-farbene Anzugsjacken (Miami Vice!), ärmellose Netzshirts über dem T-Shirt, eine Mèche in der "Popper"-Frisur und natürlich militärische Rangabzeichen auf den Schulterpolstern der Jacken. Ja, die Epauletten waren sehr wichtig.

Laura Branigan ist 2004 verstorben, Bonnie Bianco singt seit 2001 nur noch christliche Lieder und die meisten Schweisser sehen heute nicht mehr halb so gut aus wie Jennifer Beals. Die Achtziger sind zwar vorbei, aber ich trage sie trotzdem in meinem Herzen. "A good heart, these days, is hard to find, so please be gentle with this heart of mine."

Mario de Baseggio

2009-09-09, 19.55 GMT
Vier Tage Traumwelt
Vor knapp zwei Stunden sind wir wohlbehalten aus unserem Kurzurlaub im Disneyland Paris zurückgekehrt. An allen Ecken und Enden des Magic Kingdoms gab es für Sophia Neues zu entdecken, besonders beeindruckt war die Kleine von den zahlreichen Figuren aus dem Disney-Universum. Am liebsten mochte sie natürlich Minnie und Mickey, aber auch Goofy und Pluto waren besonders spannend - solange sie ein wenig Respektabstand hielten...
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Mario de Baseggio

2009-04-13, 16.27 GMT
Ostern mit der Familie
Wir verbrachten Ostern im Kreis der Familie. Und das sogar in zwei Etappen. Während wir am Ostersonntag mit [undisclosed] zum Brunch bei Yvonne und Lúcio eingeladen waren, besuchten wir am Ostermontag gemeinsam mit Helen und Guido wieder einmal die Jucker Farmart in Seegräben. Ausgiebige Spielplatz-Besuche standen an beiden Tagen auf dem Programm, was natürlich ganz nach Sophias Geschmack war. Aber auch für uns war es toll, unseren Eltern beim stundenlangen Schaukeln, Rutschen, Hüpfen, Blüemli-Pflücken etc. zusehen zu können.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2009-01-16, 11.03 GMT
Willkommen, Valentin Nicolas!
Gestern Abend hat Sabine, die Lebenspartnerin meines Arbeitskollegen Jürgen, den kleinen Valentin Nicolas zur Welt gebracht. Mutter, Kind und Vater sind nach langer und schwerer Geburt erschöpft, aber wohlauf, wie mir Jürgen am Telefon sagte. Wir freuen uns sehr, gratulieren von Herzen und wünschen dem Neuankömmling nur das Beste für seinen Lebensweg, auf dem er bereits die ersten paar Schritte gemeistert hat. Schritte im übertragenen Sinn, natürlich.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2008-12-14, 11.50 GMT
Kaffee und Kuchen bei Katja und Gregor
Gestern waren wir bei meinem Studienfreund Gregor und seiner Frau Katja zum vorweihnächtlichen Tee geladen. Es war ausserdem das erste Mal, dass sich Sophiata begegneten. Ja, Katjas und Gregors dreijährige Tochter heisst ebenfalls Sophia. Ihre zwei Monate alte Schwester Catharina kriegte von diesem Ereignis nur wenig mit, sie lag zumeist in den Armen von Papi Gregor. Es ergaben sich interessante und nicht minder lustige Gespräche, natürlich auch mit den anderen Gästen (Marc sowie Claudia und Dirk mit ihren Söhnen Vincent und Cedric). Vielen Dank nochmals an die Heimweh-Berliner(innen), es hat uns grossen Spass bereitet!
Mario de Baseggio

2008-11-16, 14.57 GMT
Ein Sonntag im Zeichen der Familie
Nachdem wir heute morgen bei Yvonne und Lùcio zum Brunch eingeladen waren, liessen wir es uns nicht nehmen, danach noch in Opfikon bei meinen Eltern vorbeizugehen, wo es zu einem denkwürdigen Treffen der Geschwister Schnyder kam. Extrem glücklich über das ausgedehnte und wiederholte Grosselterntreffen war natürlich Sophia, der erhöhte Spiel- und Verhätschelt-werden-Rhythmus forderte allerdings auch seinen Tribut: Während ich diese Zeilen schreibe, liegt die Kleine ausgeknipst in ihrem Bettchen.
Mario de Baseggio
Bild, von links nach rechts: Marcel, Erika, Theres, Walter, Mario, Helen, Guido,
Sophia und Eva.

2008-06-17, 07.24 GMT
40 Jahre [undisclosed]
Letzte Woche feierte [undisclosed] ihren 40. Geburtstag. Zur Feier des stolzen Jubiläums lud sie am Samstag zu einem leckeren thailändischen Abendessen ein.
Mit drei kleinen Knirpsen, die eifrig herumwuselten, waren tiefgehende Diskussionen natürlich nicht möglich, dafür genossen wir in entspannter Atmosphäre das Beisammensein und das wie bereits erwähnt köstliche Essen.

[undisclosed], nochmals vielen Dank, hat Spass gemacht.
Eva Moehlecke de Baseggio

2008-06-09, 17.41 GMT
Welcome Eric!
Gestern Vormittag ist um 09.52 Uhr Eric, der Sohn von Doris und Andrew, zur Welt gekommen. Der Kleine hat sich bei seiner Geburt Zeit gelassen, insgesamt 34 Stunden vergingen, bis die 3,2kg Mensch da waren. Wir wünschen Doris, Andrew und natürlich Eric alles Gute, Glück und Gesundheit!
Mario de Baseggio (quick log entry)

2008-03-31, 16.02 GMT
Happy First Birthday, Sophia!
Heute hat unsere Tochter ihren ersten Geburtstag gefeiert. Gemeinsam mit Grossmami Yvonne, Nonna Helen und Nonno Guido haben wir den kompromisslosen Schoggi-Kuchen verdrückt, laut und falsch "Happy Birthday" gesungen und natürlich dem Geburtstagskind beim Geschenkeauspacken zugeschaut. Neben einem Planschbecken für den Sommer und einem lustige Stoffeisenbähnchen gab's auch einen Bobby Car. Das Bild zeigt die enthusiastische Crash-Pilotin Sophia, wie sie dem begeisterten Grossmami die Funktionsweise der Hupe demonstriert.

Und übrigens: unser Mädel hat heute ihren ersten freien Schritt getan.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2008-02-29, 12.32 GMT
Die Welt hat sich weiterbewegt
"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm." Über anderthalb Jahre ist es her, da ich den ersten Satz aus Stephen Kings Zyklus "Der Dunkle Turm" gelesen habe. Am Mittwoch habe ich den siebten und letzten Band fertig gelesen und zufrieden beiseite gelegt.
Die Saga von Roland und seiner abenteuerlichen Suche nach dem dunklen Turm diente mir als leicht verdauliche Lektüre auf dem Arbeitsweg. Ich habe die 5200 Seiten also in jeweils 20-minütigen Häppchen konsumiert, was keine Probleme bereitete, da Stephen King ein routinierter Erzähler ist und man sich beim Wiedereinstieg (auch nach langen Wochenenden oder gar Ferien) sofort wieder in der Geschichte zurecht findet.

Ich bin kein Fan von Fantasy- oder Science-Fiction-Romanen. Meist erscheinen mir die immer wieder gleichen Sujets lediglich schale Abklatsche grosser Epen zu sein. Die Artussage, das Niebelungenlied, Ilias, Beowulf etc. etc. - mein Bedarf ist damit gedeckt, es braucht für mich keine Potters, keine Hobbits und keine Jedis. "Der Dunkle Turm" greift selbstverständlich viele dieser Motive ebenfalls auf, was mich wirklich unterhalten hat, war Kings Idee, die Endzeit-Story in einer Italo-Western-Szenerie zu platzieren. Gothic- und Horror-Elemente, verbunden mit Sergio Leones Ästhetik und der charismatischen Figur Rolands, des letzten echten Revolvermannes, diese Kombination habe ich als spannend empfunden.

Wenn King gemeinhin für den Gruselfaktor seiner Werke bekannt ist und als der Horror-Autor schlechthin gilt, dann ist für den Dunklen Turm festzustellen, dass sich die "Splatter"-Passagen in angenehmen Grenzen halten. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der Entwicklung der Geschichte der Schicksalsgemeinschaft von Roland von Gilead, dem Jungen Jake Chambers, dem New Yorker Eddie Dean und seiner Frau Susannah Dean. Nicht zu vergessen, Oy, ein kleines, hundeähnliches Wesen mit dem Mut eines Löwen. Es gelingt Stephen King die dramaturgischen Stränge geschickt weiterzuführen, der Spannungsbogen bricht zu keiner Zeit ein, man ist stets motiviert zu erfahren, wie es mit den Hauptfiguren weitergeht.

An dieser Stelle werde ich natürlich nicht verraten, ob es Roland gelingt, den Dunklen Turm zu ersteigen. Es sei lediglich gesagt, dass das Ende der Geschichte eines Epos dieser Grössenordnung würdig ist. Stephen King gebührt für dieses Werk grossen Respekt.
Mario de Baseggio
Das Bild zeigt die Cover-Art der Heyne-Taschenbücher

2007-07-29, 13.04 GMT
Ein Abend mit Ingrid und Oli
Am Freitag Abend waren Ingrid und Oli bei uns zu Besuch. Unser jüngstes Familienmitglied mochte sich an diesem Abend zwar nicht von ihrer besten Seite zu zeigen, dafür von ihrer lautstärksten.
Lustige Gespräche über Essensgewohnheiten, natürlich die bevorstehende Badenfahrt (
www.badenfahrt.ch), eine obligate Männer-PS3-Besichtigungsrunde und bei Ingrid und mir etwas Frauenklatsch liessen die Zeit im Flug vergehen.
Vielen Dank auch nochmals für all die schönen und leckeren Mitbringsel!
Eva Moehlecke de Baseggio

2007-06-09, 15.46 GMT
Mittagessen mit Mike
Nach längerer Zeit habe ich meinen Dienstkollegen Mike getroffen. Wir waren mittagessen, was sich angeboten hat, weil wir beide für dieselbe Bank arbeiten. Interessante Gespräche über unser beider Leben, den Job und natürlich unsere gemeinsamen Militärdiensttage. Hat Spass gemacht!
Protokoll unseres letzten WKs (Oktober 2003)
Mario de Baseggio

2007-04-17, 10.23 GMT
Die neuen Möbel sind da!
Am Freitag wurden sie geliefert, unsere zwei neuen Kommoden für's Schlafzimmer und die zwei Küchenschränke. Wie immer haben wir uns für Stücke entschieden, die aus natürlich gemasertem Massivholz gefertigt sind. Die Türen sind mit asiatisch anmutenden Beschlägen verziert. Mit einem Schlag haben wir nun fast zu viel Stauraum für Geschirr und Wäsche. Aber auch dieser Platz wird wohl schon bald wieder zu hundert Prozent genutzt sein...
Mario de Baseggio

2007-01-14, 08.12 GMT
Spaghettata bei Karin und Andy
Am Wochenende waren wir bei Karin und Andy zu einer leckeren Spaghettata eingeladen. Unsere Gastgeber scheuten keinen Aufwand und bewirteten uns mit vier verschiedenen Saucen.

Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, bei dieser Gelegenheit endlich einmal das neue Auto der beiden anzuschauen (und anzuhören): einen V8 Mustang GT, schwarz mit silbernem Racing Trim und rotem Interieur. Der Besitzer des Smarts, der gleich neben dem nicht gerade kleinen "Stang" in der Tiefgarage parkt, leidet seit kurzem an Komplexen. Ist doch sein Smartli nicht mal halb so lang...

Neben viel Autotalk fanden wir natürlich doch auch noch andere Themen. Vielen Dank, Karin und Andy, es war ein richtig schöner Abend.
Eva Moehlecke de Baseggio

2007-01-09, 14.29 GMT
User of the Year 2006 - Heinz G.
Es hat uns im Innersten berührt, dass die Auswertung aller verfügbarer Statistiken und Logs ein Wunschresultat für den Website-Besucher des Jahres ergeben hat. Der Prestige-trächtige Titel fällt Heinz G. zu, dem Mann also, der in den vergangenen Jahren immer nur knapp gescheitert ist. (Man kannte ihn ja bereits unter dem Namen «User of the Year der Herzen».)

Umso glücklicher sind wir natürlich, dass es in dieser Saison geklappt hat. Wir sind sicher, dass Heinz die Würde und Bürde des Titels mit geschwellter Brust tragen wird. Herzlichen Glückwunsch!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio
Das Bild zeigt Heinz G. mit seinem bekannten «Web-Binokel», das es ihm erlaubt, die Pages genau unter die Lupe zu nehmen. Leider gibt es von seiner Ausrüstung keine aktuellen Aufnahmen, daher greifen wir auf Archivmaterial zurück, das vermutlich fünf bis sechs Jahre alt ist.

2006-12-18, 17.26 GMT
Addio, Clay!
Heute Morgen habe ich der Zeitung entnehmen muessen, dass ein Held meiner Kindheit, Gianclaudio Regazzoni, am vergangenen Freitag bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
Der Schweizer Formel-1-Fahrer hat Mitte der 70er gemeinsam mit Niki Lauda um die Weltmeisterschaft gekämpft. An den Rennwochenenden habe ich jeweils "in Echtzeit" die Rennen mit Spielzeugautos nachgestellt. Klar, dass Clay in meinen "Schattenrennen" im roten Boliden immer auf's Podest fuhr.

Während seiner Karriere blieb der Vize-Weltmeister von 1974, der einen spektakulären, mutigen Stil pflegte, von schweren Unfällen nicht verschont. So war es auch ein Hochgeschwindigkeits-Crash, der 1980 seine Formel-1-Laufbahn abrupt beendete. Er überlebte in Long Beach seinen ungebremsten Einschlag in die Betonmauer, war fortan aber querschnittgelähmt.

Wer nun glaubte, dass Regazzoni von seiner Behinderung eingebremst würde, der sah sich natürlich getäuscht. Er fuhr in zahlreichen Serien weiter Rennen, darunter bestritt er wiederholt die Rallye Paris-Dakar. Ausserdem liess er als TV-Kommentator seine pointierten und technisch versierten Analysen vernehmen.

Nun hat Clay auf einer Autobahn bei Parma das Schicksal ereilt. Ich ziehe meinen Hut vor diesem Mann, der in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein konnte und dessen Kämpfernatur mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Mario de Baseggio
Mehr Informationen auf der Website
www.clayregazzoni.com.

2006-09-23, 07.53 GMT
Städtetrip Paris
Den 13. bis 17. September verbrachten wir in Paris, der Stadt der Liebe. Wir genossen das unglaubliche Angebot an Kultur und Gastronomie, das savoir vivre und natürlich unsere freien Tage.
Von der Bastille marschierten wir bis zum Arc de Triomphe, begaben uns dann in die pompöse Défense, wo wir uns auf dem Dach der Grande Arche an der Sicht über Paris erfreuten.

Ein Highlight war mit Sicherheit der fast fünfstündige Besuch im grössten Kunstmuseum der Welt, dem Louvre. Da wir früh morgens schon dort waren, konnten wir tatsächlich fünf Minuten ungestört vor Da Vincis Mona Lisa verweilen. Danach war's dann allerdings vorbei mit der Ruhe, manchmal mussten wir uns richtiggehend zur Wehr setzen gegen allzu penetrante Reisegruppen.

Natürlich schauten wir uns auch die Notre Dame de Paris an, die Sacré Coeur und Montmartre und den guten alten Eiffelturm. Der nichts desto trotz noch immer toll ist!

Kurzum, es waren wunderbare Tage. Paris ist immer eine Reise wert.
Zur Bildergalerie
Eva Moehlecke de Baseggio

2006-08-24, 18.16 GMT
Yes, we let him entertain us!
Gestern konnten wir einem der wohl besten Entertainer der Welt bei der Arbeit zusehen. Robbie Williams gab vor 40'000 Zuschauern sein erstes von zwei Konzerten im Stade de Suisse in Bern.
Der Brite präsentierte sich in prächtiger Laune, scherzte und zotete sich während knapp zwei Stunden in die Herzen des Publikums. (Die englische Verballhornung der alten Stadion-Bezeichnung «Wankdorf» zog sich als roter Faden durch das ganze Konzert...)
Er blieb dem Publikum keinen seiner Hits schuldig und versöhnte sich sogar mit seiner Take-That-Vergangenheit, indem er den Song «Back for good» darbot. Höhepunkte waren sicherlich «Come undone», «Feel» und natürlich «Angels», das den würdigen Abschluss bildete.
Zusammen mit den anderen 39'998 Zuhörern verliessen wir kurz nach 23 Uhr das Stadion, wir schafften es sogar, in einem der Extrazüge einen Sitzplatz zu ergattern. Gegen 1.50 Uhr waren wir schliesslich wieder daheim.
Mario de Baseggio
Bild: Robbie Williams singt seinen Hit "Come undone" (Szene nachgestellt).

2006-08-12, 18.07 GMT
Sandra und Marcel haben geheiratet
Heute Nachmittag haben sich Sandra und Marcel im Fribourgischen Tafers das Jawort gegeben. Wir wünschen dem glücklichen Brautpaar natürlich nur das Beste. Vielen Dank für die Einladung, es war sehr schön!
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2006-07-10, 07.00 GMT
Campioni del mondo!
Nachdem sie in einem gleichermassen ausgeglichenen wie zerfahrenen Finalspiel einen Rückstand wettgemacht hatten, gelang es der Squadra Azzurra den Weltmeistertitel 2006 im Penaltyschiessen zu erkämpfen. Alle fünf Schützen trafen, Frankreichs Trezeguet hatte einen Lattenschuss zu beklagen. Mit dem Treffer Fabio Grossos war die WM entschieden.
Ich habe mich in den vergangenen Tagen immer wieder an den Sommer des Jahres 1982 erinnert. Am Abend des 11. Juli sass ich damals mit meinen Eltern und meinem Cousin Marcel vor dem Fernseher und verfolgte das Finalspiel gebannt. Bei jedem der drei italienischen Tore rannten Marcel und ich auf den Balkon und jubelten so laut wir nur konnten. Dieses 3 zu eins gegen Deutschland gehört zu meinen unauslöschlichen Erinnerungen, meine Helden von damals waren Zoff, Altobelli, Graziani, Scirea, Gentile, Tardelli und natürlich Paolo Rossi.

Im Gegensatz zu 1982 waren gestern alle meine neuen Helden jünger als ich. Buffon, der nervenstarke Grosso, Toni, Materazzi, der dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt hat und natürlich Fabio Cannavaro, der wohl beste Abwehrspieler der Gegenwart. Die Squadra hat das Turnier mit viel Willenskraft, Ausdauer und Routine für sich entscheiden können.

Die Weltmeisterschaft 2006 ist Geschichte. Während fünf Wochen konnte man fachsimpeln, mitfiebern, zuweilen etwas leiden und nicht selten auch jubeln. Deutschland hat uns eine WM geschenkt, die das Verbindende, die Freude und das Hehre im Menschen gezeigt hat. Die Welt war wahrlich zu Gast bei Freunden.
Mario de Baseggio

2006-05-23, 15.56 GMT
80 Jahre Lúcio!
Letzten Samstag wurde mein Vater stolze 80 Jahre. Dieser denkwürdige Anlass musste natürlich gebührend gefeiert werden. Dies taten wir mit Torte (die übrigens durch den in Marzipan gegossenen joggenden Lúcio geziert wurde) und später mit ausgezeichnetem Speis und Trank im Restaurant Schartenfels in Baden.

Es war ein wirklich schöner Abend und eine passende Feier, die am nächsten Morgen durch noch mehr Anstossen und Gratulationen abgerundet wurde.
Beim 100. wird das Fest dann wohl eine Woche dauern...
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio
Im Bild links, der Marzipan-Lúcio, rechts derselbe in Fleisch und Blut mit Gattin Yvonne

2006-05-22, 07.38 GMT
Einen halben Meter mehr Mensch auf der Erde
Mein alter Freund Stefan ist Vater geworden! Seine Frau Meike hat am vergangenen Dienstag einen Sohn zur Welt gebracht. Er heisst Jonas Frederic, wiegt 3680 Gramm und misst genau 50 Zentimeter. Wir wünschen dem Kleinen alles Gute und Glück dieser Welt und gratulieren natürlich den Eltern ganz herzlich!
Mario de Baseggio
Das Bild haben wir von Stefan per MMS zugeschickt bekommen.

2006-05-14, 09.11 GMT
FC Zürich - Schweizermeister 2006!
Ich kann nicht behaupten, dass ich ein grosser Fan des Schweizer Klubfussballs bin, ich verfolge nur selten ein Spiel am Fernsehen, in einem Stadion war ich sicherlich schon seit zehn Jahren nicht mehr. Aber gestern wurde der FCZ Schweizermeister und ich habe mich sehr darüber gefreut.
Der Grund für diese Freude lag in meiner Primarschulzeit. Es war damals nämlich wichtig, ein richtiger Fan für einen der Stadtklubs zu sein, wobei die meisten meiner Klassenkameraden auf der Seite der (schon damals reichen) Grasshoppers standen. Diese Ausgangslage führte natürlich zu heftigen Diskussionen und Auseinandersetzungen. Der Höhepunkt meiner Angefressenheit wurde 1981 erreicht, als der FC Zürich mit Zappa, Elsener, Jerkovic und natürlich meinem Lieblingsspieler, dem Goalie Karl Grob, Schweizermeister wurde! Danach verlor sich meine Begeisterung für den Klub und den Schweizer Fussball - wie gesagt - mehr und mehr.

Gestern wurde "mein" FCZ nach einer 25-jährigen Durststrecke wieder Schweizermeister. Ich gratuliere Lucien Favre und seinem Team herzlich und freue mich für die Fans, die ausdauernder als ich waren und ihren Klub über die langen Jahre unterstützt haben.
Mario de Baseggio

2006-01-14, 12.36 GMT
The Corpse Bride
Gestern haben wir uns im Kino [undisclosed] Burtons grossartigen Film "The Corpse Bride" angesehen. Zwar sind wir so oder so Burton-Fans, doch von seinem neusten Werk waren wir wirklich zutiefst beeindruckt!
Basierend auf einem alten russischen Volksmärchen erzählt Burton die Geschichte von Emily, einer unglücklichen Braut, die einst von ihrem schurkenhaften Bräutigam getäuscht, beraubt und im Wald ermordet wurde. Zutiefst verletzt schwört sie im Tod, nicht zu ruhen, bis sie durch einen ehrenhaften Heiratsantrag eines Anderen erlöst werden wird.
Wie es der Zufall so will, verirrt sich Victor, der Held der Geschichte, nach einer missglückten Hochzeitshauptprobe, bei welcher er seine zukünftige Braut Victoria zum ersten Mal sieht - und sich beide natürlich gleich Hals über Kopf ineinander verlieben - in Emilys Wald. Er ist unglücklich, da er vor lauter Aufregung das Hochzeitsgelübde einfach nicht richtig nachsprechen konnte. Er übt und übt und endlich, nach langen Stunden, gelingt es ihm, die Worte fehlerlos herauszubringen. Irrtümlicherweise glaubt die tote Emily, dass sich dieser Antrag an sie richtet. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf...

Burton versteht sein Handwerk und setzt seine dramaturgischen Mittel gekonnt ein. Mit grossem poetischem Gespür und viel Humor weckt er beim Publikum die Emotionen. Auf lebhafte Szenen farbenfroher Totenfeste folgen leise, wehmütige Momente, dann wieder wird es gruselig und der Zuschauer kriegt eine Gänsehaut. In besonderer Erinnerung wird uns ganz sicher das wunderschöne Schlussbild bleiben, wohl die gefühlvollste Einstellung, die wir bis anhin in einem animierten Film gesehen haben.
Corpse Bride - die Website
Eva Moehlecke de Baseggio
Bild der offiziellen Website des Films entnommen.

2005-08-07, 15.47 GMT
Die Halsschmerzen Seiner Heiligkeit
Heute nahmen wir die Gelegenheit wahr, den 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso bei seinem Vortrag im frisch renovierten Hallenstadion zu sehen. Der sympathische Religionsführer legte in bestechender Einfachheit seine Sicht der Welt dar. Natürlich blieb auch die eine oder andere humorvolle Bemerkung nicht aus.
Er habe keine übermenschlichen Fähigkeiten und auch keine Heilkräfte, wie viele Menschen irrtümlich meinen. So leitete Seine Heiligkeit seinen Vortrag mit dem Titel «Mitgefühl – die Quelle des Glücks» ein. «Wenn ich Heilkräfte besässe, dann hätte ich jetzt keine Halsschmerzen!» scherzte der 70-Jährige.
In der Folge entwickelte er sein Konzept von den menschlichen Grundwerten und deren Bedeutung für ein erfülltes Leben. Sich um andere zu kümmern, Mitgefühl zu empfinden, heisse gleichzeitig auch, etwas für sich selbst zu tun. Schliesslich sei man ein Teil der Gesellschaft. Ausserdem solle man versuchen, Problemen mit einer positiven Grundhaltung zu begegnen. Jede schwierige Situation berge nämlich auch gute Seiten, so der Dalai Lama. «Ich, zum Beispiel, habe gerade Halsweh. Das ist nicht gut und etwas ärgerlich. Dafür bekomme ich von meinen Freunden umso mehr Süssigkeiten!» Mit diesen Worten nahm er unter allgemeinem Gelächter erneut eines der Ricola-Bonbons in den Mund, die ihm offenbar ausgezeichnet schmeckten.
Zum Schluss der Veranstaltung beantwortete Seine Heiligkeit noch einige Fragen aus dem Publikum. So war unter anderem zu erfahren, dass er jeden Tag um 03.30 Uhr aufsteht, dafür aber auch bereits um 20.30 Uhr wieder zu Bett geht. Ausserdem habe er auf langen Flügen immer noch zwei Brote in seinem Handgepäck, weil das an Bord servierte Frühstück seinen Bauch nicht zu füllen vermag, so der Friedensnobelpreisträger.
Mario de Baseggio

2005-07-24, 11.02 GMT
Bregenzer Festspiele: «Der Troubadour»
Den letzten Samstag verbrachten wir im österreichischen Bregenz. Grund für unseren Besuch waren die Bregenzer Festspiele, die dieses Jahr auf der Seebühne den «Troubadour» von Verdi geben.
Allein schon die Bühne begeisterte: Eine auf den See hinaus gebaute 711 Tonnen schwere, blutrote Ölraffinerie steht als Symbol für das skrupellose Streben nach Geld und Macht. Dies ist die äusserst aktuelle Thematik der Oper. Die romantische Seekulisse steht in scharfem Kontrast dazu und verleiht der Szenerie zusätzliche Spannung. Doch auch das musikalische Erlebnis kam nicht zu kurz. Zwar benötigten einige der Sänger etwas Anwärmzeit, danach bot jedoch insbesondere Katia Pellegrino als Leonora eine fantastische Leistung.
Da eine Seebühne natürlicherweise über keine besondere Akustik verfügt, wurden die Stimmen der Sänger mittels einer ausgeklügelten Tonanlage verstärkt. Durch die ganze Oper hindurch konnten wir daher hören, wo die Handlung gerade stattfand. Und auch die Möwen und Enten konnten sich so gebührend einbringen.

Kurz, wir waren zwar das erste Mal an den Bregenzer Festspielen, mit Sicherheit aber nicht zum letzten Mal.
Eva Moehlecke de Baseggio
Offizielle Website:
www.bregenzerfestspiele.at

2005-06-26, 12.32 GMT
Lang Lang in Concert
Am Sonntag durften wir ein Konzert der Sonderklasse miterleben. In der Tonhalle Zürich spielte das Orchester des Zürcher Opernhauses auf, Solist am Piano war der gefeierte chinesische Pianist Lang Lang. Der erst 23-Jährige begeisterte das Publikum mit Virtuosität und Ausdruck. Bereits mit der ersten Note des Mozartkonzertes schien er tief in der Musik versunken.
Zuweilen schien er die Töne neu zu erfinden, sie dem Klavier zu entlocken, die Klaviatur zu streicheln. Sein Spiel und die ihm eigene sympathische und natürliche Ausstrahlung machten das Konzert zu einem Ereignis.

Zu Ende fiel Lang Lang (
www.langlang.com) dem Dirigenten einfach um den Hals. Das prächtige Rosenbouquet, welches Opernhaus-Direktor Pereira ihm überreichte, gab er gleich an die erste Geigerin weiter. Der tobende Applaus schien ihm - im Gegensatz zum Konzert - jedoch eher unangenehm zu sein. So setzte er dem Beifall nach einiger Zeit geschickt ein Ende, indem er die erste Geigerin und mit ihr das Orchester selbst hinausgeleitete.
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-06-19, 10.27 GMT
Über den Dächern von Zürich 2005
Gestern luden Ingrid und Oli wieder einmal zum alljährlichen Fest auf der Dachterasse im Herzen des Zürcher Universitätsquartiers. Viel Grilliertes, ein bisschen Alkohol und natürlich die leckeren, legendären «Schoggibananen» (Bild) liessen die Zeit wie im Flug vergehen. Die an die 20 geladenen Gäste unterhielten sich über so ziemlich alle wichtigen Dinge des Lebens.
Die Porträts des spanischen Tronfolger-Paares auf Keksdosendeckeln, der Einsatz spezieller Muskelgruppen beim Contemporary Dance, ägyptische Magenverstimmungen und orientalische Möbelhäuser, Kleiderverkäufer, die den Kunden bei der Vermassung in den Schritt greifen, die musikalische Umsetzung von Messerstechereien und einmal mehr Olis Spanisch-Kenntnisse - kein Thema fehlte!
Gegen Ende des Abends gelang es ausserdem, mit Patrick «The Real Enzo» einen Vorvertrag zum Einstieg in die Forza-Rennserie abzuschliessen. Es bleibt der «Scuderia Enzo», die für den konsequenten Einsatz ihrer eigenwilligen Kurventechnik bekannt und gleichermassen gefürchtet ist, überlassen, ob sie die ihr noch fehlende Infrastruktur beschaffen will oder nicht. Die bisherigen Fahrer würden sich jedenfalls über eine Erweiterung des Starterfelds freuen.
Wir bedanken uns bei Ingrid und Oli für die Einladung, wir kommen gerne wieder!
Mario de Baseggio

2005-06-07, 06.57 GMT
Kung Fu Hustle!
Man nehme den klassischen Plot vom Verlierer, der sich unter extremen Bedingungen zum Helden wandelt, füge etwas «Pulp-Fiction»-Brutalität und viel «Mars-Attacks»-Humor hinzu und würze das Machwerk mit der ganzen Bandbreite chinesischer Kampfkunst: Voilà, «Kung Fu Hustle», das verquere Meisterwerk Stephen Chows.
Wir haben am Sonntagnachmittag den Weg ins Kino gefunden und wurden vom Gebotenen nicht enttäuscht: In rascher Folge wechselten sich Tanzeinlagen, Kampfszenen, derbe Spässe und feinsinnige Momente ab, es gelang dem Regisseur und Darsteller Chow spielend, uns in seine skurile Welt zu entführen. Zitate anderer Filme wie «The Matrix», «Independence Day» oder - natürlich - Bruce-Lee-Streifen wirken immer originell und ironisch. Kraftvolle, rauhe Musik und grelle Farben geben diesem Hong-Kong-Movie eine Cartoon-artige Intensität, der man sich nicht entziehen kann - jedenfalls nicht, wenn man sich auf diese Art der Erzählform einlässt. Für mich einer der besten Filme überhaupt, allerdings ist Vorsicht geboten, mit sauberen, strukturierten Martial-Arts-Prototypen à la «Walker Texas Ranger» oder «Karate Kid» hat «Kung Fu Hustle» nichts gemein.
Mario de Baseggio

2005-05-02, 07.16 GMT
L'elisir d'amore
Freitag Abend sahen wir im Opernhaus (www.opernhaus.ch) Gaetano Donizettis «L'elisir d'amore». Eine wunderschöne und unterhaltsame Oper, ein stimmiges Bühnenbild und ein grossartiger Fabio Sartori machten den Abend zu einem Erlebnis.
Die interessante und lehrreiche Einführung Dietberg Reichs, ehemaliger Chefdramaturg des zürcherischen Opernhauses, in das Werk Donizettis und im Speziellen natürlich in den Liebestrank bildete den Auftakt zu einem denkwürdigen Opernabend.

Die Oper selbst ist bereits ein musikalischer Ohrenschmaus und zudem äusserst vergnüglich. Doch der Höhepunkt des Abends war der stimmgewaltige italienische Tenor Fabio Sartori, der sein Rollendebut als «Nemorino» gab. Seine Darbietung von «Una furtiva lacrima», sicherlich eine der schönsten Arien überhaupt, war das Beste, das wir je live in einer Oper hören durften. Zum Tränen vergiessen schön!
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-01-09, 09.19 GMT
Verschiedene Schauspiele
In den vergangenen Tagen wurden wir Zeugen verschiedener Schauspiele, natürlicher und menschgemachter Art.
Am 7. Januar gelang es uns, den Kometen Macholz ein zweites Mal abzulichten. Er befindet sich momentan in der Nähe der Plejaden und kann mit einem Fernglas gesehen werden. Er unterscheidet sich von den anderen Himmelskörpern dadurch, dass ihn ein blaugrünlicher Schimmer umgibt. Und wenn man ihn wiederholt beobachtet, dass sich seine Position laufend verändert.
Am Freitagabend sahen wir ausserdem einen interessanten Diavortrag von Oliver St., einem ehemaligen Schulkollegen von mir: "Unterwegs im ostafrikanischen Rift-Valley". Er verstand es, seine fundierten Kommentare mit seiner ihm eigenen Portion Ironie zu versetzen, was den wunderschönen Landschaftsbildern den gebührenden Rahmen gab.

Gestern war die Reihe am Kino-Film "House of Flying Daggers". Lustigerweise trafen wir beim Kino auch
Manuela und Patrick, die von diesen chinesischen Schwert- und Kostümfilmen ebenso begeistert sind, wie wir selbst. Der Film erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe und er tut dies in gewaltigen, symbolstarken Bildern. Und da es sich um die Verarbeitung eines Themas aus der chinesischen Sagenwelt handelt, sei es an dieser Stelle gesagt: Die Kämpfer fliegen, sie verfügen über übermenschliche Kräfte und überleben auch tödliche Verwundungen. Wer sich mit der Märchenhaftigkeit dieser Filme schwer tut, der soll auf einen Besuch verzichten und statt dessen einen Kung-fu-Streifen mit Jackie Chan gucken.
Mario de Baseggio

2004-09-03, 07.03 GMT
Abendessen bei Sylvie und Thomas
Gestern waren wir bei Sylvie und Thomas zum Dinner eingeladen. Es wurde erwartungsgemäss ein sehr lustiger und kurzweiliger Abend.
Das leckere Essen zeichnete sich unter anderem dadurch aus, dass es sich sowohl mit kleinen, als auch mit grossen Löffeln schöpfen liess. Zudem schaffte Thomas mit gewandten Händen die Infrastruktur für ein «Seeli» im Kartoffelstock, was nicht ungelobt bleiben soll.
Wir entdeckten unsere gemeinsame Leidenschaft für die grossen Szenen der Filmgeschichte: «I must break you!», «Adriaaaaaaan!» und natürlich der All-Time-Kracher «I'm just the cook».
Wir bedanken uns für die vergnüglichen Stunden, es werden nicht die letzten gewesen sein.
Mario de Baseggio

2004-07-07, 06.19 GMT
Days of Thunder!
Autorennen: Der maskulinste aller virilen Männer-Sportarten! Und heute wird in Winterthur der Showdown der PS-Giganten den wahren Meister des Four-Wheel-Drifts offenbaren. Mich natürlich.
Ray hat das Rennen mit 12 Teilnehmern auf der uns hinlänglich bekannten Indoor-Bahn organisiert. Meine Gegner werden wiederum versuchen, mich mit allen unsportlichen Mitteln zu stoppen. Es wird ihnen nicht gelingen, wer es wagen wird, mich anzugreifen, wird alsbald selbst in der Mauer kleben. Wer das nicht glaubt, der kann sich bei Alex nach seinen Erfahrungen erkundigen.
Mario de Baseggio

2004-06-04, 05.19 GMT
Ein Knall, ein Schrei - vorbei!
Gestern Abend hat sich unser Fernsehgerät mit einem lauten «Chlapf» in die ewigen Transistoren-Gründe verabschiedet. Uns ist dabei natürlich nichts passiert.
Mario de Baseggio

2004-05-09, 11.19 GMT
Urban Tap by Tamango
Gestern sahen wir im Rahmen des Tanzfestivals Steps #9 die Performance «Urban Tap» von und mit Tamango. Tamango brillierte mit scheinbar leichtem und natürlichen Steptanz, der sich stets aus dem Augenblick zu ergeben schien, und mit akrobatischen Rollerblades-Aktionen.
Eine fantastische jamaikanische Tribal-Tänzerin sowie der brasilianische Capoeirista Cabello unterstützten ihn tänzerisch. Die jazzige Musik und die Videoeffekte dazu kamen von einem ebenfalls bunt gemixten Trio aus Frankreich, Italien und Fiji, das von den Tänzern mit Percussions-Einlagen begleitet wurde.
Urban Tap zeigt in virtuoser Art die Verschmelzung verschiedener Tanz- und Musikstile, alles in allem eine manchmal sehr experimentelle, aber äusserst gelungene Aufführung.
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-01-12, 11.22 GMT
Die Berlin-Bilder sind online.
Den Januar begannen wir Männer-frei im eiskalten Berlin. Die Bilder dazu sind nun online.
Mit einer Wette in Rom vor über 11 Jahren begann es, mit 4 lustigen, spannenden und schönen Tagen im frostigen Berlin haben wir es nun zu Ende geführt: Die erste Hochzeit im sogenannten Weiberclub würde uns einen Trip nach Rom bescheren. Da wir in der Zwischenzeit fast alle wieder dort waren, wurde aus Rom kurzerhand Berlin. Klimamässig mögen wir das zwischendurch kurz bereut haben, mussten wir doch Temperaturen von unter -10° C trotzen, gelohnt hat es sich allemal. Die neue deutsche Hauptstadt hat viel zu bieten, modernste Architektur, tolle Museen, geschichtsträchtige Stätten und natürlich sollen auch die leckeren Restaurants und das bunte Nachtleben nicht unerwähnt bleiben. Unvergessen werden der Abend im pharaonischen Restaurant «Scarabeo» und das wunderschöne Ballet «Der Nussknacker» bleiben, bei letzterem insbesondere unser wohlgeplanter Anfahrtsweg...
Berlin pix
Eva Moehlecke de Baseggio

2003-11-29, 12.50 GMT
Xbox-Fight-Night mit den Jungs
Gestern Abend kam es wieder einmal zu einem knochenharten Showdown unter echten Männern: Oli, Patrick und ich trafen uns einmal mehr zum fairen, virilen E-Sports-Wettkampf.
Höhepunkte des Abends waren sicherlich Oli's frisch gekauftes «NHL 2004» und mein «Project Gotham Racing 2», das gestern erst im Markt erschienen ist (und von dessen Website der oben abgebildete Wagen stammt).
Nach einigen Stunden des Motorenlärms, der Bodychecks und natürlich auch der unbarmherzigen Feuergefechte, konnten wir uns noch immer nicht entscheiden, wer denn nun wirklich der röhrigste aller männlichen Testosteron-Platzhirsche sei. Daher müssen wir die Chose anfangs Januar wiederholen, wenn unsere Frauen für einige Tage nach Berlin verreisen.
An diesem Xbox-Marathon werde ich euch zerpflücken wie überreife Cherry-Tomaten, Jungs, verlasst euch drauf!
Official Xbox PGR2 Website
Mario de Baseggio

2003-10-17, 15.25 GMT
Neues aus dem Dienst - Letzte Folge
Es ist so weit, der Dienst ist vorbei. Ich sitze bereits wieder zu Hause am Rechner, das grüne Tenu wandert wieder in den Keller.
Der Rückschub gestaltete sich für den Spez Zug zwar arbeitsintensiv, aber problemlos. Ich habe zusammen mit Olav, Roli und Daniel 800 Meter Schlauch in den Ausleger geladen, was anderthalb Stunden gedauert hat. Die Fahrzeuge glänzen und sind wieder mit den zivilen Nummernschildern bestückt.

Es bleibt mir lediglich all den Beteiligten zu danken. Allen voran natürlich dem Zug, der einmal mehr organisatorische Mängel exzellent kompensiert hat. («Was du heute kannst besorgen, ...») Fachdienstlich haben sich Michi und Beat wiederum als unersetzlich erwiesen. Ich danke ausserdem meiner Gruppe, die ich bei der Ausbildung der UNO-Blaumützen führen durfte. Speziell sei hier Peter erwähnt, mit dem ich 3 Tage im Duro gesessen habe. Natürlich gebührt auch unserem Instruktor Maurus ein Lob für die interessanten Erläuterungen zum Thema.

Last but not least will ich noch unserem Kadi Stefan einen grossen Dank aussprechen. In meiner ganzen militärischen Laufbahn habe ich noch keinen derart fähigen, aufgeschlossenen und konsequenten Kommandanten erlebt.
Mario de Baseggio

2003-09-05, 18.23 GMT
Eva und Mario im Europapark!
Heute waren Eva und ich im Europapark bei Rust in Deutschland. Und es hat uns ausgezeichnet gefallen. Von der Achterbahn «SilverStar» waren wir besonders angetan.
Spitzengeschwindigkeit von 130km/h und 73 Meter hoch. Dies sind die Eckdaten der Hauptattraktion des Parks. Auch wenn mein Formel-1-Erzfeind Mercedes Benz die Geschichte gesponsert hat, muss ich doch zugeben, dass «SilverStar» zu den 5 besten Achterbahnen gehört, die ich kenne. Und es ist auch die höchste, die wir beide je gefahren sind.
Daneben haben wir uns natürlich auch mit anderen Angeboten beschäftigt. Das Bild zeigt uns bei der brutal harten Oldtimer-Rallye. Eva «highly concentrated» am Steuer des Boliden, für mich selbst war die Fahrt - ehrlicherweise - jenseits des Erträglichen.
Link zur offiziellen Website des Europaparks
Mario de Baseggio

2003-08-10, 09.22 GMT
XBox-Abend mit den Jungs
Gestern Abend haben Oli, Patrick, Mauri und ich unser Strohwitwertum auf die Spitze getrieben: Ein Videospiel- und Grillabend, das echte Ding für echte Männer!
Nach dem Besuch der Streetparade fanden wir uns in Olis Wohnzimmer wieder, wo wir in beinharten Zweikämpfen Autorennen im Hochgeschwindigkeitsbereich austrugen oder uns mit Raketenwerfern gegenseitig wegpusteten. Zwischendurch grillierten wir auf der Dachterrasse, zum Dessert gab es natürlich einen genuinen Männerfruchtsalat.
Ganz klar, dass dieser Abend erst gegen 3 Uhr morgens endete...
Mario de Baseggio

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