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2008-06-18, 07.35 GMT
Abgerechnet wird zum Schluss
Es ist jedes Mal dasselbe: Die Squadra Azzurra schleppt sich mühsam durch die Vorrunden grosser Turniere und erreicht die Finalrunden mit Leistungen, die dem Potential der Mannschaft in keiner Weise gerecht werden. Daran habe ich mich als Fan schon vor langer Zeit gewöhnen müssen. Daher war ich nicht sonderlich überrascht, dass es auch diesmal wieder geklappt hat - das tut es meistens. Mein Optimismus wurde in den vergangenen Tagen von meinen Kolleginnen und Kollegen (wohl zu Recht) immer wieder belächelt. Die Spiele gegen die Niederlande und gegen Rumänien gaben genug Munition für zwei Meisterschaften...
Jetzt wird der Grundton in den Kommentaren wieder ändern, jetzt wird man vom "glücklichen" oder vom "unverdienten" Weiterkommen der Mannschaft sprechen. Auch daran habe ich mich als Fan längst gewöhnt. (Das ist ja gerade einer der schönsten Aspekte des Fussballspiels: Jeder kann die Geschehnisse auf seine eigene Weise analysieren und deuten.) Kann man von Glück sprechen, wenn es immer wieder geschieht? Widerspricht die regelhafte Wiederholung nicht dem eigentlichen Konzept von "Glück haben"? Glück oder Pech haben, das geschieht in einem einzelnen Spiel, bei einer (Fehl-)Entscheidung des Schiedsrichters, bei einem Pfostenschuss oder bei einer Verletzung, wie sie gestern leider Franck Ribery ereilt hat. Von diesen Momenten sind alle Mannschaften betroffen. Erinnert man sich an das aberkannte reguläre Tor von Luca Toni gegen Rumänien? Wie steht es mit dem Penalty, den Portugal gegen die Schweiz in der ersten Halbzeit nicht hat zugesprochen bekommen? Im selben Spiel führt eine Schwalbe Barnettas zum Elfmeter gegen die "unglücklichen" Portugiesen. Würde man den ausgezeichneten, aufopfernd kämpfenden Nani fragen, er würde sicherlich antworten, dass diese beiden Entscheidungen Glück für die Schweizer waren. Aus Schweizer Sicht wird man sich hingegen nur an die tolle, kämpferische Leistung der Mannschaft im letzten Spiel unter Köbi Kuhn erinnern. Aber - und das ist jetzt meine persönliche Folgerung aus dem eben Gesagten - Glück oder Pech können spielentscheidend sein, sie können aber nicht über Jahre hinweg den Ausgang von Turnieren bestimmen. Das "glückliche" Weiterkommen der Italiener ist ein Mythos. Es ist es kein glücklicher Zufall, dass Mannschaften wie Deutschland, Italien, Argentinien oder Brasilien regelmässig Vorrunden grosser Meisterschaften überstehen und sich oft im Finalspiel wiederfinden. Ob man es mag oder nicht, im Spiel dieser Teams gibt es eine Qualität, die beständig Resultate garantiert.

Wie dem auch sei, die Karten sind jetzt frisch gemischt, jetzt geht es am Sonntag in Wien gegen das starke Spanien, leider ohne Pirlo und Gattuso. Da werden wir also wieder etwas Glück brauchen...
Mario de Baseggio

2004-12-12, 09.18 GMT
Ein bauchiges Wochenende
Der Samstag Abend wurde dann im Kreise der Familie verbracht, unsere 2 Monate alte Nichte [undisclosed] war der Star des Abends und liess sich durch den anhaltenden Schluckauf (mit ganz viel Bauchgeschüttel) nicht aus der Ruhe bringen. Was noch folgt, ist Marios Teilnahme am Silvesterlauf. Ich hoffe sehr, dass sein Bauch der Anstrengung standhalten und nicht in den allgemeinen Bauchtumult dieses Wochenendes einstimmen wird...
Eva Moehlecke de Baseggio

2004-05-16, 16.37 GMT
«Swöööt Song, Love Song!»
Alle Jahre wieder: Gestern verfolgten wir gespannt den Eurovision Song Contest am Fernsehschirm. Das Besondere: Stefan und Raj hatten uns und 10 weitere Freunde bei sich zu Hause dazu eingeladen. Das Buffet war dem Anlass entsprechend türkisch-orientalisch ausgestaltet.
Eigentlich müsste man sich dafür schämen, sich für eine derartige Veranstaltung zu begeistern. Die unsagbar peinlichen Tanzeinlagen der Stars, die kuriosen Akzente bei den englischen Song-Texten (vgl. Titel) und die ausgefallene Bühnen-Kleidung sind an der äussersten Grenze des Erträglichen. Legendär die zweisprachige Schlussbewertung, bei der Stefan, wie er gestern gestand, gerne selbst einmal die französische Wiederholung («L'Albanie, douze points!») moderieren würde. Und ebenfalls seit 30 Jahren immer gleich, das fassungslose Entsetzen über den Musikgeschmack anderer Länder.
Höhepunkt des Abends war der von Stefan ausgestaltete Wettbewerb, wobei es darum ging, die Sieger des Liederabends voraus zu bestimmen.
Eva favorisierte Max, die stimmgewaltigste aller deutschen Unibrows, mein untrügliches Musikverständnis liess mich hingegen auf Xandee aus Belgien tippen. Während Eva mit Platz acht und 93 Stimmen noch einigermassen gut im Rennen lag, musste ich mit Platz 22 (von 24!) und mickrigen 7 Punkten die Segel streichen. Der verdiente Sieg ging übrigens an Asi, der wir die gewonnene Eurovision-Song-Contest-CD herzlich gönnen. Damit wird es ihr möglich sein, sich immer wieder mit dem geistreichen Text des Schweizer Beitrags (Piero, «Celebrate») auseinanderzusetzen.
Wir danken Stefan und Raj für die Gastfreundschaft. War ein wirklich lustiger Abend.
Mario de Baseggio

2003-05-02, 20.58 GMT
La Grande Caballé!
Heute waren Eva und ich am Liederabend der Montserrat Caballé in der Tonhalle des Kongresshauses Zürich. Sie ist ein Ereignis, die spanische Primadonna: Ihre Stimme, ihre Kostüme und ihr humorvoller Umgang mit dem Publikum - einzigartig.
Zu Beginn des Konzerts gab es eine kleine Panne. Der Conférencier hatte sich offenbar verspätet, so dass Frau Caballé mit ihrem Pianisten Manuel Burgueras ein wenig verloren auf der Bühne herum stand. Natürlich nahm die Diva das Heft bald einmal in die Hand und sprach mit leichtem Akzent: «Ich weiss nicht, wir mussen warte. Egal, wir fengen an.»
Es folgten Lieder und Arien von Donizetti, Rossini, Verdi und Scarlatti. Vielleicht vermag Montserrat Caballé mit ihren 70 Jahren nicht mehr die Stimmgewalt wie zu ihren besten Zeiten zu entwickeln, an Schmelz und Charme hat ihr Gesang jedoch keineswegs eingebüsst.
Vor der Pause dann erneut ein Missverständnis. Die Sängerin und der Pianist verschwinden von der Bühne, Teile des Publikums stehen auf und gehen in die vermeintliche Pause. Grosse Augen dann bei Frau Caballé, als sie auf dem Weg zurück auf die Bühne das Publikum auf den Beinen sieht. Das sei nur eine «Atempause» für sie selbst gewesen, weil das folgende Stück eine «sehr, sehr lange Cantata» sei, meinte sie etwas verlegen lächelnd.
Spanische Lieder von Zarzuela beendeten das offizielle Programm, zahlreiche Zugaben folgten. «Das kenne Sie», kündigte der Sopran an und sang dann «Dür ds Oberland uf, dür ds Oberland ab, da han i zwöi Schätzli, wär chouft mir eis ab?»
Auch «Like a Dream» von Vangelis wurde von Montserrat Caballé hinreissend dargeboten, nachdem Sie diesen Song mit dem Wunsch nach Frieden in der Welt eingeleitet hatte.
Der Abend endete mit einer Standing Ovation, Frau Caballé bedankte sich ihrerseits bei ihrem Pianisten Burgueras mit einer Rose, die sie aus dem ihr überreichten Bouquet löste.
Im strömenden Regen fanden wir den Weg nach Hause, zufrieden mit all dem, was wir in den vergangenen zweienhalb Stunden erleben durften.
Mario de Baseggio

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