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2005-11-29, 05.12 GMT
Ein Wochenende in Mailand
Bei genau so kalter Witterung wie in Zürich genossen wir zwei dennoch schöne Tage in Mailand. Getreu dem Motto "Hab Sonne im Herzen" stellten wir uns die erträumte Dreieinigkeit Sommer, Süden und Sonne eben einfach vor. Die Wärme fanden wir denn auch in einigen Tassen Cappuccino und insbesondere in der Wellness-Anlage unseres Hotels.
Ansonsten taten wir das, was man in Mailand eben so tut: Wir gingen bummeln, kauften ein und verbrachten einen sehr schönen Abend bei Pasta und Rotwein in einem netten Restaurant. Angenehm überrascht wurden wir übrigens von der Weihnachtsdekoration. Spärlich vorhanden ist sie bereits, die feierliche Einweihung des milanesischen Swarovski-Baums findet jedoch pünktlich zum 1. Dezember statt. Da könnten sich so einige Warenhäuser der Stadt Zürich ein Beispiel daran nehmen!

Und zum Schluss noch dies: woran wir gleich erkannten, dass wir wirklich in Mailand angekommen waren? Die U-Bahn war geschlossen, "sciopero"...
Eva Moehlecke de Baseggio

2005-11-20, 11.32 GMT
Der Sommer hat begonnen!
Die gestrige Funktionärsversammlung der «Petition für ein internationales Regelwerk für permanenten Sommer» (pirps.com) war ein voller Erfolg! Die Beteiligten setzten sich entschieden für unsere Forderungen ein und wir sind zuversichtlich, dass schlechtes, kaltes Wetter in der Schweiz schon bald abgeschafft sein wird.
An der Versammlung bekannten die 15 Funktionärinnen und Funktionäre Farbe und lieferten eindrucksvolle Statements gegen Schnee und Regen. In Erinnerung bleiben wird die Live-Performance von Vera, die dem Winter im Trockenanzug und Flossen gezeigt hat, dass es mit ihm zu Ende geht. Auch Karins Samichlaus im Bikini und ihre Sorge um die Gesundheit der Verbandskolleg(inn)en (gratis Sonnencrème!) wurden im Protokoll lobend vermerkt. Modisch besonders hervorgetan hat sich Susanne, deren schickes Sommerhütchen wegweisend für die künftige Ganzjahres-Couture sein wird.
Als offizielles Verbandsgetränk wurde Eva's Caipirinha Southern Style (mit Zimt und Honig) eingeführt, selbstverständlich durfte auch die Indoor-Grillade nicht fehlen.
Alles in allem ein fantastischer Auftakt zum diesjährigen Sommer. Die allgemeine Aufbruchstimmung wird wohl durch das alte molwanîsche Sprichwort am besten verdeutlicht: «Nur die graue Katze wäscht die Stufen.»
Eva Moehlecke de Baseggio und Mario de Baseggio

2005-11-16, 08.24 GMT
Musikalische Landesverteidigung?
Das heutige Fussball-Match gegen die Türkei lässt kuriose Seiten unserer Mitmenschen hervortreten, dazu die folgende Geschichte: Ich höre regelmässig DRS3 (www.drs3.ch), ein Sender, der ab und zu auch Musik im Programm führt, die nicht auf den Mainstream abzielt. So lief gestern ein orientalisch klingendes Stück, das in gekonnter Weise einen modernen Dance Beat mit traditionellen Instrumenten aus dem arabischen Raum verband. An den Titel des Songs kann ich mich leider nicht erinnern. Offenbar liefen nach dem Abspielen dieser Musik die Drähte beim Sender heiss. Entrüstete Hörerinnen und Hörer verlangten in ausnehmend deutlicher Form, dass man unserer Nationalmannschaft nicht durch das Spielen türkischer Musik «in den Rücken fallen» dürfe. In dieser Situation sei türkische Musik «voll daneben» und nachdem unsere Mannschaft am türkischen Zoll so schlecht behandelt worden sei, müsse man zeigen, dass «wir uns nicht alles bieten lassen».
Reicht ein WM-Ausscheidungsspiel tatsächlich aus, die Volksseele brodeln zu lassen? Wo liegt der Zusammenhang zwischen der Musik, die am Radio gespielt wird und nationaler Identität? Ermutigend war in dieser Angelegenheit lediglich, dass DRS3 sich auf diese unsinnige Diskussion nicht ernsthaft eingelassen hat und zur Besänftigung der erhitzten Gemüter Polo Hofer's «Hopp Schwiiz» spielte. Vielen der erbosten Urschweizer(innen) wird die Ironie des Songs wohl entgangen sein, warum sonst haben sie nicht auch gegen dieses Machwerk protestiert?
Ach ja, noch eine letzte Anmerkung: Der Künstler, der mit seinem Track die Verschwörungstheoretiker unter den Schweizer Fussballfans zur Abwehr der türkischen Musikattacke auf den Plan gerufen hat, ist übrigens Iraner.
Mario de Baseggio

2005-11-02, 16.42 GMT
Ein bewegtes Wochenende
Wir haben ein intensives Wochenende hinter uns. Nach über einjähriger Abwesenheit, bzw. einer ausgedehnten Reise durch Nordamerika und Mexiko, gaben sich letzten Samstag Helen und Guido wieder einmal die Ehre, bei uns in Zürich aufzukreuzen. Vier Tage wohnten sie bei uns, nach dieser langen Zeit gab es schliesslich gehörig viel zu erzählen.
Eine grosse, weisse Bugwelle, die vor unserem Wohnzimmerfenster vorüberschwappte, kündigte die Ankunft des Wohnmobils und seiner Besitzer an. Der herbstlichen Witterung hatten wir es zu verdanken, dass sie dieses Mal jedoch nicht in ihrem fahrbaren Heim wohnten, sondern bei uns.
So konnten wir denn in Ruhe alles Wichtige und Unwichtige ausführlich durchhecheln. Beide Seiten hatten - wie könnte es anders sein! - unzählige Fotos zu präsentieren, was wohl wiederum beidseitig neues Fernweh weckte. Der Reisevirus liegt definitiv in der Familie.

Am Samstag Abend gingen wir dann gemeinsam ins Kongresshaus, um uns die Kung Fu-Show der chinesischen Shaolin-Mönche anzuschauen. Wie immer ging dabei so einiges zu Bruch, Metallplatten, Holz, Steine, zum Glück jedoch keiner der Mönche oder Nonnen. Neu an der Show war vor allem die Einbindung der Nonnen von Yong Tai. Wie das Shaolin Kloster gehört auch das Yong Tai Kloster zu den Geburtsstätten des Zen Buddhismus und der Kung Fu-Kampfkunst. Die Show erzählt unter anderem vom friedlichen Kampf der Nonnen um Gleichberechtigung. Kritisieren kann man vielleicht, dass ob etwas gar viel Show-Geplänkel der Funke nicht so richtig überzuspringen vermochte. Dennoch war es ein sehr schöner und spannender Abend.

Ebenfalls letzten Samstag fand ein weiteres wichtiges Ereignis statt:
Manuela feierte ihre erste Vernissage in der Nelle Gallery in Zürich. Dort zeigt sie bis Mitte Dezember einige ihrer Specksteinskulpturen und Bilder. Nach so einem Ereignis sind wir doppelt stolz, zwei echte Egloffs bei uns zu Hause hängen zu haben!
Manuelas Website über ihre Kunst.
Eva Moehlecke de Baseggio

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